Wie das Wetter

Henrik
Erstellt von Henrik am 29.07.2011 in der Kategorie Gesundheit, Trainingstagebuch | 3 Kommentare

Das Sommerwetter kann man freundlicherweise als “wechselhaft” bezeichnen. Zwischen Kurz-vor-Weltuntergang und Sommersonnenschein war bisher alles vertreten. So richtig berechenbar ist das nicht, auch auf den Siebenschläfer ist nicht mehr Verlass. Der verschläft 7 Monate des Jahres und muss dabei keine Rücksicht auf die Wetterkapriolen nehmen. Unsere Laufsaison ist bisher ebenso recht wechselhaft verlaufen. Marek hat die Saison nach dem jüngsten Belastungstest am Mittwoch so gut wie abgehakt. Auch nach der abgeschlossenen Physiotherapie meldete sich die Wade zurück und ließ nicht mehr als 6 km schmerzfreies Laufen zu. Ich habe -wenn auch unerwartet- meinen gestrigen Lauf nach 4 Km abbrechen müssen, weil sich der Oberschenkel samt Muskelfaserriss wieder brutal in’s Gedächtnis rief. Ein schmerzfreies Laufen war nur noch auf den Fußspitzen möglich. Dabei sah es bei den letzten drei Läufen nach der Belastungspause doch so gut aus. Das Auf und Ab ist ernüchternd und zehrt an den Nerven. Natürlich kommt sofort die Frage auf, was aus dem großen Ziel, dem Berlin Marathon, für uns wird. Es sind keine 8 Wochen mehr. Für Marek ist der Trainingsrückstand nicht mehr aufzuholen. Für mich ist eine Prognose schwieriger. Das sind sehr dunkle Wolken, die da aufgezogen sind. Nochmals 3 Wochen Laufpause -und die sind unvermeidlich- sind ein Rückschlag, auch im Kopf. Noch ist das Event nicht gestrichen, aber die Schuhe zu früh wieder anzuziehen, funktioniert einfach nicht. So schmerzhaft es ist. In der kommenden Woche soll es übrigens wieder sommerlich werden.

Und hier die aktuelle Statistik, da zwischenzeitlich schon Verwirrung aufkam:

MarekHenrik
Prognose Berlin Marathon10%50%
Betroffenzweiköpfiger Wadenmuskel rechtsHüftstrecker im Oberschenkel links
DiagnoseMuskelfaserrissMuskelfaserriss
Akut seitAnfang April 2011Anfang Juli 2011

Ruhe vor dem Sturm

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 20.07.2011 in der Kategorie Gesundheit | 3 Kommentare

Heute ein kurzer Bericht von der Krankenfront. Ja, ich weiß, kann keiner mehr hören. Aber wir sind guter Hoffnung, dass bald wieder Erfolgsmeldungen hier zu vernehmen sind. Ich bin ja letzte Woche in die Physiotherapie gestartet und habe jetzt schon 6 Sitzungen hinter mir. Bis zum Ende der Behandlung habe ich mir erstmal eine Laufpause verordnet. Die ich bis jetzt auch eingehalten habe. Das Ergebnis bleibt aber abzuwarten. Mein Plan ist, am Ende der Woche einen ersten Test zu machen, ob die Wade hält. Nur wenn der erfolgreich ist, werde ich mir die nächsten Schritte durch den Kopf gehen lassen. So ganz habe ich den Marathon am 25.9. noch nicht abgeschrieben, auch wenn es zunehmend unwahrscheinlicher und auch schwieriger wird, sich bis dahin vernünftig vorzubereiten. Die Radeinheiten klappen soweit ganz gut, auch wenn ich heute wieder mitten durch den Platzregen heizen durfte. Glücklicherweise waren es nicht die Wassermassen, die ich vor drei Wochen erleben durfte. Ich bin auf der Ergebnis des ersten Tests sehr gespannt und werde davon berichten. Die Hoffnung stirbt zuletzt! Weiterlesen >>

Das Ziel fest im Blick

Henrik
Erstellt von Henrik am 11.07.2011 in der Kategorie Gesundheit, News | 5 Kommentare

