Aus 405 wird 610 – lohnt sich das?

Henrik
Erstellt von Henrik am 27.11.2011 in der Kategorie Ausrüstung, Technik | 6 Kommentare

Seit April 2009 war der Garmin Forerunner 405 mein treuer Begleiter auf der Laufstrecke. Eine insgesamt gelungene GPS-Uhr, an deren Macken ich mich mit der Zeit gewöhnt habe. Mit dem Touchring hatte Garmin damals eine eher zweifelhafte Innovation auf den Markt geworfen, die den Praxistest aber bestanden hat. Für den Preis von 275 EUR war der FR 405 damals noch gerade so fair bepreist. Nach guten zwei Jahren Betrieb war der Akku allerdings nicht mehr Langstrecken-tauglich – trotz Batteriestatus von “100%” beim Loslaufen stellte der Forerunner nach spätestens 60 Minuten den Dienst ein. Beim Berlin-Marathon hielt er immerhin noch 2:30h durch. Aber auch das nur, weil ich vorher noch in einer Notoperation den Akku getauscht hatte. Also wurde es Zeit für’s Museum. Die Kaufentscheidung für das Ersatzgerät war schnell getroffen. Garmin hatte das Nachfolgemodell FR 610 im Sommer clevererweise von diversen Bloggern auf Herz und Nieren testen lassen und so brauchte ich als interessierter Leser nicht zu überlegen. Zumal mit Garmin Connect eine Onlineplattform mit netten Features bereitsteht, zu der wir alle Läufe hochladen. Marek hat sogar die API angezapft und lässt alle Trainings in unser Blog “einlaufen”. Das Modell 910 XT ist für die Triathleten (weil wasserdicht), da ich Schwimmen mit Uhr aber nicht ernsthaft vorhabe (auch nicht ohne Uhr ;)), bleibt also nur der FR 610. Für 295 EUR habe ich die Uhr inkl. Textilbrustgurt bei einem Österreichischen Onlineshop geschossen – damit war das gute Stück also etwas teurer als sein Vorgänger. Dank meiner nervigen Verletzung habe ich den 610er erst zu wenigen Läufen ausführen können. Hier sind sie, die ersten Eindrücke. Weiterlesen >>

Mit der Staffel ins Läuferglück

Henrik
Erstellt von Henrik am 21.11.2011 in der Kategorie Wettkampfbericht | 9 Kommentare

Die strahlenden Gesichter über die gesamte Veranstaltung hinweg sprachen Bände. Viel Trubel, viel Fachsimpelei an der Strecke, Fotos ohne Ende, perfekte äußere Bedingungen und Läufer, die für das Team alles geben – das kann nur Marathonstaffel sein! Der SCC Berlin hat mit der zweiten dritten Auflage auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin wieder alles richtig gemacht. Und wir waren mit 2 Staffeln mittendrin im Geschehen. Unserer Einladung sind auch andere Blogger samt großen Kameraobjektiven gefolgt, so dass dieses Event wohl das am besten dokumentierte in der Geschichte der Running Twins werden wird. Deshalb müssen wir gar nicht sooooooo viel berichten, mit den Blogs von Nadin, Milosz und Ralf entsteht gerade eine kleine Blogparade.

