von Running Twin Marek am 11. February 2012 · 5 comments · Categories: Strecken, Trainingstagebuch, ZukĂŒnftiges

Wenn es am Sonntag wieder auf die Piste im Berliner PlĂ€nterwald geht, werde ich bald persönlich mit Handschlag begrĂŒĂŸt. Und eigentlich habe ich vorhin diesen Post angefangen, um ĂŒber meine 10. Teilnahme zu berichten. Aber es ist tatsĂ€chlich – auch wenn ich dreimal gezĂ€hlt habe – erst Nummer 9 – Thema verfehlt, setzen! Nun gut, auch das muss man erstmal hinbekommen, finde ich. Man muss aber dazusagen, dass der Lauf zweimal im Jahr stattfindet: im Dezember und im Februar. Beides sind Monate, in denen man nicht wirklich super in Schuss ist und meistens ist das Wetter auch sehr ungemĂŒtlich. Trotzdem habe ich das Event im Laufe der Zeit als persönliche Pflichtveranstaltung gespeichert. FĂŒr Interessierte (gibt bestimmt keinen, aber ich schreibe es trotzdem) hier meine kleine PlĂ€nterwald-Historie:

Datum / AuflageDistanz / ZeitMeine EindrĂŒcke
09.12.07 (62. PlĂ€nterwaldlauf)10k: 43:58Bei meiner ersten Teilnahme lief ich gleich persönliche Bestzeit. Unter 45min war zu dem Zeitpunkt sehr ĂŒberraschend.
10.02.08 (63. PlÀnterwaldlauf)10k: 45:34Zu schnell angelaufen, wurde ich auf Runde 2 von Henrik kassiert. Diese Niederlage habe ich bis heute nicht verwunden :-)
07.12.08 (64. PlĂ€nterwaldlauf)10k: 45:03Ziemlich außer Form war ich zu dem Zeitpunkt und habe meinen Teilnehmerbeitrag einem guten Zweck gespendet.
15.02.09 (65. PlĂ€nterwaldlauf)15k: 01:08:45Ein toller Lauf, bei dem ich auf jeder Runde schneller wurde. Diese Zeit ist auch heute noch meine persönliche Bestzeit ĂŒber 15k!
13.12.09 (66. PlĂ€nterwaldlauf)10k: 42:13Mein erster Wettkampf nach der SchleimbeutelentzĂŒndung und der Krankenhauswoche. Es war irre kalt an dem Tag, aber ich war zufrieden nach der Pause.
12.12.10 (68. PlĂ€nterwaldlauf)10k: 43:1510 Kilometer durch Schnee, Eis und tiefsten Matsch. Das war kein VergnĂŒgen und definitv der schwerste Wettkampf von allen PlĂ€nterwald-Teilnahmen. Ich lief sogar mit Spikes.
13.02.11 (69. PlĂ€nterwaldlauf)20k: 01:27:05Vor genau einem Jahr lief ich Bestzeit ĂŒber die 20k. Die Zeichen standen auf grĂŒn, bis der Berliner HM mir einen Strich durch die Saison-Rechnung machen sollte.
11.12.11 (70. PlÀnterwaldlauf)20k: 01:22:25Nochmal war ich fast 5min schneller als im Februar und es zeigte sich, wieviel möglich gewesen wÀre in 2011.

Der Lauf hat in Berlin eine sehr lange Tradition und wird seit 2007 durch einen neuen Veranstalter organisiert. Sehr schön finde ich, dass man dem Rundkurs (5km) entsprechend seine Distanz wĂ€hlen darf. 5k, 10k, 15k oder 20k – da ist fĂŒr fast jeden etwas dabei. Ich habe mich fĂŒr Sonntag fĂŒr die klassischen 10k entschieden, um zu sehen, wie ich die ersten beiden intensiven Marathon-Trainingswochen verkraftet habe. Da wĂ€ren 20k vielleicht ein wenig zuviel gewesen. Viel wird auch vom Zustand der Strecke abhĂ€ngen. Es soll ja etwas wĂ€rmer werden, da steigt die Gefahr von Glatteis. Dann wird nicht viel gehen. Das Ganze ist fĂŒr mich auch ein erster Bestimmungstest fĂŒr meinen Marathon im April. Wo stehe ich, wo will ich hin?

