Archiv fuer die Kategorie Wettkampfbericht

5. Berliner Airportrun – Ready for Take Off

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 19.06.2011 in der Kategorie Wettkampfbericht | 7 Kommentare

Diese Zielgerade wird in Erinnerung bleiben. Quälende 1,5km, auf denen man sich fühlte, als wenn man gar nicht läuft, sondern steht. Ein Gegenwind, der einem wie ein halber Orkan vorkam. Ein Ziel, das einfach nicht näher kommen wollte. Tatort: der neue Flughafen in Berlin-Schönefeld, 5. Airportrun, Halbmarathon über die schon fertige Start- und Landebahn Süd. Irgendwie habe ich dann doch das Ziel erreicht und bin zu meiner Überraschung mit 01:39 sogar noch unter der magischen 01:40 geblieben. Doch der Reihe nach: eine Startzeit um 09:00 ist für viele durchaus ambitioniert zu erreichen am Sonntag morgen, dennoch waren wir pünktlich um 8Uhr am Rathaus Schönefeld, wo ein Bus-Suttle die Teilnehmer zum Flughafen bringen sollte. Erste Probleme ließen nicht lange auf sich warten: 15min kam erstmal gar kein Bus, der nächste fuhr dann mit 5 Leuten einfach los und in den nächsten stürzten alle rein, aber die vielen Leute hielt der Bus anscheinend nicht aus. Weiterlesen >>

Rote Übermacht über 5 Kilometer

Henrik
Erstellt von Henrik am 09.06.2011 in der Kategorie Wettkampfbericht | 3 Kommentare

Das Wetter hatte uns im letzten Jahr richtig im Stich gelassen. Im Wolkenbruch startete die Teamstaffel im Münchner Westpark. Diesmal hingen die Wolken zwar wieder tief, aber es blieb einigermaßen trocken. Die Teamstaffel – das ist eine richtig schöne, fast familiäre Veranstaltung. 52 Staffeln liefen mit, kein Vergleich zum Berliner Pendant – dort waren 2010 über 4.000 Staffeln am Start. Laufgruppen-Chefin Bianca Meyer hatte allein 8 Staffeln zusammenstellen können – ein beachtliches Ergebnis. Das mündete in einem richtigen Teamevent, bei dem jeder die anderen anfeuerte, mitfieberte und natürlich mitlief. Drei Wertungen wurden angeboten: Männerstaffel mit 5×5 Km, Mixed-Staffel mit 4×5 Km und Damenstaffel mit 3×5 Km. Ich durfte mit Dirk, Ariane und Carolin in einer Mixed-Staffel laufen und war der Schlussläufer. Und meine Staffel machte das richtig gut, alle liefen deutlich schneller als ich das erwartet hatte. So sprang für die Staffel “Running Company Mixed 1″ Platz 3 heraus. Im Einzelnen liefen wir:

  • Dirk 20:14 (20:14)
  • Ariane 22:26 (42:38)
  • Carolin 21:34 (1:04:12)
  • Henrik 19:32 (1:23:44)
  • Die Strecke führt über 1,65 Runden durch den Westpark West und ist nicht ohne: drei Mal muss man vorbei an Start und Ziel und dabei einen ziemlich ekligen Anstieg zum Rosengarten absolvieren. Sie ist sogar so anspruchsvoll, dass ich mich auf meiner ersten Runde verlaufen habe, weil ich etwas zu früh abgebogen bin. Zum Glück bemerkte ich den Fehler und lief ca. 40 Meter zurück. Im Gegensatz zu manch anderem Läufer, der die Abkürzung vorsätzlich durchlief – unsportlich! Die letzte Runde lief Bianca größtenteils mit und feuerte mich an. Da lief ich schon auf dem Zahnfleisch und musste ordentlich punpen – so ist das halt auf 5000 Meter. Es wäre bei voller Quälbereitschaft und ohne das Verlaufen eine 18:xx dringewesen. Aber das war dann auch egal, Platz 4 lag mehr als eine Runde hinter uns. Ein wunderbares Event war das, unter sportlichen und organisatorischen Gesichtspunkten war hier nicht mehr zu holen. Daran änderte auch der einsetzende Regen zum Ende hin nichts mehr.