Unsere Teams hatten wir ja im Vorfeld ausführlich vorgestellt. Bis auf die Reihenfolge in Staffel 2 -Andreas lief statt Bernd die ersten 12,2 km- wurde genau so gelaufen wie geplant. Und nicht nur die Besetzung lief wie geplant, auch meine optimistische Zeitvorgabe (Staffel 1: 2:45-2:55, Staffel 2: 3:05-3:15) wurde getroffen. Dass Mareks Staffel mehr als 2 Minuten schneller als unsere letztjährige Staffel war, zeigt, dass alle mit fulminantem Einsatz in das Rennen gegangen sind. Auch die Platzierung der Staffel “Running Twins 2″ konnte sich sehen lassen. Trotzdem haben wir die Zeiten nicht übermäßig ernst genommen. “Spaß mit kontrolliertem Ehrgeiz” könnte man wohl als Überschrift wählen. Dazu passt auch, dass nicht alles perfekt lief. So irrte Nadin eine Minute durch die Wechselzone, um Ralf zu finden. Hier können wir die Absprachen, wo genau man wechselt und woran man den anderen erkennt, noch optimieren. Milosz’ 3D-Kamera wollte nicht so richtig mitfilmen. Aber die Problemchen sorgten eher für Lacher als für Verdruss. Grundsätzlich wurden alle Splits gemessen, denn jeder Läufer hatte einen eigenen Chip. Die Baken standen vor der Wechselzone. Im und am Hangar war zudem kein GPS-Empfang vorhanden, so dass die gemessenen Zeiten tlw. deutlich von den offiziellen Splits in der Ergebnisliste abwichen. Ganz aufklären konnten wir die Unterschiede zwischen “gefühlt gelaufen” und “offiziell gelaufen” trotzdem nicht. Immerhin konnten mit Marek und Ralf gleich zwei unserer Läufer “so nebenbei” ihre persönliche Bestzeit verbessern. Die Idee, in diesem Jahr ein Basislager in einem Teamzelt aufzuschlagen, erwies sich als goldrichtig. Nicht nur, dass wir das schönste und individuellste Teamzeltbanner hatten. Auch die Verpflegung unserer beiden Staffeln konnte so einfach organisiert werden und wir mussten unsere Laufsachen nicht auf dem Boden des Hangars ausbreiten.

Ein Riesen-Dankeschön an unser Unterstützungsteam aus Begleitern und Anfeuerern, besonders an Mareks Frau Britta, die unser Banner in tagelanger Handarbeit genäht hat. Eine rundum gelungene Veranstaltung mit zufriedenen Gesichtern – wir sind Marathonstaffel! Weiterlesen >>

Berliner Marathonstaffel – unser Star-Aufgebot

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 17.11.2011 in der Kategorie News, Planung, Reisen | 5 Kommentare

Nur noch 5 Tage und dann steigt das letzte Highlight in diesem Laufjahr: die Berliner Marathonstaffel auf dem Tempelhofer Feld. Die Vorfreude ist groß, im letzten Jahr hatten wir eine Menge Spaß und dieses Jahr haben wir uns sogar deutschlandweite Unterstützung geholt! Wer ist dabei?


Running Twins 1

  • Milosz Weckowski: Milosz war bereits bei unserer Staffel-Premiere 2010 dabei. Er hat erfolgreich die Metamorphose vom Workaholic zum Läufer vollzogen: erst Teilnahme am Berlin-Cup, dann zweimal den Berlin-Marathon absolviert und in kurzer Zeit beachtliche Zeiten erzielt. Wenn er jetzt auch noch das Rauchen weglassen würde, dann klappt es auch mit der sub40 :-) Milosz betreibt auch einen schönen Blog (http://parklaeufer.de).
  • Marek Neumann: Marek ist einer der beiden Running Twins. Im letzten Jahr war er unser Startläufer und lief trotz eines Sturzes im Gewimmel nach dem Startschuss eine sensationelle Zeit über die 12,2 Km-Runde. In diesem für uns sehr durchwachsenen Jahr hat Marek seinen ersten Sieg gefeiert.
  • Nadin Eule: Besonders freuen wir uns über Frauenpower bei unserer Staffel. Nadin dreht täglich ihre Runden in Berlin und ist mit einem eigenen Laufblog (http://eiswuerfelimschuh.wordpress.com), Twitter und Facebook in unserer Web-2.0-Welt sehr aktiv. Besonders spannend: ihre Ernährungstipps!
  • Ralf Junge: Ralf lebt in Dresden und in seinem Lauf-Blog (http://loslaufen.wordpress.com) sieht man bereits auf der Startseite die persönlichen Bestzeiten. Man merkt sofort, der Mann ist hochmotiviert und wird alles geben, um die 10 km-Bestzeit auf dem Tempelhofer Feld zu knacken!
  • Ron Hoffmann: unsere Nachwuchshoffnung und jüngster Teilnehmer der Staffel! Ron trainiert mit Henrik in München bei der Running Company, und das sehr eifrig. Er hat seine aussichtsreiche Karriere als Profifußballer bei Hertha BSC wegen einer Verletzung sausen lassen müssen. Auf dem Tempelhofer Feld will er unbedingt unter 20 min bleiben. Wenn er am Vorabend nicht feiern geht, wird das klappen!


