Keine zwei Wochen sind vom Jahr 2011 übrig. Übergreifend folgt in diesen ruhigen Tagen immer der obligatorische Blick zurück auf das Laufjahr mit all den famosen Wettkämpfen und Bestzeiten. Wir machen es auch ganz kurz, denn es gab jedes Event auf unserem Weblog nachzulesen. Alle schönen Momente, die das Laufen so laufenswert machen. Alle Momente, die man keinem Sportler wünscht, wenn der Körper nicht so mitmacht, wie man es gerne hätte. Alles, was irgendwie zur schönsten (Neben-)beschäftigung der Welt gehört.
All diese Aufs und Abs in einem echten Fahrstuhl-Laufjahr. Wie…
…der wunderbare Run 4 Japan, bei dem Mareks gesamte Familie für einen guten Zweck angetreten war und beim Spendensammeln geholfen hat
…der Berliner AirportRun, bei dem Marek den Orkanböen auf der Startbahn trotzte, die ab Juni 2012 Teil des neuen Berliner Flughafens sein wird
…der Alpen Triathlon vor traumhaftem Bergpanorama am bayrischen Schliersee, bei dem Henrik zum ersten Mal die berühmte Triathlon-Luft schnuppern durfte
…und nicht zuletzt die großartigen Teamleistungen bei der Berliner Marathonstaffel, bei der wir ein kleines Bloggertreffen veranstalten konnten
Wenn man die Ereignisse nochmal vor dem geistigen Auge vorbeifliegen sieht, war das schon ein verrücktes Laufjahr. Aber so ist der Sport: manchmal unberechenbar, aber dafür wird man entschädigt mit wunderbaren Momenten, die lange im Gedächtnis bleiben werden. Der erste Zieleinlauf als Sieger, der erste Zieleinlauf nach einem Marathon, dafür vergessen wir an dieser Stelle einfach den Rest und freuen uns mit den Bildern des Jahres auf ein tolles Laufjahr 2012! Weiterlesen >>
In ganz Deutschland wurden schon fleißg die Florena Adventsabenteuerkisten gesucht. Was es damit auf sich hat? Florena hat einen besonderen Adventskalender, der in die Aktion “Natur erleben” eingebettet ist. Florena sammelt eure Lieblingsplätze in der Natur und teilt diese auf der eigenen Plattform.
Zum Start der Florena Men Serie gibt es auch in diesem Jahr wieder den Mitmach-Adventskalender. Blogger verstecken die Florena Adventsabenteuerkiste mit diversen Produkten aus der neuen Serie an ihrem Lieblingsplatz. Der erste, der den Hinweisen auf den Lieblingsplatz folgt und die Kiste findet, darf sie behalten und macht z.B. auf Natur erleben auf sich aufmerksam. Klar, dass wir eine Zwillingsaktion starten und heute Morgen sowohl in Berlin als auch München jeweils eine Kiste versteckt haben. Als Goodie liegt in der Münchner Kiste sogar noch ein Running Twins Laufcap. Jetzt aber auf zum Suchen! Nur wo genau? Weiterlesen >>
Nur noch 5 Tage und dann steigt das letzte Highlight in diesem Laufjahr: die Berliner Marathonstaffel auf dem Tempelhofer Feld. Die Vorfreude ist groß, im letzten Jahr hatten wir eine Menge Spaß und dieses Jahr haben wir uns sogar deutschlandweite Unterstützung geholt! Wer ist dabei?
Running Twins 1
Milosz Weckowski: Milosz war bereits bei unserer Staffel-Premiere 2010 dabei. Er hat erfolgreich die Metamorphose vom Workaholic zum Läufer vollzogen: erst Teilnahme am Berlin-Cup, dann zweimal den Berlin-Marathon absolviert und in kurzer Zeit beachtliche Zeiten erzielt. Wenn er jetzt auch noch das Rauchen weglassen würde, dann klappt es auch mit der sub40 :-) Milosz betreibt auch einen schönen Blog (http://parklaeufer.de).
