war es heute. Wenn mir vor 5 Jahren jemand gesagt hätte: du läufst
- an einem Samstag Abend im Januar,
- bei einer Temperatur von -13°,
- eine Strecke von mehr als 20km,
- im Dunkeln,
- hast dabei Spaß,
- verarbeitest eine anstrengende Woche und
- fühlst dich gut und erholt danach.
Was hätte ich wohl damals erwidert? Wahrscheinlich hätte ich diese Person für komplett verrückt erklärt. Tja, so ändern sich die Zeiten. Meinen Lauf hatte ich heute eigentlich in der in diesem Jahr seltenen Januarsonne geplant, aber da Britta leider krank ist, mußte ich diesen auf den Abend verlegen. War für mich aber nicht sonderlich schlimm. Das Laufen fällt mir leicht momentan, trotz der schwierigen Bedingungen. Hätte vor diesem Winter nicht gedacht, dass man so “gut” auf Schnee und Eis laufen kann.
Nach dem schwachen Winter habe ich heute einen Lauf in Frankfurt eingeplant und durchgezogen. Frankfurt ist für mich mit vielen Erinnerungen an wunderbare Läufe verbunden, immerhin habe ich ein ganzes Jahr hier im Projekt als Businesskasper für die Bahn verbracht. Da wäre zum Beispiel der Wettkampf mit dem Tanker. Gleich am Anfang des Projekts hatte ich mich mal über die Laufgelegenheiten der Stadt ausgelassen – das sind nicht wenige. Man muss oft mal raus, um den Projektmüll zu verdrängen. So setzte ich mich heute am Nachmittag in München in den ICE und freute mich auf einen schönen Lauf zum Grundlagenausdauerpowern am Main. Hier kenne ich wirklich jedes Loch im Asphalt. Start an der A5 in Niederrad und runter zum Main. Das ganze hat soviel Spaß gemacht, dass ich etwas übermütig erst in Offenbach umdrehte und da waren schon 10,5 Km auf dem Tacho. Ich bremste mich immer wieder aus, um nicht zu sehr zu powern, die Erinnerung an den Katastrophenlauf an der Isar ist noch sehr lebendig. Aber es lief alles glatt, was jetzt nicht wörtlich zu nehmen ist. Perfekte Außentemperatur und menschenleere Strecke – passt sich scho, würde der Bayer sagen. Bei 1:55h checkte ich zum zweiten Mal im Hotel ein und genehmigte mir erstmal ein Liter Mineralwasser. Mir ist es gelungen, schön gleichmäßig zu laufen und nicht zu überdrehen. Das macht Mut für die weiteren langen Läufe zur Wiedergewinnung der Grundlagenausdauer. Für den fast traditionellen Laufjahresauftakt beim Berliner Halbmarathon habe ich vorgestern gemeldet. Höchste Zeit für die Vorbereitung. Nach dem heutigen Lauf heute bin ich etwas optimistischer. Als Bestandsaufnahme habe ich auch den Westparklauf in meiner Münchner Wahlheimat über 10 Km am 07.03.2010 eingeplant. Aufi!

Fast hätte es mit einem gemeinsamen Lauf der Running Twins am Wochenende geklappt. Doch die familiär bestimmte Zeitplanung von Marek passte nicht ganz zu meiner. So lief er dann gestern allein in Köpenick und ich heute auf meiner alten Stammstrecke im Volkspark Friedrichshain.
Dort gab es im dichten Schneetreiben außergewöhnliche Szenen zu beobachten. Eine Sportlerin heizte auf Langlaufski durch den Park. Dass ich das mal mitten in Berlin erleben würde, ich hätte es nicht gedacht. Am Rodelberg tummelte sich ein ganzer Kindergarten, der sich auf Schlitten und Bobs den Hang am kleinen Bunkerberg runterstürzte. Ein richtig nettes Winterspektakel.
Ich konzentrierte mich aber auf mein Läufchen, im Neuschnee war es schon schwierig genug voranzukommen. Ich lief die Strecke des “Laufs im Volkspark Friedrichshain“, an dem ich 2009 teilgenommen hatte. Nach drei Runden über den besagten Kleinen Bunkerberg war es dann auch gut. Ich war fast 90′ unterwegs und gut durchgeschwitzt. Der Forerunner meldete schon eine schwache Batterie. Was tut nach Ankunft zuhause besser als eine eiskalte Dusche?