Running Twins 2

  • Bernd Meyer: Bernd und Marek haben mal eine ganze Weile zusammen gearbeitet. Gemeinsam drehen sie jeden Donnerstag um die Mittagszeit eine Runde in Berliner Volksparks mit laufwilligen Kollegen. Bernd hat sich zum Glück bereiterklärt, als Ersatzläufer zur Verfügung zu stehen, auch wenn die Formkurve momentan etwas nach unten zeigt. Für eine schnelle Zeit ist er aber immer gut.
  • Andreas Lenk: Andreas ist ein echter Kämpfer. Im Sommer absolvierte er den Augsburger Friedensmarathon unter 3:30h. Er trainiert ebenso mit Henrik bei der Running Company und hat es in den letzten drei Jahren vom “Zero to hero” geschafft.
  • Andreas Mamsch: Korbjäger Andi ist fast ein Routinier, der sich allerdings mehr dem Basketball als dem Laufen verschrieben hat. Er trainiert eine Berliner Jugendmannschaft. Laufen ist für ihn ein Ausgleichssport. Andi hat schon 1999 erfolgreich den Berlin Marathon gefinished und war bereits im letzten Jahr bei den “Running Twins Wasserträgern” über 10 Km dabei.
  • Stefan Oblinger: Im Laufcamp waren Henrik und Stefan Zimmerkollegen. Stefan hat sich in diesem Jahr beachtlich verbessert und lief zuletzt beim München Marathon die halbe Distanz unter 1:35h. Er ist auch gerne auf kürzeren Strecken unterwegs und läuft den Trainingskollegen über 300m auf und davon. Auch über 10 Km in Berlin?
  • Jan Schneider: Es begann mit einer 5 km-Runde im Münchner Olympiapark. Jan ist noch nicht lange beim Laufen dabei und hat erst in diesem Jahr Wettkämpfe für sich als Motivation entdeckt. Über diese 5k-Distanz hat er bereits an mehr als 5 Rennen teilgenommen und kratzt emsig an der 25 Min-Marke. Fällt sie vielleicht in Berlin?

Falls ihr euch fragt, wo der zweite Running Twin eigentlich ist: Henrik wird nur Ersatzläufer sein, da er nach wie vor an seiner Verletzung laboriert und lieber kein Risiko eingehen möchte. Sollte niemand ausfallen, wird er sich ganz der Organisation und Motivation unserer Staffeln widmen.

Was sollte eine Laufuhr können?

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 08.11.2011 in der Kategorie Ausrüstung | 6 Kommentare

