Habe lange nichts mehr von mir hören lassen. Es ist müßig, über die Gründe zu sinnieren. Zum einen gab es eine gewisse Lauf-Demotivation, die mit einer Blog-Demotivation einherging. Marek hat uns ja mehr als patent vertreten, mehr noch, er scheint in meiner läuferischen Abwesenheit zu Höchstform aufzulaufen. Über diesen antiproportionalen Zusammenhang rätsele ich noch. Völlig untätig war ich zwar nicht im November und Dezember, aber insgesamt ist das Ergebnis bescheiden. Ich will mein Licht gar nicht unter den Scheffel stellen. Nachdem die Saison 2009 nach dem (für mich) üblen Mercedes Benz-Halbmarathon im Oktober beendet war, stellte sich keine größere Motivation mehr ein. Ich rede mir ein, dass die Laufpause auch nicht geschadet hat. Wenn einen die Motivation verlässt, hilft Zwang auch nicht. Immerhin war genug Zeit, die Verletzungen endgültig auszukurieren und auf andere Gedanken zu kommen. Unter anderem habe ich beschlossen, 2010 nur wenige Wettkämpfe mitzumachen, Form vorausgesetzt. Das Training wurde gleich nach Neujahr wieder aufgenommen und heute mit einem winterlichen Lauf im Westpark fortgesetzt. Dämlicherweise habe ich meinen Schlüssel zum wiederholten Mal innerhalb von 8 Wochen verloren. Aber auch das wird mich nicht mehr zurückwerfen – diesmal waren nicht alle Schlüssel in der Wohnung. Auf ein verletzungsfreies und spaßiges Laufjahr 2010, den Schlüssel habe ich ja jetzt.

Heute hatte ich den kürzesten Wettkampf in meinem bisherigen Läuferleben: nach 4 Minuten und 55 Sekunden war ich im Ziel angekommen. Es ging aber auch nicht sehr weit, sondern nach oben: der 10. Towerrun wurde gestartet und ich war dabei! 29 Stockwerke und 465 Stufen waren zu überwinden im höchsten Wohngebäude in Deutschland. Trotz der winterlichen Bedingungen fanden sich zahlreiche Mitstreiter am Ort des Geschehens ein und nahmen die Herausforderung an. Frauen und Männer liefen getrennt, im Hauptlauf waren ca. 30 Männer mit dabei (der Jahrgang ‘70 und älter lief ebenfalls ein separates Rennen). Da es für mich eine Premiere war und ich nicht so recht einschätzen konnte, was mich erwartet, lies ich es eher langsam angehen und sortierte mich bei der knapp 400m langen Einführungsrunde weiter hinten ein. Als sportliches Ziel hatte ich mir vorgenommen, nicht Letzter zu werden. Dann ging es ins Treppenhaus. Starker Kontrast zum hellen Schnee. Zwei Stufen auf einmal sollte schon gehen, dachte ich mir vorher. Mit “Laufen” war das Ganze dann nicht mehr zu vergleichen, die Jungs vor mir gingen schon auf den ersten Treppen. Na gut, die wissen bestimmt, was noch kommt und tapperte hinterher. Überholen ist ähnlich wie bei der Formel1 in Monaco kaum und nur mit hoher Kraftanstrengung möglich. Trotzdem ging ich in Etage 5 an meinem Vordermann vorbei. Ich dachte vorher, dass man die einzelnen Stockwerke runterzählen würde bis zum Ende, aber die Etagen flogen nur so vorbei. 10…15 und schon bei 20 angekommen. Dann fingen die Beine langsam an, sich zu beschweren. Das Treppengeländer konnte aber gut zum Hochziehen benutzt werden. Ich konnte kurz vor Schluß noch einen weiteren “Walker” kassieren. Manche benutzten sogar die 1-Stufen-Taktik. Das probierte ich nur kurz und befand es für zu umständlich und auch zu langsam. Und plötzlich hörte ich “nur noch eine Etage” und war auch schon oben. Der Ausblick war beeindruckend (Fotos sind online). Runter ging es dann wieder mit dem Fahrstuhl. Fazit: eine durchaus spannende Veranstaltung, mir hat es sehr gut gefallen und vielleicht bin ich ja im kommenden Jahr wieder mit dabei. Weiß gar nicht, ob man sowas trainieren kann. Glaube aber eher nicht.

