Archiv fuer die Kategorie Wettkampfbericht

39 Stockwerke, 770 Stufen – Skyrun Berlin 2010

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 23.05.2010 in der Kategorie Wettkampfbericht | 14 Kommentare

Das Team 'Running Twins and Paul'Läufer sind schon ein komischer Schlag Mensch. Während die Mehrheit der Bevölkerung den schönen Pfingstsonntag mit der Familie oder in der freien Natur genossen hat, starteten wir heute beim Skyrun in Berlins Mitte – im Hotel Park Inn direkt am Alexanderplatz. Angemeldet hatte ich uns schon Anfang des Jahres, nach meiner Premiere beim Towerrun in Berlin-Neukölln. Paul, der auf seinen ersten Marathon im September hinarbeitet, war fest eingeplant, das unschlagbare Duo der Running Twins zu ergänzen. Leider war er aufgrund von Krankheit arg im Trainingsrückstand und verzichtete auf seinen Start. Zum Glück fanden wir einen grandiosen Ersatz: Danny erklärte sich am Freitag Abend spontan bereit, mit uns an diesem verrückten Event teilzunehmen. Gesagt und getan: Punkt 11 standen wir mit 9 anderen Dreier-Teams am Start auf dem Alex. Mit etwas Verzögerung wurden wir als 5. um ca. 11.20 Uhr auf die “Strecke” geschickt. Wir ließen es ruhig angehen, Danny lief vorneweg, Henrik als 2. und ich als 3. ins Treppenshaus rein. Und Danny machte ordentlich Tempo: schon auf Etage 6 kassierten wir das erste Team. Waren wir zu schnell losgelaufen? Etage 10: wir ziehen auch an den Grashüpfern vorbei. Was ist denn hier los? In Etage 20 geht es quer durch das Gebäude (auf wackeligen Beinen…) ins andere Treppenhaus. Die Cheerleader feuern uns an. Noch 19 Etagen. Nochmal überholen wir in Etage 28, es waren wohl die Jungs der Pfannkuchen. Nun heißt es auf die Zähne beißen. Die Beine werden sauer, der Puls rast in die Höhe und verbleibt konstant in den oberen Regionen. Henrik gibt nochmal Gas, ich habe Mühe ihm zu folgen. Hinter mir kommen die BerlinSharks angesaust. Überholen können sie uns aber nicht mehr. Noch 5 Etagen, 4, 3, 2, “eine noch” und dann ist das Ziel oben auf der Dachterasse erreicht. Handgestoppte 05:55 min haben wir gebraucht. Und hier sind die Videos von heute, aufgenommen von meiner Actioncam auf der Stirn. Viel Spaß!

Bestzeit vom Winde verweht

Henrik
Erstellt von Henrik am 16.05.2010 in der Kategorie Wettkampfbericht | 6 Kommentare

Rostocker Citylauf 2010An der Küste ist es bekanntlich frisch und windig. Aber dass heute nicht mal die Sonne wenigstens aufblitzte, war schon enttäuschend. Und so trat ich bei gefühlten 5 Grad den HM in Rostock an. 7,5 Runden durch die City. Wer das ohne Drehwurm übersteht, hat die halbe Miete eingefahren. Auf der “Gegengerade” blies ein so heftiger Wind, dass ich jede Runde wieder Angst hatte, dort einzubiegen. In der ersten Runde flogen so einigen Läufern die Mützen weg. Ich lief trotzdem erstaunlich flott und konstant so um die 4:35 auf den Kilometer. Da ich im Team E.ON antrat, war bei jeder Runde vor dem Kundenzentrum richtig Stimmung. Der Moderator rief immer wieder meinen Namen. Immerhin eine gelungene Motivation. Viel war nicht los auf der nassen Strecke, vielleicht 200 Mutige hatten sich auf die halbe Distanz begeben. Ein recht einsamer Lauf also, der mich zunehmend demotivierte, vor allem auf der brutalen Gegengeraden. Hätte ich auf den letzten 3 Kilometern nicht endgültig die Lust verloren, wäre sogar die Bestzeit drin gewesen. Die Beine waren noch schwer nach den 25 Km vor einer Woche. So lief ich gemütlich zu Ende und erlaubte mir noch 2 Trinkpausen. Richtig freuen hätte ich mich eh nicht können: in der ersten Runde fehlte der Streckenposten und die Läufer rannten einfach geradeaus statt nach rechts – Einsparung ca. 300 Meter. Die gelaufene Strecke war also auch noch zu kurz. Aber das war mir herzlich egal. Platz 61 mit 1:37:44 liest sich richtig gut, wenn man die widrigen bis irregulären Bedingungen sieht und die schlampige Organisation. Ich habe sogar einen Zielsprung hingelegt in der Hoffnung, dass es wieder Finisherclips gibt. Noch bin ich in Rostock, aber am Abend trete ich ganz zufrieden die Rückreise nach München an. Im nächsten Jahr bitte nicht ohne Sonnenschein.