Heiko hat im Oktober eine Blogparade zu Laufuhren angestoßen. Ein spannendes und auch oft sehr kontrovers diskutiertes Thema, zu dem auch wir gerne beitragen möchten. Für ein halbwegs professionelles Training ist die Unterstützung der Technik heutzutage fast unerläßlich. Die Entwicklung der letzten Jahre war schon rasant, mittlerweile besitzt fast jeder Läufer eins dieser technischen Spielzeuge. Angefangen hat es bei uns mit dem Nike+ Sensor, der mit dem IPod der 1. Generation gekoppelt werden konnte. Mit dem Ding bin ich fast 3 Jahre gelaufen. Die Technik mit dem sehr einfachen Schrittzähler war aber sehr ungenau. Seit 2009 haben wir beide einen Garmin Forerunner 405. Dieser unterstützt wie viele andere Pendants in diesem Bereich GPS und hat einen ordentlichen Empfänger drin. Da wären wir also schon beim ersten Punkt: GPS ist schon quasi Pflicht, damit man später die Strecke auch auf der Karte nachvollziehen kann. Zu den wesentlichen Funktionen einer Laufuhr gehören für mich noch verschiedene Trainingsarten, z.B. ein programmierbares Intervalltraining, bei dem ich die Intervalle und Trabpausen konfigurieren kann. Auch ein Auto-Lapping (Anzeige der Zeit der letzten Runde) und Auto-Pause (Stop der Zeit, wenn man stehenbleibt – gerade für viele Ampeln in der Stadt sinnvoll) gehören für mich einfach zur Grundausstattung dazu. Ebenfalls wichtig ist eine gute Tracking-Software, mit der man im Portal die Workouts auswerten kann. Auch hierfür bieten die Hersteller oft etwas mehr oder weniger Brauchbares an (Nike: Nike+ Portal, Garmin: Garmin Connect, Polar: Personal Trainer). Weiterlesen >>

Herbst und danach

Henrik
Erstellt von Henrik am 01.11.2011 in der Kategorie Planung, Strecken, Trainingstagebuch | 2 Kommentare

“Ist die Saison denn nicht vorbei?” fragen viele in diesen Tagen. Faktisch gibt es sehr unterschiedliche Ansichten in der Gemeinde darüber, wann die Saison ausläuft und die neue beginnt. So lassen einige das Kalenderjahr umschalten, für andere geht das Training Mitte November schon wieder los. Es kommt wohl darauf an, was der geneigte Läufer denn so alles für hübsche Wettkämpfe im Kalender zu stehen hat. Davon lasse ich mich auch leiten. Mit der “Saisonplanung” 2012 halten wir uns etwas zurück. Wenn ich die Planung für 2011 mit den tatsächlich gelaufenen Veranstaltungen abgleiche, ist die Schnittmenge nicht sonderlich groß. Natürlich sollten zumindest die Höhepunkte fest im Kalender stehen. Nach meinen zahlreichen -und wenig erfolgreichen- Wettkämpfen im Frühjahr beherzige ich für das nächste Jahr endlich die Empfehlung, nicht mehr als zwei Saisonhighlights zu setzen. Nummer 2 wird wieder der Berlin Marathon sein. Diesmal aber zu zweit. Für Nummer 1 habe ich mir etwas Besonderes einfallen lassen: den Transgrancanaria. Am 03.03.2012 führt (unter anderem) ein Marathon aus den Bergen der Kanareninsel nach Las Palmas. Aus alter Verbundenheit zur Insel und der Idee, einen echten und harten Naturtrail zu laufen, habe ich mich bereits für das Spektakel angemeldet. Aber keine Bange: die Ultradistanzen (96 km und 123 km) müssen noch warten. Die 42 km abwärts (3.400 HM) werden Herausforderung genug sein. Blitzschnell rückwärtsgerechnet bedeutet der Termin, dass es Anfang Dezember wieder mit dem Marathontraining losgeht. Mit dem Trainingsplan von der Chefin und den Tipps des Vorjahressiegers wird das möglich sein. Hoffentlich verletzungsfrei. Erst heute habe ich mich nach gut 4 Wochen Pause aufgrund SKS wieder getraut. Das Herbstpanorama war zu verlockend. Die Saison beginnt für mich also heute wieder.