Der Winter hat uns fest im Griff. Aber die zahlreichen Horroszenarien der letzten Tage sind ja heillos übertrieben. Im Winter schneit es nun mal, na und? Man könnte ja meinen, dass die Autofahrer noch nie bei solchen Bedingungen unterwegs wären, jedenfalls finde ich diese Panikmache einfach Quatsch. Bis jetzt waren die Straßen immer schnell geräumt und man konnte sich mit dem Auto sehr gut fortbewegen, was man von den Geh- und Radwegen nicht gerade behaupten kann. Und das Laufen ist schon etwas Besonderes, hat man ja nicht alle Tage. Sicher nicht geeignet für Tempoläufe, aber gut für die Verbesserung der Grundlagenausdauer und der Vorbereitung für das Frühjahr. Was kann man tun, damit es nicht zu eintönig wird und das Training weiter motivierend bleibt? Ein bißchen Abwechslung tut gut. Morgen werde ich an einem doch sehr speziellen Event teilnehmen, aber ich will noch nicht zuviel verraten. Für mich ist eine Premiere und ich bin schon gespannt, wie es klappen wird. Morgen abend werde ich Euch berichten!

Das Wetter war auch einfach zu schön heute, um einen Lauf sausen zu lassen: kalt aber trocken und windstill. Zunächst wollte ich meine normale Abendrunde drehen (ca. 11km), aber gegen Ende entschied ich mich, noch ein paar Kilometer dranzuhängen und es kamen 14,7km raus. So langsam wird mir bei den Temperaturen (jetzt -7°) bewußt, dass meine Handschuhe nicht dafür gemacht sind. Meine Hände sind zum Schluß immer durchgefroren. Da muss ich wohl mal investieren! Ich freue mich schon auf Mittwoch, wenn wir wieder im Kollegenkreis eine Runde drehen werden, wird bestimmt spaßig bei dem Schnee. Hier noch die Daten vom heutigen abendlichen Ausflug: http://connect.garmin.com/activity/21692688.
In guter Tradition habe ich das Jahr 2009 gestern mit dem Berliner Silvesterlauf ausklingen lassen. Bereits zum 4. Mal war ich dabei, ich erinnere mich noch gut an den 31.12.2006 – meinen ersten offiziellen Wettkampf, damals noch über die 6,3km. Gestern konnten die äußeren Bedingungen nicht unterschiedlicher sein als damals: die gesamte Strecke war mit Schnee bedeckt. Das führte dazu, dass die Organisatoren entschieden, den Drachenfliegerberg aus der Strecke zu nehmen und eine Alternativroute zu wählen. Die Wildschweine hätten dort oben nach Weihnachten auch noch gewütet. Schlimm war es aber nicht, die Landschaft war einfach herrlich und bei dem vielen Schnee konnte man den Winter richtig aufsaugen. Zugegeben, an einigen Stellen war es sehr tückisch zu laufen, Tiefschnee und rodelnde Kinder erforderten des Öfteren erhöhte Aufmerksamkeit und schnelle Reaktionen. Aber ich kam verletzungsfrei über die Schneepiste und konnte den Lauf sogar noch in den Top 50 beenden. Der Forerunner zeigte mir am Ende 10,2km, mir ist nicht ganz ersichtlich wie der SCC da auf 9,3km kommt. Spielt aber auch keine große Rolle, ein rundum gelungener Jahresabschluß! Ein paar Impressionen gibts hier.

