VGMeril  / pixelio.deEs wird nicht so ganz die Woche, die ich mir vorgestellt hatte. Am Samstag flüchte ich für eine Woche aus dem hiesigen Schmuddelwetter und fahre mit in das Running Company Laufcamp nach Lanzarote. Eigentlich hatte ich die Idee, dass ich in dieser Woche einen wesentlichen Schritt in der Marathonvorbereitung für den Transgrancanaria packe. Aber die Verletzung zog und zieht sich leider dermaßen hartnäckig, dass ich meine Ambitionen reduziert habe. “Nur noch mitlaufen können” lautet jetzt das Ziel für das Laufcamp. Nach unzähligen Physiotherapiesitzungen und Arztbesuchen bin ich mir sicher, dass der Muskel ein paar Tage halten wird. Wenn der Januar nun vorbei ist, waren es vier Monate, in denen kein geregeltes Training möglich war. Lanzarote könnte der Wendepunkt sein. Auf Gran Canaria Anfang März wird es maximal noch für den Halbmarathon reichen, im Zweifel nur für den Strand. Der ist auf Lanzarote aber auch ganz schön. Unser Hotel nutzt auch die spanische Triathlon-Nationalmannschaft als Basislager. Die Bezeichnung “Sporthotel” wäre wohl übertrieben, aber die Lage ist einfach perfekt. Generell sind die Kanarischen Inseln im Winter ein wunderbarer Trainingsort für die Triathleten und Läufer. Bis zu 20 Grad tagsüber, viele Sonnenstunden und ganzjährig baden. Die beiden Raelerts haben kürzlich ihr Trainingslager auf Fuerteventura absolviert, wie dieser Clip sehr schön illustriert. Der Passatwind trainiert richtig gut für die brutalen Bedingungen in Kona. Dort wollen sie im November den Doppelsieg einfahren. Da sieht mein Ziel für das Laufcamp dann eher lächerlich aus. Dennoch freue ich mich sehr auf die Atmosphäre und die Gleichgesinnten. Ich werde auch bestimmt wieder eine Videobotschaft senden. Und wenn ich nicht laufen kann, dann setze ich mich an die Laufstrecke, nehme ein Dorada-Bier mit, halte ein Schild “Laufen ist schön!” hoch und denke daran, wie toll es doch wäre, jetzt im eisigen Schneetreiben im heimischen Westpark zwei Runden zu drehen.

4 Kommentare

  1. Ich bin ja auch nicht 100%ig einsatzfähig im Moment, aber ein Trainingslager auf Lanzarote stelle ich mir wunderbar vor. Kopf hoch und langsam angehen lassen, das Jahr ist noch jung!

  2. Viel Spaß und ganz viel Sonne! Lass es langsam angehen, das Jahr ist ja noch lang.

  3. Hey Du, du darfst mich auch mit weniger Trainingskilometer im Marathon schlagen. :) Kopf nicht hängen lassen. Laut Filmchen startest du aus einer Verletzung immer mit viel viel neuem Schwung um dann spielend von Bestleistung zu Bestleistung zu hecheln :)

    Das Jahr ist noch jung …. und Rumpfstabilität ist ja immer machbar! Ausserdem ist Laufen nicht auch Kopfsache? und da tuts ja nicht weh oder?

    Kopf hoch !!
    LG

  4. Besser mit wenigen Erwartungen hinfahren und dann das Beste draus machen. Ich halte die Daumen, dass es gut klappt und du wieder ins Training einsteigen kannst, damit diese elende Geduldsprobe endlich ein Ende findet. Wir haben ja noch viel vor in 2012!