Zum Glück ging es schnell: Olympiaturmlauf 2011

Henrik
Erstellt von Henrik am 23.10.2011 in der Kategorie Wettkampfbericht | 5 Kommentare

Der Olympiaturm1996 fand der Olympiaturmlauf zum letzten Mal statt. Erst 15 Jahre später wagten sich heute wieder 108 Läufer und 7 Teams in das Treppenhaus des Olympiaturms. Warum hat das so lange gedauert? Wir wussten es nicht wirklich. Und auch sonst sind wir heute morgen ein wenig blauäugig in das Rennen gegangen – aber wer Treppenläufe übermäßig ernst nimmt, heißt entweder Thomas Dold oder ist selber schuld. Wir haben heute einfach die Gelegenheit genutzt, einen Wettkampf in München gemeinsam zu bestreiten, auch wenn wir beide nicht 100%-ig fit waren (Marek: Erkältung, ich: SKS-Nachwirkungen). Und Spaß hat das Ganze gemacht, wenn auch mehr das “Drumrum” als der eigentliche Lauf. Wobei man von “Lauf” nicht wirklich sprechen konnte. Die Treppenstufen im Turm haben uns auf den ersten Meter etwas schockiert, so brutal hoch und kurz haben wir das nicht erwartet. Die Ausrufe des Erstaunens im Videoclip sprechen Bände. Ja, wir haben wieder mitgefilmt. Diesmal hatte ich die Stirnkamera auf und lief hinter Marek her. Da 30 Sekunden versetzt gestartet wurde, war das gar nicht so einfach zu bewerkstelligen. Aber wir haben das clever gelöst, wie auch Kult-Laufsport-Moderator Peter Maisenbacher schnell bemerkte. Diese Sequenz vom Clip ist auch die lustigste, denn leider war es im Treppenhaus zu dunkel. Erst auf den oberen Plattformen gab es mehr Beleuchtung. Der Lauf von 0 auf 189 Meter ist schnell erzählt: nach guten 5 Treppen mussten wir das Tempo schon drosseln und konnten nur noch hochgehen. Ein Läufer kassierte uns. Es zog sich doch ganz schön, die Pumpen arbeiteten auf Hochleistung. Marek konnte im letzten Abschnitt noch etwas zulegen. Wir waren heilfroh, endlich oben zu sein. Die letzte Minute muss 90 Sekunden lang gewesen sein! So platt waren wir, dass der geniale Ausblick nicht genießbar war. Für ein Interview mit der Reporterin des Münchner Merkurs hat es natürlich noch gereicht. Mit 7:52 min waren wir viel schneller oben als gedacht. Das reichte zwar in der Ergebnisliste nur für einen Mittelfeldplatz, aber das war uns heute ziemlich egal. Es ging uns darum, wieder zusammen zu kämpfen. Das Fazit: Treppenlaufen ist wirklich was für Harte, aber das Treppenhaus des Olympiaturms hat nochmal eine andere Hausnummer – das ist für echte Laktat-Liebhaber! Vielleicht brauchte es deshalb auch 15 Jahre für den nächsten Anlauf. Weiterlesen >>

Mit dem Aufzug kann jeder: 1220 Stufen

Henrik
Erstellt von Henrik am 18.10.2011 in der Kategorie News, Planung, Strecken | 1 Kommentar

