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Erstellt von Running Twin Marek am 12.12.2010 in der Kategorie Wettkampfbericht |
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Auflage Nr. 68 des Plänterwaldlaufes stand heute auf dem winterlichen Laufprogramm. Gemeldet hatte ich schon vor einiger Zeit. Von einer Nachmeldung hätte ich heute bei den Bedingungen wohl abgesehen. Aber der Reihe nach. Für mich war es Teilnahme Nummer 6 bei dieser Veranstaltung. Bis jetzt gab es trotz der Termine im tiefsten Winter aber immer akzeptable äußere Bedingungen. Letztes Jahr war es “nur” extrem kalt. Heute ließ sich schon am Waldrand erkennen, worauf man sich einlassen würde: tiefster Schneematsch wechselte sich mit größeren Pfützen und Eispassagen ab. Das haben wir dem Tauwetter der letzten Tage zu verdanken, das die Schneemassen zumindest zum größten Teil schmilzen läßt. Dass hier und heute keine großartigen Zeiten zu erwarten waren, lag schnell auf der Hand. Ich war spät dran und entschied mich, meine Yaktrax-Rutschstopper einzusetzen, in der Hoffnung, wenigstens die rutschigen Streckenpassagen halbwegs blessurfrei zu überstehen. Die meisten Teilnehmer liefen ohne “Hilfsmittel”, dafür aber mit Trailschuhen. Temperaturen um den Gefrierpunkt waren noch erträglich, ich hatte es aber wärmer erwartet. Pünktlich um 10 ging es dann auch los, ein einziges “Patsch Patsch” am Start, das Feld zog sich schnell auseinander. Ich blieb an einer Fünfergruppe dran, die dann aber nach 3km auseinderfiel und ich somit ein recht einsames Rennen lief. Vollste Konzentration war den Bodenverhältnissen geschuldet, einen wirklichen Vorteil mit den Yaktrax konnte ich nur auf den vereisten Passagen erkennen. Im Tiefschnee oder im Matsch kam ich genauso schlecht voran wie die anderen Läufer. Der Forereunner entschied erst nach 3km, sich mit dem Satelliten zu unterhalten und versuchte, mir die erste Runde (1km) in 12:24min zu verkaufen. Ich war zwar nicht schnell, aber gekrochen bin ich nun auch nicht. Den ersten Split (5km) erreichte ich in 21:22 – immerhin noch schneller als im letzten Jahr. Groß zulegen konnte ich dann aber nicht mehr. Auf der zweiten Runde merkte ich, wie anstrengend die Lauferei bei den Bedingungen ist. Ich versuchte, noch an meinem Vordermann dran zu bleiben, um nicht zu weit zurückzufallen. Ich überholte niemanden, niemand überholte mich und dann kam auch schon das Ziel. Ich war letztendlich froh, dass die Plackerei ein Ende hatte. 15km oder 20km – das wäre nix für mich gewesen heute. Ganz fit war ich auch nicht ins Rennen gegangen, so dass ich mit der offiziellen Zeit von 43:15 am Ende durchaus zufrieden war. Letztes Jahr war ich eine Minute schneller, aber bei trockener Strecke hätte ich das heute auch gepackt. Schnell einen wärmenden Tee getrunken und ab gings nach Hause.