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Erstellt von Marek am 29.12.2009 in der Kategorie News, Planung |
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Kurz bevor wir ins Jahr 2010 wechseln, darf natürlich auch bei uns der Jahresrückblick auf 2009 nicht fehlen. Für mich war es ein tolles Jahr! Ich habe fast alle Ziele, die ich mir gesteckt habe, am Ende auch erreicht. Ich konnte bis auf meine durch die Schleimbeutelentzündung verursachte Verletzungspause im November gut durchtrainieren. Die Wintervorbereitung war trotz des schneereichen Februars solide, ich konnte meine Bestzeit Anfang April beim Berliner Halbmarathon stark verbessern. Dazu haben sicherlich auch die wenigen langen Läufe beigetragen. Über die 10k konnte ich beim Köpenicker Altstadtlauf meine Bestzeit weiter verbessern, auch wenn die angestrebten sub40 über diese Distanz dieses Jahr nicht fallen wollten. Dieses Ziel hebe ich mir für 2010 auf! Weiterlesen »
Die Weihnachtsfeiertage sind überstanden, jetzt folgen ein paar Urlaubstage. Gestern habe ich einen kurzen Lauf zum Verdauen des fettigen Weihnachtsessens unternommen. So richtig gut lief es nicht, aber vielleicht war es auch einfach ein bißchen zuviel des guten Essens? Ich gab erst ein wenig mehr Gas als sonst, aber nach drei Koilometern merkte ich – zu schnell. Nun gut, dann eben langsamer, kein Stress beim Laufen an Weihnachten. Zudem nervte mich der Forerunner etwas, das Suchen der Satelliten dauerte ewig. Bestimmt im Weihnachtsurlaub, die Satelliten! Im Ernst, manchmal geht das fix, aber manchmal dauert es einfach zu lange. Des Öfteren habe ich auch das Problem, dass die Suche sehr schnell geht, aber dann nach dem Start keine Entfernung gezählt und ein Neustart des Trainings notwendig wird. Mich würde mal interessieren, ob ihr auch solche Schwierigkeiten habt oder ich mich einfach nur blöd anstelle? Die nächsten Tage steht noch ein Lauf an (evtl. mit Henrik zusammen, der Junge ist mittlerweile aus dem Skiurlaub zurück) und am Silvestertag dann die anspruchsvolle Runde über den Teufelsberg.

Dieser Winter hatte ja bis jetzt einiges zu bieten. Nachdem es Ende November noch möglich war, in kurzen sommerlichen Klamotten die Schuhe zu schnüren, hat es uns nun aber eiskalt erwischt. Das Wochenende hatte es bereits in sich: am Samstag Abend konnte ich es nicht lassen, bei -13° rauszugehen und eine Runde zu drehen. Mit Sicherheit einer der extremsten Läufe, die ich bisher hatte. Ohne Sturmhaube waren keine 10km drin. Ich habe ja sonst nichts gegen kältere Temperaturen beim Laufen, aber das war schon sehr grenzwertig. Trotzdem ich einen Schnitt von 04:45 lief, schwitzte ich nichtmal ein bißchen danach. Heute ging es andersrum: die Temperaturen steigen seit gestern wieder und der Regen hat die Gehwege teilweise vereist. Ohne Spikes ein durchaus heikles Unterfangen. Vor allem der Vergleich mit den Straßen: dort ging es absolut problemlos voran, auf den Gehwegen aber war nur selten gestreut. So tapperte ich mehr oder weniger vorsichtig durch die Nacht. Es waren sogar noch Leute mit dem Fahrrad unterwegs – noch verrückter als ich wie ich fand. Aber wieder heil zuhause angekommen, das ist die Hauptsache. Das war es nun erstmal mit dem Laufen vor Weihnachten, die Zeit erlaubt es nicht mehr. Morgen noch einen Tag arbeiten und dann ein paar Tage Pause mit der Familie. Vielleicht kann ich ja an den Feiertagen noch ein paar Kilometer einschieben. Und am 31.12. steht ja auch der Silvesterlauf an. Euch allen schöne Weihnachten!

Nur noch eine Woche bis Weihnachten und man merkt, es wird immer stressiger davor. Torschlußpanik stellt sich überall ein und es fällt schwer, sich da rauszuhalten. Selbst der abendliche Lauf wird zu einem zeitlichen Balanceakt. Ich versuche aber trotzdem, weiter dranzubleiben und das Laufen nicht komplett einzustellen. Letzte Woche hatte ich ja von meinen Problemen am Schienbein berichtet. Nach dem Plänterwaldlauf am Sonntag hatte ich wieder arge Probleme zum Wochenstart. Ich habe daraufhin ein wenig recherchiert. Vieles deutet auf das sogenannte Schienbeinkantensyndrom hin – Shin Splints. Das Ganze kann verschiedene Ursachen haben wie z.B. Überbelastung, ständiges Laufen auf Asphalt oder auch eine Fußfehlstellung. So richtig kann ich mich nicht mehr erinnern, seit wann ich die Schmerzen habe, es muss irgendwann kurz nach meinem Comeback am 20.11. losgegangen sein. Jedenfalls habe ich Dienstag Abend beschlossen, die neuen Brooks Brooks sein zu lassen und bin in meine (auch neuen) Mizuno geschlüpft. Weiterlesen »

