Nur noch eine Woche bis Weihnachten und man merkt, es wird immer stressiger davor. Torschlußpanik stellt sich überall ein und es fällt schwer, sich da rauszuhalten. Selbst der abendliche Lauf wird zu einem zeitlichen Balanceakt. Ich versuche aber trotzdem, weiter dranzubleiben und das Laufen nicht komplett einzustellen. Letzte Woche hatte ich ja von meinen Problemen am Schienbein berichtet. Nach dem Plänterwaldlauf am Sonntag hatte ich wieder arge Probleme zum Wochenstart. Ich habe daraufhin ein wenig recherchiert. Vieles deutet auf das sogenannte Schienbeinkantensyndrom hin – Shin Splints. Das Ganze kann verschiedene Ursachen haben wie z.B. ??berbelastung, ständiges Laufen auf Asphalt oder auch eine Fußfehlstellung. So richtig kann ich mich nicht mehr erinnern, seit wann ich die Schmerzen habe, es muss irgendwann kurz nach meinem Comeback am 20.11. losgegangen sein. Jedenfalls habe ich Dienstag Abend beschlossen, die neuen Brooks Brooks sein zu lassen und bin in meine (auch neuen) Mizuno geschlüpft. Weiterlesen >>

Nun ist der Winter also auch in Berlin angekommen. Eisige Temperaturen waren das heute morgen, als wir in aller Frühe zu viert zum 66. Plänterwaldlauf aufbrachen. Auch das Einlaufen wollte nicht so richtig den erhofften wärmenden Effekt bringen. Um 10 nach 10 ging es dann endlich auf die Strecke. Bringt irgendwie nichts, wenn man sich warm macht und dann doch noch eine Viertelstunde in der Kälte steht. Einige liefen sogar mit kurzen Hosen, das ist bei dem Wetter nichts für mich. Handschuhe hätten auch ihren Zweck erfüllt. Die Strecke ist mir mittlerweile bekannt. Jede Runde hat knappe 5km, so dass man sich sehr gut orientieren kann. Ich lief mit angezogener Handbremse los, bloß nicht auf der zweiten Runde einbrechen war die Devise. Das klappte sehr gut, die erste Hälfte kam ich mit 21:xx über die Linie und fühlte mich noch recht passabel. Auf der zweiten hielt ich dann einen kurzen Plausch mit einem kurz vor mir laufenden Herren, der meinte, dass er beim Marathon viel schneller losgelaufen sei und heute die 20km macht. Aha! Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen und ging langsam vorbei. Richtig sicher war ich mir immer noch nicht, ob ich genug Luft haben würde bis zum Schluß, aber es ging erstaunlich gut die letzten Kilometer und ich lief mit 42:24 lt. der großen Zeituhr ein. Schnell einen Tee getrunken und mit der ausharrenden durchgefrorenen Familie nach Hause. Mit der Leistung bin ich sehr zufrieden. Wenn ich es drauf angelegt hätte, wären sicher noch einige Sekunden weniger drin gewesen. Aber besser so als andersrum. Ein gutes Ergebnis zum Jahresausklang. Im Februar gibts ja schon den nächsten Plänterwaldlauf (Nr. 67). Da sind wir sicher wieder mit von der Partie! Fotos gibts hier.

Bis jetzt lief es diese Woche ganz zufriedenstellend. Montag und Mittwoch war ich unterwegs, beide Male bin ich sogar trocken geblieben und habe den Regen ausgelassen. Mittwoch war wieder die Kombination Mittagslauf (12km) + Lauf nach Hause angesagt (14,5km). Konditionell sieht es schon wieder recht gut aus nach meiner Pause, nur mein linkes Schienbein macht mir etwas Probleme, mal sehen wie sich das entwickelt. Heute abend ist noch ein Intervalltraining geplant (6x1000m). Bin gespannt, ob ich das durchziehen kann. Sonntag dann die letzten schnellen 10km dieses Jahres beim beschaulichen Plänterwaldlauf. Wirklich etwas vornehmen fällt mir schwer, zumal ich die Erwartungen sicher um einiges herunterschrauben muss im Vergleich zum letzten Jahr. Dort lief ich knapp über 45min – die Form war einfach weg zu diesem Zeitpunkt. Wenn es heute abend halbwegs funktioniert, dann wird es in diesem Jahr wahrscheinlich ähnlich werden. Für morgen wurden auch erste Schneeschauer vorausgesagt, so dass vielleicht etwas weihnachtliche Stimmung aufkommt. Ich freue mich auch schon auf den Silvesterlauf, den die Running Twins wahrscheinlich wieder zusammen absolvieren werden, da Henrik zwsichen den Feiertagen in Berlin weilen wird. Da wird es hoffentlich auch eine Gelegenheit für eine gemeinsame Runde um den Müggelsee geben.