Zum ersten Mal nehme ich die Winterlaufserie mit, eine Serie aus drei Läufen im Dezember, Januar und Februar über 10, 15 und 20 km, die laut einem schlauen Langstreckenläufer einen Hinweis auf die zu erwartende Marathonzeit im Herbst liefern. So weit dachte ich heute beim Teil 1 der Serie -dem Nikolauslauf- noch nicht. Es galt schließlich, erstmal 10 km auf verschneiten und tlw. vereisten Wegen des Olympiaparks unfallfrei zu bewältigen. Kein Wind, Außentemperatur um den Gefrierpunkt, viel bessere Bedingungen kann man im Winter nicht haben. Ich zog in weiser Voraussicht die Salomon Speed Cross an, um nicht zu sehr zu rutschen. Soweit ich das sehen konnte, kamen die meisten Läufer aber auch mit normalem Profil unter den Schuhen zurecht. Die erste der beiden Runden wollte ich nicht auf Krawall laufen, da ich die Strecke nicht kannte und etwas Respekt vor möglichen Steigungen hatte. Mit 21:15 war mir das nicht geglückt. Vielleicht habe ich mich darauf in der zweiten Runde etwas ausgeruht, war ich doch danach sicher, das Ziel von sub45 locker zu packen. Ich habe nicht mehr voll gepusht und etwas spät zum Schlussspurt angesetzt – traditionell von mir gehasst. Offiziell gezeitete 43:42 machten mich aber doch ganz stolz, wenn man die Bodenbeschaffenheit betrachtet. Das könnte mal eine Bestzeitstrecke werden, aber dafür muss es trocken sein. Die professionelle und eingespielte Organisation rundete den Lauf ab: umziehen und duschen konnte man in der Olympiaschwimmhalle, das alkoholfreie Erdinger und den Stollen gab es im warmen Eingangsbereich. Da bleibt nur noch die Vorfreude auf Teil 2 der Winterlaufserie zu erwähnen. Weiterlesen >>
Die Überschrift des Posts mutet wie ein der Titel einer RTL2-Dokumentation zur Prime Time an, aber wir sind uns für ein wenig Aufmerksamkeitshascherei ja für nichts zu schade. Das Wetter ist ein bestimmendes Thema der letzten Woche in den Laufblogs dieser Welt und man wird förmlich beworfen mit vielen guten (und gut gemeinten) Ratschlägen, wie mit dem Schnee und den eisigen Temperaturen am besten umzugehen ist. Dabei weiß jeder halbwegs erfahrene Läufer ganz genau, was bei den äußeren Bedingungen zu tun und zu lassen ist. Und ich habe so den Eindruck, als hätte der Großteil der Meute nur auf den Schnee gewartet! Tatsächlich ist es immer wieder ein unvergleichliches Naturerlebnis, durch verschneite Parks zu streifen. Mein heißgeliebter Westpark bietet dafür das perfekte Setting. Spätabends sind hier nur noch wenige Menschen unterwegs. Die Langlaufloipen sind gezogen. Die Wege sind präpariert und dank einer dünnen Schneeschicht kaum rutschig. Auf den meisten Hängen liegt eine unberührte Schneeschicht von 10 cm. Gesten Abend durfte ich zudem beobachten, wie ein paar mutige Snowboarder den Picknicktisch oberhalb eines Hangs zur Sprungschanze umfunktionierten und unter Flutlicht spektakuläre Sprünge hinlegten. Der Schnee reflektiert das Licht gut, so dass ich selbst die beiden schnuckligen Trails ohne Probleme ablaufen konnte. Das Tempo immer im Rahmen, denn -5 Grad eignen sich nicht für Tempoläufe. Aufhören wollte ich nach den gut 20 Km eigentlich nicht, aber die Finger waren schon taub und ein wenig Puste für den Nikolauslauf am Samstag im Olympiapark soll noch übrig bleiben. Und die Waldpiraten, die Christian mit dem diesjährigen Spendenlauf unterstützt, freuen sich über die ersten Kilometer.