Nun ist der Winter also auch in Berlin angekommen. Eisige Temperaturen waren das heute morgen, als wir in aller Frühe zu viert zum 66. Plänterwaldlauf aufbrachen. Auch das Einlaufen wollte nicht so richtig den erhofften wärmenden Effekt bringen. Um 10 nach 10 ging es dann endlich auf die Strecke. Bringt irgendwie nichts, wenn man sich warm macht und dann doch noch eine Viertelstunde in der Kälte steht. Einige liefen sogar mit kurzen Hosen, das ist bei dem Wetter nichts für mich. Handschuhe hätten auch ihren Zweck erfüllt. Die Strecke ist mir mittlerweile bekannt. Jede Runde hat knappe 5km, so dass man sich sehr gut orientieren kann. Ich lief mit angezogener Handbremse los, bloß nicht auf der zweiten Runde einbrechen war die Devise. Das klappte sehr gut, die erste Hälfte kam ich mit 21:xx über die Linie und fühlte mich noch recht passabel. Auf der zweiten hielt ich dann einen kurzen Plausch mit einem kurz vor mir laufenden Herren, der meinte, dass er beim Marathon viel schneller losgelaufen sei und heute die 20km macht. Aha! Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen und ging langsam vorbei. Richtig sicher war ich mir immer noch nicht, ob ich genug Luft haben würde bis zum Schluß, aber es ging erstaunlich gut die letzten Kilometer und ich lief mit 42:24 lt. der großen Zeituhr ein. Schnell einen Tee getrunken und mit der ausharrenden durchgefrorenen Familie nach Hause. Mit der Leistung bin ich sehr zufrieden. Wenn ich es drauf angelegt hätte, wären sicher noch einige Sekunden weniger drin gewesen. Aber besser so als andersrum. Ein gutes Ergebnis zum Jahresausklang. Im Februar gibts ja schon den nächsten Plänterwaldlauf (Nr. 67). Da sind wir sicher wieder mit von der Partie! Fotos gibts hier.

Bis jetzt lief es diese Woche ganz zufriedenstellend. Montag und Mittwoch war ich unterwegs, beide Male bin ich sogar trocken geblieben und habe den Regen ausgelassen. Mittwoch war wieder die Kombination Mittagslauf (12km) + Lauf nach Hause angesagt (14,5km). Konditionell sieht es schon wieder recht gut aus nach meiner Pause, nur mein linkes Schienbein macht mir etwas Probleme, mal sehen wie sich das entwickelt. Heute abend ist noch ein Intervalltraining geplant (6×1000m). Bin gespannt, ob ich das durchziehen kann. Sonntag dann die letzten schnellen 10km dieses Jahres beim beschaulichen Plänterwaldlauf. Wirklich etwas vornehmen fällt mir schwer, zumal ich die Erwartungen sicher um einiges herunterschrauben muss im Vergleich zum letzten Jahr. Dort lief ich knapp über 45min – die Form war einfach weg zu diesem Zeitpunkt. Wenn es heute abend halbwegs funktioniert, dann wird es in diesem Jahr wahrscheinlich ähnlich werden. Für morgen wurden auch erste Schneeschauer vorausgesagt, so dass vielleicht etwas weihnachtliche Stimmung aufkommt. Ich freue mich auch schon auf den Silvesterlauf, den die Running Twins wahrscheinlich wieder zusammen absolvieren werden, da Henrik zwsichen den Feiertagen in Berlin weilen wird. Da wird es hoffentlich auch eine Gelegenheit für eine gemeinsame Runde um den Müggelsee geben.

Nach meinem kleinen Fauxpas am Mittwoch, als ich bei unserem Mittagslauf umgeknickt bin, traute ich mich gestern abend nicht so recht auf die Piste. Heute jedoch sah der Fuß schon wesentlich besser aus und ich hatte auch keine Schmerzen. Auf gings also auf eine schöne Runde meiner Standard-Strecke am Müggelsee. Die neuen Brooks Adrenaline waren dabei mein treuer Begleiter. Nach ein wenig vorsichtigem Rumtapsen am Anfang ging es dann erstaunlich gut vorwärts. Vor allen Dingen ging mir nicht nach 3km die Puste aus, was ich schonmal als wesentliche Verbesserung gegenüber den letzten Versuchen einschätze. Das Ganze kann ich hoffentlich noch als Nachwirkungen der starken Antibiotika betrachten. Wenn der Fuß hält, dann werde ich die kommende Woche versuchen anzugreifen, um nicht ganz alt am nächsten Sonntag beim Plänterwaldlauf auszusehen. So nebenbei habe ich noch einen interessanten Lauf für 2010 entdeckt: den Weißenseer Bierlauf. Eine schöne Verbindung von Sport und Freizeit
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