Marek Neumann: Marek ist einer der beiden Running Twins. Im letzten Jahr war er unser Startläufer und lief trotz eines Sturzes im Gewimmel nach dem Startschuss eine sensationelle Zeit über die 12,2 Km-Runde. In diesem für uns sehr durchwachsenen Jahr hat Marek seinen ersten Sieg gefeiert.
Nadin Eule: Besonders freuen wir uns über Frauenpower bei unserer Staffel. Nadin dreht täglich ihre Runden in Berlin und ist mit einem eigenen Laufblog (http://eiswuerfelimschuh.wordpress.com), Twitter und Facebook in unserer Web-2.0-Welt sehr aktiv. Besonders spannend: ihre Ernährungstipps!
Ralf Junge: Ralf lebt in Dresden und in seinem Lauf-Blog (http://loslaufen.wordpress.com) sieht man bereits auf der Startseite die persönlichen Bestzeiten. Man merkt sofort, der Mann ist hochmotiviert und wird alles geben, um die 10 km-Bestzeit auf dem Tempelhofer Feld zu knacken!
Ron Hoffmann: unsere Nachwuchshoffnung und jüngster Teilnehmer der Staffel! Ron trainiert mit Henrik in München bei der Running Company, und das sehr eifrig. Er hat seine aussichtsreiche Karriere als Profifußballer bei Hertha BSC wegen einer Verletzung sausen lassen müssen. Auf dem Tempelhofer Feld will er unbedingt unter 20 min bleiben. Wenn er am Vorabend nicht feiern geht, wird das klappen!
Running Twins 2
Bernd Meyer: Bernd und Marek haben mal eine ganze Weile zusammen gearbeitet. Gemeinsam drehen sie jeden Donnerstag um die Mittagszeit eine Runde in Berliner Volksparks mit laufwilligen Kollegen. Bernd hat sich zum Glück bereiterklärt, als Ersatzläufer zur Verfügung zu stehen, auch wenn die Formkurve momentan etwas nach unten zeigt. Für eine schnelle Zeit ist er aber immer gut.
Andreas Lenk: Andreas ist ein echter Kämpfer. Im Sommer absolvierte er den Augsburger Friedensmarathon unter 3:30h. Er trainiert ebenso mit Henrik bei der Running Company und hat es in den letzten drei Jahren vom “Zero to hero” geschafft.
Andreas Mamsch: Korbjäger Andi ist fast ein Routinier, der sich allerdings mehr dem Basketball als dem Laufen verschrieben hat. Er trainiert eine Berliner Jugendmannschaft. Laufen ist für ihn ein Ausgleichssport. Andi hat schon 1999 erfolgreich den Berlin Marathon gefinished und war bereits im letzten Jahr bei den “Running Twins Wasserträgern” über 10 Km dabei.
Stefan Oblinger: Im Laufcamp waren Henrik und Stefan Zimmerkollegen. Stefan hat sich in diesem Jahr beachtlich verbessert und lief zuletzt beim München Marathon die halbe Distanz unter 1:35h. Er ist auch gerne auf kürzeren Strecken unterwegs und läuft den Trainingskollegen über 300m auf und davon. Auch über 10 Km in Berlin?
Jan Schneider: Es begann mit einer 5 km-Runde im Münchner Olympiapark. Jan ist noch nicht lange beim Laufen dabei und hat erst in diesem Jahr Wettkämpfe für sich als Motivation entdeckt. Über diese 5k-Distanz hat er bereits an mehr als 5 Rennen teilgenommen und kratzt emsig an der 25 Min-Marke. Fällt sie vielleicht in Berlin?
Falls ihr euch fragt, wo der zweite Running Twin eigentlich ist: Henrik wird nur Ersatzläufer sein, da er nach wie vor an seiner Verletzung laboriert und lieber kein Risiko eingehen möchte. Sollte niemand ausfallen, wird er sich ganz der Organisation und Motivation unserer Staffeln widmen.
