Ich werde in diesen Tagen oft gefragt, wann ich meinen Urlaub denn unterbreche, um arbeiten zu gehen. Und faktisch habe ich schon 4 Wochen Urlaub im laufenden Jahr hinter mir. Dafür schwitze ich dann im Sommer im Büro, wenn ihr in den Ferien seid. Und hoffentlich mit schönen Reiseberichten zurückkehrt. Ich habe mich 2,5 Wochen in Florida aufgehalten für eine Rundreise. Natürlich kam die obligatorische Frage auf, ob man denn in Key West vorbeischauen müsse. Die Gemeinde ist durchaus gespalten bei dieser Frage. Wir haben uns dafür entschieden. Ein Läufchen auf Key West – das muss doch drin sein, so schnell kommt die Gelegenheit nicht wieder. Natürlich wollten wir die Legendenbildung zu Key West auch mal vor Ort bestätigt wissen. Und ja, um es vorwegzunehmen, es lohnt sich. Laufen kann man dort auch ganz wunderbar. Wir sind tagsüber erst mit Fahrrad um Key West geradelt, um ein Gefühl für die Größe der Insel zu bekommen. Am Vorabend habe ich mich dann in die FiveFingers geworfen und eine Runde gedreht. Zu früherer Tageszeit ist es nicht empfehlenswert, die Sonne knallt erbarmungslos. Natürlich können es einige trotzdem nicht lassen, unverkennbar auch Touristen. Das Outfit spielt eine wichtige Rolle, genau wie in Miami Beach. Oberkörperfrei ist obligatorisch, den iPod und den Brustgurt nicht vergessen. So schiebt man sich dann durch die Hitze. Dass dabei kein qualitativ hochwertiges Training herauskommt, ist nebensächlich. Man zeigt, was man hat. Wer sich einmal 10 Minuten an den Ocean Drive von Miami Beach gesetzt hat, weiß zu gut, welches Schauspiel es dort zu beobachten gibt. So extrem ist es aber auf Key West nicht. Weiterlesen >>
Die Erwartungshaltung an meine Laufleistung war niedrig angesichts von mehr als vier Monaten, in den kein regelmäßiges Training möglich war. Also ein bischen entspannen, so weit wie möglich mitlaufen, so viel Sonne wie möglich tanken. Das Lanzarote Laufcamp bot dafür ein perfektes Umfeld. “Laufcamp” ist vielleicht auch etwas zu hoch gegriffen für die Veranstaltung, Spaß und Erholung standen im Vordergrund. Es geht Running Company Cheftrainerin Bianca nicht darum, möglichst viele Trainingskilometer im Atlantiksand zu schrubben, sondern durch gezielte Übungen und Vorträge den Sinn der Teilnehmer für ein qualitativ hochwertiges Training zu schärfen. Das ist wieder gelungen, so viele Teilnehmer wie nie waren dabei und die waren -wie ich die abschließende Stimmungslage einschätzte- begeistert. Wir hatten schwer Glück mit dem Wetter, denn im Januar ist es zwar relativ warm auf den Kanarischen Inseln, aber der Passatwind kann sehr ungemütlich werden und die gefühlte Temperatur nochmal sinken lassen. Vier 8h-Sonnentage boten aber alle Möglichkeiten für Sonnenbrand und baden im Meer. Gelaufen wurde natürlich auch. Ob an der Strandpromenade, im Hinterland auf staubigen Pisten, im Stadion oder an der atemberaubenden Steilküste hinter Puerto del Carmen: es war für alle was dabei. Lanzarote bildet langsam aber sicher das Image der Sportinsel. Und das zurecht. Gute 52 Km kamen für mich am Ende der Woche zusammen. Das erscheint nicht wirklich viel. Aber das ist mehr als in den letzten beiden Monaten zusammen. Die gute Nachricht: mit dem angegriffenen Schienbein hatte ich keine Probleme. Der ganze Bewegungsapparat muss sich aber erst wieder auf eine höhere Belastung einstellen. Insgesamt war die Woche ein großer Erfolg und ich war mehr als zufrieden. Damit ist der Wiedereinstieg in das regelmäßige Laufen geschafft. Es wird jetzt trotzdem kein Intensivprogramm mit fünf Läufen pro Woche starten. Dafür fühle ich mich noch nicht bereit. Der Rest des Winters wird mit einem gebremsten Trainingsplan inkl. gezieltem Alternativtraining noch dem Wiederaufbau der Grundlagenausdauer dienen. Wettkämpfe sind nicht verboten, werden aber maximal als Trainingsläufe unterhalb des Wettkampftempos herhalten. Alle anderen Gedankenspiele sind erstmal obsolet. Einen Frühjahrs-Halbmarathon wird es also auch nicht geben. Für mich ist das keine einfache Erkenntnis. Aber entweder du hörst auf deine Trainerin oder du suchst dir eine andere. Ich halte es mit dem ersten, nochmal planlose vier Monate – nein danke. Schöne Impressionen vom Laufcamp gibt es in den Bildern.
