Archiv fuer die Kategorie Trainingstagebuch
Der 1. Monat dieses Jahres geht morgen zu Ende. Einfach war der nicht, nach Daisy schneien wir gerade wieder ein. Heute haben wir erstmal den Baumarkt gestürmt und uns mit Schaufel, Besen und Eishacke bewaffnet, um das Eis und den Schnee vor unserem Grundstück wegzuräumen. Da kamen wir sogar bei Minusgraden ins Schwitzen. Insgesamt war der Januar aber einfach stark, wenn ich morgen beim Run4Haiti halbwegs gut drauf bin, knacke ich die für mich magische 200km-Marke. Und mein erster Treppenlauf vom 10.1. kommt ja auch noch dazu. Zweimal bin ich abends von der Arbeit die 15k nach Hause und gleich morgens wieder zurück gelaufen. Letzten Donnerstag hat das ordentlich reingehauen nach dem Neuschnee. Für morgen habe ich mir 20 Kilometer vorgenommen. Hängt natürlich von den Bedingungen ab, aber ich werde mein Bestes geben.
war es heute. Wenn mir vor 5 Jahren jemand gesagt hätte: du läufst
- an einem Samstag Abend im Januar,
- bei einer Temperatur von -13°,
- eine Strecke von mehr als 20km,
- im Dunkeln,
- hast dabei Spaß,
- verarbeitest eine anstrengende Woche und
- fühlst dich gut und erholt danach.
Was hätte ich wohl damals erwidert? Wahrscheinlich hätte ich diese Person für komplett verrückt erklärt. Tja, so ändern sich die Zeiten. Meinen Lauf hatte ich heute eigentlich in der in diesem Jahr seltenen Januarsonne geplant, aber da Britta leider krank ist, mußte ich diesen auf den Abend verlegen. War für mich aber nicht sonderlich schlimm. Das Laufen fällt mir leicht momentan, trotz der schwierigen Bedingungen. Hätte vor diesem Winter nicht gedacht, dass man so “gut” auf Schnee und Eis laufen kann.
Nach dem schwachen Winter habe ich heute einen Lauf in Frankfurt eingeplant und durchgezogen. Frankfurt ist für mich mit vielen Erinnerungen an wunderbare Läufe verbunden, immerhin habe ich ein ganzes Jahr hier im Projekt als Businesskasper für die Bahn verbracht. Da wäre zum Beispiel der Wettkampf mit dem Tanker. Gleich am Anfang des Projekts hatte ich mich mal über die Laufgelegenheiten der Stadt ausgelassen – das sind nicht wenige. Man muss oft mal raus, um den Projektmüll zu verdrängen. So setzte ich mich heute am Nachmittag in München in den ICE und freute mich auf einen schönen Lauf zum Grundlagenausdauerpowern am Main. Hier kenne ich wirklich jedes Loch im Asphalt. Start an der A5 in Niederrad und runter zum Main. Das ganze hat soviel Spaß gemacht, dass ich etwas übermütig erst in Offenbach umdrehte und da waren schon 10,5 Km auf dem Tacho. Ich bremste mich immer wieder aus, um nicht zu sehr zu powern, die Erinnerung an den Katastrophenlauf an der Isar ist noch sehr lebendig. Aber es lief alles glatt, was jetzt nicht wörtlich zu nehmen ist. Perfekte Außentemperatur und menschenleere Strecke – passt sich scho, würde der Bayer sagen. Bei 1:55h checkte ich zum zweiten Mal im Hotel ein und genehmigte mir erstmal ein Liter Mineralwasser. Mir ist es gelungen, schön gleichmäßig zu laufen und nicht zu überdrehen. Das macht Mut für die weiteren langen Läufe zur Wiedergewinnung der Grundlagenausdauer. Für den fast traditionellen Laufjahresauftakt beim Berliner Halbmarathon habe ich vorgestern gemeldet. Höchste Zeit für die Vorbereitung. Nach dem heutigen Lauf heute bin ich etwas optimistischer. Als Bestandsaufnahme habe ich auch den Westparklauf in meiner Münchner Wahlheimat über 10 Km am 07.03.2010 eingeplant. Aufi!