    Viele Bilder gibt’s dazu von der Running Company Presseabteilung hier auf Facebook.

    Die halbe Krise

    Henrik
    Erstellt von Henrik am 23.05.2011 in der Kategorie Grundsätzliches, Wettkampfbericht | 3 Kommentare

    Nach der trotz allem verdienten Dusche um 13:00 Uhr begab ich mich gleich wieder zur Strecke. Denn George wollte um 13:15 Uhr den 6 Km-Lauf bestreiten. Ich hatte versprochen, ihn ein Stück weit zu begleiten, sollten es die Beine nach dem Halbmarathon zulassen. Das taten sie ohne weiteres, so dass ich ihn 4,5 km bis in’s Ziel pushte. Und das sagt auch viel über meinen Auftritt im Rahmen des Rostocker Citylaufs 2011. Nach 21,1 km darfst du keinen Schritt mehr geradeaus machen können. Aber zum Auslaufen gleich noch zwei Drittel des anderen Laufs mitmachen? Sehen wir es mal so: die gute Tat des Tages war damit vollzogen und George verfehlte sein Ziel der sub30 trotz eines fulminanten Zielspurts nur knapp. Zu meinem “Halben” bedarf es nicht allzu vieler Worte. Perfekte erste Hälfte, nach 12 Km begann das innerliche Gejammer, Wind, Sonne, Beine und die ganze Palette. Ich lud den Rest zum Überholen ein, da war kein Aufbäumen mehr, da war nur noch Resignation. Ich konnte oder wollte nicht mehr, oder beides? Wettkampf ohne Kampf? Die Enttäuschung über die 1:39:12 hielt sich in Grenzen. Der Forerunner ging zum Glück auf der 4. Runde aus. Symptomatisch – der war auch out-of-power. Klar, jetzt kann man sagen, bei DEN Bedingungen (Knallige Mittagssonne, böiger Wind auf einem Teil der Strecke, anspruchsvolle Abschnitte mit Kopfsteinpflaster, dazu 7 Runden mit Drehwurmcharakter durch die City) kann man nicht wesentlich schneller laufen. Natürlich kann man das! Aber man muss es halt nicht nur die Hälfte des Rennens tun. Die Verfassung war fast perfekt, das Training hätte nicht besser laufen können. Ist das jetzt eine Krise? Weiterlesen >>

    Run for Japan

    Running Twin Marek
    Erstellt von Running Twin Marek am 21.05.2011 in der Kategorie Wettkampfbericht | 2 Kommentare

    Ja, die Wade beschwert sich natürlich lautstark – aber das ist mir heute ziemlich Banane. Ohne große Erwartungen bin ich heute auf die 10km-Runde gegangen, das Aufwärmen mit meinem 4-Jährigen beim vorhergehenden Bambini-Lauf (erster in der AK4!) hat mich aber optimistisch gestimmt. Keine Startgebühr wurde verlangt beim Lauf im Grünauer Forst. Wo gibt es denn sowas noch? Um eine Spende für ein Hilfsprojekt für Japan wurde gebeten. Und das war eine richtig tolle familiäre Veranstaltung, wie ich sie selten erlebt habe. Für die Kinder wurde was geboten, eine Live-Band spielte während der Läufe (500m für die Kids, 1Meile für die Jugend, 5k und 10k waren im Programm) und auch die Teilnehmer waren einsame Spitze. Jonas Engler vom OSC siegte souverän, ich war froh, dass meine Wade während des Laufes keinen Mucks von sich gab. Natürlich war der zweite Teil schwer, aber nach dem wenigen – zudem frustrierenden – Training der letzten Tage und Wochen war ich darauf eingestellt. Umso erstaunlicher, dass ich einen 6. Platz herauslaufen konnte, den ich seit Kilometer 3 innehatte. Zufrieden auch die Kinder, für unseren 2-Jährigen (und jüngsten Teilnehmer) gab es sogar noch einen Extra-Preis am Ende. Beeindruckend fand ich auch, dass die langsameren Läufer unterwegs auf der Pendelstrecke Beifall klatschten für die Schnelleren. Sowas habe ich noch nie erlebt und es war unglaublich motivierend. Glückwunsch auch an meinen Freund und Kollegen Elanko für das 5k-Finish in 30min – es war sein erster Wettkampf! Wir kommen gerne wieder im Winter zum Silvesterlauf.