(c) Sabine Moosmann / pixelio.deZwillinge haben es wohl an sich, dass sie oft in gleichen Mustern denken und sich mindestens ähnlich verhalten. Das ist bei uns weniger ausgeprägt, zumal unser Lebenswandel unterschiedlicher nicht sein könnte. Spannenderweise haben wir uns seit ein paar Tagen in den gleichen Zustand manövriert: Muskelverletzung, Laufpause, Therapie. Mich hat es in der letzten Woche erwischt. Ich habe keinen Tag gezögert und bin nach dem ordentlichen Ziehen im linken Oberschenkel zum Orthopäden gegangen. Der nach hochkomplizierten Messungen einen Muskelfaserriss im Hüftstrecker feststellte. Gefühlt ist die Verletzung nicht schlimm, aber beim Laufen ist es hinderlich und vor allem im Kopf eine enorme Belastung. Mit Stromwellen und Taping arbeiten wir jetzt an. Ich habe mich seit der Diagnose nicht mehr auf die Laufstrecke getraut -auch nicht rückwärts- und harre jetzt der Besserung. Die Erkältung über das Wochenende war insofern sehr gut getimed. Beim Gehen spüre ich kaum noch etwas, aber trotzdem werde ich noch mindestens diese Woche mit Alternativtraining füllen. Wir wissen ja inzwischen, wie sich vermeintlich “kleinere” Blessuren zu einer verschleppten, hartnäckigen Verletzung entwickeln können. Für den Marathon am 25.09. mache ich mir noch keine Sorgen. Hoffnungsfrohe Nachrichten gibt es auch von Marek. Der ist heute in die Physiotherapie der Wadenmuskulatur gestartet und hat die Hoffnung, gegen Monatsende wieder ins Training einsteigen zu können. So die erste, frühe Prognose. Bis dahin hält er sich mit Radeln einigermaßen fit. Der Blick bleibt also weiterhin fest auf Berlin gerichtet. In dieser Hinsicht denken wir völlig gleich, zwillingstypisch eben.

Berlin Calling

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 06.07.2011 in der Kategorie Gesundheit, Planung | 5 Kommentare

Vor einem Jahr war der Termin noch so weit weg. Nun kommt er schneller näher, als mir lieb ist. Weniger als 3 Monate bis zum Tag M. der 25.09. ist rot angemarkert im Kalender. So nah und doch so fern – möchte man fast sagen, wenn ich mir meine aktuelle Situation so anschaue. Wenn man das bisherige Jahr als verkorkst bezeichnet, trifft es den Nagel schon einigermaßen mittig auf den Kopf. Viel gibt es nicht zu resümieren: trotz Krankheit zum Jahreswechsel bin ich gut reingekommen, Januar und Februar liefen problemlos, das hat sich dann auch bei meiner 10k-Bestzeit Anfang März im Britzer Garten gezeigt. Endlich die sub40 gepackt. So konnte es weitergehen! Nix war es. Schon im März lief es nicht mehr rund. Erkältung und jede Menge andere Zipperlein störten die Vorbereitung auf den Halbmarathon gewaltig. Trotzdem sollte es doch unbedingt wieder eine gute Zeit werden! Bei ungewohnt warmen Temperaturen machte ich dann wohl den Fehler, der mich dieses Jahr noch einige Zeit beschäftigen wird: trotz starken muskulären Problemen und Schmerzen in der rechten Wade “lief” ich das Ding irgendwie zu Ende. Wer weiß, wäre ich bei km15 ausgestiegen, hätte ich…ach was soll das ganze Hätte, Wenn und Aber. Shit happens. Blöderweise konnte ich auch danach die Füße nicht stillhalten. Mal besser, mal schlechter trabte ich durch die Gegend. Quasi ohne Vorbereitung die BIG25 durchgezogen – spätestens da hätten alle Alarmglocken angehen müssen, dass es so nicht weitergeht. Der Rest vom Lied ist bekannt: das gemeinsame Training mit Henrik bei der Running Company in München hat mir dann die Augen geöffnet. Im Juli habe ich mir nun vorerst Laufverbot erteilt. Mit physiotherapeutischer Unterstützung und Alternativtraining versuche ich nun, die Wade wieder in den Griff zu bekommen. Noch habe ich den Marathon nicht abgeschrieben. Ich traue mir durchaus zu, in 6 Wochen noch eine Vorbereitung durchzuziehen, die mich fit an den Start gehen läßt. Aber ein Schritt nach dem anderen.