Update: Bilder wie immer auf der Bilderseite.

Grosse 25 Kilometer

Henrik
Erstellt von Henrik am 10.05.2010 in der Kategorie Wettkampfbericht | 11 Kommentare

Stolze Running Twins

Stolze Running Twins

Die 25 Km bei den BIG 25 am gestrigen Tag boten einfach alles. Vor allem viel Emotionen. Wir haben die Zeit vom letzten Jahr geschlagen und sind mit 1:57:12 durch das Ziel im Berliner Olympiastadion gelaufen. Marek hat sein Kamerahandy mit auf die Strecke genommen und so einige schöne Schnappschüsse gemacht. Das Wetter war perfekt: keine Sonne, trocken, um die 11 Grad. Wir fühlten uns gut und gingen das Rennen flott an. Bis zum Brandenburger Tor hielten wir locker einen Schnitt von 4’30” auf den Km. Ein traumhafter Lauf bis dahin, das einzige, was fehlte, waren Zuschauer an der Strecke. Meine Hoffnung, einfach schön durchzulaufen und “im Vorbeigehen” die HM-Bestzeit zu knacken, erfüllte sich leider nicht. Ab Km 16-17 ging es rapide bergab, leider mit mir, nicht mit der Strecke. Letztere führte ab Ku’damm sogar leicht bergauf. Hier hätte Marek längst davonlaufen können. Aber er tat es nicht, weil wir unbedingt zusammen in’s Ziel laufen wollten. Die Rollen vom letzten Jahr tauschten wir, denn da ging es mir auf den letzten Kilometern besser und ich konnte Marek in’s Ziel ziehen. Die HM-Marke wurde gemessen, und da liefen wir an meiner Bestzeit vom März um lächerliche 8 Sekunden vorbei. Doch das war mir schon ziemlich egal, brannten doch die Füße und die “Mauer” in Körper und Kopf wurde immer höher. Klar, wir hatten fast 4 Minuten auf die Zeit vom letzten Jahr rausgelaufen, aber was hilft das, wenn es gefühlt eigentlich gar nicht mehr geht? Mir wurde zunehmend schwindlig und ich musste Gehpausen einlegen. Marek blieb bei mir und die die letzten drei Kilometer kamen mir wie eine Ewigkeit vor. Noch nie habe ich mich so gefreut, über die Ziellinie zu laufen, wirklich bewusst habe ich das aber mehr aufgenommen. Ich habe es nicht mal geschafft, die Zeit auf dem Forerunner zu stoppen. Das war ein Sieg des Willens und des Teams. Marek wäre sicher schneller gewesen, aber ob ich dann das Ziel erreicht hätte: eher nicht. Die Zeit war gestern also gar nicht so interessant. Ich bin ziemlich stolz auf uns beide.

Bericht: 14. Köpenicker Altstadtlauf

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 25.04.2010 in der Kategorie Wettkampfbericht | 18 Kommentare

