Gestern abend war es wieder soweit: 2. Tag der Berliner Teamstaffel über die 5x5km und wir waren vertreten. Mein Team war hochmotiviert. Es galt, den 6 Jahre alten Firmenrekord von 01:50:20 zu brechen. Das Einzige, was dagegen sprach, waren die hohen Temperaturen. Die 30°-Marke wurde gestern locker genommen. Nicht so förderlich für schnelle Zeiten. Bernd opferte sich als Startläufer. Im Vergleich zu den letzten Jahren gab es einige Verbesserungen: Nettozeitmessung und 2 Startwellen führten dazu, dass man den Start entspannt angehen konnte. Bernd gab ordentlich Gas und übergab schon nach guten 20min an Jens. Einige Läufer verausgabten sich völlig und mußten von den aufmerksamen Sanitätern ins Versorgungszelt getragen werden. Auch Jens gab alles und war noch unter 25min am Wechsel auf Thomas angelangt. Die Strecke war gut durchdacht und wir konnten 200m vor dem Ziel die Läufer kräftig anfeuern. Thomas biss auf die Zähne und erreichte die Wechselmarke ganz knapp über 20min. Vor mir ging Markus auf die 5km und ich positionierte mich im Wechselbereich. Auch hier ging es wesentlich lockerer zu als noch vor 2 Jahren. Alle blieben sehr fair und rücksichtsvoll. Bei 01:28 übernahm ich den Staffelstab und wetzte los. Der erste Kilometer in 03:32. Ob das gutgeht? Ich war eigentlich nur am ??berholen. Viele waren schon auf dem ersten Teil der Strecke ziemlich k.o. Ich versuchte, konstant weiterzulaufen. Es klappte recht gut und ehe ich mich versah, bog ich auf die Zielkurve ein und wurde von den Helfern ins Ziel gelotst. Der Garmin stoppte 19:06 und unsere Zeit war eine 01:47:36! Ziel erreicht, Firmenrekord förmlich pulverisiert, Platz 36 von 1373 an Tag2. Ein sensationelles Ergebnis dank einer ganz starken Leistung aller Jungs!
Erstellt von Henrik am 09.06.2010 in der Kategorie Planung | 1 Kommentar
Am Donnerstag dieser Woche und nächster Woche stehen Staffelwettbewerbe auf dem Plan. Da die Running Twins inzwischen ziemlich weit auseinander wohnen (Marek/Henrik), können wir nicht mehr zusammen in einer Staffel antreten. Dazu kam es im übrigen über 5x 5 Km auch nur ein einziges Mal: das war im Jahr 2007, wo wir im Team unter 2 Stunden blieben. Marek und ich haben für dieses Jahr jeweils ein Firmenteam akquiriert. Die Berliner Teamstaffel findet im Tiergarten, die Münchner Teamstaffel im Westpark statt. Und wie immer bibbern wir als Teamcaptains bis zum Schluss, dass auch alle gemeldeten Teilnehmer an den Start gehen können. Erfahrungsgemäß fällt mindestens ein Teilnehmer kurzfristig aus. So habe ich in “meiner” Staffel schon einen Läufer austauschen müssen mangels Fitness. Ich hoffe inständig, dass mir ein Debakel wie im Jahr 2008 erspart bleibt. Das Schöne an dem Lauf in München ist, dass der Kurs aus 3 Runden besteht, so kann das Team fast Sichtkontakt zum Mann auf der Strecke halten und ihn im Zielbereich zwei Mal anfeuern. Leider hat die Strecke ansonsten nicht viel Gutes: wie ich gestern gesehen habe, sind die Wege recht eng und man muss auf einer “Runde” verdammt viel Zick-Zack laufen. Die letzten 200 Meter haben es in sich, denn da geht’s es aufwärts zum Zielbereich. Das ist also kein schneller Kurs. Ob wir die Zweistundenmarke packen werden: ich weiß es nicht. Aber die sportliche Komponente steht eher im Hintergrund. Nach dem Rennen geht es in den Rosengarten zum gemeinsamen Bierchen und spätestens da ist die Zeit dann auch egal. Prost auf die Teamstaffel!