Teamevent Alpen Triathlon

Henrik
Erstellt von Henrik am 02.07.2011 in der Kategorie Strecken, Wettkampfbericht | 3 Kommentare

Der Garmin Alpen Triathlon ist eine echte Traditionsveranstaltung. Das Who-is-who der Triathlonszene findet sich im oberbayerischen Schliersee ein, um auf einer der härtesten und landschaftlich schönsten Triathlonstrecken um den Titel zu kämpfen. Auf dem Oktoberfestbesuch meines Arbeitgebers hatten wir im September 2010 beschlossen, als Staffel anzutreten. Heute morgen standen am Schliersee sogar zwei Staffeln von uns am Start. Triathlon-erfahren war noch niemand der sechs Teilnehmer, insofern waren die Ziele eher bescheiden (“nicht Letzter werden”). Allein die etwas komplizierten Prozesse (Checkin für Schwimmer und Radler, Wärmeklamotten richtig deponieren, Wechselzone verlassen/betreten, Chipübergabe, Transport zum Zielbereich…) für die Staffeln waren schon die erste Herausforderung. Der Zieleinlauf und die Laufstrecke ist am Spitzingsee, geschwommen wird aber im Schliersee. Dazwischen liegen 40 Radkilometer, die es in sich haben. Die letzten 5 Km davon sind legendär: mit 12% Steigung geht es hoch zum Spitzingsattel. Es soll Athleten gegeben haben, die sich das angesehen haben – und dann nie wieder am Schliersee gesehen wurden. Völlig klar, dass jeder ohne eine gute Radleistung hier untergeht. Weiterlesen >>

Die heiße Phase beginnt – mit Sorgen

Henrik
Erstellt von Henrik am 29.06.2011 in der Kategorie Planung | 10 Kommentare

Noch 2 Monate und 26 Tage bis zur großen Premiere in Berlin. Als wir uns im Oktober 2010 zum Berlin Marathon 2011 angemeldet haben, war das alles noch viel zu weit weg, um richtig zu realisieren, auf was wir uns da eingelassen haben. Marek war die treibende Kraft und ich habe einfach nachgezogen mit der Überzeugung, dass wir das zu zweit eher schaffen können. Bisher sind wir im Team immer richtig gut gewesen und haben voneinander profitieren können, ob in der Staffel oder bei gemeinsam absolvierten Läufen. Warum sollte das beim ersten Marathon anders sein? Teaming allein wird aber nicht reichen. 12 Wochen dauert die intensive Vorbereitungsphase, sagt die Expertenschaar übereinstimmend. Die nächste Woche ist Woche 1. Die heiße Phase beginnt.

Aber die kleinen und großen Sorgen lösen sich damit nicht in Luft auf – leider. Marek laboriert nach wie vor an seiner elendig verschleppten vermeintlichen Wadenzerrung. Vermeintlich, weil nicht klar ist, ob es überhaupt eine ist. Ob ein hochbelastendes Lauftraining nicht kontraproduktiv ist? Expertin Bianca hat ihm beim gestrigen Running Company Gruppentraining, bei dem er zu Gast war, dringend vom weiteren Laufen ab- und zu osteopathischer Behandlung in Kombination mit Alternativtraining angeraten. Dazu kommt die permanente Doppelbelastung mit Familie, Haus und Job, die jedes Training zu einem wohlgeplanten Ereignis werden lässt. 4-5 Einheiten pro Woche – das wird unmöglich. Nüchtern betrachtet sind die Chancen auf eine gemeinsame Teilnahme heute etwas gesunken. Bei mir sehen die Rahmenbedingungen deutlich besser aus: ich werde weiter mit dem Trainingsplan der Running Company arbeiten und habe auch genug Zeit, diesen 12 Wochen ohne Wenn und Aber durchzuziehen. Es wird auch Zeit für den einen oder anderen Wettkampf geben (müssen). Eine Woche im September werde ich wahrscheinlich im Höhentrainingscamp verbringen. Das Oktoberfest wird in diesem Jahr für mich ganz spärlich ausfallen. Sollte keine Verletzung dazwischenkommen, werde ich also für den großen Tag auf den Punkt topfit sein. Da klingen dann 2 Monate und 26 Tage gar nicht mehr so dramatisch.