Bruecke ueber den KatzengrabenFür heute hatte ich mir ja eigentlich viel vorgenommen. Nach dem erfolgreichen Halben Ende März und dem Erreichen des ersten großen Saisonziels (<01:30) lag es nahe, über die klassischen 10km noch einen draufzusetzen: unter 40min sollte es sein. Schon am Donnerstag beim Intervalltraining deutete sich an, dass es knapp werden würde. Die mittlerweile üblichen 6x1000m vor dem 10er liefen zwar zufriedenstellend, aber ich war 20s langsamer als noch Anfang März. Freitag abend wurde es spät und gestern abend war es dann noch später und definitiv ein Bier zuviel. Ich war mir nichtmal sicher, ob heute morgen beim Erklimmen der Treppe zum Müggelturm noch einen im Tee hatte. Was soll's dachte ich mir, jetzt erst recht. Zaghaftes Warmlaufen signalisierte mir: wird schon gehen. Die Kopfschmerzen versuchte ich einfach zu ignorieren. Das Wetter war traumhaft, nur viel wärmer schon beim Start als im letzten Jahr. Auf die Nettozeitnahme wurde galant verzichtet, also startete ich weit vorne. Ich lies es etwas entspannter angehen, der erste Kilometer geht ordentlich hoch, bevor sich alle den Abstieg runterstürzten: "Wat is denn dat hier!?" schallte es neben mir. Tja, den Vorteil einer guten Streckenkenntniss hatte ich auf immerhin meiner Seite. Bis runter zum Müggelsee lief es sich anstrengend, teilweise versandete Passagen, die Kraft raubten. Meine latente Angst einer mich plötzlich überkommenden ??belkeit und dem damit verbundenen Ende meines Laufes lies mich ein Tempo um die 04:05 wählen, so dass ich die 40min spätestens nach 6km (~24:55) im Spiegelbild des Sees verschwinden sah. Aber der Kampfgeist kam in mir hoch und ich wollte das Rennen noch ordentlich nach Hause laufen. Der Kollege vom TiB erzählte vor dem Start noch etwas von der 2maligen Umrundung des Parkplatzes, aber keiner tat es und mir war auch nicht klar, wie das organisatorisch hätte vor sich gehen sollen bei den vielen Teilnehmern. Allende-Brücke, Katzengraben-Steg (auf dem Bild) und da war auch schon das Ziel: 41:18 lt. offizieller Ergebnisliste, Platz 23 von 460, AK-Platz 4. 45s langsamer als letztes Jahr, aber da war die Streckenführung leicht anders (und auch kürzer). Ich war trotzdem zufrieden, mehr war heute definitiv nicht drin. Und nächstes Mal gibts das Bier erst nach dem Wettkampf :-)

Bestzeit-Tag

Henrik
Erstellt von Henrik am 28.03.2010 in der Kategorie Wettkampfbericht | 6 Kommentare

StoppuhrLeider überschattet ein tragisches Ereignis den 30. Berliner Halbmarathon: kurz vor dem Ziel brach ein 43-jähriger Läufer zusammen und konnte nicht reanimiert werden. Der SCC Berlin hat als Veranstalter im Voraus der Veranstaltung viel getan, um eine Wiederholung des Todesfalls von 2007 zu verhindern. Sicherheit wird es aber niemals geben. Wir bekamen davon nichts mit (im Gegensatz zu 2007), weil wir längst im Ziel waren.

Henrik: Marek wird sicher noch selbst ein paar Worte zu seinem überirdischen Lauf verlieren. Unsere gemeinsame Strecke beschränkte sich nämlich auf sagenhafte 25 Meter nach dem Start. Ich lief so ein recht einsames Rennen. Die Zuschauerbeteiligung war aufgrund des Regengusses am Morgen enttäuschend. Weiterlesen >>

Jubel nach dem “Halben” bei den Running Twins

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 28.03.2010 in der Kategorie Wettkampfbericht | 5 Kommentare

Running Twins Ergebnisse!Wir sind im Ziel, gesund und munter angekommen. Erste inoffizielle Ergebnisse: Henrik persönliche Bestzeit mit 01:37:19, Marek persönliche Bestzeit 01:29:23. Na wenn das kein Erfolg war – Bericht folgt heute abend.

Westparklauf im Schnee

Henrik
Erstellt von Henrik am 07.03.2010 in der Kategorie Wettkampfbericht | 3 Kommentare

Strecke WestparklaufAm letzten Wochenende machte sich der Frühling breit. Da freute ich mich schon auf einen sonnigen Saisonauftakt im Westpark. Sonnig war es heute morgen durchaus beim Westparklauf, nur bitterkalt und teil kräftig windig. Der Trainingszustand ist nicht der Rede wert -unterhalb der Woche schaffte ich nach zwei Wochen Erkältungspause immerhin zwei Läufe (darunter ein übler auf dem Laufband)-, die Erwartungen waren also niedrig, alles unter 55 Minuten auf die 10 Km stufte ich als ??berraschung ein. Antreten wollte ich auf jeden Fall, zumal das auch mein erster Wettkampf in München war. Weiterlesen >>