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Erstellt von Running Twin Marek am 27.11.2010 in der Kategorie Planung |
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Die meisten haben sich ja schon Gedanken über die Teilnahmen an Läufen im nächsten Jahr gemacht. Bei mir ist es bis dato noch wenig konkret geworden. Mir fehlt einfach die notwendige Zeit für eine gründliche Planung. Aber eine Entscheidung ist ja bereits im Oktober gefallen. Im September werde ich zum ersten Mal über die Marathondistanz an den Start gehen. Natürlich in meiner Heimatstadt Berlin. Die Vorbereitung auf Berlin wird das Training im Winter und im Frühjahr bestimmen. Einen detaillierten Trainingsplan werde ich mir erstellen lassen. Ich bin mir sehr wohl bewußt, dass eine gründliche und vor allem zielgerichtete Vorbereitung unerläßlich ist. Vor dieser Distanz habe ich einfach großen Respekt. Trotz des Marathons sind einige Wettkämpfe aber sicher gesetzt, ich werde versuchen, möglichst die längeren Distanzen zu wählen:
- 09.01.: 11. Towerrun des TuS Neukölln 1865 (0,4k flach + 465 Stufen) – nach der Premiere dieses Jahr will ich mehr
- 06.03.: 22. Lauf im Britzer Garten (10k) – der Saisonauftakt für mich
- 03.04.: 31. Vattenfall BERLINER HALBMARATHON (HM) – zum fünften Mal dabei
- 08.05.: 31. BIG 25 (25k) – da haben wir noch einen Freistart einzulösen
- 12.06.: 6. Sky Run im Park Inn Berlin (39 Stockwerke) – nach dem 5. Platz dieses Jahr wollen wir aufs Treppchen!
- 28.08.: 2. SportScheck Stadtlauf Berlin (HM) – schreit nach Wiederholung
- 09.10.: 4. Asics Grand 10 Berlin (2x5k) – wir verteidungen unseren 3. Platz
- 16.10.: 5. Müggelsee-Halbmarathon (HM) – zum fünften Mal dabei
- 20.11.: 19. Berliner Marathon-Staffel (42,195k) – wir verbessern unsere 02:55
- 11.12.: 70. Plänterwaldlauf (10k) – schnelle 10k am Jahresende
- 31.12.: 36. Berliner Silvesterlauf (9,9k) – 2 Berge als Vorbereitung für den Jahreswechsel
Die folgenden sind Bleistifttermine, abhängig von Zeit, Lust und Trainingszustand:
- 13.02.: 69. Plänterwaldlauf (20k?) – vielleicht mal die längste Distanz
- 27.03.: 25. Birkenwäldchenlauf (10k) – schonmal dabei, schöne Strecke
- 10.04.: 15. Köpenicker Altstadtlauf (10k) – Lauf in die alte Heimat durch die Müggelberge
- 17.04.: 64. Liepnitzseelauf (8k/15k/25k) – schöne Umgebung, toller Lauf
- 08.05.: 2. IGA-Lauf (10k/20k/30k) – Flughafen Tempelhof
- 25.05.: 16. Steglitzer Volkslauf (6k) – Klassiker, vor allem die Streckenerklärung!
- 28.05.: 2. Müggelheimer Angerlauf (10k) – nette familiäre Veranstaltung dieses Jahr
- 29.05.: 19. Lauf durch den Volkspark Friedrichshain (10k) – Henrik war schonmal dabei
- 02.-05.06.: Läufer-Zehnkampf (60m-10k) – da würde ich gerne teilnehmen
- 05.06.: 28. Lichtenrader Meile (15k) – schöner Lauf, 2008 waren wir dabei
- 30.07.: 20. Vattenfall City-Nacht (10k) – schneller Citylauf
- 10.09.: Die 24 Stunden von Bernau – warum nichtmal sowas?
- 10.09.: 7. Helios-Grunewald-Lauf (10k) – der hat mir super gefallen in 2009
Also, da steht einiges im Kalender für 2011 und ich freue mich schon jetzt auf ein spannendes und erfolgreiches Laufjahr. Mal schauen, wieviele Läufe die Running Twins gemeinsam absolvieren können – zusammen sind wir nur schwer zu schlagen. Oder wer will es mit uns aufnehmen?