Weiter geht es im munteren Wettkampfreigen. Nach Mareks fulminanten Auftritten beim ersten Sieg der Karriere in Zeuthen und am Müggelsee mit Halbmarathon-Bestzeit für die Ewigkeit sowie meinem beim Berlin Marathon vor gut vier Wochen bietet sich an diesem Wochenende eine der seltenen spontanen Gelegenheiten für einen gemeinsamen Lauf. Da Marek aber mit Familie in München weilt und ich mich eigentlich noch in der Post-Verletzungsphase befinde, muss es bei einem möglichst kurzen Intermezzo bleiben. Und was bietet sich da besser an als der OLYMPIATURMLAUF? Ja, genau, es geht um einen Treppenlauf. Erfahrung haben wir beide beim Berliner Skyrun schon gesammelt, Marek sogar einmal mehr in einem Neuköllner Hochhaus. Der Olympiaturmlauf am Sonntag gehört aber in eine andere Kategorie. Die Anzahl der Stufen ist mit 1220 deutlich höher als die im Berliner Park-inn-Hotel am Alexanderplatz (770). Was die Angelegenheit in München nicht einfacher macht: es gibt keine Verschnaufpause, in Berlin wechselten wir nach 20 Etagen das Treppenhaus – man konnte also die Beine etwas lockern bei der Überführung. Dafür bietet der Olympiaturm eine nicht minder fantastische Aussicht auf die City. Die schnellsten Treppenläufer werden wohl in 5 Minuten oben sein. Das werden wir nicht schaffen. Treppenlaufen ist eine besondere Herausforderung für den Bewegungsapparat. Hier ist vor allem Kraftausdauer gefragt, die gar nicht so leicht zu trainieren ist. Wenn man im Ziel seine Oberschenkel noch merkt, hat man noch nicht alles gegeben. Andererseits sehen wir den Lauf auch als Spaßveranstaltung und eine gute Gelegenheit, München von oben anzuschauen. Wer Lust bekommen hat, möge sich am Sonntag, 23.10.2011 ab 09:00 Uhr am Olympiaturm einfinden. Nachmeldungen sind vor Ort bis kurz vor Start um 10:00 Uhr möglich. Weitere Infos gibt es auf der Homepage: http://www.olympiaturmlauf.de. Wir sehen uns oben!
Marek hatte in einem Artikel vor fast zwei Jahren schon mal über seine Probleme mit dem Schienbein berichtet. Das bei Läufern durchaus bekannte “Schienbeinkantensyndrom” hatte ihn erwischt und zu einer Pause gezwungen. Ich kannte das bisher nicht. Nach dem Forstlauf in Anzing am vergangenen Montag bin ich aber besonders heftig von der Verletzung erwischt worden. Nicht ganz schuldlos, wie ich zugeben muss. Nach dem Berlin Marathon ging es mir muskulär sehr gut und ich hätte nach 3 Tagen schon wieder ins Training einsteigen können. Zum Glück bin ich aufgrund einer Dienstreise nicht dazu gekommen. Nur ein paar Kilometer Radeln waren drin. Am letzten Sonntag habe ich mich dann doch wieder auf die Laufstrecke gewagt, und das auf FiveFingers. Ein unkluge Entscheidung, wie sich später herausstellte. Die knapp 10 Km “gingen” ganz gut, konditionell fühlte ich mich, als könnte ich Bäume ausreißen. Im rechten Bein in der Schienbeingegend merkte ich aber schon einen leichten Schmerz. Verdrängt, am Montag wollte ich schließlich beim Schweiger Forstlauf in Anzing über 10 Km starten. Auch, um bei den Running Company Vereinsmeisterschaften mitzumachen. Das Rennen lief bis Km 8 sehr gut, dann meldete sich der Schienbeinmuskel aber zügig ab. Die letzten beiden Kilometer lief ich ein bisschen wie auf Eiern zuende. Einfach aufhören wäre cleverer gewesen. Im Ziel wurden die Schmerzen nicht weniger. Und so humpelte/hüpfte ich seit Montag durch die Gegend. Was ist so besonders fies an dieser Verletzung? Weiterlesen >>