    BIG25 – eine Nummer zu groß

    Running Twin Marek
    Erstellt von Running Twin Marek am 08.05.2011 in der Kategorie Wettkampfbericht | 10 Kommentare

    Das Positive vorneweg: wir haben beide das Ziel erreicht. Die Enttäuschung über den Rennverlauf stand uns aber beiden ins Gesicht geschrieben. Henrik überquerte in 02:06, ich in 02:17 die Ziellinie im Olympiastadion. Soweit die Fakten. Ein gemeinsamer Lauf wie die letzten beiden Jahre war heute nicht möglich: ich musste Henrik nach 6 Km ziehen lassen, da mir das – zugegebenermaßen moderate – Anfangstempo einfach zu schnell war und ich schnell realisieren musste, dass meine Verfassung heute nicht zu einer guten Zeit reichen sollte. Fast den ganzen April hatte ich nicht trainiert und bis kurz vor dem Start noch mit Fragezeichen wegen meiner Wadenzerrung war das auch nicht zu erwarten. Der Rest ist schnell erzählt: bis Km 13 konnte ich das Tempo noch halten, danach ging es rapide abwärts. Die Beine gehorchten mir nicht mehr. Ab Km 15 legte ich dann immer Gehpausen ein und motivierte mich nur mit dem Einlauf ins Stadion, das Rennen nicht abzubrechen. Erfreulicherweise hatte ich wenig Probleme mit der rechten (getapten) Wade, auch wenn gegen Ende die linke Wade plötzlich “zumachte”. Im Ziel war ich dann der Überzeugung, dass Henrik locker die 2h-Grenze geschafft haben würde. Dem war leider nicht so. Ab Km 15 hatte auch er Probleme und musste Tempo rausnehmen. Woran es genau lag? Die hohen Temperaturen allein sind keine Erklärung, alle hatten schließlich die gleichen Bedingungen. Er war bitter enttäuscht, war die körperliche Verfassung doch exzellent. Wir lassen mal ein paar Tage vergehen, um ein wenig Abstand zu gewinnen. Die Enttäuschung muss sich erstmal verziehen und dann freuen uns zumindest über den Zieleinlauf. Weiterlesen >>

    Annäherungsversuch

    Henrik
    Erstellt von Henrik am 01.05.2011 in der Kategorie Wettkampfbericht | 4 Kommentare