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Erstellt von Running Twin Marek am 25.11.2010 in der Kategorie Ausrüstung |
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Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und so langsam wird es auch mal wieder Zeit, das Schuh-Equipment zu erneuern. Das Intervall ist bei mir bestimmt nicht ganz so klein wie bei meiner Frau, aber die Lebensdauer der Laufschuhe ist einfach begrenzt, wenn man das Jahr über regelmäßig unterwegs ist. Guido vom NewBalance-Blog hat uns freundlicherweise zwei Modelle zum Testen zur Verfügung gestellt: den neuen 759 und den 1064, beides Neutralschuhe. Den 759 bin ich diese Woche zum ersten Mal gelaufen, Henrik schaut sich in Kürze den 1064 genauer an. Mein erster Eindruck ist sehr positiv. NewBalance bin ich zum letzten Mal vor vier Jahren mit einem Uralt-Modell gelaufen. Und es hat sich einiges getan seitdem. Der Schuh paßt fast optimal und liegt gut am Fuß an. Bei anderen Modellen, die ich laufe, ist etwas mehr Spiel dabei. Vom Gewicht her gehört er gefühlt zu den leichteren Schuhen (angegeben sind 314g). Der Schuh läuft sich sehr direkt und der Unterschied zu meinen sehr bequemen Mizuno Waveriders macht sich schon deutlich bemerkbar. Es wird aber zu keiner Zeit unangenehm. Ich war nur knapp 10km unterwegs, aber ich denke es ist problemlos möglich, den Schuh auch über längere Distanzen zu tragen. Wer stärker gedämpfte Schuhe gewöhnt ist oder auch ein deutlich höheres Kampfgewicht (>85kg) mit sich herum trägt, sollte bei dem 759 aber eher vorsichtig sein. Ich denke da gibt es besser geeignete Modelle als dieses. Positiv zu erwähnen sind auch die guten Schnürsenkel, die scheinen sicher zu halten mit einem einfachen Knoten. Wofür werde ich den Schuh nehmen? Bevorzugt werde ich den 759 auf der Kurz- und Mitteldistanz einsetzen, 5-10km-Wettkämpfe sind aus meiner Sicht ideal für dieses Modell. Ein Lauf jenseits der 25km wäre mit Sicherheit auch möglich, wenn nicht das beste Einsatzgebiet aus meiner Sicht. Fazit: der 759 ist ein gelungener Neutralschuh mit guten Dämpfungseigenschaften (“N-ERGY”). Er fällt etwas klein aus, so dass man ruhig eine halbe Nummer größer als gewohnt probieren sollte. Es gibt sogar ein spezielles Damen- und Herren-Modell. Erhältlich ist er für die Herren in den Farben Silber/Rot (siehe Foto), Grau/Blau und für die Damen in Silber/Türkis.
Ein großer Spaß mit ganz viel Eventcharakter war heute die 18. Berliner Marathonstaffel. Im letzten Jahr mussten wir unsere Anmeldung mangels Beteiligung verfallen lassen, umso mehr haben wir uns gefreut, dass beim erneuten Anlauf in diesem Jahr alles astrein funktioniert hat. Dabei bot die Dramaturgie auf dem ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof gleich am Start eine Schrecksekunde auf: Unser Startläufer Marek stürzte im wilden Gedrängel nach dem Startschuss über eine andere gestolperte Läuferin. Zum Glück konnten wir das von außen nicht richtig erkennen. Aber dieses Geschubse am Start ist ärgerlich und gefährlich. Er rappelte sich mit Schürfwunde am Knie blitzschnell wieder auf und lief mit Wut im Bauch schneller denn je die zwei großen Runden ab. Was für ein Sportsgeist! Angespornt von diesem Sprint flog auch