Das erste richtige Sommerwochenende stand vor der Tür, endlich! Was haben wir die Sonne herbeigesehnt die letzten Monate und über die grauen und kalten Tage geflucht. Vor der Hochzeit habe ich schon mit einem neuen Crosslauf spekuliert. Gestern habe ich dann gesehen, dass der nicht wie gedacht am Sonntag, sondern schon heute vormittag steigt. Spontan die Family ins Auto gepackt und die paar Kilometer nach Müggelheim gedüst. Dort findet übers Wochenende auch das Angerfest statt – die Hüpfburg und die Feuerwehrautos waren genau das Richtige für die Kids, um sich die Zeit während des Laufes zu vertreiben. Eine überschaubare Teilnehmeranzahl – schätze ca. 50 – war pünktlich am Start, so dass sogar schon fünf vor Zehn gestartet wurde. Das habe ich in meinem noch jungen Läuferleben noch nie erlebt. Bei den wenigen Teilnehmern witterte ich meine Chance und blieb vorne am Spitzenduo dran. Nach 1,5km ging es in den Wald: es war ja auch ein Crosslauf. Die Bodenverhältnisse wurden schwieriger und man mußte bei den Wurzeln schon gut aufpassen, um sich nicht langzulegen. Das Tempo wurde langsamer, ich konnte aber gut folgen. Dann bei Kilometer 4 wußte der Fahrradfahrer nicht mehr genau, wo es langgehen sollte. Er entschied dann kurzerhand, umzudrehen und ca. 50m zurückzulaufen. Von da an ging es für mich bergab. Der spätere Sieger ging bei der Aktion vorbei, er mußte aber auch 100m weniger laufen. Und meine Motivation war auch im Keller. Zwei Läufer mußte ich noch passieren lassen. Die Sonne drückte mittlerweile sehr stark und ich kam einfach nicht mehr von der Stelle. Die letzten Kilometer waren sehr lang, das Ziel wollte partout nicht kommen. Am Ende standen 11,5km auf dem Forerunner. Häh? In Köpenick scheint es dieses Jahr öfters mal Probleme mit der Strecke zu geben: schon beim Altstadtlauf gab es ein ähnliches Fauxpas. Vergleich mit der Strecke auf der Ausschreibung. Da sollte man den Jungs auf dem Fahrrad wohl mal ein GPS-Gerät auf den Lenker klemmen. So finishte ich als 5. und war heilfroh, das Ding zu Ende gebracht zu haben. Den tollen Vormittag ließen wir dann noch bei einem Mittagessen ausklingen.
Erstellt von Running Twin Marek am 02.06.2010 in der Kategorie News | 2 Kommentare
Ziemlich ruhig war es die letzte Woche auf unserem Blog. Warum nur? Die letzten Wochen waren für uns sehr anstrengend und nervenaufreibend zugleich. Einiges mußte geplant und vorbereitet werden für den großen Tag am Samstag: Britta und ich haben “ja” gesagt. Diesen wunderschönen Tag müssen wir jetzt erstmal richtig verarbeiten. So richtig ins Training bin ich noch nicht wieder eingestiegen und werde es sicher auch die nächsten Wochen sehr ruhig angehen lassen. Wettkampftechnisch steht “nur” die Teamstaffel am 10.6. auf dem Plan. 5x5km, die aber keinen hohen sportlichen Wert haben, der Spaß steht dort eher im Vordergrund. So “nebenbei” gehts auch mit unserem Eigenheim weiter, auch dort gibt es viel zu organisieren. Erste Wettkämpfe peile ich dann wieder im August an, evtl. einen Halbmarathon. Hängt aber alles davon ab, ob ich halbwegs fit bleiben und meine Form zumindest ansatzweise halten kann.
