Von Running Twin Marek · 24. März 2013 · 6 Kommentare · Kategorien: Wettkampfbericht

GlashütteZwei Mal Halbmarathon innerhalb von 8 Tagen? Klingt schon ein wenig abgefahren, gebe ich zu. Aber nachdem ich jetzt im März wieder einigermaßen “im Flow” des Trainings bin, habe ich heute morgen der strahlenden Sonne in die Augen gesehen und die Bedenken beiseite geschoben. Vorangemeldet hatte ich mich für Auflage Nr.10 des Glashütte-Laufs eh schon und die liebe Familie hat mich auch noch begleitet und kräftig unterstützt. Die Temperaturen waren knackig kalt trotz der Sonne. Über -5′ ging es nicht hinaus heute. Sicher auch ein Grund, warum jetzt nicht ganz soviel Mitstreiter wie letzte Woche in Marienwerder den Weg ins historische Glashütte in der Mark fanden. An der Organisation gab es nix zu meckern, eine tolle Moderation, beheizte Umkleiden und viele Hintergrundinfos. Dann fiel auch schon der Startschuss.

Auf gehts!

Ich sortiere mich recht weit vorne ein und biege als Vierter in die Abzweigung, die nur für die HM-Läufer vorgesehen ist. Was dann kommt, habe ich beim Warmlaufen bereits befürchtet: es geht auf ein weitläufiges Feld und von den “geräumten Wegen” war weit und breit nichts zu sehen. Dafür wechselten sich Tiefschnee und Eispassagen fröhlich miteinander ab. Und der Wind pfeift ordentlich. Vorne scheint das wenig zu beeindrucken: die beiden Jungs schlagen ein hohes Tempo an. Dennoch gelingt es mir mit einem weiteren Läufer, die beiden kurz vor Radeland bei km7 einzuholen. Wir laufen kurzzeitig zu viert etwas gemütlicher zusammen. Dann ist aber Schluss mit lustig und das Tempo wird etwas verschärft. Christian von den Profilläufern, der am Anfang Dampf gemacht hatte, läßt etwas abreißen. Zu dritt kämpfen wir uns über Klein-Ziescht und Kladow bis zum Ende der ersten Runde nach Glashütte durch. Wobei die letzten beiden Kilometer natürlich nochmal über verschneite Wege führen. Wäre ja auch sonst zu langweilig geworden auf der Straße :-)

Zieleinlauf nach harten 21km

Auf diesen Passagen habe ich immer mehr Probleme, den beiden Jungs zu folgen. Aber an Start/Ziel bin ich doch wieder dran. Jetzt noch die 8km-Runde. Auf der Straße nach Radeland ist es dann aber endgültig vorbei mit der Herrlichkeit: die Tempoverschärfung kommt zu früh und ich muss die beiden ziehen lassen. Bis zum Ortskern geht es dann noch über einen unschönen sandigen Weg. Erstmals habe ich das Gefühl stehenzubleiben. Dann wird es einsam um mich herum. Die Lücke nach vorne wird größer und nach hinten sollte etwas Luft sein. Publikum: Fehlanzeige. Nur der Wachhund kläfft mich an aus seinem Garten. Brennt da noch was an? Nein.

Spannend...

Ich gönne mir sogar den “Luxus”, kurzzeitig ein wenig rauszunehmen. Vollgas erst wieder auf der Zielgerade. Mit dem Gefühl, trotz der heftigen Bedingungen eine gute Zeit zu holen, laufe ich freudestrahlend ins Ziel ein, wo mich meine Familie schon erwartet. Dass es am Ende zu einer neuen Bestzeit reichen würde, hätte ich mir heute morgen nie träumen lassen. Mir ist selbst nicht klar, was da eben ablief.

So wird Glas gemacht.

Nach der Siegerehrung haben wir uns noch das Museumsdorf angeschaut und diesen zwar sehr kalten aber trotzdem unglaublich schönen Frühlingstag gemeinsam ausklingen lassen. Die Glasherstellung hat dort eine sehr lange Tradition und man kann sich im Museum selbst ein Bild von dieser anstrengenden Arbeit machen. Ein toller Sonntagsausflug, der mich nun unerwartet positiv in die Saison blicken läßt.