Einige Tage nix von mir hören lassen, aber Henrik hat sich ja zum Glück wieder zurückgemeldet. Ganz untätig war ich aber nicht, trotzdem ich momentan jobmäßig stark eingebunden bin. Das wird sich nächste Woche auch nicht ändern. Ich habe versucht, Job und Sport wieder miteinander zu kombinieren. Dienstag abend bin ich von Arbeit nach Hause gelaufen, recht entspannt und in lockerem Tempo. Mittwoch morgen ging es dann wieder den gleichen Weg zurück, diesmal etwas schneller. War schon etwas anstrengender das Ganze. Da fiel der Mittagslauf mit den Kollegen glatt aus. Donnerstag und Freitag hatte ich partout keine Zeit. Dafür ging es heute nach dem Mittagessen raus (diesmal auch mit meinen dicken Handschuhen) auf eine etwas längere Runde. Der Schnee hält sich weiter sehr hartnäckig. Das Laufen im Wald ist zwar anstrengend, dafür bekommt man aber eine herrliche Umgebung zu Läufergesicht. Die ersten 13km bin ich von meiner langen Runde gelaufen, danach habe ich den direkten Weg an der Straße zurückgenommen und so ca. 6km eingespart. Hat echt Spaß gemacht und die letzten Kilometer gingen sehr gut. Hätte sicherlich auch etwas mehr sein können heute. Lese gerade das Ergebnis des Sterntalerlaufs und freue mich sehr über das klasse Ergebnis!

Habe lange nichts mehr von mir hören lassen. Es ist müßig, über die Gründe zu sinnieren. Zum einen gab es eine gewisse Lauf-Demotivation, die mit einer Blog-Demotivation einherging. Marek hat uns ja mehr als patent vertreten, mehr noch, er scheint in meiner läuferischen Abwesenheit zu Höchstform aufzulaufen. ??ber diesen antiproportionalen Zusammenhang rätsele ich noch. Völlig untätig war ich zwar nicht im November und Dezember, aber insgesamt ist das Ergebnis bescheiden. Ich will mein Licht gar nicht unter den Scheffel stellen. Nachdem die Saison 2009 nach dem (für mich) üblen Mercedes Benz-Halbmarathon im Oktober beendet war, stellte sich keine größere Motivation mehr ein. Ich rede mir ein, dass die Laufpause auch nicht geschadet hat. Wenn einen die Motivation verlässt, hilft Zwang auch nicht. Immerhin war genug Zeit, die Verletzungen endgültig auszukurieren und auf andere Gedanken zu kommen. Unter anderem habe ich beschlossen, 2010 nur wenige Wettkämpfe mitzumachen, Form vorausgesetzt. Das Training wurde gleich nach Neujahr wieder aufgenommen und heute mit einem winterlichen Lauf im Westpark fortgesetzt. Dämlicherweise habe ich meinen Schlüssel zum wiederholten Mal innerhalb von 8 Wochen verloren. Aber auch das wird mich nicht mehr zurückwerfen – diesmal waren nicht alle Schlüssel in der Wohnung. Auf ein verletzungsfreies und spaßiges Laufjahr 2010, den Schlüssel habe ich ja jetzt.