Läufer sind schon ein komischer Schlag Mensch. Während die Mehrheit der Bevölkerung den schönen Pfingstsonntag mit der Familie oder in der freien Natur genossen hat, starteten wir heute beim Skyrun in Berlins Mitte – im Hotel Park Inn direkt am Alexanderplatz. Angemeldet hatte ich uns schon Anfang des Jahres, nach meiner Premiere beim Towerrun in Berlin-Neukölln. Paul, der auf seinen ersten Marathon im September hinarbeitet, war fest eingeplant, das unschlagbare Duo der Running Twins zu ergänzen. Leider war er aufgrund von Krankheit arg im Trainingsrückstand und verzichtete auf seinen Start. Zum Glück fanden wir einen grandiosen Ersatz: Danny erklärte sich am Freitag Abend spontan bereit, mit uns an diesem verrückten Event teilzunehmen. Gesagt und getan: Punkt 11 standen wir mit 9 anderen Dreier-Teams am Start auf dem Alex. Mit etwas Verzögerung wurden wir als 5. um ca. 11.20 Uhr auf die “Strecke” geschickt. Wir ließen es ruhig angehen, Danny lief vorneweg, Henrik als 2. und ich als 3. ins Treppenshaus rein. Und Danny machte ordentlich Tempo: schon auf Etage 6 kassierten wir das erste Team. Waren wir zu schnell losgelaufen? Etage 10: wir ziehen auch an den Grashüpfern vorbei. Was ist denn hier los? In Etage 20 geht es quer durch das Gebäude (auf wackeligen Beinen…) ins andere Treppenhaus. Die Cheerleader feuern uns an. Noch 19 Etagen. Nochmal überholen wir in Etage 28, es waren wohl die Jungs der Pfannkuchen. Nun heißt es auf die Zähne beißen. Die Beine werden sauer, der Puls rast in die Höhe und verbleibt konstant in den oberen Regionen. Henrik gibt nochmal Gas, ich habe Mühe ihm zu folgen. Hinter mir kommen die BerlinSharks angesaust. Überholen können sie uns aber nicht mehr. Noch 5 Etagen, 4, 3, 2, “eine noch” und dann ist das Ziel oben auf der Dachterasse erreicht. Handgestoppte 05:55 min haben wir gebraucht. Und hier sind die Videos von heute, aufgenommen von meiner Actioncam auf der Stirn. Viel Spaß!
Die Jungs vom Runners Point haben Wort gehalten und den poppigen Laufschuh aus dem Hause Brooks rangeschafft. Der Green Silence ist nicht grün, jedenfalls nicht farblich. Vielmehr ist er grün hinsichtlich Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Sogar “Reste aus zerfallenen Studentensofas” sollen zum Einsatz kommen. Ob der Hersteller hier zwecks Imagepflege übertreibt? Egal, mit dem Schuh läuft es sich auf jeden Fall gewissenhafter. Meine grottige CO2-Bilanz wird das sicher nicht ausgleichen. Ich habe den Schuh ja auch gekauft, um einen schönen Wettkampfschuh im Schrank zu haben. “Bis zu 15 Kilometer” könne man damit absolvieren, sagt der Experte. Das werde ich bei der nächsten Gelegenheit testen und euch berichten. Ob das zum SkyRun am Sonntag in Berlin sein wird, bin ich noch nicht sicher. Ich nehme ihn morgen mit nach Frankfurt. Dorthin fährt die grüne Bahn.
An der Küste ist es bekanntlich frisch und windig. Aber dass heute nicht mal die Sonne wenigstens aufblitzte, war schon enttäuschend. Und so trat ich bei gefühlten 5 Grad den HM in Rostock an. 7,5 Runden durch die City. Wer das ohne Drehwurm übersteht, hat die halbe Miete eingefahren. Auf der “Gegengerade” blies ein so heftiger Wind, dass ich jede Runde wieder Angst hatte, dort einzubiegen. In der ersten Runde flogen so einigen Läufern die Mützen weg. Ich lief trotzdem erstaunlich flott und konstant so um die 4:35 auf den Kilometer. Da ich im Team E.ON antrat, war bei jeder Runde vor dem Kundenzentrum richtig Stimmung. Der Moderator rief immer wieder meinen Namen. Immerhin eine gelungene Motivation. Viel war nicht los auf der nassen Strecke, vielleicht 200 Mutige hatten sich auf die halbe Distanz begeben. Ein recht einsamer Lauf also, der mich zunehmend demotivierte, vor allem auf der brutalen Gegengeraden. Hätte ich auf den letzten 3 Kilometern nicht endgültig die Lust verloren, wäre sogar die Bestzeit drin gewesen. Die Beine waren noch schwer nach den 25 Km vor einer Woche. So lief ich gemütlich zu Ende und erlaubte mir noch 2 Trinkpausen. Richtig freuen hätte ich mich eh nicht können: in der ersten Runde fehlte der Streckenposten und die Läufer rannten einfach geradeaus statt nach rechts – Einsparung ca. 300 Meter. Die gelaufene Strecke war also auch noch zu kurz. Aber das war mir herzlich egal. Platz 61 mit 1:37:44 liest sich richtig gut, wenn man die widrigen bis irregulären Bedingungen sieht und die schlampige Organisation. Ich habe sogar einen Zielsprung hingelegt in der Hoffnung, dass es wieder Finisherclips gibt. Noch bin ich in Rostock, aber am Abend trete ich ganz zufrieden die Rückreise nach München an. Im nächsten Jahr bitte nicht ohne Sonnenschein.
