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Am gestrigen Sonntag lud das Wetter in Berlin geradezu zu einem Läufchen in und um den Volkspark Friedrichshain ein. Während ich am abgebrannten Porsche 200 Meter von meiner Wohnung vorbeiflitzte, stellte ich den iPod auf “30 Km” ein und grinste in mich hinein ob dieser schamlosen ??berheblichkeit. Ein paar Runden um den Park später -inzwischen gezeichnet von braunen Matsch- stand schon die Halbmarathon-Distanz auf dem Tacho und ich vor der Frage, ob ich denn jetzt wirklich den Versuch wagen sollte, 30 Km durchzulaufen. Die Beine waren nicht mehr leicht und trotz Laufhandschuhen spürte ich meine Fingerkuppen kaum noch. Eine Runde noch… Dann drehte ich aber ab zum Heimweg vorbei an den Menschenmassen, die zum Berliner Sechstagerennen strömten. Schauten die Leute schon mitleidig oder bildete ich mir das ein? Am Ende meldete Uschi vom iPod 26,5 Km. De facto dürften es 1-1,5 Km weniger gewesen sein, da der iPod auf eine Pace von ca. 4:50min/km kalibriert ist. Trotzdem der längste je gezeitete Lauf. Und so bleibt noch Luft für Steigerungen!
Unser letzter gemeinsamer Trainingslauf lag schon lange zurück. Heute haben wir uns zu einer Runde um den Müggelsee entschlossen, um etwas für unsere Grundlagenausdauer zu tun. Herausgekommen ist ein sehr entspannter und lockerer Lauf über 19km. Teilweise war es übelst glatt, aber wir sind ohne Verletzungen durchgekommen und konnten endlich mal wieder ohne Zeitdruck und Terminstress quatschen. Ein toller Anblick war der komplett zugefrorene See, auf dem sich sehr viele Menschen tummelten. Keine Ahnung, ob das Eis dafür schon dick genug ist. Das macht Laune auf mehr. Wann wird’s denn aber wieder richtig Sommer???? Herrlich!
Christian hatte ihn schon. Der Hannes war im Schnee unterwegs. Heute abend habe ich mich auch getraut. Nach 10d Pause aufgrund einer kleinen Erkältung und der klirrenden Kälte in den vergangenen Tagen machte ich mich heute um 20.00 Uhr voller Motivation auf die Strecke. Und es hat sich gelohnt: bei angenehmen Temperaturen (schätze so -5°) war ich rund 17km auf einer neuen Strecke unterwegs. Das Knirschen des Schnees unter den Schritten – einfach herrlich. Heute hätte ich auch 3h laufen können. Muss lange her sein, dass mir ein Lauf so gut getan hat. So langsam muss ich auch zu Potte kommen, schließlich ist der Saisonstart nicht mehr weit. Ich werde spätestens Anfang Februar wieder voll einsteigen und dann versuchen, zwei Monate regelmäßig und intensiv auf den Berliner Halbmarathon hinzuarbeiten.
In den freien Tagen zwischen Weihnachten und Silvester konnte ich gut relaxen und bin mit meiner Familie für ein paar Tage in ein richtig schönes Schlosshotel gefahren. Dort haben wir es uns gut gehen lassen. Natürlich habe ich die Laufschuhe nicht vergessen und bin eine wunderschöne Runde entlang der Saale gelaufen. Auf dem Rückweg wurde mir auf schlagartige Weise bewußt, wie gefährlich Autofahren eigentlich ist: nur zwei Autos hinter uns fuhr ein Mann auf das Stauende und wurde dabei tödlich verletzt. Glücklicherweise überlebten alle Insassen des vorderen PKW den Unfall. Den dumpfen Knall werde ich jedenfalls so schnell nicht vergessen.
Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und Weihnachten steht vor der Tür. Noch eine Woche und die Tage werden wieder länger. Gut für uns Draußen-Läufer, dann wird es wieder früher heller und später dunkel.
Zum Jahresabschluß haben wir tradtitionell den Silvesterlauf in der Planung. Start ist um 12.30 Uhr am 31.12. auf eine durchaus anspruchsvolle Strecke. Zwei Berge (ja auch für Berliner Verhältnisse kann man die so bezeichnen) sind zu bezwingen und die Strecke kann gerade bei winterlichem Wetter sehr rutschig sein. Heute habe ich versucht, etwas Grundlagenausdauer zu gewinnen und bin mit meinem Sohn langsame 17km unterwegs gewesen.
Es gibt Tage, da “läuft” es einfach. Man rennt und rennt und denkt, man könnte jetzt locker einen Marathon rennen. Es macht Spaß, entspannt, man kann den Tag verarbeiten, auf neue Gedanken kommen, vorausplanen. Heute abend war so ein Lauf. Schön war’s!