Nach meinem kleinen Fauxpas am Mittwoch, als ich bei unserem Mittagslauf umgeknickt bin, traute ich mich gestern abend nicht so recht auf die Piste. Heute jedoch sah der Fuß schon wesentlich besser aus und ich hatte auch keine Schmerzen. Auf gings also auf eine schöne Runde meiner Standard-Strecke am Müggelsee. Die neuen Brooks Adrenaline waren dabei mein treuer Begleiter. Nach ein wenig vorsichtigem Rumtapsen am Anfang ging es dann erstaunlich gut vorwärts. Vor allen Dingen ging mir nicht nach 3km die Puste aus, was ich schonmal als wesentliche Verbesserung gegenüber den letzten Versuchen einschätze. Das Ganze kann ich hoffentlich noch als Nachwirkungen der starken Antibiotika betrachten. Wenn der Fuß hält, dann werde ich die kommende Woche versuchen anzugreifen, um nicht ganz alt am nächsten Sonntag beim Plänterwaldlauf auszusehen. So nebenbei habe ich noch einen interessanten Lauf für 2010 entdeckt: den Weißenseer Bierlauf. Eine schöne Verbindung von Sport und Freizeit
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Ich gehöre ja jedes Jahr zu denjenigen Menschen, die seit dem dritten Mal “Last Christmas” im Radio und bei dem Anblick des 15. Weihnachtsbaumverkaufs schon genug von Weihnachten haben. Pünktlich zur startenden Adventszeit veröffentlicht der Blogger, der etwas auf sich halten will, auch einen Adventskalender. Jeder Tag birgt eine neue ??berraschung. Mir reicht schon das initiale Zusammenbauen des Playmobil-mit-Polizeitstation-Pendants, das unser Großer dieses Jahr mit voller Begeisterung angenommen hat. Und wie jedes Jahr gibts auch wieder den Spendenlauf, bei dem man laufend Gutes tun kann. Christian hat den Sterntalerlauf ins Leben gerufen, bei dem 24 Tage lang Spenden für ein Kinderhospiz in Mannheim erlaufen werden. Wir sind dabei. So nebenbei gilt es natürlich auch, dem Geschenkewahn zu folgen und die Konjunktur mit mehr oder weniger sinnvollen Investitionen im Einzelhandel anzukurbeln. Hoch im Trend stehen Elektronikmärkte und Buchshops. Habe ich noch was vergessen? Ach ja: Laufen kommt im Dezember regelmäßig zu kurz. Gestern hatte ich einen herrlichen Mittagslauf mit den Kollegen. Tempo sehr soft und ein traumhaftes Wetter. Beim Rauslaufen aus dem Volkspark Friedrichshain übersah ich erstmal eine Stufe und knicke mit dem linken Fuß schön um. Autsch! Ich konnte zwar noch zurücklaufen, aber die Schmerzen kamen dann im Büro. Heute abend war der Fuß schon farbiger und hat zudem an Umfang zugelegt. Meine Planung, morgen wieder zu trainieren, sind damit gefährdet. Aber abgerechnet wird morgen!

Der dritte Lauf nach meiner Pause fand heute zur Mittagsstunde statt. Frühlingsgefühle kamen auf bei fast sommerlichen Temperaturen und den kurzen Klamotten. Aber so recht finde ich noch nicht wieder rein. Das Laufen fällt mir nachwievor nicht leicht, ich finde keinen richtigen Rhythmus und bin zudem viel zu schnell am Schnaufen. Ich merke zwar, wie es zwischendurch plötzlich besser geht, aber es dauert nicht lange, bis ich wieder Tempo rausnehmen muss. Vielleicht bin ich ja auch einfach zu ungeduldig. Die Form vor meiner Pause war gut (nein: grandios
) und da will ich natürlich so schnell wie möglich wieder hin. Geht aber anscheinend nicht von jetzt auf gleich, obwohl mir von heute auf morgen auch reichen würde. Um mir einen kleinen Motivationsschub zu versetzen – manchmal muss man ja nur ein wenig nachhelfen – habe ich kurz vor Ende meines läuferischen Ausfluges im Laufladen meines Vertrauens gestoppt und mir neues Schuhwerk besorgt (zu bewundern auf dem Bild). Die Waveriders hatte ich jetzt schon das ganze Jahr an und ich glaube so langsam haben die ihre Schuldigkeit getan. Da ich sehr zufrieden war mit Mizuno habe ich mir ein “baugleiches” Paar mitgenommen. Und weil ich mich nicht entscheiden konnte, gleich noch ein Paar neue Brooks dazu. Es macht sicher Sinn, im Training wie im Wettkampf mal die Schuhe wechseln zu können, damit sich die Füße nicht zu sehr an das eine Paar gewöhnen. So, bin gespannt, was die nächsten (An)Läufe bringen.