    Sie nahm plötzlich kein Gas mehr an und das Tuckern des Verbrennungsmotors wurde immer leiser. Auf dem Rückweg vom heutigen Dachauer Frühjahrslauf ging meiner Vespa Waltraud in Allach der Sprit aus. Ich hatte kalkuliert, noch gute 15 km weiter zu kommen. Eine passende Analogie zum heutigen Straßenlauf? Nein. Die 10 km habe ich geschafft und dazu die zweite 10er Bestzeit in diesem Jahr hingelegt. Da der Lauf eher spontan in den Kalender wanderte und als schöne Tempohärte-Einheit für die BIG25 in einer Woche durchging, kann man damit mehr als zufrieden sein. Ich nähere mich der großen 40 um weitere 14 Sekunden. Ein Wermutstropfen bleibt aber in Dachau. Das Wetter war perfekt, kaum Sonne, kühl, kein Wind. Die Strecke: ganze 19 Höhenmeter. Metergenau vermessen. Da wäre mehr drin gewesen. Gute 20 Sekunden blieben zwischen Km 8 (4:15) und Km 9 (4:14) liegen. Und auf dem VIEL zu spät angetretenen Schlussspurt. Immerhin: Hälfte 2 “nur” 30s langsamer – es wird besser, weil ich mich am Anfang einbremsen konnte. Am Ende fehlte weniger die Kondition -körperlich war heute noch mächtig Potential- als das Selbstvertrauen. Ohne die musikalische Ablenkung habe ich zuviel nachgedacht und auf das Japsen gehört. Aber so bleibt weiterhin Luft nach oben Richtung 40. Und die Gewissheit, dass die nächste Tankstelle nicht weit ist. 50 Meter schieben und tadaaaaaaa war das rettende Ufer erreicht. Die 8,5 Liter reichen für weitere 240 km. Weiterlesen >>

    Ein Satz mit X…

    Henrik
    Erstellt von Henrik am 03.04.2011 in der Kategorie Wettkampfbericht | 11 Kommentare

    Vor dem Lauf noch in Hochstimmung.…das war wohl nix. Die 13 hat uns heute kein Glück gebracht. Auf das überraschend gute Wetter konnte man aber nicht alles schieben. Zumal: wirklich überraschend kam es nicht und gut für die Läufer beim Berliner Halbmarathon war es in keiner Hinsicht. Ich kauerte um 12:45 auf einer Bordsteinkante vor dem Kino International und versank im Selbstmitleid, als mich ein älterer Herr ansprach, der die Nummer seiner Tochter nicht in seinem Handy finden konnte. Ich suchte sie ihm raus, er war happy und ich beschloss, dieses Rennen schnell abzuhaken. Da wusste ich noch nicht, dass Marek unter Schmerzen in’s Ziel gehumpelt war und dass selbst Favoritin Mockenhaupt den Lauf abgebrochen hatte. Die Chronologie ist schnell abgearbeitet: nach einem problemlosen Start und den ersten schnellen 5 Kilometern (ca. 4:15/km) lief Marek eine Lücke raus. Wir wurden beide nach Km 6 nicht mehr schneller. Ich haderte mit Bleibeinen, Marek mit seiner Wadenverletzung. 10 km passierten wir in 42:09 und 43:24. Hier war längst klar, dass unser 13. Halbmarathon unschön enden wird. Ich schleppte mich mit einem Mix aus Laufeinheiten und Gehpausen durch und war schockiert darüber, wie brutal mir das Wetter zu schaffen machte. Es war wohl auch die bittere Erkenntnis, dass gutes Training allein keine Garantie für die Bestzeit ist. Mit 1:43:49 lag ich heute eine gefühlte Ewigkeit dahinter. Diese Vokabel hatte Marek da auch längst gestrichen. Dass er überhaupt in’s Ziel gelaufen ist -und das in beachtlichen 1:39:03- war wohl richtig unvernünftig. Jetzt kann er nicht mehr auftreten und lässt die Wade im Krankenhaus untersuchen. Ganz klar, die Erwartungshaltung war heute angesichts der Rahmenbedingungen zu hoch. Da haben wir heute ein hoffentlich nicht zu hohes Lehrgeld bezahlt. Aber Berlin: wir kommen wieder.

    Schallmauer im Westpark verpasst

    Henrik
    Erstellt von Henrik am 13.03.2011 in der Kategorie Wettkampfbericht | 5 Kommentare