Von Running Twin Marek · 16. März 2013 · 3 Kommentare · Kategorien: Wettkampfbericht

MarienwerderVor dem Start des Viertel- und HalbmarathonsDa muss man wohl schon etwas länger zurückschauen, an einem 16. März einen richtigen Winterlauf absolviert zu haben. Ich jedenfalls kann das von meiner (noch jungen) Lauferfahrung von 6,5 Jahren nicht behaupten. Aber das Attribut “winterlich” traf heute auf den 9. baff Naturmarathon voll und ganz zu. Klirrende Temperaturen von weit unter dem Gefrierpunkt und eine schneebedeckte Strecke mitten durch den Wald. Aber der strahlende Himmel und die tolle Stimmung bei den Teilnehmern hat für alles entschädigt. Und die Veranstaltung verdient höchstes Lob von allen Seiten: in der Woche wurde die Strecke noch von der Gemeinde vom Schnee geräumt und hervorragend präpariert. Natürlich war der Schnee nicht weg, aber es war gut laufbar und bis auf wenige Ausnahmen auch nicht glatt. Viertel-,Marek auf dem Anstieg vor der Start-Ziel-Wendeschleife Halb-, Dreiviertel- und Marathon wurden angeboten, von 1-4 Runden war also alles dabei. Ich ging auf die halbe Distanz, mehr traute ich mir im Wettkampf-Tempo im Moment noch nicht zu. So ganz wußte ich bis ca. km15 nicht, an welcher Position ich lag, da einige Viertelmarathonis ja vorne schon nach der ersten Runde raus sind. Aber von einem Zuschauer konnte ich dann im Wald aufschnappen, dass ich 3. wäre. Hallo? Das war ja ganz nach meinem Geschmack. Mit Erik, der am Ende über eine Minute vor mir war, lief ich noch die erste Runde zusammen, ließ dann aber etwas unaufmerksam im Zielbereich eine zu große Lücke, die ich auf der 2. Runde partout nicht mehr schließen konnte. Zum Glück hatte ich nach hinten ordentlich Luft, so dass das Podium dann auch zu keiner Zeit mehr in Gefahr geriet. 01:27:09 ist jetzt ordentlich weg von meiner Bestzeit, aber die war heute bei den Jens auf Runde 3 im "Kampfmodus"Ingo auf dem letzten AnstiegBedingungen auch niemals möglich. Super zufrieden wartete ich dann noch auf meine Lauf-Vorbilder Jens und Ingo. Jens wollte den Marathon unter 3h packen und Ingo rannte die 3/4-Distanz als Spaßlauf. Ingo lief in beeindruckender Manier als 2. ein. Einfach toll, ihm beim Laufen zuzuschauen. Sieht alles so leicht aus. Jens sah ich beim Wechsel von der 3. zur 4. Runde. Man sah ihm die Strapazen bereits an und es war zu dem Zeitpunkt schon klar, dass es mit der sub3h nicht klappen würde. Die letzte Runde war dann nochmal richtig zäh, mit Krämpfen und üblen Blasen hat er sich aber tapfer ins Ziel durchgekämpft. Bravo Jens! Nächstes Jahr gerne wieder – dann aber bitte 20° wärmer, oder?

 

 

Von Running Twin Marek · 22. Februar 2013 · 4 Kommentare · Kategorien: Grundsätzliches, Planung, Trainingstagebuch

mueggelseeKein Zweifel. Während Henrik seit Dezember intensiv für den Transgrancanaria trainiert, hatte das Laufen für mich in diesem Winter eine eher untergeordnete Priorität. Man könnte auch sagen: gar keine. In den Jahren zuvor hatte ich in der kalten Jahreszeit immer fleißig Kilometer gesammelt, getreu der Devise: die Sieger des Sommers werden im Winter gemacht. An der These ist ja mit Sicherheit auch etwas Wahres dran. Einen großen Einfluss hatte sie allerdings nicht. Der Laufsport an sich ist mir nachwievor sehr wichtig und wir haben ja dieses Jahr auch eine Menge großartiger Events eingeplant. Es hat mich schon ein wenig überrascht, wie gut ich mit der Situation klargekommen bin. Normalerweise werde ich relativ schnell unerträglich, wenn die Laufpause länger als eine Woche andauert. Aber dieses Mal habe ich mit den Fakten Frieden geschlossen und versucht, den Druck (den ich mir ja nur selbst auferlege), rauszunehmen und die anderen Prioritäten ohne Wenn und Aber zu akzeptieren. Ein absolut positiver Nebeneffekt der Pause war das Mehr an Zeit, das ich für meine Familie aufbringen konnte. Die kommt im Alltag einfach oft zu kurz. Und gerade in der laufintensiven Zeit, z.B. vor einem Marathon, versucht man aus der wenigen Zeit zum Training noch ein wenig mehr zu machen. Das ist nicht wirklich förderlich für ein ausgeglichenes Familienleben, machen wir uns nichts vor. Gutes Ausdauertraining braucht nun einmal viel Zeit.