Eigentlich wollte ich mir den Münchner Stadtlauf in diesem Jahr sparen. Ich hatte mich zwar vorsorglich angemeldet, wollte aber die Wetterbedingungen und den Verlauf des Urlaubs abwarten. Im letzten Jahr arteten die 10 Km zu einer Hitzeschlacht aus, die ich mir in diesem Jahr nicht antun wollte. Aber der Halbmarathon startet schon um 8:00 Uhr und der Blick aus dem Schlafzimmerfenster um 5:30 Uhr sagte mir, dass draußen perfektes Laufwetter herrscht. Also raus aus den Federn, rein in die Schuhe und auf zum Marienplatz, wo sich ein Meer an Läufern in orangefarbenen SportScheck-Shirts versammelt hatte. Nach ca. 50 Metern Warmlaufen hüpfte ich um 7:55 Uhr über den Zaun im Startblock 1. Ich beschloss, den Lauf als schnelle Trainingseinheit zu nutzen und nicht volle Pulle auf Bestzeit zu laufen. Die “halbe Krise” wollte ich gestern wirklich nicht fortsetzen. Um 7:30 Uhr hatte ein kurzer Wolkenbruch noch für Abkühlung gesorgt. Was sollte also schon schiefgehen? Leider hatte ich mein Sportarmband für das iPhone nicht gefunden und musste so ohne Musik loslaufen. Weiterlesen >>
Next Stop: Münchner Stadtlauf am 26.06.11. Marek wird hier zumindest redaktionell die Stellung halten. Ob es auch etwas zum Laufen zu berichten gibt, hängt sehr von der Genesung der Wade der Nation ab. Zuletzt zeichnete sich immerhin eine deutliche Verbesserung ab. Damit ich nicht auch noch verletzungsbedingt ausfalle und der Start der Marathonvorbereitung verschoben werden muss, werde ich in den nächsten beiden Wochen das Laufpensum reduzieren. Nach der Münchner Teamstaffel, die eher als Spaßwettkampf durchging, und dem doch sehr ordentlichen Pensum des Frühjahrs mit durchschnittlich mehr als 220 Monatskilometern ist die Luft etwas raus. Zudem zieht es seit zwei Wochen kräftig im linken Beinstrecker. In die Marathonvorbereitung möchte ich mit ordentlich Motivation und natürlich vollkommen fit starten. Höchste Zeit für Urlaub und eine kleine Sommerpause. Natürlich, wir Läufer können ja die Füße nie ganz stillhalten. Der eine oder andere gemütliche Lauf wird also auf der schönen Insel Sardinien drin sein. Ein paar Laufmomente im Fotoalbum des iPhones reicher und hoffentlich gut regeneriert werde ich am 26.06. wieder Wettkampfluft schnuppern. Allerdings nur als Zuschauer, denn im Juni und Juli möchte ich mir keinen Halbmarathon antun. Es sei denn… ach, ich bin dann mal weg!