Mein erster Treppenlauf – 10. Towerrun

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 10.01.2010 in der Kategorie Kurioses, Wettkampfbericht | 9 Kommentare

Sieht schon beeindruckend aus von untenHeute hatte ich den kürzesten Wettkampf in meinem bisherigen Läuferleben: nach 4 Minuten und 55 Sekunden war ich im Ziel angekommen. Es ging aber auch nicht sehr weit, sondern nach oben: der 10. Towerrun wurde gestartet und ich war dabei! 29 Stockwerke und 465 Stufen waren zu überwinden im höchsten Wohngebäude in Deutschland. Trotz der winterlichen Bedingungen fanden sich zahlreiche Mitstreiter am Ort des Geschehens ein und nahmen die Herausforderung an. Frauen und Männer liefen getrennt, im Hauptlauf waren ca. 30 Männer mit dabei (der Jahrgang ’70 und älter lief ebenfalls ein separates Rennen). Da es für mich eine Premiere war und ich nicht so recht einschätzen konnte, was mich erwartet, lies ich es eher langsam angehen und sortierte mich bei der knapp 400m langen Einführungsrunde weiter hinten ein. Als sportliches Ziel hatte ich mir vorgenommen, nicht Letzter zu werden. Dann ging es ins Treppenhaus. Starker Kontrast zum hellen Schnee. Zwei Stufen auf einmal sollte schon gehen, dachte ich mir vorher. Mit “Laufen” war das Ganze dann nicht mehr zu vergleichen, die Jungs vor mir gingen schon auf den ersten Treppen. Na gut, die wissen bestimmt, was noch kommt und tapperte hinterher. ??berholen ist ähnlich wie bei der Formel1 in Monaco kaum und nur mit hoher Kraftanstrengung möglich. Trotzdem ging ich in Etage 5 an meinem Vordermann vorbei. Ich dachte vorher, dass man die einzelnen Stockwerke runterzählen würde bis zum Ende, aber die Etagen flogen nur so vorbei. 10…15 und schon bei 20 angekommen. Dann fingen die Beine langsam an, sich zu beschweren. Das Treppengeländer konnte aber gut zum Hochziehen benutzt werden. Ich konnte kurz vor Schluß noch einen weiteren “Walker” kassieren. Manche benutzten sogar die 1-Stufen-Taktik. Das probierte ich nur kurz und befand es für zu umständlich und auch zu langsam. Und plötzlich hörte ich “nur noch eine Etage” und war auch schon oben. Der Ausblick war beeindruckend (Fotos sind online). Runter ging es dann wieder mit dem Fahrstuhl. Fazit: eine durchaus spannende Veranstaltung, mir hat es sehr gut gefallen und vielleicht bin ich ja im kommenden Jahr wieder mit dabei. Weiß gar nicht, ob man sowas trainieren kann. Glaube aber eher nicht.

Schnee pur – 34. Berliner Silvesterlauf

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 01.01.2010 in der Kategorie Wettkampfbericht | 6 Kommentare

Schnee soweit das Auge reichtIn guter Tradition habe ich das Jahr 2009 gestern mit dem Berliner Silvesterlauf ausklingen lassen. Bereits zum 4. Mal war ich dabei, ich erinnere mich noch gut an den 31.12.2006 – meinen ersten offiziellen Wettkampf, damals noch über die 6,3km. Gestern konnten die äußeren Bedingungen nicht unterschiedlicher sein als damals: die gesamte Strecke war mit Schnee bedeckt. Das führte dazu, dass die Organisatoren entschieden, den Drachenfliegerberg aus der Strecke zu nehmen und eine Alternativroute zu wählen. Die Wildschweine hätten dort oben nach Weihnachten auch noch gewütet. Schlimm war es aber nicht, die Landschaft war einfach herrlich und bei dem vielen Schnee konnte man den Winter richtig aufsaugen. Zugegeben, an einigen Stellen war es sehr tückisch zu laufen, Tiefschnee und rodelnde Kinder erforderten des ??fteren erhöhte Aufmerksamkeit und schnelle Reaktionen. Aber ich kam verletzungsfrei über die Schneepiste und konnte den Lauf sogar noch in den Top 50 beenden. Der Forerunner zeigte mir am Ende 10,2km, mir ist nicht ganz ersichtlich wie der SCC da auf 9,3km kommt. Spielt aber auch keine große Rolle, ein rundum gelungener Jahresabschluß! Ein paar Impressionen gibts hier.