In den letzten Tagen habe ich festgestellt, dass allein schon das Wort “Training” ein schlechtes Gewissen verursachen kann. Training heißt doch, dass man konkret auf ein Ziel hinarbeitet, um auf den Punkt genau topfit zu sein. Aber Laufen sollte primär dazu dienen, dass man Spaß an der Bewegung hat, raus in die Natur und Entspannung vom stressigen Alltag finden kann. “Training” findet in zukünftigen laufarmen Zeiten also bei mir nicht mehr statt. So ganz habe ich die Laufschuhe die letzten 3 Monate ja auch nicht an den Nagel gehängt. Die wenigen Einheiten waren dann aber eher im regenerativen Bereich. Für eine gute Platzierung beim Silvesterlauf hat es dennoch gereicht. Zwei Erkältungen schon in diesem Jahr waren dem Ganzen dann auch nicht weiter förderlich. Ich glaube, die Signale meines Körpers aber verstanden zu haben. Wie geht es nun weiter? Konkrete Ziele habe ich für 2013 noch gar nicht definiert. Das wird sich im Kopf schon zu gegebener Zeit entwickeln. Im Frühjahr werde ich mich erstmal auf den Halbmarathon stürzen. Ob ich Ende April die Marathondistanz beim OEM in Angriff nehmen werde, steht noch in den Sternen. Jetzt überlasse ich erstmal Henrik das Feld für sein Frühjahrshighlight. Die gemeinsamen Highlights werden folgen, soviel ist sicher!

Von Running Twin Marek · 21. Oktober 2012 · 6 Kommentare · Kategorien: Wettkampfbericht

An genialeres Laufwetter kann ich mich bei den bisherigen fünf Auflagen des Müggelsee-Halbmarathons beim besten Willen nicht erinnern: traumhaftes Herbstwetter, herrlicher Sonnenschein und kaum Wind. Was will das Läuferherz denn mehr? Natürlich diese Bedingungen ausnutzen und den Halben gut über die Bühne bringen. Nach dem kurzen Plausch mit meinem Kollegen Danny (der heute seinen ersten HM lief!) vor dem Start sortiere ich mich recht weit vorne im Feld ein und erspare mir so die vielen Überholmanöver der letzten Jahre. Mein Chronometer läßt sich die ersten Kilometer nicht zum Mitrennen überreden, ich war ihm wohl einfach zu schnell. Egal, nach den vielen Jahren Lauferfahrung kenne ich mein Tempo auf die Minute genau. Muss reichen. Wenn man sich im Spreetunnel beim Runtertippeln nicht auf den Hosenboden gepackt hat und man heil wieder die Treppen hochkommt (die Bergwertung habe ich aber ganz sicher für mich entschieden, wo steht die denn?!), zieht sich die erste Hälfte doch arg langweilig in die Länge. Bei km8 vernehme ich: “Platz 8, wenn du so weitermachst, bist du in den Top10!”. Das geht erstmal runter wie Öl, dass ich fast zu jubeln anfange. Aber ein wenig zu früh. Immerhin bin ich bei km10 nur 30s langsamer als noch in Steglitz, das vernehme ich als positives Zeichen. Trotzdem finde ich heute mein Tempo einfach nicht. Auf der “Russenbrücke” (diese Bezeichnung wurde mir beim folgenden Brunch zugetragen) fährt mich eine Dame mit ihrem Auto fast über den Haufen, weil sie keine 10s warten kann, bis ich mit meinen gefühlten 30km/h drüber weg bin. Weiterlesen »