Weiter geht es im munteren Wettkampfreigen. Nach Mareks fulminanten Auftritten beim ersten Sieg der Karriere in Zeuthen und am Müggelsee mit Halbmarathon-Bestzeit für die Ewigkeit sowie meinem beim Berlin Marathon vor gut vier Wochen bietet sich an diesem Wochenende eine der seltenen spontanen Gelegenheiten für einen gemeinsamen Lauf. Da Marek aber mit Familie in München weilt und ich mich eigentlich noch in der Post-Verletzungsphase befinde, muss es bei einem möglichst kurzen Intermezzo bleiben. Und was bietet sich da besser an als der OLYMPIATURMLAUF? Ja, genau, es geht um einen Treppenlauf. Erfahrung haben wir beide beim Berliner Skyrun schon gesammelt, Marek sogar einmal mehr in einem Neuköllner Hochhaus. Der Olympiaturmlauf am Sonntag gehört aber in eine andere Kategorie. Die Anzahl der Stufen ist mit 1220 deutlich höher als die im Berliner Park-inn-Hotel am Alexanderplatz (770). Was die Angelegenheit in München nicht einfacher macht: es gibt keine Verschnaufpause, in Berlin wechselten wir nach 20 Etagen das Treppenhaus – man konnte also die Beine etwas lockern bei der Überführung. Dafür bietet der Olympiaturm eine nicht minder fantastische Aussicht auf die City. Die schnellsten Treppenläufer werden wohl in 5 Minuten oben sein. Das werden wir nicht schaffen. Treppenlaufen ist eine besondere Herausforderung für den Bewegungsapparat. Hier ist vor allem Kraftausdauer gefragt, die gar nicht so leicht zu trainieren ist. Wenn man im Ziel seine Oberschenkel noch merkt, hat man noch nicht alles gegeben. Andererseits sehen wir den Lauf auch als Spaßveranstaltung und eine gute Gelegenheit, München von oben anzuschauen. Wer Lust bekommen hat, möge sich am Sonntag, 23.10.2011 ab 09:00 Uhr am Olympiaturm einfinden. Nachmeldungen sind vor Ort bis kurz vor Start um 10:00 Uhr möglich. Weitere Infos gibt es auf der Homepage: http://www.olympiaturmlauf.de. Wir sehen uns oben!

Bestzeit-Wetter am Müggelsee

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 16.10.2011 in der Kategorie Wettkampfbericht | 8 Kommentare

Die Voraussetzungen waren gut für ein klasse Rennen heute. Und erst dieses Traumwetter: keine Wolke am Himmel, die Sonne blendete richtig, als ich mich auf den Weg zum Müggelsee machte. Nach einem kurzen Plausch mit Axel Bredow holte ich meine Nummer und zog mich ins warme Auto zurück – es war noch sehr frisch. 30min vor 10 startete ich mein Aufwärmprogramm. Wie sollte ich es angehen? Ich beschloss, die ersten 5km in 04:10/km zu starten und dann zu schauen, wie es nach dem Spreetunnel geht. Die 10km-Marke wollte ich auf jeden Fall unter der 41:50-Marke meiner Bestzeit passieren, um mir alle Chancen offenzuhalten. Gedacht, getan. Natürlich ging es schneller als geplant los. Bei km3,5 überholte ich die führende Frau und spätere Siegerin Birgit Uhlig. Die Risikofreude war groß, was hatte ich auch zu verlieren nach diesem Jahr? Der Spreetunnel ist schwierig zu laufen und ein Knackpunkt. Erst vorsichtig runtertappeln, am Ende mit Power wieder die Treppen hoch. 15s bleiben hier liegen und der Rhythmus ist komplett weg. Jetzt heißt es, das Tempo wiederzufinden und den Puls runterzukriegen. Aber es klappt gut, besser als erwartet. Ich kann das Tempo halten. Km10 fliegt nur so vorbei, es muss ziemlich genau 40min gedauert haben. Dann geht es auf den schöneren Teil der Strecke. Natürlich wird es anstrengender. Ich warte halb panisch auf den Einbruch, aber der kommt nicht. Zwischendurch zieht ein Vater vorbei, mit Radbegleitung der beiden Jungs und der Mama. Logistische Schwerstarbeit für sie, die Kids zu steuern, Papi rennt aber unbeteiligt seinen Schnitt unter 4min weiter, ich kann nicht folgen. Bei km16 halte ich einen Plausch mit einem Herrn aus Friedrichshagen, der auch zum fünften Mal dabei ist. “Das Schwerste kommt erst noch.” Ja. Auch er zieht schnell mit einem starken Tempo kurz vor dem Müggelhort davon. Zu dem Zeitpunkt war mir klar, dass nicht mehr viel schiefgehen kann und ich biss auf die Zähne für die letzten 3km. Einen Läufer kann ich noch einfangen, bevor der schnellste Halbmarathon meines Lebens auch schon wieder Geschichte ist. Hätte mir das jemand vor 2 Monaten prophezeit…