5 Comments

  1. @Sven: da sind wir ja quasi zeitgleich gestartet! Wir sehen uns morgen.
    @Henrik: wenn man einmal die Marke geknackt hat, dann will man es jedesmal wieder packen. Also: wenn die Bedingungen gut sind, greife ich an.
    @Gerd: bei dir sind das eben keine 10k-Events, sondern Marathons und Ultras. Davor ziehe ich noch viel mehr den Hut!
    @Marcus: zunĂ€chst mal danke fĂŒr die Blumen! Das mit den WinterlĂ€ufen hast du treffend auf den Punkt gebracht. Winterlaufserien gibt es in Berlin leider sehr wenig. Da habt ihr es in MĂŒnchen etwas besser. Und die Zeiten sind doch Schall und Rauch. Eine 01:31 auf 20k ist ja wohl alles andere als langsam! Falls du morgen in Ismaning lĂ€ufst, viel Erfolg und Spaß und grĂŒĂŸ mir den anderen Running Twin!

  2. Alle Achtung, Marek! Kenne zwar bisher nur Deinen running twin Henrik persönlich, aber die Story hat mir gefallen, da “muss” ich doch was dazu schreiben. (Außerdem finde ich Euren Blog einfach klasse und immer den Punkt treffend).

    Ganz entscheidend finde ich das Datum der LĂ€ufe, Dezember und Februar: es sind ganz einfach WinterlĂ€ufe. Und da lĂ€uft man halt “so nebenher” keine Bestzeiten. EingeschrĂ€nkte Trainingsmöglichkeiten, Außentemperatur beim Wettkampf, BodenverhĂ€ltnisse der Laufstrecke etc.

    Vergleichbar mit der MĂŒnchner Winterlaufserie kann ich mir trotzdem nur zu gut vorstellen, dass Dir der PlĂ€nterwaldlauf ans Herz gewachsen ist und Du so richtig Spaß dran gefunden hast. Lockere WettkampfathmosphĂ€re und tolle Auswahl an StreckenlĂ€ngen (ich liebe die 15-km-Distanz).

    Sehr beeindruckend finde ich Deine 20-km-Bestzeiten von DEUTLICH unter 1:30 Std. Und das im Winter, Respekt! Da kann ich nur mit ner 1:31:16 Std. aufwarten.

    WĂŒnsche Dir fĂŒr morgen viel Spaß, genieß jeden einzelnen Meter der 10 km :-) Ich denke, morgen ist nicht ne neue Bestzeit das Entscheidende, sondern der Spaß am Laufen und natĂŒrlich auch ne kleine Standortbestimmung fĂŒr die Marathonvorbereitung. Nochmal, viel Spaß und keep on runnin’!

  3. Schön wenn man auf solch eine beeindruckende Historie zurĂŒckblicken kann. Ich hoffe irgendwann kann ich dies auch. ;-)

  4. Wow! Eine beeindruckende Historie. Ich habe nur den zweiten Lauf, den Ort meines grĂ¶ĂŸten Triumphs, in lebendiger Erinnerung ;). Ich halte die Daumen, dass die Bedingungen laufbar sind und du mit deiner Zeit zufrieden sein wirst. Es muss ja nicht auf Krawall sub40 sein.

  5. Der 09.12.2007 war auch mein Einstieg in den PlÀnterwaldlauf. Nicht nur das, am 09.12.2007 bin ich generell meinen ersten Volkslauf gelaufen. Deswegen ist der PlÀnterwaldlauf auch bei mir Pflichtprogramm, auch wenn ich ihn schon einmal verpasst habe, weil ich einfach noch tief und fest geschlafen habe.