Zeit, Farbe zu bekennen und eine Entscheidung zu treffen. Das Running Company Laufcamp im italienischen Livigno ist heute zu Ende gegangen. Ich habe eine fantastische Woche verlebt mit genialen Ausblicken, inspirierenden Lauffreunden, sterneverdächtigem Essen und –vor allem deswegen bin ich mitgefahren- intensivem Lauftraining auf mehr als 1.800 Meter Höhe. Es war die letzte Chance, das Ticket für den Berlin Marathon am 25.09.11 zu lösen. Hat das funktioniert? Ob, werden wir erst am besagten Sonntag in einer Woche in Berlin feststellen können. Weiterlesen >>
Was für eine bescheidene Vorbereitung bisher. Pünktlich zum Start der 12-wöchigen Vorbereitungsphase für den Berlin Marathon am 25.09.11 hat sich ein Kniebeuger im linken Oberschenkel böse abgemeldet. Der 10 km-Wettkampf im Rahmen des Alpen Triathlons lief noch sehr gut, wenn auch schon nicht mehr “ganz rund”. Kurzum, ich gesellte mich zu Marek, der bereits Anfang Juli vom Training zur Physiotherapie der Wade wechselte. Ich schlug mich bis vorletzte Woche mit Alternativtraining durch. Das ist zwar nicht schlecht, kann eine “laufende” Vorbereitung aber nicht ersetzen. Jetzt habe ich mit der letzten Woche die erste durchgängige Trainingswoche ohne Probleme hinter mir – mit lächerlichen 45 Wochenkilometern. Nun ist es nicht unbedingt die Quantität, die ein gutes Training ausmacht. Aber ohne lange Läufe ist eine sinnvolle Vorbereitung nicht möglich. Einen Trumpf habe ich aber noch auf der Hand. Heute geht es ins Höhentrainingslager nach Italien.
9 Tage in >1.800 Meter Höhe sollen jetzt helfen, zumindest die Zuversicht für Berlin zu holen. Die wird genauso wichtig sein wie die körperliche Verfassung. Ob das geklappt hat, werde ich am 17.09. sagen können. Erst dann wird die Entscheidung gefällt, ob Berlin mit mir als Läufer oder als Zuschauer stattfindet. Man kann verpasstes Training nicht “aufholen”. Aber in den 9 Tagen können wir uns voll auf das Laufen konzentrieren und hart arbeiten. Das Höhenklima setzt zusätzlich Anreize für den Sauerstoffwechsel. Ich habe das Gefühl, dass das eine harte Woche wird. Aber jetzt gilt es, den Trumpf auszuspielen und die letzte Chance zu nutzen. Ich melde mich eine Woche vor Berlin hier mit der Entscheidung. Drückt die Daumen!
Der Läufer läuft draußen, egal, bei welcher Witterung, egal zu welcher Tages- oder Jahreszeit. Wie habe ich die Sportler auf den Laufbändern dieses Landes immer belächelt. Am “laufenden Band” ein paar Kilometer abspulen ging so bis vor 2 Jahren bei “schlechtem Wetter” immer noch gerade so als Ersatzplattform durch. Ich erinnere mich, dass ich sogar mal einen Halbmarathon versucht hatte. Aber sich auf dieses alberne Gerät namens Crosstrainer stellen, das ging bis vor 6 Wochen dann doch zu weit. Bringt das wirklich was? Im Fitnessstudio meines Vertrauens gibt es doppelt so viele Crosstrainer wie Laufbänder! Inzwischen habe ich aber auch mit diesem Fitnessgerät meinen Frieden geschlossen. Wenn auch nicht ganz freiwillig. Weiterlesen >>
Eher zufällig ist mir soeben eine Stellungnahme von Gerhard Janetzky, seineszeichens Race Director bei den BIG25 in Berlin aufgefallen, die mich doch nachdenklich werden läßt. Das Ganze soll wohl eine Art Rechtfertigung sein, die es aufgrund der Kritik an der Hinzunahme einer Halbmarathonstrecke bei den BIG25 (ehemals 25km von Berlin) in jüngster Vergangenheit gegeben hat. Ein paar Aussagen möchte ich gerne kommentieren, uns würde auch Eure Meinung zu diesem Thema interessieren (Quelle: berlin-laeuft.de):
“Der 25 km-Lauf in Berlin, mit über 30 Jahren Tradition, bleibt natürlich bestehen. Die Teilnehmerzahlen auf dieser Strecke waren in den letzten Jahren steigend.”