Da ist so einiges los gewesen in den letzten beiden Wochen. Während ich mich auf Mittelmeer- und Atlantikinseln sonnen durfte und viel Geduld mit dem verletzten Fuß (Nachwirkung Müggelsee-Halbmarathon) aufbringen musste -an Laufen war leider nicht zu denken-, standen vor allem die Windstopper Trailrun Worldmasters in Dortmund in den Schlagzeilen. Die in jeder Hinsicht hochkarätige Veranstaltung erfüllte leider nicht die Erwartungen hinsichtlich der Teilnehmerzahl. Trotz des hochgefahrenen Marketings im Vorfeld. Für uns stand eine Teilnahme in diesem Jahr noch nicht wirklich zur Debatte. Sollten die Veranstalter im nächsten Jahr einen dritten Versuch wagen, werden wir uns mit der Teilnahme wohl ernsthaft beschäftigen. Auf Madeira habe ich so einige Male an den Lauf gedacht, denn die Insel bietet irre Laufstrecken mit Trails vom Feinsten. Das Bild zeigt einen Trail den Berg hoch. Leider konnte ich wegen der Verletzung nicht auf die Piste, das tat in doppelter Hinsicht weh. Die Geduld hat sich aber ausgezahlt. Unter der Woche konnte ich in Würzburg einen kurzen Testlauf absolvieren und der war schmerzfrei. Am Samstag folgte dann ein lockerer Halbmarathon auf meiner Isarrunde über die Grünwalder Brücke – eine Art Belastungstest. Bis Km 18 habe ich gut durchgehalten, dann habe ich aber eine Pause einlegen müssen. Drei Wochen Nullaktion machen sich schon bemerkbar. In einer Woche starten wir bei der Marathonstaffel in Berlin. Die Verteilung der Streckenabschnitte ist noch nicht vorgenommen, insofern mache ich mir noch Hoffnungen auf einen der beiden 5 Km-Turns. Im Zweifelsfall wehre ich mich aber auch nicht gegen einen 10er. Es gilt jetzt, die Motivation wiederzufinden und gut durch den Herbst/Winter zu kommen. Denn der Countdown auf der Homepage des SCC Berlin zeigt, dass es nur noch 10 Monate bis zur großen Premiere sind. Ich glaube, ich gehe jetzt noch eine Runde laufen!
Ist ja auch zu kalt in diesem Land. Die Folgen des Laufs am letzten Sonntag werden mich wohl noch ein Weilchen beschäftigen, so dass an Laufen momentan nicht zu denken ist. Das Abrollen des rechten Fußes ist nach wie vor mit Schmerzen in der Achillesverse verbunden und ich stelle mich schon auf eine längere Genesung ein. Da kommt der Urlaub gerade recht. Schade, dass auch kein Strandlauf auf der hübschen Insel im Mittelmeer möglich sein wird. Aber das lässt sich bei mehr als 25° Außentemperatur durchaus verschmerzen. Die 5fingers packe ich aber ein – zur Sicherheit. Zur Marathonstaffel in Berlin am 21.11.2010 muss ich wieder hergestellt sein. De nächsten beiden Wochen werden sicher dazu beitragen. Ihr lauft alle schön fleißig weiter und ich schicke eine Postkarte.
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Erstellt von Henrik am 07.08.2009 in der Kategorie Reisen |
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Zugegeben, so richtig Erholung habe ich momentan nicht nötig, aber gebucht ist gebucht, und deshalb geht es heute abend Richtung Gran Canaria. Man kann von dieser Insel halten, was man will -die einen lieben sie, die anderen hassen sie-, zum Entspannen eignet sie sich sehr gut und auch zum Sporteln. Bei Ebbe gibt es einen wunderbaren 5 Kilometer langen Strand zwischen Meloneras und Playa del Ingl?¨s, den man zumindest in einer Richtung schön ablaufen kann. Die andere Richtung ist mit teilweise heftigem Gegenwind (der Passat) schwierig. Barfußlaufen ist für mich ein Highlight, auch wenn das für die Füße sehr ungewohnt ist. Und natürlich trifft man auf übermotivierte deutsche Rentner, die sich im Urlaub “fithalten” wollen. Das ist selten ein schöner Anblick. Vor 1,5 Jahren habe ich mir auf der Hoteltreppe (direkt nach dem Laufen!) den Fuß umgeknickt, deshalb sind meine sportlichen Erinnerungen nicht so schön. Auf jeden Fall werde ich die Zeit nutzen, um etwas zu lesen und Pläne für das zweite Halbjahr zu schmieden, auch, um die sportlichen Ziele abzustecken. Wenn es Technik und Motivation erlauben, melde ich mich auch mal über das Web 2.0. Euch allen eine schöne Woche, keep on rollin’!