Fast hätte es mit einem gemeinsamen Lauf der Running Twins am Wochenende geklappt. Doch die familiär bestimmte Zeitplanung von Marek passte nicht ganz zu meiner. So lief er dann gestern allein in Köpenick und ich heute auf meiner alten Stammstrecke im Volkspark Friedrichshain.
Dort gab es im dichten Schneetreiben außergewöhnliche Szenen zu beobachten. Eine Sportlerin heizte auf Langlaufski durch den Park. Dass ich das mal mitten in Berlin erleben würde, ich hätte es nicht gedacht. Am Rodelberg tummelte sich ein ganzer Kindergarten, der sich auf Schlitten und Bobs den Hang am kleinen Bunkerberg runterstürzte. Ein richtig nettes Winterspektakel.
Ich konzentrierte mich aber auf mein Läufchen, im Neuschnee war es schon schwierig genug voranzukommen. Ich lief die Strecke des “Laufs im Volkspark Friedrichshain“, an dem ich 2009 teilgenommen hatte. Nach drei Runden über den besagten Kleinen Bunkerberg war es dann auch gut. Ich war fast 90′ unterwegs und gut durchgeschwitzt. Der Forerunner meldete schon eine schwache Batterie. Was tut nach Ankunft zuhause besser als eine eiskalte Dusche?
Einige Tage nix von mir hören lassen, aber Henrik hat sich ja zum Glück wieder zurückgemeldet. Ganz untätig war ich aber nicht, trotzdem ich momentan jobmäßig stark eingebunden bin. Das wird sich nächste Woche auch nicht ändern. Ich habe versucht, Job und Sport wieder miteinander zu kombinieren. Dienstag abend bin ich von Arbeit nach Hause gelaufen, recht entspannt und in lockerem Tempo. Mittwoch morgen ging es dann wieder den gleichen Weg zurück, diesmal etwas schneller. War schon etwas anstrengender das Ganze. Da fiel der Mittagslauf mit den Kollegen glatt aus. Donnerstag und Freitag hatte ich partout keine Zeit. Dafür ging es heute nach dem Mittagessen raus (diesmal auch mit meinen dicken Handschuhen) auf eine etwas längere Runde. Der Schnee hält sich weiter sehr hartnäckig. Das Laufen im Wald ist zwar anstrengend, dafür bekommt man aber eine herrliche Umgebung zu Läufergesicht. Die ersten 13km bin ich von meiner langen Runde gelaufen, danach habe ich den direkten Weg an der Straße zurückgenommen und so ca. 6km eingespart. Hat echt Spaß gemacht und die letzten Kilometer gingen sehr gut. Hätte sicherlich auch etwas mehr sein können heute. Lese gerade das Ergebnis des Sterntalerlaufs und freue mich sehr über das klasse Ergebnis!
Habe lange nichts mehr von mir hören lassen. Es ist müßig, über die Gründe zu sinnieren. Zum einen gab es eine gewisse Lauf-Demotivation, die mit einer Blog-Demotivation einherging. Marek hat uns ja mehr als patent vertreten, mehr noch, er scheint in meiner läuferischen Abwesenheit zu Höchstform aufzulaufen. ??ber diesen antiproportionalen Zusammenhang rätsele ich noch. Völlig untätig war ich zwar nicht im November und Dezember, aber insgesamt ist das Ergebnis bescheiden. Ich will mein Licht gar nicht unter den Scheffel stellen. Nachdem die Saison 2009 nach dem (für mich) üblen Mercedes Benz-Halbmarathon im Oktober beendet war, stellte sich keine größere Motivation mehr ein. Ich rede mir ein, dass die Laufpause auch nicht geschadet hat. Wenn einen die Motivation verlässt, hilft Zwang auch nicht. Immerhin war genug Zeit, die Verletzungen endgültig auszukurieren und auf andere Gedanken zu kommen. Unter anderem habe ich beschlossen, 2010 nur wenige Wettkämpfe mitzumachen, Form vorausgesetzt. Das Training wurde gleich nach Neujahr wieder aufgenommen und heute mit einem winterlichen Lauf im Westpark fortgesetzt. Dämlicherweise habe ich meinen Schlüssel zum wiederholten Mal innerhalb von 8 Wochen verloren. Aber auch das wird mich nicht mehr zurückwerfen – diesmal waren nicht alle Schlüssel in der Wohnung. Auf ein verletzungsfreies und spaßiges Laufjahr 2010, den Schlüssel habe ich ja jetzt.