OK, etwas anderes hat wohl auch niemand erwartet. Man bemerke, dass die Zahlen entgegen dem weitläufigen Trend ansteigend waren.
“Wir hatten immer schon eine offizielle Halbmarathonzeit (ca. auf Höhe des Theodor Heuss Platzes), die aber von den meisten Läufern nicht „ernst genommen wurde“: Aussagen wie „ …am Ende des Anstiegs Kantstraße“ oder „keine richtige Halbmarathon-Zeit, da dann ja noch über 3,5 km“, etc. waren nicht selten.”
Versteht das jemand? Also ich kann nur für uns behaupten, dass wir uns schon gerne an der HM-Marke orientiert haben und das als Zwischenzeit durchaus sinnvoll war, gerade wenn man eben öfter Halbmarathon läuft. Klingt weit hergeholt, daraus abzuleiten, dass alle nur Halbmarathon laufen wollen.
“Die Halbmarathon-Strecke, die zusätzlich angeboten wird, hat auch den gleichen Start- und Zielpunkt wie die 25 Kilometer und die 10 Kilometer, nämlich Olympischer Platz und Olympiastadion, blaue Bahn.”
Wäre ja auch vermessen, diese Läufer nicht wie die 10km und 25km Teilnehmer woanders ins Ziel kommen zu lassen.
“Die Halbmarathon-Strecke ist bei aktueller Planung eine entsprechend verkürzte 25 km-Strecke…”
Läßt sich auch logistisch kaum anders lösen. Damit sind die 25km-Läufer nur einen kleinen Teil der Strecke “allein” unterwegs.
“Warum wir das gemacht haben? Unheimlich viele Nachfragen von Läufern, die ein weiteres großes „Frühjahrs-Halbmarathon-Angebot“ haben wollten..”.
Gibt es denn zu diesem Zeitpunkt keine Alternativen? Nur 5 Wochen nach dem Berliner Halbmarathon. Scheint wenig glaubwürdig.
“Wir wollen also nur helfen, mehr Teilnehmer dadurch bekommen…”
Nun, man gibt es zumindest offen zu: mehr Anmeldungen, damit die Kasse klingelt. Eine fragwürdige Nummer. Dazu muss man bemerken, dass der 25km-Lauf in Berlin eine lange Tradition hat und durch diese zusätzlichen Distanzen mit dann noch mehr Teilnehmern klar an Attraktivität verliert. Ob man sich da nicht gründlich verrechnet hat? Die Läufer werden es im nächsten Jahr entscheiden!