Winter im Plänterwald

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 13.12.2009 in der Kategorie Wettkampfbericht | 5 Kommentare

Nach der ersten RundeNun ist der Winter also auch in Berlin angekommen. Eisige Temperaturen waren das heute morgen, als wir in aller Frühe zu viert zum 66. Plänterwaldlauf aufbrachen. Auch das Einlaufen wollte nicht so richtig den erhofften wärmenden Effekt bringen. Um 10 nach 10 ging es dann endlich auf die Strecke. Bringt irgendwie nichts, wenn man sich warm macht und dann doch noch eine Viertelstunde in der Kälte steht. Einige liefen sogar mit kurzen Hosen, das ist bei dem Wetter nichts für mich. Handschuhe hätten auch ihren Zweck erfüllt. Die Strecke ist mir mittlerweile bekannt. Jede Runde hat knappe 5km, so dass man sich sehr gut orientieren kann. Ich lief mit angezogener Handbremse los, bloß nicht auf der zweiten Runde einbrechen war die Devise. Das klappte sehr gut, die erste Hälfte kam ich mit 21:xx über die Linie und fühlte mich noch recht passabel. Auf der zweiten hielt ich dann einen kurzen Plausch mit einem kurz vor mir laufenden Herren, der meinte, dass er beim Marathon viel schneller losgelaufen sei und heute die 20km macht. Aha! Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen und ging langsam vorbei. Richtig sicher war ich mir immer noch nicht, ob ich genug Luft haben würde bis zum Schluß, aber es ging erstaunlich gut die letzten Kilometer und ich lief mit 42:24 lt. der großen Zeituhr ein. Schnell einen Tee getrunken und mit der ausharrenden durchgefrorenen Familie nach Hause. Mit der Leistung bin ich sehr zufrieden. Wenn ich es drauf angelegt hätte, wären sicher noch einige Sekunden weniger drin gewesen. Aber besser so als andersrum. Ein gutes Ergebnis zum Jahresausklang. Im Februar gibts ja schon den nächsten Plänterwaldlauf (Nr. 67). Da sind wir sicher wieder mit von der Partie! Fotos gibts hier.

Nike Human Race – Wie war es?

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 25.10.2009 in der Kategorie Wettkampfbericht | 9 Kommentare

Berlin bei NachtGestern abend war es also soweit: im Einheitslook von Nike gingen über 6000 Läufer auf die beleuchtete Strecke im Herzen Berlins. Um 19Uhr sollte es losgehen. Ich traf kurz nach 6 im Dom-Aquar?Še ein und machte mich von dort zu Fuß auf zum Brandenburger Tor. Ich entschied mich, keine Sachen abzugeben und gleich mein Rennoutfit anzuziehen. Zum Glück, wie sich aber erst später herausstellen sollte. Eine herrliche Atmosphäre begleitete mich auf den 1.5km, viele Menschen und ein toll erleuchtetes Berlin. So oft war ich in letzter Zeit nicht mehr dort abends unterwegs. Zum geplanten Bloggertreffen mit Andreas kam ich aber leider schon zu spät. Ich machte mich im Startbereich etwas warm und lauschte dem Unterhaltungsprogramm mit Ren?Š Hiepen und Charlotte Engelhardt. Etwas verwundert bemerkte ich die Zeitschilder und fragte mich wieviele Leute denn in der Lage sein sollen, unter 35 oder 40min zu laufen – die Schilder waren so weit auseinander, dass da bestimmt 1000 Läufer hingepaßt hätten. Ich entschied mich daher, lieber weiter vorne zu bleiben, um den Drängeleien beim Start möglichst zu entgehen. Um 10 vor 7 dann die Ansage, dass sich der Start verschiebt – die Strecke war noch nicht frei. Dann kamen noch die ganzen Promis nach vorne (Thomas D., Marco Schreyl, ein schneller Kenianer) und mußten die ungeduldige Menge etwas unterhalten. Weiterlesen >>

Genialer Tag am Müggelsee

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 18.10.2009 in der Kategorie Wettkampfbericht | 11 Kommentare