Aus dem Urlaub auf die Laufstrecke

Henrik
Erstellt von Henrik am 27.06.2011 in der Kategorie Wettkampfbericht | 5 Kommentare

Henrik, Bianca, PatrickEigentlich wollte ich mir den Münchner Stadtlauf in diesem Jahr sparen. Ich hatte mich zwar vorsorglich angemeldet, wollte aber die Wetterbedingungen und den Verlauf des Urlaubs abwarten. Im letzten Jahr arteten die 10 Km zu einer Hitzeschlacht aus, die ich mir in diesem Jahr nicht antun wollte. Aber der Halbmarathon startet schon um 8:00 Uhr und der Blick aus dem Schlafzimmerfenster um 5:30 Uhr sagte mir, dass draußen perfektes Laufwetter herrscht. Also raus aus den Federn, rein in die Schuhe und auf zum Marienplatz, wo sich ein Meer an Läufern in orangefarbenen SportScheck-Shirts versammelt hatte. Nach ca. 50 Metern Warmlaufen hüpfte ich um 7:55 Uhr über den Zaun im Startblock 1. Ich beschloss, den Lauf als schnelle Trainingseinheit zu nutzen und nicht volle Pulle auf Bestzeit zu laufen. Die “halbe Krise” wollte ich gestern wirklich nicht fortsetzen. Um 7:30 Uhr hatte ein kurzer Wolkenbruch noch für Abkühlung gesorgt. Was sollte also schon schiefgehen? Leider hatte ich mein Sportarmband für das iPhone nicht gefunden und musste so ohne Musik loslaufen. Weiterlesen >>

5. Berliner Airportrun – Ready for Take Off

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 19.06.2011 in der Kategorie Wettkampfbericht | 7 Kommentare

Diese Zielgerade wird in Erinnerung bleiben. Quälende 1,5km, auf denen man sich fühlte, als wenn man gar nicht läuft, sondern steht. Ein Gegenwind, der einem wie ein halber Orkan vorkam. Ein Ziel, das einfach nicht näher kommen wollte. Tatort: der neue Flughafen in Berlin-Schönefeld, 5. Airportrun, Halbmarathon über die schon fertige Start- und Landebahn Süd. Irgendwie habe ich dann doch das Ziel erreicht und bin zu meiner Überraschung mit 01:39 sogar noch unter der magischen 01:40 geblieben. Doch der Reihe nach: eine Startzeit um 09:00 ist für viele durchaus ambitioniert zu erreichen am Sonntag morgen, dennoch waren wir pünktlich um 8Uhr am Rathaus Schönefeld, wo ein Bus-Suttle die Teilnehmer zum Flughafen bringen sollte. Erste Probleme ließen nicht lange auf sich warten: 15min kam erstmal gar kein Bus, der nächste fuhr dann mit 5 Leuten einfach los und in den nächsten stürzten alle rein, aber die vielen Leute hielt der Bus anscheinend nicht aus. Weiterlesen >>

Laufen ist nicht alternativlos!

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 16.06.2011 in der Kategorie Trainingstagebuch | 3 Kommentare

Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass dieses Jahr bisher das Schwierigste meiner noch jungen “Laufkarriere” ist. Bisher hatte ich keine größeren Verletzungen oder Blessuren zu beklagen und mußte nie länger als 1-2 Wochen mit dem Laufen pausieren. Nun sind schon 2,5 Monate seit dem Berliner Halbmarathon vergangen und meine Zerrung in der Wade begleitet mich noch immer. Damit ich nicht völlig einroste, habe ich mir ein kleines Alternativtraining auferlegt, bei dem die Wade kaum belastet wird: Fahrrad fahren! Natürlich muss auch das in den Berufs- und Familienalltag integriert werden und so fahre ich nun brav jeden Mittwoch mit dem Mountainbike in die Stadt und wieder zurück. Mit den immerhin 60 Tageskilometern habe ich schon jetzt das Pensum des gesamten letzten Jahres getoppt. Die Frage, die sich viele Läufer stellen: bringt das denn überhaupt etwas für die Laufform? Nun ich sehe folgende Vorteile:

  • Sportliches Fahren ist ein gutes Training für das Herz- / Kreislaufsystem.
  • Die sportliche Abwechslung macht mir Spass.
  • Ich kann trotz Verletzungspause weiter trainieren.
  • Die starke Belastung der Wade wie beim Laufen ist kaum vorhanden.
  • Meine Jungs freuen sich, wenn ich sie im Anhänger durch die Gegend ziehe :-)
  • Ich spare Benzin und belaste die Umwelt weniger.