Am Freitag habe ich Physiotherapie-Sitzung Nr. 11 absolviert. 5 weitere stehen noch auf meinem Plan. Was hat es bisher gebracht? Nun, die kleinen Erfolgserlebnisse sind da. Im Urlaub und letzten Donnerstag war ich zweimal je 5km auf der Piste. Keine Langdistanz – aber ich will auch nichts überstürzen und meine Fehler von diesem Jahr wiederholen, wo ich mehrfach trotz Schmerzen auch längere Strecken gelaufen bin. Aktuell wird Ultraschall für die kaputte Wade eingesetzt, Resultat bleibt abzuwarten, zumal man bei der Behandlung so gut wie nichts merkt. Heute stand mal ein ganz anderes Alternativtraining auf dem nicht vorhandenen Trainingsplan. Ich war fast 13km mit meinen Jungs im Canadier auf dem Wasser unterwegs. Das hat allen richtig Spaß bereitet, zumal das Wetter heute auch zur Abwechslung super mitgespielt hat. Viel Unterstützung beim Paddeln hatte ich nicht, aber wir sind immerhin nicht gekentert und niemand ist über Bord gegangen :-) Nach knapp 4h kehrten wir wohlbehalten zum Heimathafen in Gosen zurück. Meine Schultern machen sich jetzt schon bemerkbar, aber ein paar Kräftigungsübungen sind in dieser laufarmen Zeit ja auch nicht so verkehrt. Der schnellste Kilometer lag bei sage und schreibe 13:47! Weiterlesen >>
Zwillinge haben es wohl an sich, dass sie oft in gleichen Mustern denken und sich mindestens ähnlich verhalten. Das ist bei uns weniger ausgeprägt, zumal unser Lebenswandel unterschiedlicher nicht sein könnte. Spannenderweise haben wir uns seit ein paar Tagen in den gleichen Zustand manövriert: Muskelverletzung, Laufpause, Therapie. Mich hat es in der letzten Woche erwischt. Ich habe keinen Tag gezögert und bin nach dem ordentlichen Ziehen im linken Oberschenkel zum Orthopäden gegangen. Der nach hochkomplizierten Messungen einen Muskelfaserriss im Hüftstrecker feststellte. Gefühlt ist die Verletzung nicht schlimm, aber beim Laufen ist es hinderlich und vor allem im Kopf eine enorme Belastung. Mit Stromwellen und Taping arbeiten wir jetzt an. Ich habe mich seit der Diagnose nicht mehr auf die Laufstrecke getraut -auch nicht rückwärts- und harre jetzt der Besserung. Die Erkältung über das Wochenende war insofern sehr gut getimed. Beim Gehen spüre ich kaum noch etwas, aber trotzdem werde ich noch mindestens diese Woche mit Alternativtraining füllen. Wir wissen ja inzwischen, wie sich vermeintlich “kleinere” Blessuren zu einer verschleppten, hartnäckigen Verletzung entwickeln können. Für den Marathon am 25.09. mache ich mir noch keine Sorgen. Hoffnungsfrohe Nachrichten gibt es auch von Marek. Der ist heute in die Physiotherapie der Wadenmuskulatur gestartet und hat die Hoffnung, gegen Monatsende wieder ins Training einsteigen zu können. So die erste, frühe Prognose. Bis dahin hält er sich mit Radeln einigermaßen fit. Der Blick bleibt also weiterhin fest auf Berlin gerichtet. In dieser Hinsicht denken wir völlig gleich, zwillingstypisch eben.
Next Stop: Münchner Stadtlauf am 26.06.11. Marek wird hier zumindest redaktionell die Stellung halten. Ob es auch etwas zum Laufen zu berichten gibt, hängt sehr von der Genesung der Wade der Nation ab. Zuletzt zeichnete sich immerhin eine deutliche Verbesserung ab. Damit ich nicht auch noch verletzungsbedingt ausfalle und der Start der Marathonvorbereitung verschoben werden muss, werde ich in den nächsten beiden Wochen das Laufpensum reduzieren. Nach der Münchner Teamstaffel, die eher als Spaßwettkampf durchging, und dem doch sehr ordentlichen Pensum des Frühjahrs mit durchschnittlich mehr als 220 Monatskilometern ist die Luft etwas raus. Zudem zieht es seit zwei Wochen kräftig im linken Beinstrecker. In die Marathonvorbereitung möchte ich mit ordentlich Motivation und natürlich vollkommen fit starten. Höchste Zeit für Urlaub und eine kleine Sommerpause. Natürlich, wir Läufer können ja die Füße nie ganz stillhalten. Der eine oder andere gemütliche Lauf wird also auf der schönen Insel Sardinien drin sein. Ein paar Laufmomente im Fotoalbum des iPhones reicher und hoffentlich gut regeneriert werde ich am 26.06. wieder Wettkampfluft schnuppern. Allerdings nur als Zuschauer, denn im Juni und Juli möchte ich mir keinen Halbmarathon antun. Es sei denn… ach, ich bin dann mal weg!