Der Winter hat uns fest im Griff. Aber die zahlreichen Horroszenarien der letzten Tage sind ja heillos übertrieben. Im Winter schneit es nun mal, na und? Man könnte ja meinen, dass die Autofahrer noch nie bei solchen Bedingungen unterwegs wären, jedenfalls finde ich diese Panikmache einfach Quatsch. Bis jetzt waren die Straßen immer schnell geräumt und man konnte sich mit dem Auto sehr gut fortbewegen, was man von den Geh- und Radwegen nicht gerade behaupten kann. Und das Laufen ist schon etwas Besonderes, hat man ja nicht alle Tage. Sicher nicht geeignet für Tempoläufe, aber gut für die Verbesserung der Grundlagenausdauer und der Vorbereitung für das Frühjahr. Was kann man tun, damit es nicht zu eintönig wird und das Training weiter motivierend bleibt? Ein bißchen Abwechslung tut gut. Morgen werde ich an einem doch sehr speziellen Event teilnehmen, aber ich will noch nicht zuviel verraten. Für mich ist eine Premiere und ich bin schon gespannt, wie es klappen wird. Morgen abend werde ich Euch berichten!
Das Wetter war auch einfach zu schön heute, um einen Lauf sausen zu lassen: kalt aber trocken und windstill. Zunächst wollte ich meine normale Abendrunde drehen (ca. 11km), aber gegen Ende entschied ich mich, noch ein paar Kilometer dranzuhängen und es kamen 14,7km raus. So langsam wird mir bei den Temperaturen (jetzt -7°) bewußt, dass meine Handschuhe nicht dafür gemacht sind. Meine Hände sind zum Schluß immer durchgefroren. Da muss ich wohl mal investieren! Ich freue mich schon auf Mittwoch, wenn wir wieder im Kollegenkreis eine Runde drehen werden, wird bestimmt spaßig bei dem Schnee. Hier noch die Daten vom heutigen abendlichen Ausflug: http://connect.garmin.com/activity/21692688.
Die Weihnachtsfeiertage sind überstanden, jetzt folgen ein paar Urlaubstage. Gestern habe ich einen kurzen Lauf zum Verdauen des fettigen Weihnachtsessens unternommen. So richtig gut lief es nicht, aber vielleicht war es auch einfach ein bißchen zuviel des guten Essens? Ich gab erst ein wenig mehr Gas als sonst, aber nach drei Koilometern merkte ich – zu schnell. Nun gut, dann eben langsamer, kein Stress beim Laufen an Weihnachten. Zudem nervte mich der Forerunner etwas, das Suchen der Satelliten dauerte ewig. Bestimmt im Weihnachtsurlaub, die Satelliten! Im Ernst, manchmal geht das fix, aber manchmal dauert es einfach zu lange. Des ??fteren habe ich auch das Problem, dass die Suche sehr schnell geht, aber dann nach dem Start keine Entfernung gezählt und ein Neustart des Trainings notwendig wird. Mich würde mal interessieren, ob ihr auch solche Schwierigkeiten habt oder ich mich einfach nur blöd anstelle? Die nächsten Tage steht noch ein Lauf an (evtl. mit Henrik zusammen, der Junge ist mittlerweile aus dem Skiurlaub zurück) und am Silvestertag dann die anspruchsvolle Runde über den Teufelsberg.