unser zweiter Mann Danny über die Landebahn. Jetzt war das Wechseln schon deutlich entspannter und eine Bake 50 Meter vor dem Einlauf in die Wechselzone des Hangars funkte die Nummern der darübergelaufenen Staffel in den Zielbereich, so dass der Übernehmende sich auf die Übergabe vorbereiten konnte. Hier sieht man wieder das Organisationstalent und die große Erfahrung des SCC Running. Die Wartezeit verging schnell, weil wir uns mit den Läuferinnen und Läufern unserer Schwesternstaffel (“Running Twins Wasserträger”) austauschen konnten. Teamcaptain Matthias hatte zudem für ordentlich Verpflegung und Sitzmöglichkeiten gesorgt. Laufsau Milosz holte auf seinem 5 Km-Turn alles raus, was noch nicht bei seinen Marathons hängengeblieben ist und übergab nach kurzer Suche in der Wechselzone an mich. Ich hatte zwei 5er Runden vor mir und ging nicht mit Krawall an, zumal die Außenbahn etwas Gegenwind bot. Die Gegengerade fällt dann aber leicht ab und es lief wie von selbst. Ich hatte meine 10 Km-Bestzeit um 8 Sekunden hochgeschraubt, als ich unseren Schlussmann Phil auf die abschließenden 5 Km-Reise schickte. Schon jetzt war klar, dass die 3 Stunden sicher fallen würden. So versammelten wir uns im Zielbereich und konnten jubeln, als der Mann in Orange schneller als erwartet über die Linie sprintete. Weiterlesen >>
Da ist so einiges los gewesen in den letzten beiden Wochen. Während ich mich auf Mittelmeer- und Atlantikinseln sonnen durfte und viel Geduld mit dem verletzten Fuß (Nachwirkung Müggelsee-Halbmarathon) aufbringen musste -an Laufen war leider nicht zu denken-, standen vor allem die Windstopper Trailrun Worldmasters in Dortmund in den Schlagzeilen. Die in jeder Hinsicht hochkarätige Veranstaltung erfüllte leider nicht die Erwartungen hinsichtlich der Teilnehmerzahl. Trotz des hochgefahrenen Marketings im Vorfeld. Für uns stand eine Teilnahme in diesem Jahr noch nicht wirklich zur Debatte. Sollten die Veranstalter im nächsten Jahr einen dritten Versuch wagen, werden wir uns mit der Teilnahme wohl ernsthaft beschäftigen. Auf Madeira habe ich so einige Male an den Lauf gedacht, denn die Insel bietet irre Laufstrecken mit Trails vom Feinsten. Das Bild zeigt einen Trail den Berg hoch. Leider konnte ich wegen der Verletzung nicht auf die Piste, das tat in doppelter Hinsicht weh. Die Geduld hat sich aber ausgezahlt. Unter der Woche konnte ich in Würzburg einen kurzen Testlauf absolvieren und der war schmerzfrei. Am Samstag folgte dann ein lockerer Halbmarathon auf meiner Isarrunde über die Grünwalder Brücke – eine Art Belastungstest. Bis Km 18 habe ich gut durchgehalten, dann habe ich aber eine Pause einlegen müssen. Drei Wochen Nullaktion machen sich schon bemerkbar. In einer Woche starten wir bei der Marathonstaffel in Berlin. Die Verteilung der Streckenabschnitte ist noch nicht vorgenommen, insofern mache ich mir noch Hoffnungen auf einen der beiden 5 Km-Turns. Im Zweifelsfall wehre ich mich aber auch nicht gegen einen 10er. Es gilt jetzt, die Motivation wiederzufinden und gut durch den Herbst/Winter zu kommen. Denn der Countdown auf der Homepage des SCC Berlin zeigt, dass es nur noch 10 Monate bis zur großen Premiere sind. Ich glaube, ich gehe jetzt noch eine Runde laufen!