Der letzte Lauf datierte vom 02.11. – da war ich abends in regnerischem Wetter unterwegs. In der Nacht darauf kamen dann die Schmerzen im Arm und meine blöde Geschichte mit der Schleimbeutelentzündung nahm ihren Lauf. Nun, nach 18 Tagen Zwangspause, bin ich heute bei herrlichem sonnigem Wetter wieder los. Die Pause machte sich aber ziemlich bemerkbar. Klar, ich habe jetzt keine Wunderdinge erwartet, aber zum Glück hatte ich keinen Pulsmesser dabei. Nach 3km schnaufte ich schon wie sonst nach einem Halbmarathon. Und auch der zweite Teil der Strecke war echt anstrengend wie lange nicht mehr. Ich lief zwar sehr langsam, aber so richtig konnte ich den Lauf nicht genießen. Nach 11km war dann endlich Feierabend. Und nächstes Mal hole ich die kurze Hose wieder raus bei diesem Wetter. Viel zu warm in den langen Klamotten! Trotzdem war es schön, wieder draußen zu sein und die Laufschuhe zu schnüren, das habe ich doch sehr vermißt die letzten 3 Wochen. Jetzt kann es nur noch aufwärts gehen! Hier noch die Daten zum Lauf.

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Erstellt von Marek am 14.11.2009 in der Kategorie News |
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Bisher waren wir ja immer unter zwei Domains zu erreichen:
- http://www.running-twins.de
- http://blog.marek-lange.de
Die letztere Adresse war die eigenliche Hauptdomain, running-twins.de nur eine Weiterleitung. Das hatte zur Folge, dass u.a. der rss-Feed oder alle Links zu den Posts noch aus der zweiten URL erstellt wurden. Diesen Umstand haben wir nun mit einem Domain-Umzug geändert. D.h. mit sofortiger Wirkung ist unser Blog komplett über http://www.running-twins.de erreichbar. Bitte ändert dementsprechend eure Blogrolls und rss-Feeds. Die alte blog.marek-lange.de Adresse wird noch eine Weile erreichbar sein, bevor diese dann deaktiviert wird. Bleibt uns treu!
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Erstellt von Marek am 12.11.2009 in der Kategorie News |
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Nun also endlich wieder ein Lebenszeichen von mir! Am Mittwoch bin ich aus dem Krankenhaus entlassen worden. Aber der Reihe nach. Am Montag, den 02.11. war ich abends noch auf der Piste und bin ca. 12km in sehr ordentlichem Tempo gelaufen. Es hat leicht geregnet, aber es hat sich gut angefühlt. In der Nacht bekam ich dann plötzlich starke Schmerzen im Ellenbogen und sah eine rötliche Schwellung am Morgen. Den Dienstag (Urlaubstag) habe ich dann noch ganz gut überstanden, wir hatten noch einige Termine zu erledigen. Abends fühlte ich mich dann schon schwächer und die Nacht war alles andere als angenehm. Mit den Schmerzen bin ich dann morgens zu meinem Orthopäden, der mich gleich in die Rettungsstelle zum Unfallchirurgen weiterschickte. Die Schmerzen waren nun zunehmend schwerer auszuhalten. Die Diagnose, eine akute Schleimbeutelentzündung (mehr dazu hier), wurde flugs bestätigt und zu meiner ??berraschung kam dann noch: “muss heute noch operiert werden!”. Meine Begisterung hielt sich in Grenzen. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich durfte noch ein paar Sachen von zuhause holen und checkte dann erneut auf der Unfallchirurgie ein. Ich fühlte mich an dem Tag wie das Wetter: zum K****en. Der Oberarzt ordnete aber erstmal Antibiose an, ohne sofortige Operation. Die kam dann am Freitag. Nach 1.5h Vollnarkose war ich wieder auf der Station und hatte eine Drainage aus meinem Ellenbogen herausschauen. Man kann sich Schöneres vorstellen, als die eigenen Körperflüssigkeiten aus sich herauslaufen zu sehen. Bis auf die mehrfach mißglückten Versuche, aus meinem linken gesunden Arm Blut abzunehmen, passierte nicht mehr viel. Mittwoch konnte ich dann endlich raus. Mein erster Krankenhausaufenthalt seit geschätzten 25 Jahren war vorüber. Aber wäre ja auch zu schön gewesen: gestern dann reagierte ich allergisch auf die Tabletten-Antibiotika. Ein Streuselkuchen ist nix dagegen. Nach einer Spritze und Antiallergika vom Hausarzt geht es jetzt aber zurück. Sehe schon aus wie ein Junkie von den vielen Einstichen und blauen Flecken. Ich hoffe, die Entzündung ist auch weiter rückläufig und kommt nicht wieder. Tja, soweit zu dem Kapitel. Ist noch nicht ausgestanden. Haltet die Daumen, dass alles gutgeht, dass ich bald wieder vom Laufen berichten kann.