    Die insgeheime Hoffnung, einen 10 Km-Lauf unter 40 Minuten zu finishen, blieb heute eine Hoffnung. Die erste Enttäuschung war dementsprechend hoch. Nüchtern betrachtet war das heute aber ein klasse Lauf. Die persönliche Bestzeit um mehr als eine Minute pulverisiert, und das auf einer eigentlich nicht Bestzeit-tauglichen Strecke im welligen Westpark. Mörderisch hoch sind die Hügel eigentlich nicht, aber der “Aufstieg” zieht sich halt eine gefühlte Ewigkeit hin. Dazu kam heute noch eigene Blödheit: nach 200 Metern ging der Schnürsenkel des rechten Schuhs auf. Nach 2,5 km musste ich “an die Box” und zuschnüren. Das dauerte gar nicht so lange, aber der Rhythmus ist hin. Wenn man davon heute überhaupt sprechen konnte. Die 5 Km waren in 19:30 erledigt. Aber schon der nächste Anlauf zur Brücke über den Mittleren Ring bremste mich aus. Es fehlte heute der unbedingte Wille zu pushen und das Tempo hochzuhalten. Die zweite Hälfte wird halt vor allem im Kopf entschieden. Am Ende konnte ich fast locker in’s Ziel laufen, umso ärgerlicher waren die fast schon traditionell dämliche Einteilung des Laufs und der Schuh-Fauxpas. Das offizielle Ergebnis zeigt 41:17 und (wieso auch immer) damit fast 10s langsamer als das handgestoppte. Ich traue mehr letzterem, denn die Jungs hatten Probleme mit der Zeitmessanlage, weshalb sich der Start um satte 15′ verzögerte. Jetzt übe ich erstmal Schuheschnüren. Weiterlesen >>

    Gutes Pflaster im Britzer Garten

    Running Twin Marek
    Erstellt von Running Twin Marek am 07.03.2011 in der Kategorie Wettkampfbericht | 7 Kommentare

    Es ist jedes Jahr das gleiche Spiel. Man ist die langen und dunklen Wintertage einfach leid, so dass man die ersten sonnigen Tage des sich ankündigenden Frühlings nur so herbeisehnt. Kaiserwetter war auch gestern beim “offiziellen” Frühjahrssaisonauftakt im Britzer Garten. Mehr als 600 LäuferInnen kamen herbeigeströmt, um den Startschuss zu hören und 10km bei herrlichstem Sonnenschein zu genießen. Schon die vierte Teilnahme stand für mich an, für unseren Großen (4 Jahre) sollte es das erste Mal sein, dass er bei so einem Event mitmacht. Dementsprechend groß war die Aufregung von ihm und seinen Eltern am Sonntagmorgen! Logistisch gab es keine Schwierigkeiten, so dass wir pünktlich ankamen und unsere Startnummern ohne Gedrängel abholen konnten. Um 09:30 fiel dann der Startschuss zum 1km Schülerlauf. Der Wettkampfcharakter stand bei uns im Hintergrund, zumal fast ausnahmslos Kinder von Sportvereinen mitmachten, die natürlich losflitzten wie die Älteren. Mit Begleitung der Mama ging es dann mal langsam, mal schnell über die Strecke, so dass am Ende auch eine super Zeit für sein Alter zu Buche stand. Spaß hat es gemacht! Um 10:20 ging es dann mit einigen Minuten Verspätung zum Hauptlauf über. Nach dem Warmlaufen stand für mich fest: die Voraussetzungen für die sub40 konnten nicht besser sein. Warum also nicht attackieren!? Trotzdem ich weiter vorne startete, konnte ich mich aus dem großen Gedränge vorne raushalten. War auch gut, denn prompt legte sich einer in der erste Kurve auf dem rutschigen Sand auf den Boden. Das hatte ich beim Team-Marathon selbst auf schmerzhafte Weise erlebt. Ich schnappte mir dann langsam einige Schnellstarter und versuchte etwas mehr Tempo aufzunehmen. Trotz des Startgewimmels blieb die erste Runde noch unter 4min. Ich versuchte, halbwegs konstant weiterzulaufen, bloß nicht zu schnell werden am Anfang. Die Unterstützung der Familie unterwegs tat gut, so dass ich die erste Hälfte problemlos hinter mich bringen konnte. Nun kam es auf den zweiten Teil an: hier konnte ich letztes Jahr nicht durchziehen und wurde noch nach hinten gereicht. Nach km6 und 7, die nur minimal langsamer waren, wußte ich aber: es wird funktionieren heute. Es ist ein gutes Zeichen, wenn man nicht mehr überholt wird. Klar mußte ich alles geben, besonders beim finalen Anstieg zum Ziel, aber einen Einbruch gab es nicht mehr. Handgestoppte 38:42 und offizielle 38:44 lt. Ergebnisliste sind ein tolles Ergebnis in der noch jungen Saison. Dass die Strecke knapp 200m zu kurz ist, störte mich weniger, es hätte wohl auch dann locker zu einer sub40 gelangt. Rundum zufrieden stiefelte ich zu meinen Lieben. Erster Formtest für 2011 ist also bestanden und auch die langersehnte 10km-Bestzeit geholt. So kann’s weitergehen dieses Jahr!