Keine einfache Woche liegt hinter mir: Familie krank, viel Arbeit auf Arbeit, Herthas Niederlage im Eurospiel gegen Galatasaray und für Sonntag steht obendrein auch noch ein Wettkampf an. Notgedrungen bin ich diese Woche nur einmal zum Laufen gekommen – heute – und fühle mich schlecht vorbereitet für Sonntag. Absagen!? Neeeee, lieber erhobenen Hauptes ins Ziel torkeln. Also schauen wir doch mal, was realistisch ist. Ingesamt schon der 5. Lauf über 10km diese Saison. Nicht schlecht. Und immerhin gute Aussichten auf den letzten Platz in der Liste:
- Plänterwaldlauf 02/08: 45:34
- Britzer Garten 03/08: 40:50
- Birkenwäldchenlauf 03/08: 41:51
- Straßennachtlauf R’dorf 05/08: 41:19
Nur einmal ging es richtig daneben: auch das noch auf der gleichen Strecke im Februar. Kann mich gut erinnern, dass Henrik mich da bei Halbzeit lässig überholt hat und ich nur noch seine Hacken (und die vieler anderer) sah. Angesichts mangelhafter Kondition setze ich mein Ziel für den Sonntagslauf auf sub45. Und da wir ja im Spenden-Dezember sind, lege ich noch diesen Betrag zusätzlich zu meinem erlaufenen Ergebnis beim Sport-ohne-Grenzen-Adventslauf drauf:
- 10,- bei >45min
- 7,- bei >44min
- 5,- bei >43min
- 3,- bei >42min
- 2,- bei >41min
- 1,- bei >40min
Muss ich wohl doch sub40 in Angriff nehmen…haltet die Daumen!
Ein bißchen verrückt ist es schon: 1,5 Wochen nicht mehr gelaufen und heute abend gleich eine kleine Tempoeinheit eingelegt. 10km habe ich mir vorgenommen. Das Wetter war einfach zu perfekt, fast schon zu warm (diese Tchibo-Hose ist definitiv nur was für Minusgrade), trocken und dazu kaum Wind. Zwei 10km Wettkämpfe stehen dieses Jahr noch auf dem Plan: am 07.12. im Plänterwald und an Silvester den traditionellen Berliner Silvesterlauf. Erstaunlicherweise hat es heute sehr gut funktioniert. Aber das wäre nicht das erste Mal, dass der erste Lauf nach einer Pause super geht und
das böse Erwachen kommt dann beim zweiten. Den habe ich mir für Sonntag vorgenommen, dann etwas länger und natürlich langsamer. Schließlich kann ich ja nicht immer mit Maximalpuls von 199 rumrennen. Insgesamt war der November 2008 sehr ruhig. Mal schauen, ob ich mich im Dezember zu mehr aufraffen kann, 2007 habe ich da – schnell nachgeschaut – 145km geschafft. Wow.
Ja, wer kennt es nicht. Irgendwie scheint gerade der Winteranfang dazu auserkoren, dass man schnell in ein kleines Motivationsloch fällt. Die Laufsaison mit den regelmäßigen Wettkämpfen ist vorbei, draußen wird es ungemütlich, spät hell und früh dunkel und schnell ist ein Vorwand gefunden, um dem Sport zumindest für kurze Zeit völlig zu entsagen. Zugegeben, es ist viel los momentan und wir haben einiges um die Ohren (wie war das nochmal mit Job und Familie :-)), aber – wie der Sportreporter sagen würde – ein nahes Ziel vor Augen täte dem Ansporn sicher gut. In der Planung ist bei mir ja schon länger der Plänterwaldlauf am 7. Dezember. Dort habe ich letztes Jahr auch teilgenommen und bin dort über die klassischen 10km erstmals unter 44min gelaufen. Viel Hoffnung auf eine gute Zeit mache ich mir ja für dieses Mal nicht, aber unter 45min sollte es schon werden. Bis dahin muss ich natürlich noch einiges machen. Motivationsvorschläge sind gerne willkommen!
Ich habe ich die Langsamkeit des Laufens entdeckt. Bei meinem
ersten Versuch hatte es nicht geklappt, meinen Puls konstant unter 170 zu halten. Diesmal war ich erfolgreicher. Gute 15km am Freitag von der Arbeit mit einer Zeit von 01:28. Das besagt, dass ich nicht so schnell unterwegs war. Meinem Laufsensor ging unterwegs die Batterie aus, so dass die Distanz nicht stimmt. Aber mit durchschnittlich 169 Schlägen/min war ich sehr zufrieden. Gestern konnte ich es nicht lassen und bin die 10km wieder etwas fixer in 47min gelaufen. Morgen habe ich einen Termin beim Kardiologen, das ist eine Folgeuntersuchung von meinem sportmedizinischen Test. Ich gehe mal davon aus, dass es nur Routine ist und ich gesund bin.
Heute vormittag war blendendes Wetter und da haben wir entschieden, dass wir (mein großer Sohn, gerade 2 Jahre geworden, und ich) zusammen eine Runde drehen werden. Das ist möglich, weil wir uns vor kurzem einen sportiven Buggy geholt haben, der es auch erlaubt, etwas schneller zu fahren als mit einem Standard-Kinderwagen (man kann ja mal Werbung machen). Das Ding ist einfach klasse, fährt sich super leicht und ist gut gefedert, so dass auch ein paar Wurzeln auf Waldwegen ohne Probleme zu meistern sind. So waren wir dann inkl. kurzen Zwischenstop für das Photo, über eine Stunde unterwegs und es hat großen Spaß gemacht. Natürlich ist es etwas anstrengender, den Wagen vor sich her zu schieben, als wenn man alleine läuft, aber dafür kommt man dann auch nicht so schnell in die Verlegenheit, mit hohem Puls zu laufen. Da uns das richtig gut gefallen hat, steht einer Wiederholung nichts im Wege (außer vielleicht das Novemberwetter).