Von Henrik · 02. September 2012 · 9 Kommentare · Kategorien: Wettkampfbericht

Am 28.03.2010 war in Berlin ganz ähnliches Wetter wie heute beim Internationalen Halbmarathon Altötting. Damals flitzte ich beim Berliner Halbmarathon etwas überraschend zu einer für die Trainingsverhältnisse sehr ordentlichen 1:37:19h – Bestzeit. Dass diese Zeit aber bis heute und damit zweieinhalb Jahre bestehen würde, das hatte ich nicht erwartet. An Versuchen mangelte es wahrlich nicht, da waren z.B. zwei Stadtläufe in München, ein Stadtlauf in Berlin, der Citylauf in Rostock, ein völlig verkorkster Berliner Halbmarathon, zwei BIG25 in Berlin inkl. der Halbmarathon-Distanz. Das war nun wirklich genug. Aber sich unter Druck zu setzen, hat schon bei diesen sieben Versuchen nichts gebracht. Die Lernkurve war leider bescheiden. Ich war für heute nicht sicher, worauf es im Idealfall in Altötting hinauslaufen könnte. Klar, das Training in den letzten beiden Wochen lief sehr gut und ich bewege mich inzwischen oft und lang im avisierten Marathontempo ohne Schnappatmung. Und dann schrieb Trainerin Bianca ohne Gnade in den Trainingsplan “volle Kraft voraus Richtung neue Halbmarathon-Bestzeit”. Und dass ich mich wenigstens ein einziges Mal an die Tempovorgabe auf den ersten Kilometern halten möge. Die Ausrufezeichen habe ich aus Platzgründen weggelassen. Weiterlesen »

Von Running Twin Marek · 26. August 2012 · 17 Kommentare · Kategorien: Wettkampfbericht

Der Termin stand schon länger im Kalender. Im Gegensatz zum Frühjahr, wo ich den Marathon ohne richtigen Vorbereitungswettkampf gelaufen bin, sollte diesmal der 4. Berliner Stadtlauf zeigen, wie es um die Form für den Berlin Marathon in 5 Wochen bestellt ist. Der Halbmarathon führt durch Berlin-Steglitz und Wilmersdorf und die Strecke hatte ich als durchaus schnell von vor 2 Jahren in Erinnerung. Stephan, Gerald, Ironman Alex, Michael, Andreas und Bernd (in Five Fingers) waren mit von der Läufer-Partie. Die Rennchronik: ich sortiere mich weit vorne ein, die Angst vor zuviel Gedränge ist zu groß. Der Lauf war immerhin ausverkauft. Treffe noch den Narek (kein Schreibfehler), der will 01:16 machen, ausserhalb meiner Reichweite. Der Sportscheck-Chef schickt uns auf die Strecke und ich zische los. Die beiden Anstiege nach dem Start kosten schon am Anfang ziemlich den Rhythmus, sie ziehen sich doch länger als gedacht. Und da muss ich nochmal durch! Nach 5km habe ich mein Tempo, zweifele aber früh, ob der schnelle Beginn (um die 03:50) gut ausgehen wird. Bis km9 kann ich noch gleichmäßig laufen, aber dann beschweren sich die Beine zusehends. Km10 soll der letzte unter 4min sein, nach dem Zieldurchlauf zu Beginn der zweiten Runde geht es rapide bergab. Mit mir, nicht mit der Strecke: die beiden Hügel sind zusätzlich Gift für die Pace, der Puls rast. Hier muss ich arg kämpfen. Zeitweise ist der Gedanke da, einfach stehenzubleiben. Weiterlesen »

Von Running Twin Marek · 03. April 2012 · 13 Kommentare · Kategorien: News, Wettkampfbericht