    Winterlaufserie, Teil 3

    Henrik
    Erstellt von Henrik am 20.02.2011 in der Kategorie Wettkampfbericht | 5 Kommentare

    Schon wieder dieser nicht unbedingt traumhafte Rundkurs im Olympiapark. Mit den heutigen 20 Km -verteilt auf vier Runden- wurde die Münchner Winterlaufserie abgeschlossen. Das Procedere war mir von den ersten beiden Läufen am 04.12.2010 (2 Runden, 10 Km) und 23.01.2011 (3 Runden, 15 Km) schon bekannt. Vor allem die unspektakuläre Strecke. MRRC-Läufer Patrick avisierte ebenso eine Zeit unter 1:30h, warum nicht gemeinsam laufen? Marek hatte letzte Woche beim Berliner Plänterwaldlauf eine starke Zeit vorgelegt: 1:27:05. Zuviel des Guten? Um es vorwegzunehmen: ja. Wenn ich am Patrick drangeblieben wäre, hätten wir auf die Sekunde die gleiche Zeit gehabt. Das ist mir nicht gelungen, was mal wieder an der suboptimalen Aufteilung des Rennens lag (Runde 1: 21:31, Runde 2: 21:54, Runde 3: 22:11, Runde 4: 22:22). Patrick kassierte mich auf der 2. Runde lässig und lief bis zum Ende fast eine Minute raus. Die letzte Runde forderte nochmal alle Reserven -hatte ich wirklich auf dem letzten Anstieg kurz angehalten?-, bevor es am Olympiastadion “einlaufen, nicht abbiegen” hieß. 1:27:58 stoppte die offizielle Uhr. Krapfen und Erdinger Alkoholfrei in der Schwimmhalle, die ersten Nöte nach dem harten Lauf waren gelindert. Und dann ab duschen und über die Strecke nach Hause. Die Runde kann ich nun wirklich mit geschlossenen Augen ablaufen. Weiterlesen >>

    69. Plänterwaldlauf

    Running Twin Marek
    Erstellt von Running Twin Marek am 13.02.2011 in der Kategorie Wettkampfbericht | 5 Kommentare