Die letzten Versuche, an einem Wochenendtag in der Frühe die Laufschuhe zu schnüren, hatten leider nicht geklappt. Heute aber hat es gut funktioniert. Trotz leichter Verspätung konnte ich bei Tagesanbruch gegen halb sieben auf die Piste. Wird eben leider erst so spät hell im Winter. Gelaufen bin ich dann durch die verschlafenen und nebligen Straßen in Richtung Berlin-Schmöckwitz, wo ich in diesem Jahr schon einmal vorbeigekommen bin: bei meinem bisher längsten Trainingslauf Anfang Mai. Vor einem halben Jahr war es aber noch um Einiges kälter, ich kann mich gut erinnern, dass ich da gerne Handschuhe dabeigehabt hätte. Heute war ich in kurzen Hosen unterwegs. Eine ganz lange Runde habe ich mir heute aber noch nicht zugetraut, also bog ich in Schmöckwitz in Richtung Rauchfangswerder ab und lief bis zum südlichsten Zipfel Berlins. Dass mir etwas Training und Kondition fehlt, habe ich beim Lauf schon gemerkt, aber die Umfänge im Herbst waren einfach zu dünn, um mehr erwarten zu können. Ich war trotzdem zufrieden und konnte die Natur am frühen Morgen in vollen Zügen genießen. Nach etwas mehr als 2h und knapp 22km kam ich ziemlich entspannt wieder zuhause an und die Family hatte sogar mit dem Frühstück gewartet! Mal schauen, ob ich das an den kommenden Wochenende nochmal wiederholen kann. Noch zwei Wochen bis zur Marathon-Staffel…



An diesem Wochenende steigt es, das Windstopper Trailrun Worldmasters in Dortmund. Wir waren im September beim Pre-Event dabei und konnten uns vorher einen guten Eindruck von der Location und von einem Teil der Strecke machen. Erste Eindrücke vom gestrigen Tag sind von Marco schon online. Auch das Foto hat er gemacht. Der erste Tag war eher etwas für die Sprinter, 5,1km mit 75 Höhenmetern waren zu bewältigen. Dabei ging es zum ersten Mal auch durch einen alten Hochofen, was natürlich ein Highlight des Laufes war. Heute und morgen stehen dann die richtigen Trails an, wo auch wesentlich mehr Kilometer zu bewältigen sind. Auch der Jens ist mit am Start, er hatte einen der drei Freistarts bei Facebook gewonnen. Das Wetter spielt leider nicht so richtig mit, aber was will man schon bei einem November-Termin erwarten. Hauptsache, es kommen alle verletzungsfrei durch das Event und haben ihren Spaß. Wir konnten es leider nicht einrichten, an der zweiten Auflage teilzunehmen, aber vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr. Marathon-erfahren sind wir ja dann zu dem Termin bereits!
In genau drei Wochen ist es soweit: die Teilnehmerliste bringt es schwarz auf weiß und die Vorfreude steigt bei allen langsam. Wir werden (nach dem vergeblichen Versuch im letzten Jahr) eine Staffel zum Team-Marathon am 21.11. auf dem ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof stellen. Und dieses Mal soll es wirklich klappen: unser Team wird mit hochkarätigen Läufern gespickt sein. Allen voran geben wir uns natürlich die Ehre. Die Running Twins Henrik und Marek geben ihr Comeback, nachdem es am 17.10. am Müggelsee nicht ganz optimal für uns gelaufen ist. Das haben wir aber sehr schnell verarbeitet und wir schauen nur noch nach Vorne. Wer ergänzt unser Team:
- Phil Bange – unser Kapitän, an guten Tagen rennt er uns allen davon,
- Danny Warmbrunn – vom Team der Summter Waldläufer, er hat die Running Twins schon zum legendären Sky Run am Berliner Alexanderplatz fantastisch unterstützt und am Müggelsee seine HM-Bestzeit auf 01:27 gedrückt,
- Milosz Weckowski – von der Raucherlunge zum Marathoni, Milosz hat dieses Jahr zum ersten Mal den Berlin-Marathon gefinished und mal eben eine Zeit von 03:39 auf den Asphalt gelegt.