Die Vorfreude auf den Berliner Halbmarathon war schon lange da. Nachdem Henrik aufgrund seiner Urlaubsplanung schon frühzeitig abgesagt hatte, wollte ich genau drei Wochen vor meinem Marathondebüt nochmal Selbstvertrauen tanken und auf der schnellen Berliner Strecke schauen, was genau auf den 21,1km möglich ist. Das Training in den letzten 8 Wochen lief überwiegend problemlos, so dass ich die persönliche Bestzeit auf jeden Fall angreifen wollte. Manchmal kommt es aber eben anders als man denkt. So habe ich mit meinen Jungs am Sonntag das spannende Rennen im Internet verfolgt. Was war passiert? Gut gelaunt bin ich am Freitag nachmittag auf die Berlin-Vital gestiefelt und wollte Henriks Startnummer abholen. Tags zuvor fiel mir ein, dass Henrik ja bestimmt seinen Champion-Chip bei der Anmeldung angegeben hatte. Also schnürte ich meinen von den Wettkampf-Tretern ab und packte ihn vorsorglich ein. Sollte ja einfach möglich sein, dass ich meinen auf die Startnummer eintragen lasse. Oder? Ich wollte ja noch einigen Ausstellern einen Besuch abstatten und erledigte deshalb erstmal die Formalitäten: einmal bis zur Startnummernausgabe durchgekämpft (alles ultramodern jetzt, die Nummer wird on-the-fly ausgedruckt), verstand die Dame an der Ausgabe mein – zugegebenermaßen nicht gerade kompliziertes – Anliegen gar nicht. War wohl in ihrer Einweisung nicht vorgekommen dieser Use Case. Immerhin stiefelte sie mit mir zum Help Desk, wo ich mein Anliegen nochmals erklärte. Bei dieser “netten” Dame stieß ich aber noch mehr auf Granit. Ich war ehrlich und sagte ihr, dass ich nicht derjenige bin, auf den die Startnummer registriert ist, sondern mein Bruder. Wahrscheinlich der entscheidende Fehler. Jedenfalls hegte sie nun die Vermutung, dass ich mit der Nummer laufen wollte (was nicht ganz unbegründet war) und erklärte mir bestimmt, dass die Startnummer nicht übertragbar wäre und ich doch jetzt schnellstens gehen sollte. Sonst würde sie mir die Nummer sofort wegnehmen. Ich versuchte noch zu argumentieren, dass das Ändern des Chips doch völlig unabhängig davon ist, wer denn nun mit der Nummer läuft und dass die Nummer ohne einen richtigen Chip keine Zeitmessung bringt, aber da war die Geschichte schon gegessen. Ich war leicht bedient und warf die restlichen Startunterlagen allesamt in die nächste Mülltonne, vergaß sogar das Teilnehmershirt abzuholen und stampfte frustriert Richtung Ausgang, ohne die Aussteller zu besuchen. Ich frage mich beim SCC immer, warum das Ändern von diesen Dingen (Name, Chip etc.) so kompliziert bzw. unmöglich ist. Bei anderen Laufveranstaltern geht sowas doch auch. Meinetwegen sollen sie dafür 5,- Gebühr erheben, aber technisch ist das doch alles kein Hexenwerk. Leider scheitert es meistens am Servicedenken – die Masse macht es eben bei solchen Events, da zählt der einzelne kleine Kunde nicht mehr.

Von Running Twin Marek · 22. März 2012 · 1 Kommentar · Kategorien: Ausrüstung, Planung, Trainingstagebuch

Der Post von Nadin kam mir heute ganz gelegen. Der Frühling ist zwar spürbar da und die Temperaturen steigen, aber so richtig will sich keine Frühjahrsmotivation bei mir einstellen. Das liegt zum einen daran, dass die abendlichen Runden im Dunkeln unter der Woche weiterhin Bestand haben. Leider wird es noch eine ganze Zeit dauern, bis auch abends nach Feierabend wieder im Hellen gelaufen werden kann. Der Tip mit den “neuen Wegen” ist sicher gut, aber das macht man doch lieber bei Tageslicht. Zum anderen ist es schon etwas demotivierend, wenn man Henriks schöne Schnappschüsse aus dem warmen Florida sieht. Nun ja, zumindest der Tip mit dem Setzen der Ziele ist für diese Saison schon längst umgesetzt: am 1. April steht ja schon der Berliner Halbmarathon an. Wenn das mit den Temperaturen so weiter geht, dann “befürchte” ich eine ähnliche warme Veranstaltung wie im letzten Jahr. Und danach sind es nur noch drei Wochen bis zum Spreewald. Jetzt heißt es also, die Form zu halten und nicht nachzulassen, damit die Tapering-Phase ja nicht zu spät anfängt :-) Vielleicht habt ihr ja noch einen guten Tip für mich, wie ich die Vorbereitung etwas variieren kann. Ein wenig im Kraftbereich hatte ich bereits am Wochenende getan: der neue Spielturm im Garten ist fast fertig. Und gestern habe ich zum ersten Mal in diesem Jahr die Five Fingers wieder ausgeführt: 11km in gediegenem Tempo durch die beiden Ostberliner Volksparks fühlten sich gut an. Die Waden haben es gut verkraftet. Das schreit nach mehr. Der Frühling kann kommen!