Heute hatte ich den kürzesten Wettkampf in meinem bisherigen Läuferleben: nach 4 Minuten und 55 Sekunden war ich im Ziel angekommen. Es ging aber auch nicht sehr weit, sondern nach oben: der 10. Towerrun wurde gestartet und ich war dabei! 29 Stockwerke und 465 Stufen waren zu überwinden im höchsten Wohngebäude in Deutschland. Trotz der winterlichen Bedingungen fanden sich zahlreiche Mitstreiter am Ort des Geschehens ein und nahmen die Herausforderung an. Frauen und Männer liefen getrennt, im Hauptlauf waren ca. 30 Männer mit dabei (der Jahrgang ’70 und älter lief ebenfalls ein separates Rennen). Da es für mich eine Premiere war und ich nicht so recht einschätzen konnte, was mich erwartet, lies ich es eher langsam angehen und sortierte mich bei der knapp 400m langen Einführungsrunde weiter hinten ein. Als sportliches Ziel hatte ich mir vorgenommen, nicht Letzter zu werden. Dann ging es ins Treppenhaus. Starker Kontrast zum hellen Schnee. Zwei Stufen auf einmal sollte schon gehen, dachte ich mir vorher. Mit “Laufen” war das Ganze dann nicht mehr zu vergleichen, die Jungs vor mir gingen schon auf den ersten Treppen. Na gut, die wissen bestimmt, was noch kommt und tapperte hinterher. ??berholen ist ähnlich wie bei der Formel1 in Monaco kaum und nur mit hoher Kraftanstrengung möglich. Trotzdem ging ich in Etage 5 an meinem Vordermann vorbei. Ich dachte vorher, dass man die einzelnen Stockwerke runterzählen würde bis zum Ende, aber die Etagen flogen nur so vorbei. 10…15 und schon bei 20 angekommen. Dann fingen die Beine langsam an, sich zu beschweren. Das Treppengeländer konnte aber gut zum Hochziehen benutzt werden. Ich konnte kurz vor Schluß noch einen weiteren “Walker” kassieren. Manche benutzten sogar die 1-Stufen-Taktik. Das probierte ich nur kurz und befand es für zu umständlich und auch zu langsam. Und plötzlich hörte ich “nur noch eine Etage” und war auch schon oben. Der Ausblick war beeindruckend (Fotos sind online). Runter ging es dann wieder mit dem Fahrstuhl. Fazit: eine durchaus spannende Veranstaltung, mir hat es sehr gut gefallen und vielleicht bin ich ja im kommenden Jahr wieder mit dabei. Weiß gar nicht, ob man sowas trainieren kann. Glaube aber eher nicht.

Der Winter hat uns fest im Griff. Aber die zahlreichen Horroszenarien der letzten Tage sind ja heillos übertrieben. Im Winter schneit es nun mal, na und? Man könnte ja meinen, dass die Autofahrer noch nie bei solchen Bedingungen unterwegs wären, jedenfalls finde ich diese Panikmache einfach Quatsch. Bis jetzt waren die Straßen immer schnell geräumt und man konnte sich mit dem Auto sehr gut fortbewegen, was man von den Geh- und Radwegen nicht gerade behaupten kann. Und das Laufen ist schon etwas Besonderes, hat man ja nicht alle Tage. Sicher nicht geeignet für Tempoläufe, aber gut für die Verbesserung der Grundlagenausdauer und der Vorbereitung für das Frühjahr. Was kann man tun, damit es nicht zu eintönig wird und das Training weiter motivierend bleibt? Ein bißchen Abwechslung tut gut. Morgen werde ich an einem doch sehr speziellen Event teilnehmen, aber ich will noch nicht zuviel verraten. Für mich ist eine Premiere und ich bin schon gespannt, wie es klappen wird. Morgen abend werde ich Euch berichten!

Das Wetter war auch einfach zu schön heute, um einen Lauf sausen zu lassen: kalt aber trocken und windstill. Zunächst wollte ich meine normale Abendrunde drehen (ca. 11km), aber gegen Ende entschied ich mich, noch ein paar Kilometer dranzuhängen und es kamen 14,7km raus. So langsam wird mir bei den Temperaturen (jetzt -7°) bewußt, dass meine Handschuhe nicht dafür gemacht sind. Meine Hände sind zum Schluß immer durchgefroren. Da muss ich wohl mal investieren! Ich freue mich schon auf Mittwoch, wenn wir wieder im Kollegenkreis eine Runde drehen werden, wird bestimmt spaßig bei dem Schnee. Hier noch die Daten vom heutigen abendlichen Ausflug: http://connect.garmin.com/activity/21692688.
In guter Tradition habe ich das Jahr 2009 gestern mit dem Berliner Silvesterlauf ausklingen lassen. Bereits zum 4. Mal war ich dabei, ich erinnere mich noch gut an den 31.12.2006 – meinen ersten offiziellen Wettkampf, damals noch über die 6,3km. Gestern konnten die äußeren Bedingungen nicht unterschiedlicher sein als damals: die gesamte Strecke war mit Schnee bedeckt. Das führte dazu, dass die Organisatoren entschieden, den Drachenfliegerberg aus der Strecke zu nehmen und eine Alternativroute zu wählen. Die Wildschweine hätten dort oben nach Weihnachten auch noch gewütet. Schlimm war es aber nicht, die Landschaft war einfach herrlich und bei dem vielen Schnee konnte man den Winter richtig aufsaugen. Zugegeben, an einigen Stellen war es sehr tückisch zu laufen, Tiefschnee und rodelnde Kinder erforderten des ??fteren erhöhte Aufmerksamkeit und schnelle Reaktionen. Aber ich kam verletzungsfrei über die Schneepiste und konnte den Lauf sogar noch in den Top 50 beenden. Der Forerunner zeigte mir am Ende 10,2km, mir ist nicht ganz ersichtlich wie der SCC da auf 9,3km kommt. Spielt aber auch keine große Rolle, ein rundum gelungener Jahresabschluß! Ein paar Impressionen gibts hier.