Der Bürotag wollte gestern nicht enden. Da entdeckte ich auf der Facebook-Seite des Fitnessclubs meines Vertrauens, dass am Abend der Runners Point am Marienplatz für Mitglieder sonderöffnet. Ab 20:15 Uhr gab es Laufanalyse und -beratung und on top noch 20% Rabatt auf alles. Da wurde ich sofort schwach. Ich bekam noch den späten Termin um 21:45 Uhr, aber bis dahin war ich sowieso im Büro. Die Kirchenjünger belagerten den Marienplatz, aber ich schubste mich durch und startete so mit Marco eine Laufanalyse. Bisher hatte ich fast nur Neutralschuhe, aber ich wollte sichergehen, dass sich nichts verändert hat. Die Videoanalyse zeigt schnell, dass ich keinen Stützschuh brauche. Marco hat mir dann die Adidas Supernova Glide 2M empfohlen. Ich hatte noch nie Adidas-Schuhe an -so schnell wurden die das Image nicht los, dass sie die Entwicklung verschlafen hatten-, aber die fühlten sich sehr stabil an und passten perfekt. Mit 336g keine leichten Treter. Fast wie eine Socke fühlten sich die Brooks Green Silence an. Zum Ausmustern meiner abgelatschten Nike Lunar Trainer wollte ich gerne noch einen leichten Racing-Schuh haben. Ein echter ??ko-Schuh mit lächerlichen 196g Gewicht. Und links sieht nicht wie rechts aus. Leider hatte Marco den nicht mehr in meiner Größe, aber er kümmert sich morgen darum. Allein der Look dieser Schuhe ist ein Wagnis. Die Adidas habe ich gleich am späten Abend noch ein bißchen eingelaufen im Rahmen eines kleinen Regenerationslaufs. Und so war das ein richtig schöner Belohnungskauf nach dem strapaziösen Wochenende.
Die 25 Km bei den BIG 25 am gestrigen Tag boten einfach alles. Vor allem viel Emotionen. Wir haben die Zeit vom letzten Jahr geschlagen und sind mit 1:57:12 durch das Ziel im Berliner Olympiastadion gelaufen. Marek hat sein Kamerahandy mit auf die Strecke genommen und so einige schöne Schnappschüsse gemacht. Das Wetter war perfekt: keine Sonne, trocken, um die 11 Grad. Wir fühlten uns gut und gingen das Rennen flott an. Bis zum Brandenburger Tor hielten wir locker einen Schnitt von 4’30” auf den Km. Ein traumhafter Lauf bis dahin, das einzige, was fehlte, waren Zuschauer an der Strecke. Meine Hoffnung, einfach schön durchzulaufen und “im Vorbeigehen” die HM-Bestzeit zu knacken, erfüllte sich leider nicht. Ab Km 16-17 ging es rapide bergab, leider mit mir, nicht mit der Strecke. Letztere führte ab Ku’damm sogar leicht bergauf. Hier hätte Marek längst davonlaufen können. Aber er tat es nicht, weil wir unbedingt zusammen in’s Ziel laufen wollten. Die Rollen vom letzten Jahr tauschten wir, denn da ging es mir auf den letzten Kilometern besser und ich konnte Marek in’s Ziel ziehen. Die HM-Marke wurde gemessen, und da liefen wir an meiner Bestzeit vom März um lächerliche 8 Sekunden vorbei. Doch das war mir schon ziemlich egal, brannten doch die Füße und die “Mauer” in Körper und Kopf wurde immer höher. Klar, wir hatten fast 4 Minuten auf die Zeit vom letzten Jahr rausgelaufen, aber was hilft das, wenn es gefühlt eigentlich gar nicht mehr geht? Mir wurde zunehmend schwindlig und ich musste Gehpausen einlegen. Marek blieb bei mir und die die letzten drei Kilometer kamen mir wie eine Ewigkeit vor. Noch nie habe ich mich so gefreut, über die Ziellinie zu laufen, wirklich bewusst habe ich das aber mehr aufgenommen. Ich habe es nicht mal geschafft, die Zeit auf dem Forerunner zu stoppen. Das war ein Sieg des Willens und des Teams. Marek wäre sicher schneller gewesen, aber ob ich dann das Ziel erreicht hätte: eher nicht. Die Zeit war gestern also gar nicht so interessant. Ich bin ziemlich stolz auf uns beide.