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Erstellt von Running Twin Marek am 09.04.2009 in der Kategorie Planung |
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Ostern steht vor der Tür und auch wir werden die freien Tage für einen Kurzurlaub an der Ostsee nutzen. Aber die Laufklamotten kommen natürlich ins Gepäck, schließlich soll das Wetter ja toll werden und dann steht dem Strandlauf bestimmt nix mehr im Weg. Da der nächste Wettkampf am kommenden Wochenende ins Haus steht, müssen wir jetzt einfach dranbleiben und Gas geben! Ein wenig Relaxen werden wir aber hoffentlich auch, so dass man den Akku wieder aufladen kann. Von Verletzungen wie bei dem Hannes sind wir bis jetzt zum Glück verschont geblieben. Ist schon sehr ärgerlich, wenn man gut trainiert und dann den lang ersehnten Wettkampf sausen lassen muss. Hannes, gute Besserung!
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Erstellt von Running Twin Marek am 22.03.2009 in der Kategorie News, Planung |
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LH 194 aus Frankfurt um 21:35. Mit diesem Flieger kommt Henrik gleich aus seinem wohlverdienten Urlaub zurück und die Running Twins sind wieder vereint. 3 Wochen Faulenzen und Beine Hochlegen haben nun ein Ende, Bruderherz! Jetzt geht es wieder ran ans Training, schließlich sind es nur nur exakt 2 Wochen bis zum Halben in Berlins City – die Zeit rennt wahnsinnig. Aber wie ich dich kenne, warst du nicht wirklich so faul und bist morgens bei Sonnenaufgang den Strand langgejagt. Bestimmt waren die 3 Wochen auch nur geschwindelt und du warst im Höhentrainingslager :-)
Die letzte Woche war weit von einer idealen Vorbereitungswoche entfernt. Dienstag abend drehte ich meine letzte Runde, danach war partout keine Luft mehr zum Sport. Das verlängerte Wochenende haben wir in Norddeutschland verbracht. Dort hatte ich zwar meine Laufsachen mit im Gepäck, aber natürlich kam ich auch dort nicht zum Laufen. Ja, so hat es sich dann ergeben, dass ich an einem Sonntagabend noch unterwegs war. Trotz der stressigen letzten 3 Tage mußte ich heute einfach noch raus. Und das mit “jetzt erst recht-Stimmung” im Bauch, wodurch ich viel zu schnell unterwegs war. Was solls. Ich fühle mich trotzdem viel besser jetzt. Ich habe übrigens auch festgestellt, dass ich schlechte Laune bekomme, wenn ich nicht laufen kann. Jedenfalls sind meine beiden Kids schon wieder erkältet und ich habe die inständige Hoffnung, dass ich mich diesmal nicht anstecke. Sonst mache ich mir wirklich Sorgen um die Vorbereitung. Positiv denken, vielleicht klappts ja diesmal!
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Erstellt von Henrik am 26.02.2009 in der Kategorie News, Planung |
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Muss ja nicht gleich erwähnen, dass es um Urlaub geht. Wer arbeiten muss, übergeht diesen Eintrag einfach. Der ICE sprintet gerade mit 250 Km/h zurück nach Berlin (ja, ich arbeite unfreiwillig in der Finanzmetropole Frankfurt), und ich mache in meiner Heimat nur einen Tag Stop, bevor es in den Urlaub geht. Natürlich frage ich mich, wie ich die hart erarbeitete Grundlagenausdauer in den nächsten drei Woche konserviere. Denn kurz nach Rückkehr steht das erste Laufhighlight der Saison an. Zunächst geht es eine Woche Skifahren nach Sölden. Hier mache ich mir nicht allzu viel Sorgen ob der Faulheit. Die Erfahrung zeigt, dass die eine Woche sehr sportlich ausfallen wird. Ich werde zwar nicht laufen, aber die Ausdauer ist auf den kräftezehrenden Abfahrten schon gefordert. Ski Heil! Weiterlesen >>
In den freien Tagen zwischen Weihnachten und Silvester konnte ich gut relaxen und bin mit meiner Familie für ein paar Tage in ein richtig schönes Schlosshotel gefahren. Dort haben wir es uns gut gehen lassen. Natürlich habe ich die Laufschuhe nicht vergessen und bin eine wunderschöne Runde entlang der Saale gelaufen. Auf dem Rückweg wurde mir auf schlagartige Weise bewußt, wie gefährlich Autofahren eigentlich ist: nur zwei Autos hinter uns fuhr ein Mann auf das Stauende und wurde dabei tödlich verletzt. Glücklicherweise überlebten alle Insassen des vorderen PKW den Unfall. Den dumpfen Knall werde ich jedenfalls so schnell nicht vergessen.