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Erstellt von Marek am 29.12.2009 in der Kategorie News, Planung |
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Kurz bevor wir ins Jahr 2010 wechseln, darf natürlich auch bei uns der Jahresrückblick auf 2009 nicht fehlen. Für mich war es ein tolles Jahr! Ich habe fast alle Ziele, die ich mir gesteckt habe, am Ende auch erreicht. Ich konnte bis auf meine durch die Schleimbeutelentzündung verursachte Verletzungspause im November gut durchtrainieren. Die Wintervorbereitung war trotz des schneereichen Februars solide, ich konnte meine Bestzeit Anfang April beim Berliner Halbmarathon stark verbessern. Dazu haben sicherlich auch die wenigen langen Läufe beigetragen. ??ber die 10k konnte ich beim Köpenicker Altstadtlauf meine Bestzeit weiter verbessern, auch wenn die angestrebten sub40 über diese Distanz dieses Jahr nicht fallen wollten. Dieses Ziel hebe ich mir für 2010 auf! Weiterlesen >>
Die Weihnachtsfeiertage sind überstanden, jetzt folgen ein paar Urlaubstage. Gestern habe ich einen kurzen Lauf zum Verdauen des fettigen Weihnachtsessens unternommen. So richtig gut lief es nicht, aber vielleicht war es auch einfach ein bißchen zuviel des guten Essens? Ich gab erst ein wenig mehr Gas als sonst, aber nach drei Koilometern merkte ich – zu schnell. Nun gut, dann eben langsamer, kein Stress beim Laufen an Weihnachten. Zudem nervte mich der Forerunner etwas, das Suchen der Satelliten dauerte ewig. Bestimmt im Weihnachtsurlaub, die Satelliten! Im Ernst, manchmal geht das fix, aber manchmal dauert es einfach zu lange. Des ??fteren habe ich auch das Problem, dass die Suche sehr schnell geht, aber dann nach dem Start keine Entfernung gezählt und ein Neustart des Trainings notwendig wird. Mich würde mal interessieren, ob ihr auch solche Schwierigkeiten habt oder ich mich einfach nur blöd anstelle? Die nächsten Tage steht noch ein Lauf an (evtl. mit Henrik zusammen, der Junge ist mittlerweile aus dem Skiurlaub zurück) und am Silvestertag dann die anspruchsvolle Runde über den Teufelsberg.

Dieser Winter hatte ja bis jetzt einiges zu bieten. Nachdem es Ende November noch möglich war, in kurzen sommerlichen Klamotten die Schuhe zu schnüren, hat es uns nun aber eiskalt erwischt. Das Wochenende hatte es bereits in sich: am Samstag Abend konnte ich es nicht lassen, bei -13° rauszugehen und eine Runde zu drehen. Mit Sicherheit einer der extremsten Läufe, die ich bisher hatte. Ohne Sturmhaube waren keine 10km drin. Ich habe ja sonst nichts gegen kältere Temperaturen beim Laufen, aber das war schon sehr grenzwertig. Trotzdem ich einen Schnitt von 04:45 lief, schwitzte ich nichtmal ein bißchen danach. Heute ging es andersrum: die Temperaturen steigen seit gestern wieder und der Regen hat die Gehwege teilweise vereist. Ohne Spikes ein durchaus heikles Unterfangen. Vor allem der Vergleich mit den Straßen: dort ging es absolut problemlos voran, auf den Gehwegen aber war nur selten gestreut. So tapperte ich mehr oder weniger vorsichtig durch die Nacht. Es waren sogar noch Leute mit dem Fahrrad unterwegs – noch verrückter als ich wie ich fand. Aber wieder heil zuhause angekommen, das ist die Hauptsache. Das war es nun erstmal mit dem Laufen vor Weihnachten, die Zeit erlaubt es nicht mehr. Morgen noch einen Tag arbeiten und dann ein paar Tage Pause mit der Familie. Vielleicht kann ich ja an den Feiertagen noch ein paar Kilometer einschieben. Und am 31.12. steht ja auch der Silvesterlauf an. Euch allen schöne Weihnachten!