3. Müggelsee Halbmarathon - Schön wars!Um es vorwegzunehmen: es hat tatsächlich funktioniert heute. Ein genialer Tag. Aber der Reihe nach: pünktlich um kurz vor 9 war ich am Ort des Geschehens. Parkplatz gesichert, dann machte ich einen kurzen Abstecher zum Startbereich für ein paar Fotos und checkte das Wetter: es war noch ziemlich windig und kühl. Nicht so toll. Also wärmte ich mich noch etwas im Auto und begab mich dann 20min vor dem Start zum Aufwärmen. Kurz bevor es losging begann es zu regnen, aber da es gleich in den Wald ging, merkte man davon nicht mehr viel. Mir war es egal und es hörte dann auch bald auf. Ich lief wie immer zu schnell los. Nach 3km stand die Uhr bei 12:44. Normalerweise ein Tempo, das ich auf einer Halbmarathon-Distanz nicht lange halten kann. Heute war alles anders. Ich fühlte mich sehr gut und mußte mich bis zur Spreeunterquerung sogar noch bremsen. Vorsichtig lief ich die Treppen runter und schon ging es unter der Spree durch. Hat schon etwas Spezielles dieser Streckenabschnitt. Auch wenn es einen etwas aus dem Rhythmus bringen kann. Beim Hochlaufen überholte ich Wolfgang Weising, den Chefredakteur der Laufzeit. Er lief als Organisator ebenfalls mit. Nach ca. 7km holte er mich dann wieder ein. Von da an war das Tempo unglaublich konstant. Konstant schnell. Ich schaute des ??fteren auf die Uhr und jedesmal stand 04:21min/km auf dem Forerunner. Ich hatte mir bis von km3 bis km10 04:30-04:20 einprogrammiert, so dass es keinerlei Beschwerde seitens meines Chronometers gab. Wolfgang blieb hinter mir, das Tempo war wohl auch sein Geschmack. Nächste Messung bei km10: 42:56. Satte 2min unter der Durchgangszeit vom Frühjahr in Berlin… aber ich machte mir keine großen Gedanken, mir ging es nachwievor bestens. Wir wurden noch von einem Läufer überholt, aber von da an liefen wir ohne Absprache nebeneinander. Ich fragte mich die ganze Zeit, wann er mich denn endlich stehen lassen würde. ??ber die Triglawbrücke ging es dann auf den zweiten Teil. Ein negativer Split war natürlich kaum mehr möglich bei dieser ersten Hälfte. Egal. Wir spulten die nächsten Kilometer ziemlich einsam ab. Kurz vor dem 15km-Schild sah ich wieder auf die Uhr: 01:04. Mal so eben die Bestzeit über 15km pulverisiert. Aber es waren noch 6km bis ins Ziel. Wir wurden von da an etwas langsamer: 04:26, 04:28: 04:31. Aber so dermaßen konstant bin ich in einem Halbmarathon noch nie unterwegs gewesen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das kaum geht, wenn ich alleine laufe. Zu zweit kann man kleine Schwächephasen aber immer gut ausgleichen. Dass es Bestzeit wird, wußte ich von da an mit ziemlicher Sicherheit, aber ich versuchte trotzdem locker zu bleiben und nicht zuviel Gedanken daran zu verschwenden. Ab km19 wurde es etwas schwerer, trotzdem blieben wir weiter bei dem Tempo. 800m vor dem Ziel gab Wolfgang dann Gas und ich wollte und konnte nicht folgen. Mir war es ziemlich Banane. Ich lief 5s hinter ihm ins Ziel, drückte auf die Uhr und sah eine Zeit von 01:32:19 stehen. Wow. Wenn mir das vorher jemand prophezeit hätte! Ich bedankte mich bei Wolfgang für die gute Teamarbeit per Handschlag und stärkte mich mit einem warmen Tee. Noch kurz mit Axel Bredow vom Lauf-ABC, ebenfalls Mitorganisator, den Lauf ausgewertet und fix ging es nach Hause zur Familienfeier. Die offizielle Ergebnisliste sagt: Platz 44 von 599, 01:32:15 Nettozeit. Besser hätte es nicht laufen können heute. Damit habe ich meine persönliche Bestzeit um 03:21 verbessert. So richtig kann ich das selbst nicht glauben. Einfach nur genial!

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