Von Running Twin Marek · 16. Oktober 2011 · 8 Kommentare · Kategorien: Wettkampfbericht

Die Voraussetzungen waren gut für ein klasse Rennen heute. Und erst dieses Traumwetter: keine Wolke am Himmel, die Sonne blendete richtig, als ich mich auf den Weg zum Müggelsee machte. Nach einem kurzen Plausch mit Axel Bredow holte ich meine Nummer und zog mich ins warme Auto zurück – es war noch sehr frisch. 30min vor 10 startete ich mein Aufwärmprogramm. Wie sollte ich es angehen? Ich beschloss, die ersten 5km in 04:10/km zu starten und dann zu schauen, wie es nach dem Spreetunnel geht. Die 10km-Marke wollte ich auf jeden Fall unter der 41:50-Marke meiner Bestzeit passieren, um mir alle Chancen offenzuhalten. Gedacht, getan. Natürlich ging es schneller als geplant los. Bei km3,5 überholte ich die führende Frau und spätere Siegerin Birgit Uhlig. Die Risikofreude war groß, was hatte ich auch zu verlieren nach diesem Jahr? Der Spreetunnel ist schwierig zu laufen und ein Knackpunkt. Erst vorsichtig runtertappeln, am Ende mit Power wieder die Treppen hoch. 15s bleiben hier liegen und der Rhythmus ist komplett weg. Jetzt heißt es, das Tempo wiederzufinden und den Puls runterzukriegen. Aber es klappt gut, besser als erwartet. Ich kann das Tempo halten. Km10 fliegt nur so vorbei, es muss ziemlich genau 40min gedauert haben. Dann geht es auf den schöneren Teil der Strecke. Natürlich wird es anstrengender. Ich warte halb panisch auf den Einbruch, aber der kommt nicht. Zwischendurch zieht ein Vater vorbei, mit Radbegleitung der beiden Jungs und der Mama. Logistische Schwerstarbeit für sie, die Kids zu steuern, Papi rennt aber unbeteiligt seinen Schnitt unter 4min weiter, ich kann nicht folgen. Bei km16 halte ich einen Plausch mit einem Herrn aus Friedrichshagen, der auch zum fünften Mal dabei ist. “Das Schwerste kommt erst noch.” Ja. Auch er zieht schnell mit einem starken Tempo kurz vor dem Müggelhort davon. Zu dem Zeitpunkt war mir klar, dass nicht mehr viel schiefgehen kann und ich biss auf die Zähne für die letzten 3km. Einen Läufer kann ich noch einfangen, bevor der schnellste Halbmarathon meines Lebens auch schon wieder Geschichte ist. Hätte mir das jemand vor 2 Monaten prophezeit…

Von Running Twin Marek · 14. Oktober 2011 · 3 Kommentare · Kategorien: Planung, Trainingstagebuch

Es muss an einem Oktobertag vor 5 Jahren gewesen sein, als ich mich spontan dazu entschlossen habe, meine in die Jahre gekommenen Laufschuhe wieder auszupacken. Ich kann nicht mehr genau sagen warum, aber irgendwie hatte ich nach den Jahren, in denen ich hauptsächlich Krafttraining, aber kaum Ausdauersport gemacht hatte, einfach Lust darauf. Damals motivierte mich das Nike+ System, eine professionelle Laufuhr kaufte ich mir erst 2009. Ich hätte zu dem Zeitpunkt auch nicht im Traum gedacht, dass mich das Laufen so packen und ich solange dabei bleiben würde. Ich habe es einfach für mich entdeckt und will es nicht mehr missen. Ein Jahr später, nämlich im Oktober 2007, lief ich meinen zu dem Zeitpunkt 3. Halbmarathon am Müggelsee. Bei der Premierenveranstaltung lief ich erstmals unter 01:40 und konnte mein Glück über diese Leistung kaum fassen (auch wenn der spartanische Blog Post von damals dies nicht wirklich wiedergibt). Und so kam es, dass ich auch die folgenden Jahre immer bei diesem Halbmarathon am Start war. 2008 war ein Totalausfall, ich mußte am Ende sogar Gehpausen einlegen, um das Rennen zu finishen. 2009 dann mein bis dahin bester Lauf am Müggelsee: zusammen mit Wolfgang Weising lief ich eine neue persönliche Bestzeit. Ein Tag, an dem einfach alles paßte. Im letzten Jahr hatten wir uns ebenfalls viel vorgenommen. Leider beendete eine schmerzhafte Fußverletzung von Henrik unsere Bestzeit-Ambitionen schon im ersten Teil des Rennens. Zum Glück konnte Henrik sich davon schnell erholen und startete danach richtig durch. Der geneigte Leser mag in der bisherigen Aufzählung eine komplexe mathematische Reihe erkannt haben: 2007 (top) – 2008 (flop) – 2009 (top) – 2010 (flop) – 2011 (?). Die Voraussetzungen sind gut. Ich konnte problemfrei trainieren, der letzte 10er lief super, der Trainingslauf vor einer Woche paßte, die Strecke kenne ich sehr genau. Die Vorfreude auf ein schönes Event ist groß.