Dieser Winter hatte ja bis jetzt einiges zu bieten. Nachdem es Ende November noch möglich war, in kurzen sommerlichen Klamotten die Schuhe zu schnüren, hat es uns nun aber eiskalt erwischt. Das Wochenende hatte es bereits in sich: am Samstag Abend konnte ich es nicht lassen, bei -13° rauszugehen und eine Runde zu drehen. Mit Sicherheit einer der extremsten Läufe, die ich bisher hatte. Ohne Sturmhaube waren keine 10km drin. Ich habe ja sonst nichts gegen kältere Temperaturen beim Laufen, aber das war schon sehr grenzwertig. Trotzdem ich einen Schnitt von 04:45 lief, schwitzte ich nichtmal ein bißchen danach. Heute ging es andersrum: die Temperaturen steigen seit gestern wieder und der Regen hat die Gehwege teilweise vereist. Ohne Spikes ein durchaus heikles Unterfangen. Vor allem der Vergleich mit den Straßen: dort ging es absolut problemlos voran, auf den Gehwegen aber war nur selten gestreut. So tapperte ich mehr oder weniger vorsichtig durch die Nacht. Es waren sogar noch Leute mit dem Fahrrad unterwegs – noch verrückter als ich wie ich fand. Aber wieder heil zuhause angekommen, das ist die Hauptsache. Das war es nun erstmal mit dem Laufen vor Weihnachten, die Zeit erlaubt es nicht mehr. Morgen noch einen Tag arbeiten und dann ein paar Tage Pause mit der Familie. Vielleicht kann ich ja an den Feiertagen noch ein paar Kilometer einschieben. Und am 31.12. steht ja auch der Silvesterlauf an. Euch allen schöne Weihnachten!
Nur noch eine Woche bis Weihnachten und man merkt, es wird immer stressiger davor. Torschlußpanik stellt sich überall ein und es fällt schwer, sich da rauszuhalten. Selbst der abendliche Lauf wird zu einem zeitlichen Balanceakt. Ich versuche aber trotzdem, weiter dranzubleiben und das Laufen nicht komplett einzustellen. Letzte Woche hatte ich ja von meinen Problemen am Schienbein berichtet. Nach dem Plänterwaldlauf am Sonntag hatte ich wieder arge Probleme zum Wochenstart. Ich habe daraufhin ein wenig recherchiert. Vieles deutet auf das sogenannte Schienbeinkantensyndrom hin – Shin Splints. Das Ganze kann verschiedene Ursachen haben wie z.B. ??berbelastung, ständiges Laufen auf Asphalt oder auch eine Fußfehlstellung. So richtig kann ich mich nicht mehr erinnern, seit wann ich die Schmerzen habe, es muss irgendwann kurz nach meinem Comeback am 20.11. losgegangen sein. Jedenfalls habe ich Dienstag Abend beschlossen, die neuen Brooks Brooks sein zu lassen und bin in meine (auch neuen) Mizuno geschlüpft. Weiterlesen >>
Bis jetzt lief es diese Woche ganz zufriedenstellend. Montag und Mittwoch war ich unterwegs, beide Male bin ich sogar trocken geblieben und habe den Regen ausgelassen. Mittwoch war wieder die Kombination Mittagslauf (12km) + Lauf nach Hause angesagt (14,5km). Konditionell sieht es schon wieder recht gut aus nach meiner Pause, nur mein linkes Schienbein macht mir etwas Probleme, mal sehen wie sich das entwickelt. Heute abend ist noch ein Intervalltraining geplant (6x1000m). Bin gespannt, ob ich das durchziehen kann. Sonntag dann die letzten schnellen 10km dieses Jahres beim beschaulichen Plänterwaldlauf. Wirklich etwas vornehmen fällt mir schwer, zumal ich die Erwartungen sicher um einiges herunterschrauben muss im Vergleich zum letzten Jahr. Dort lief ich knapp über 45min – die Form war einfach weg zu diesem Zeitpunkt. Wenn es heute abend halbwegs funktioniert, dann wird es in diesem Jahr wahrscheinlich ähnlich werden. Für morgen wurden auch erste Schneeschauer vorausgesagt, so dass vielleicht etwas weihnachtliche Stimmung aufkommt. Ich freue mich auch schon auf den Silvesterlauf, den die Running Twins wahrscheinlich wieder zusammen absolvieren werden, da Henrik zwsichen den Feiertagen in Berlin weilen wird. Da wird es hoffentlich auch eine Gelegenheit für eine gemeinsame Runde um den Müggelsee geben.