Kilometerschild 23 vor dem Start
Olympiastadion
Im Startblock
Henrik skeptisch im Startblock
Unmittelbar vor dem Startschuss
Henrik zeigt Daumen hoch bei Km 5
Blick auf die Siegessäule bei Km 6
Henrik zeigt nach vorn bei Km 8
Kurz vor Durchlauf Brandenburger Tor bei Km 9
Leipziger Str. nach dem Wendepunkt bei Km 13
Mareks Beine bei Km 13
Anlauf auf den Potsdamer Platz
Ku’damm bei Km 15
Letzter Verpflegungspunkt bei Km 20
Kurz vor Halbmarathonmarke in der City West
Einlauf in das Olympiastadion Km 25
Zieleinlauf 1
Zieleinlauf 2
Ziellinie im Olympiastadion
Henrik sitzt völlig breit im Zielbereich
Stolze Running Twins
Blick von oben auf den Zielbereich im Olympiastadion
Nachdem ich die letzten Einheiten in schnellerem Tempo absolviert habe, sollte die letzte vor den BIG25 am Sonntag ein langsamer, dafür aber langer Lauf werden. Die Strecke hatte ich mir schon vorher zusammengestellt. Der Upload auf den Forerunner scheiterte aber aufgrund technischer Probleme. Egal. Ausgehend von der Altstadt Köpenick ging es entlang der Regattastrecke in Grünau durch Schmöckwitz (noch Berlin) vorbei am Ufer des Seddinsees (teilweise schon Brandenburg) über Gosen (Brandenburg), dann am Müggelsee entlang zurück zur Altstadt. Den ersten und letzten Teil der Route kannte ich bereits sehr gut, nur der Mittelteil führte durch unbekannte Gegenden (@Hannes: zählt aber nicht für die Tour über den Tellerrand?) . Und es hat sich wirklich gelohnt:
Ich habe den einzigen sonnigen Tag dieser Woche erwischt. Morgens war es aber echt noch a****kalt. Handschuhe wären gut gewesen, aber zum Glück hatte ich mich wenigstens für das lange Shirt entschieden. Das Tempo war sehr moderat, ich bin sogar den zweiten Teil schneller unterwegs gewesen. Probleme hatte ich überhaupt nicht. Einzig die letzten beiden Kilometer waren dann anstrengend. Meinen Herzfrequenzmesser hatte ich auch mal wieder am Start und 169 BPM im Schnitt ist für meine Verhältnisse super. Fazit: mein bisher längster Ausflug überhaupt (3:37 netto), ich habe es genossen und werde jetzt bis Sonntag die Beine hochlegen.