Gerade wenn man viel im aeroben Bereich fährt (mir fällt es wie beim Laufen schwer, langsam vor mich hin zu fahren), trainiert man zumindest die Grundlagenausdauer und belastet andere Muskelgruppen als beim Laufen. Und man glaubt gar nicht, wie schnell man auch vorankommt (auch wenn man an den roten Ampeln stehenbleibt, wie es viele Radfahrer leider nicht tun). Nichtsdestotrotz bleibe ich natürlich dem Laufen treu und hoffe, dass ich bald zu 100% fit bin und wieder angreifen kann. Sonntag steht ja bereits mit dem Airportrun der nächste Wettkampf auf dem Plan. Ich habe keinerlei zeitliche Ambitionen und werde versuchen, locker durchzulaufen. Die Temperaturen sollen angenehm werden, was mir sehr entgegenkommt. Ob ich durchstarten kann?

Regeneration auf italienisch

Henrik
Erstellt von Henrik am 11.06.2011 in der Kategorie Gesundheit, News, Reisen | 3 Kommentare

Next Stop: Münchner Stadtlauf am 26.06.11. Marek wird hier zumindest redaktionell die Stellung halten. Ob es auch etwas zum Laufen zu berichten gibt, hängt sehr von der Genesung der Wade der Nation ab. Zuletzt zeichnete sich immerhin eine deutliche Verbesserung ab. Damit ich nicht auch noch verletzungsbedingt ausfalle und der Start der Marathonvorbereitung verschoben werden muss, werde ich in den nächsten beiden Wochen das Laufpensum reduzieren. Nach der Münchner Teamstaffel, die eher als Spaßwettkampf durchging, und dem doch sehr ordentlichen Pensum des Frühjahrs mit durchschnittlich mehr als 220 Monatskilometern ist die Luft etwas raus. Zudem zieht es seit zwei Wochen kräftig im linken Beinstrecker. In die Marathonvorbereitung möchte ich mit ordentlich Motivation und natürlich vollkommen fit starten. Höchste Zeit für Urlaub und eine kleine Sommerpause. Natürlich, wir Läufer können ja die Füße nie ganz stillhalten. Der eine oder andere gemütliche Lauf wird also auf der schönen Insel Sardinien drin sein. Ein paar Laufmomente im Fotoalbum des iPhones reicher und hoffentlich gut regeneriert werde ich am 26.06. wieder Wettkampfluft schnuppern. Allerdings nur als Zuschauer, denn im Juni und Juli möchte ich mir keinen Halbmarathon antun. Es sei denn… ach, ich bin dann mal weg!

Rote Übermacht über 5 Kilometer

Henrik
Erstellt von Henrik am 09.06.2011 in der Kategorie Wettkampfbericht | 3 Kommentare

Das Wetter hatte uns im letzten Jahr richtig im Stich gelassen. Im Wolkenbruch startete die Teamstaffel im Münchner Westpark. Diesmal hingen die Wolken zwar wieder tief, aber es blieb einigermaßen trocken. Die Teamstaffel – das ist eine richtig schöne, fast familiäre Veranstaltung. 52 Staffeln liefen mit, kein Vergleich zum Berliner Pendant – dort waren 2010 über 4.000 Staffeln am Start. Laufgruppen-Chefin Bianca Meyer hatte allein 8 Staffeln zusammenstellen können – ein beachtliches Ergebnis. Das mündete in einem richtigen Teamevent, bei dem jeder die anderen anfeuerte, mitfieberte und natürlich mitlief. Drei Wertungen wurden angeboten: Männerstaffel mit 5×5 Km, Mixed-Staffel mit 4×5 Km und Damenstaffel mit 3×5 Km. Ich durfte mit Dirk, Ariane und Carolin in einer Mixed-Staffel laufen und war der Schlussläufer. Und meine Staffel machte das richtig gut, alle liefen deutlich schneller als ich das erwartet hatte. So sprang für die Staffel “Running Company Mixed 1″ Platz 3 heraus. Im Einzelnen liefen wir:

  • Dirk 20:14 (20:14)
  • Ariane 22:26 (42:38)
  • Carolin 21:34 (1:04:12)
  • Henrik 19:32 (1:23:44)
  • Die Strecke führt über 1,65 Runden durch den Westpark West und ist nicht ohne: drei Mal muss man vorbei an Start und Ziel und dabei einen ziemlich ekligen Anstieg zum Rosengarten absolvieren. Sie ist sogar so anspruchsvoll, dass ich mich auf meiner ersten Runde verlaufen habe, weil ich etwas zu früh abgebogen bin. Zum Glück bemerkte ich den Fehler und lief ca. 40 Meter zurück. Im Gegensatz zu manch anderem Läufer, der die Abkürzung vorsätzlich durchlief – unsportlich! Die letzte Runde lief Bianca größtenteils mit und feuerte mich an. Da lief ich schon auf dem Zahnfleisch und musste ordentlich punpen – so ist das halt auf 5000 Meter. Es wäre bei voller Quälbereitschaft und ohne das Verlaufen eine 18:xx dringewesen. Aber das war dann auch egal, Platz 4 lag mehr als eine Runde hinter uns. Ein wunderbares Event war das, unter sportlichen und organisatorischen Gesichtspunkten war hier nicht mehr zu holen. Daran änderte auch der einsetzende Regen zum Ende hin nichts mehr.

    Viele Bilder gibt’s dazu von der Running Company Presseabteilung hier auf Facebook.

    Run auf den Airport

    Running Twin Marek
    Erstellt von Running Twin Marek am 04.06.2011 in der Kategorie Kurioses, Strecken | 2 Kommentare

    In knapp 2 Wochen findet der 5. Airportrun rund um die Baustelle für den neuen Flughafen BBI (Berlin Brandenburg International) statt. In den ersten Jahren noch vom SCC organisiert, hat mittlerweile BERLIN LÄUFT das Ruder übernommen. “Die Strecke führt über die BBI-Baustelle und von dort durch das Umland des Flughafens. Aufgrund der Bauarbeiten können wir den genauen Streckenverlauf ggf. erst kurzfristig veröffentlichen. ” – schreibt man auf der Seite des Veranstalters. Ich war ja einmal 2007 dort am Start. Damals hatte die Strecke wenig mit dem Flughafen zu tun, man kann natürlich behaupten, dass es zu dem Zeitpunkt noch kaum etwas zu sehen gab. Es ging querfeldein über mehrere umliegende Dörfer, mit ordentlich Wind auf der Strecke, Ziel war dann am alten (noch im Betrieb befindlichen) Flughafen in Schönefeld. Dieser wurde zu DDR-Zeiten als Konkurrenz zu dem im westlichen Teil der Stadt gebauten Flughafen in Berlin-Tegel errichtet. In den Blickpunkt der Öffentlichkeit ist der neue BBI seit dem letzten September gerückt, als die Deutsche Flugsicherung bekanntgab, dass die Flugrouten rein gar nichts mit den im Planfeststellungsbeschluß genannten zu tun haben werden. Seitdem hagelt es Protest von vielen Bürgern, die vorher überhaupt nicht oder wenig vom Fluglärm betroffen waren, sei es in Berlin oder in den umliegenden Brandenburger Gemeinden. Mit der Zeit hat sich herausgestellt, dass die Wahl des Standortes nahe an der Stadt eine rein politische Entscheidung war und den Bürgern bereits vor über 10 Jahren bekannte Informationen bewußt so lange wie möglich vorenthalten wurden. Eine endgültige Entscheidung über die Flugrouten obliegt der DFS und ist erst Mitte des Jahres zu erwarten. Interessant ist der Lauf für mich folglich auch aus diesem Hintergrund – wir wohnen keine 10km Luftlinie vom BBI entfernt. Ich hoffe aber auch, dass es wesentlich mehr von der Baustelle zu sehen gibt als vor vier Jahren, wo der Lauf seinen Namen nicht wirklich verdient hatte. Ich erinnere mich noch an heiße Temperaturen, das könnte dieses Jahr ähnlich werden. Bestzeiten kann man folglich vergessen. Wäre auch bei meiner persönlichen Situation nicht machbar: meine vor 2 Monaten erlittene Wadenzerrung ist noch immer nicht komplett verschwunden, morgen werde ich einen erneuten Comebackversuch starten. Bin also schon froh, wenn ich wieder schmerzfrei an den Start gehen und den Lauf finishen kann. Wir sehen uns am 19. Juni in Schönefeld – BBI ich komme! Du auch?

    Update 06.06.: die Strecke scheint nun festzustehen: Geht wohl “über die Großbaustelle sowie über die neue südliche Start- und Landebahn des neuen Flughafens Berlin.” Bin gespannt!

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