    Die allererste Formbestimmung in 2011 fand heute morgen in Form des Plänterwaldlaufs Nr. 69 – für mich die siebente Teilnahme – bei sehr guten äußeren Bedingungen statt. Nicht zu vergleichen mit dem Schnee- und Eischaos im Dezember. Zu meiner Überraschung gesellte sich der Bernd noch in die Starterliste, er ging über 15km, ich über die Volldistanz von 20km ins sehr ordentlich gefüllte Rennen. Ich: “Was vorgenommen?” Bernd: “Nee gar nix. Naja 01:15 vielleicht. Und bei dir 5er Schnitt?” “Ein bißchen schneller will ich schon sein.” Bei guter Renneinteilung waren die 01:30 für mich schon durchaus realistisch. Das bin ich im letzten Jahr mehrfach im Training gelaufen. Warum nicht heute im Wettkampf…Punkt 10 setzte sich die Läufermasse in Bewegung, natürlich lies ich mich mitziehen und lief die erste Runde zu schnell. Mein insgeheimes Ziel, jede Runde schneller zu laufen, ging damit schonmal in die Hose. Das Feld zog sich auseinander und erste Gruppen bildeten sich. Ich versuchte, das Tempo halbwegs zu halten, was bis zum Ende der zweiten Runde auch problemlos ging. Die 2. Runde war auch meine schnellste. Danach wurde es – nicht ganz unerwartet – etwas schwieriger. Als ich das Ziel zum dritten Mal durchlief, hätte ich mir schon das Ende des Laufs herbeigesehnt, aber nein, es mußten ja diesmal die 20km sein. Also gut, Augen zu und durch, schnell den Kämpfer-Schalter eingelegt. Bei km19 stieg der Forerunner auch noch aus, wo er mir doch schon 10km lang seine schwachen Batterien vermeldet hatte. Auf die Zielgerade eingebogen und ein guter Spurt am Ende sicherte mir einen hervorragenden 31. Platz mit einer Bruttozeit von 1:27:29. Netto kam ich sogar auf 01:27:05. Die Rundensplits im Einzelnen: 21:54,6 21:37,6 (43:32,2) 21:57,2 (1:05:29,4) 21:59,1. Die letzte Runde kam mir langsamer vor. Fazit: mehr als zufrieden nach den wenigen Trainingseinheiten die letzten Tage. Bernd lief einen starken 19. Platz über 15km heraus (netto 01:10).

    Winterlaufserie, die Zweite

    Henrik
    Erstellt von Henrik am 23.01.2011 in der Kategorie Wettkampfbericht | 7 Kommentare

    Ein wenig geblendet war ich heute Morgen schon, als die Sonne ab 08:00 in das Dachgeschoss schien. Aufstehen, Wettkampf! Das Kaiserwetter lockte heute die Läufermeute zum zweiten Teil der Winterlaufserie in den Olympiapark. Statt zwei 5 km-Runden wie beim Nikolauslauf standen heute derer drei auf dem Programm. Startnummer und Chip wurden recycled, die Organisation ist bei der ganzen Serie sowieso ausgezeichnet. Punkt 11 Uhr standen mehr als 500 Läuferinnen und Läufer an der Startlinie der Eis- und Schnee-freien Strecke, unter anderem Faris Al-Sultan – Ironmen-Sieger 2005. 15 km sind keine schöne Distanz, “nix Halbes, nix Ganzes” hörte ich oft. Ziel war unter 1:10h. Und wie immer ist das Anfangstempo kritisch für den weiteren Rennverlauf. Km 1 in 4:04, Km 2 in 4:12 – blöder kann man es eigentlich nicht machen. Die erste Runde war dann mit 21:05 beendet. Weiter, immer weiter. Nur wie? Zu schnell und die letzte Runde wird zum Fiasko, zu gemütlich und Sekunde für Sekunde bleibt am Olympiasee liegen. Der Anstieg an der BMW-Welt machte mir schon zu schaffen. Runde 2 in ~22′ fand ich spontan in Ordnung. Immerhin schneller als beim Nikolauslauf (da lag aber Schnee). Jetzt noch 5 km durchprügeln. Ja, so einige zogen vorbei. Negativer Split? Kenne ich nicht. Aber ich kämpfte mich durch, auch wenn die letzten beiden Km weh taten. “Nur” eine halbe Minute langsamer als die zweite Runde. Für mein gefürchtet grottiges Finish ein großer Erfolg. 1:05:33, Platz 101, AK-Platz 20. GPS lügt nicht und 250 Meter fehlten dann doch auf die 15 km – schade, aber nur eine Randnotiz. Christian von den Netzathleten sagte ich noch Hallo. Alles in allem ein toller Saisonauftakt! Dafür habe ich mich doch gerne von der Morgensonne wecken lassen. Teil 3: 20.02.2011 über 20 km. Weiterlesen >>

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