Am Sonntag folgt ein Laufhighlight im Jahr 2010: die BIG 25 von Berlin. Im letzten Jahr sind wir erstmals mitgelaufen und hatten ein unvergessliches Lauferlebnis. Nicht nur die magischen zwei Stunden wurden geknackt. Wir sind zum ersten Mal eine komplette Distanz im Team gelaufen. Das schreit nach Wiederholung am kommenden Sonntag. Die Vorbereitungen daraufhin laufen, aber in sehr entspanntem Rahmen. Marek ist sowieso in Granatenform (zuletzt beim Köpenicker Altstadtlauf eindrucksvoll nachgewiesen) und ich werde halt wieder kämpfen und alles rausholen müssen. Das hat beim Berliner Halbmarathon exzellent funktioniert. Die Voraussetzungen sind gut: das Wetter soll noch die ganze Woche schön kühl und verregnet bleiben. Nichts würde uns mehr bremsen als die 10 Kilometer bis zum Brandenburger Tor in der knalligen Mittagssonne zu laufen. Und das Ziel ist gesteckt: die 2h-Marke soll wieder fallen. Aber bis dahin kann eine Menge passieren. Zumindest der Forerunner hat schon die Sollzeiten programmiert bekommen. Zudem hat uns vom Veranstalter heute die nette Nachricht ereilt, dass wir kostenlos teilnehmen können. Es gab ein Gewinnspiel auf Facebook, das dazu aufforderte, die Winner-Schuhe zu fotografieren und einzusenden. Da mich die Schuhe schon im Vorjahr in’s Ziel getragen haben, vertraue ich diesen natürlich wieder. Einen längeren und einen kurzen Lauf werden wir bis Sonntag noch einlegen. Und dann heißt es wieder: Auf in’s Olympiastadion!
Für heute hatte ich mir ja eigentlich viel vorgenommen. Nach dem erfolgreichen Halben Ende März und dem Erreichen des ersten großen Saisonziels (<01:30) lag es nahe, über die klassischen 10km noch einen draufzusetzen: unter 40min sollte es sein. Schon am Donnerstag beim Intervalltraining deutete sich an, dass es knapp werden würde. Die mittlerweile üblichen 6x1000m vor dem 10er liefen zwar zufriedenstellend, aber ich war 20s langsamer als noch Anfang März. Freitag abend wurde es spät und gestern abend war es dann noch später und definitiv ein Bier zuviel. Ich war mir nichtmal sicher, ob heute morgen beim Erklimmen der Treppe zum Müggelturm noch einen im Tee hatte. Was soll's dachte ich mir, jetzt erst recht. Zaghaftes Warmlaufen signalisierte mir: wird schon gehen. Die Kopfschmerzen versuchte ich einfach zu ignorieren. Das Wetter war traumhaft, nur viel wärmer schon beim Start als im letzten Jahr. Auf die Nettozeitnahme wurde galant verzichtet, also startete ich weit vorne. Ich lies es etwas entspannter angehen, der erste Kilometer geht ordentlich hoch, bevor sich alle den Abstieg runterstürzten: "Wat is denn dat hier!?" schallte es neben mir. Tja, den Vorteil einer guten Streckenkenntniss hatte ich auf immerhin meiner Seite. Bis runter zum Müggelsee lief es sich anstrengend, teilweise versandete Passagen, die Kraft raubten. Meine latente Angst einer mich plötzlich überkommenden ??belkeit und dem damit verbundenen Ende meines Laufes lies mich ein Tempo um die 04:05 wählen, so dass ich die 40min spätestens nach 6km (~24:55) im Spiegelbild des Sees verschwinden sah. Aber der Kampfgeist kam in mir hoch und ich wollte das Rennen noch ordentlich nach Hause laufen. Der Kollege vom TiB erzählte vor dem Start noch etwas von der 2maligen Umrundung des Parkplatzes, aber keiner tat es und mir war auch nicht klar, wie das organisatorisch hätte vor sich gehen sollen bei den vielen Teilnehmern. Allende-Brücke, Katzengraben-Steg (auf dem Bild) und da war auch schon das Ziel: 41:18 lt. offizieller Ergebnisliste, Platz 23 von 460, AK-Platz 4. 45s langsamer als letztes Jahr, aber da war die Streckenführung leicht anders (und auch kürzer). Ich war trotzdem zufrieden, mehr war heute definitiv nicht drin. Und nächstes Mal gibts das Bier erst nach dem Wettkampf :-)