Zusammen werden wir mit Sicherheit Gas geben. Das wird auch nötig sein, denn dieses Jahr haben wir starke Konkurrenz bekommen. Die “Running Twins – Wasserträger” werden alles daran setzen, sich an unsere Hacken zu heften und den Sieg davonzutragen. Die gemischte Staffel rund um Matthias Quasdorf und Steffi Neumann ist nicht zu unterschätzen, an einem guten Tag können sie uns bestinmmt gefährlich werden. Aber wer auch immer am Ende als Erster die 42,195km-Ziellinie überqueren wird – der Spaß steht für alle im Vordergrund und wir freuen uns auf ein schönes Event mit hoffentlich nicht zu kalten Temperaturen. Für warmen Tee wird gesorgt sein und beim Anfeuern wird allen ja auch nicht kalt werden.
Ist ja auch zu kalt in diesem Land. Die Folgen des Laufs am letzten Sonntag werden mich wohl noch ein Weilchen beschäftigen, so dass an Laufen momentan nicht zu denken ist. Das Abrollen des rechten Fußes ist nach wie vor mit Schmerzen in der Achillesverse verbunden und ich stelle mich schon auf eine längere Genesung ein. Da kommt der Urlaub gerade recht. Schade, dass auch kein Strandlauf auf der hübschen Insel im Mittelmeer möglich sein wird. Aber das lässt sich bei mehr als 25° Außentemperatur durchaus verschmerzen. Die 5fingers packe ich aber ein – zur Sicherheit. Zur Marathonstaffel in Berlin am 21.11.2010 muss ich wieder hergestellt sein. De nächsten beiden Wochen werden sicher dazu beitragen. Ihr lauft alle schön fleißig weiter und ich schicke eine Postkarte.
Es war ein Auf und Ab der Emotionen am Müggelsee am vergangenen Wettkampfsonntag. Pünktlich zum Lauf kam die Sonne raus und es herrschten perfekte Bedingungen. Um meine Bestzeit zu knacken, hatten wir uns auf knapp unter 45 Minuten für die ersten 10 Kilometer geeinigt. Und es lief richtig gut. Marek vorneweg und ich musste “nur” dranbleiben. Beim letzten vorbereitenden Lauf am Donnerstag merkte ich schon, dass der rechte Fuß in der Ferse leicht drückte. Aber ich habe dem keine übermäßige Bedeutung beigmessen. Eine galante Fehleinschätzung. Den Spreetunnel durchquerten wir bei guten 21 Minuten. das war mehr als im Plan für eine Zeit um die 1:35h. Irgendwo zwischen Kilometer 6 und 7 wurde mir langsam klar, dass es heute gründlich schief gehen würde – bei jedem Schritt wurden die Schmerzen stärker. Klar, du willst die Zähne zusammenbeißen, du willst es aushalten. Aber jeder weitere Meter belehrt dich eines Besseren. Ich drosselte schleichend das Tempo, Marek hätte jetzt für ein passables Rennen davonlaufen müssen. Er wollte aber nicht. “Schneller wird es nicht mehr”. Wir krochen zwar noch nicht, aber die ersten Läufer zogen vorbei. Jetzt konnte ich mich entscheiden: aufhören und 10 Km zurückgehen oder den Rest der Runde durchquälen. Die Demütigung wollte ich mir nicht antun, immerhin hoffte ich auf den Waldboden auf der Südseite des Sees, der die Schmerzen erträglicher machen könnte. Wir waren inzwischen so langsam, dass wir Zweifel hatten, unter 2 Stunden das Ziel zu erreichen. Bei den restlichen Verpflegungspunkten und zu einem Fotostopp haben wir zudem angehalten. Unterhalten konnten wir uns auch. Den “Spaziergang” beendeten wir knapp über 1:51h. Der Frust saß tief, wäre aber noch viel größer gewesen, wenn ich den schmerzhaften “Eierlauf” hätte alleine zu Ende bringen müssen. So bleibt nur das Fazit: auch meine dritte Teilnahme an der Veranstaltung mißlang verletzungsbedingt. Abhaken, Diagnose einholen, Achillesferse ruhigstellen und mindestens 2 Wochen Pause – in der nächsten Woche beginnt sowieso der Urlaub.