Jubiläum am Müggelsee

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 14.10.2011 in der Kategorie Planung, Trainingstagebuch | 3 Kommentare

Es muss an einem Oktobertag vor 5 Jahren gewesen sein, als ich mich spontan dazu entschlossen habe, meine in die Jahre gekommenen Laufschuhe wieder auszupacken. Ich kann nicht mehr genau sagen warum, aber irgendwie hatte ich nach den Jahren, in denen ich hauptsächlich Krafttraining, aber kaum Ausdauersport gemacht hatte, einfach Lust darauf. Damals motivierte mich das Nike+ System, eine professionelle Laufuhr kaufte ich mir erst 2009. Ich hätte zu dem Zeitpunkt auch nicht im Traum gedacht, dass mich das Laufen so packen und ich solange dabei bleiben würde. Ich habe es einfach für mich entdeckt und will es nicht mehr missen. Ein Jahr später, nämlich im Oktober 2007, lief ich meinen zu dem Zeitpunkt 3. Halbmarathon am Müggelsee. Bei der Premierenveranstaltung lief ich erstmals unter 01:40 und konnte mein Glück über diese Leistung kaum fassen (auch wenn der spartanische Blog Post von damals dies nicht wirklich wiedergibt). Und so kam es, dass ich auch die folgenden Jahre immer bei diesem Halbmarathon am Start war. 2008 war ein Totalausfall, ich mußte am Ende sogar Gehpausen einlegen, um das Rennen zu finishen. 2009 dann mein bis dahin bester Lauf am Müggelsee: zusammen mit Wolfgang Weising lief ich eine neue persönliche Bestzeit. Ein Tag, an dem einfach alles paßte. Im letzten Jahr hatten wir uns ebenfalls viel vorgenommen. Leider beendete eine schmerzhafte Fußverletzung von Henrik unsere Bestzeit-Ambitionen schon im ersten Teil des Rennens. Zum Glück konnte Henrik sich davon schnell erholen und startete danach richtig durch. Der geneigte Leser mag in der bisherigen Aufzählung eine komplexe mathematische Reihe erkannt haben: 2007 (top) – 2008 (flop) – 2009 (top) – 2010 (flop) – 2011 (?). Die Voraussetzungen sind gut. Ich konnte problemfrei trainieren, der letzte 10er lief super, der Trainingslauf vor einer Woche paßte, die Strecke kenne ich sehr genau. Die Vorfreude auf ein schönes Event ist groß.

Ein heißer Herbst

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 10.10.2011 in der Kategorie Wettkampfbericht | 5 Kommentare

“Berlin läuft” hieß es am Sonntag wieder und ich war mittendrin. Zum vierten Mal fanden die Asics Grand 10 in Berlin statt, zum dritten Mal war ich dabei. Zweimal waren wir bisher in der Staffel erfolgreich, dieses Jahr war ich Einzelkämpfer. Mein Ziel war klar definiert: unter 40min bleiben. Trotzdem war es für mich “nur” ein Vorbereitungslauf für die kommende Woche, wenn es zum Halbmarathon geht. Trotz Wettkampf bin ich am Samstag noch die Müggelsee-Strecke im Renntempo abgelaufen und war erstaunt, wie passabel das ging. Das Risiko der müden Beine am Sonntag ging ich bewußt ein. Die Gelegenheit für eine Generalprobe bei Tageslicht bekomme ich nicht oft. Die Rennhistorie ist schnell erzählt: keine Sekunde zu spät ging es um 12 auf die Strecke. Im B1-Startblock ging buchstäblich die Post ab. Ich lief verhalten an, mir kam es vor, als ob ich stehen würde. Aber der Schein trügte und der Blick auf die Uhr bei km1 bestätigte mir: 03:49, so langsam war das gar nicht. Trotzdem ein klasse Feld, ich bin immer wieder beeindruckt über die Vielzahl der Läufer, die mal eben unter 40min laufen kann. Die immer so gepriesenen “schnellsten 10km Deutschlands” sind gar nicht so flach. Die ersten 5km bis zum Zoo geht es runter, dann aber die Kantstraße (ja die BIG25 lassen grüßen) ca. 3km wieder etwas hoch. Und dort wehte teilweise ein ordentlicher Wind. Weiterlesen >>

Oh weh, das Schienbein hat SKS

Henrik
Erstellt von Henrik am 07.10.2011 in der Kategorie Gesundheit, News | 4 Kommentare

(c) brennr.de

(c) brennr.de

Marek hatte in einem Artikel vor fast zwei Jahren schon mal über seine Probleme mit dem Schienbein berichtet. Das bei Läufern durchaus bekannte “Schienbeinkantensyndrom” hatte ihn erwischt und zu einer Pause gezwungen. Ich kannte das bisher nicht. Nach dem Forstlauf in Anzing am vergangenen Montag bin ich aber besonders heftig von der Verletzung erwischt worden. Nicht ganz schuldlos, wie ich zugeben muss. Nach dem Berlin Marathon ging es mir muskulär sehr gut und ich hätte nach 3 Tagen schon wieder ins Training einsteigen können. Zum Glück bin ich aufgrund einer Dienstreise nicht dazu gekommen. Nur ein paar Kilometer Radeln waren drin. Am letzten Sonntag habe ich mich dann doch wieder auf die Laufstrecke gewagt, und das auf FiveFingers. Ein unkluge Entscheidung, wie sich später herausstellte. Die knapp 10 Km “gingen” ganz gut, konditionell fühlte ich mich, als könnte ich Bäume ausreißen. Im rechten Bein in der Schienbeingegend merkte ich aber schon einen leichten Schmerz. Verdrängt, am Montag wollte ich schließlich beim Schweiger Forstlauf in Anzing über 10 Km starten. Auch, um bei den Running Company Vereinsmeisterschaften mitzumachen. Das Rennen lief bis Km 8 sehr gut, dann meldete sich der Schienbeinmuskel aber zügig ab. Die letzten beiden Kilometer lief ich ein bisschen wie auf Eiern zuende. Einfach aufhören wäre cleverer gewesen. Im Ziel wurden die Schmerzen nicht weniger. Und so humpelte/hüpfte ich seit Montag durch die Gegend. Was ist so besonders fies an dieser Verletzung? Weiterlesen >>

Mein erster Sieg!

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 01.10.2011 in der Kategorie Wettkampfbericht | 7 Kommentare

Alles stand am letzten Wochenende im Zeichen des Marathons. Henrik hat ein beeindruckendes Debüt auf die Piste gelegt und die Running Twins würdig in Berlin vertreten. Schauen wir aber an dieser Stelle noch einen weiteren Tag zurück. Der Tag vor dem großen Marathon. Ort des Geschehens: Zeuthen, ein beschaulicher Berliner Vorort in Brandenburg. Hier fand am 24.09. zum 11. Mal der Zeuthener Jedermannslauf statt. Ort und Zeit waren für mich perfekt, für den Marathon am Sonntag hatte ich nur die Supporter-Rolle und Henrik war am Samstag auch schon hier und konnte mich unterstützen. Die Strecke war mit 5,2km kurz genug für eine erste Standortbestimmung nach der langen Verletzungspause. Ich hatte mir eine sub20 vorgenommen als grobe Orientierung. Nachdem die Bambinis im Ziel waren (mein 4-Jähriger schaffte 1,2km!) und die Nordic Walker auf die Strecke geschickt wurden, startete der Hauptlauf mit ca. 20min Verspätung. Weiterlesen >>

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