Laufend Urlaub machen

Henrik
Erstellt von Henrik am 26.01.2012 in der Kategorie Gesundheit, Planung, Reisen | 2 Kommentare

VGMeril  / pixelio.deEs wird nicht so ganz die Woche, die ich mir vorgestellt hatte. Am Samstag flüchte ich für eine Woche aus dem hiesigen Schmuddelwetter und fahre mit in das Running Company Laufcamp nach Lanzarote. Eigentlich hatte ich die Idee, dass ich in dieser Woche einen wesentlichen Schritt in der Marathonvorbereitung für den Transgrancanaria packe. Aber die Verletzung zog und zieht sich leider dermaßen hartnäckig, dass ich meine Ambitionen reduziert habe. “Nur noch mitlaufen können” lautet jetzt das Ziel für das Laufcamp. Nach unzähligen Physiotherapiesitzungen und Arztbesuchen bin ich mir sicher, dass der Muskel ein paar Tage halten wird. Wenn der Januar nun vorbei ist, waren es vier Monate, in denen kein geregeltes Training möglich war. Lanzarote könnte der Wendepunkt sein. Auf Gran Canaria Anfang März wird es maximal noch für den Halbmarathon reichen, im Zweifel nur für den Strand. Der ist auf Lanzarote aber auch ganz schön. Unser Hotel nutzt auch die spanische Triathlon-Nationalmannschaft als Basislager. Die Bezeichnung “Sporthotel” wäre wohl übertrieben, aber die Lage ist einfach perfekt. Generell sind die Kanarischen Inseln im Winter ein wunderbarer Trainingsort für die Triathleten und Läufer. Bis zu 20 Grad tagsüber, viele Sonnenstunden und ganzjährig baden. Die beiden Raelerts haben kürzlich ihr Trainingslager auf Fuerteventura absolviert, wie dieser Clip sehr schön illustriert. Der Passatwind trainiert richtig gut für die brutalen Bedingungen in Kona. Dort wollen sie im November den Doppelsieg einfahren. Da sieht mein Ziel für das Laufcamp dann eher lächerlich aus. Dennoch freue ich mich sehr auf die Atmosphäre und die Gleichgesinnten. Ich werde auch bestimmt wieder eine Videobotschaft senden. Und wenn ich nicht laufen kann, dann setze ich mich an die Laufstrecke, nehme ein Dorada-Bier mit, halte ein Schild “Laufen ist schön!” hoch und denke daran, wie toll es doch wäre, jetzt im eisigen Schneetreiben im heimischen Westpark zwei Runden zu drehen.

Strukturiertes Training – braucht man das?

Henrik
Erstellt von Henrik am 17.01.2012 in der Kategorie Grundsätzliches, Laufen | 4 Kommentare

Ja! Wir sind ambitioniert, mindestens ehrgeizig. Wir nehmen gerne an Wettkämpfen teil und versuchen, uns zu verbessern. Der interne Wettbewerb der Running Twins trägt inzwischen nicht mehr so viel dazu bei -Marek hat den schon lange für sich entschieden- (zensiert von Marek), aber da ist ja immer noch die persönliche Bestzeit im Kopf. Allein dafür lohnt es sich, um jede Sekunde zu kämpfen. Oder nicht? Jeden Montag, Donnerstag und Samstag die gleiche 10 Km-Abendrunde in der immer gleichen Wohlfühl-Geschwindigkeit im Stadtpark des Vertrauens zu drehen, wird bei der Verbesserung der eigenen Leistungsfähigkeit nicht hilfreich sein. Um das mitzukriegen, muss der Läufer nur einmal eine Runners World diagonal gelesen haben. Ok, manchmal reicht auch schon das Deckblatt oder die Kolumne von Dieter Baumann. Ich träume immer noch davon, die 10 Km unter der Schallmauer von vierzig Minuten zu laufen. Ausgeschrieben sieht diese Zahl nicht ganz so grausam aus. Oder den Halben unter neunzig Minuten. “Ein klarer Fall für einen Trainingsplan!” schallt es aus so gut wie jedem Läufermunde. Spätestens hier scheiden sich die Läufer-Geister. Weiterlesen >>

Hoch lebe das Lauftagebuch

Henrik
Erstellt von Henrik am 13.01.2012 in der Kategorie Ausrüstung, Technik | 8 Kommentare

Zehn Treppen sind bewältigt und die Oberschenkel brennen. Wohnungstür aufschließen -wenn man den Schlüssel nicht verloren hat-, der Forerunner fängt an zu piepen. Das untrügliche Zeichen dafür, dass das jüngste Training auf den Rechner übertragen und zu Garmin hochgeladen wird. Nach dem Duschen wird die dank GPS aufgezeichnete Strecke auf dem großen Bildschirm angeschaut und der Verlauf der Herzfrequenz irgendwo zwischen Normalnull und kurz-vor-Herzstillstand bestaunt. Vorher aber noch dehnen, natürlich. Nicht zu vergessen: das Training wurde längst auf Twitter, Facebook und Google+ gepostet, damit auch jeder aus der umfangreichen Freundes- und Followerliste weiß, wie hart man für den Marathon trainiert. Bis auf den letzten Schritt funktioniert das alles heute schon. Zumindest, wenn man einen der höherwertigen Garmin Forerunner zum Trainieren einsetzt. Für Läufer mit Uhr von Polar oder die Laufcomputer-Hasser stellt sich die Situation ganz anders dar. Dokumentieren möchte jeder, der einen gewissen Anspruch an sein Training hat. Ich spreche von Läufern, nicht von Neujahrsjoggern. Die Möglichkeiten dafür sind vielfältig. Das handschriftliche Lauftagebuch führt heute wohl niemand mehr. Wozu auch, bieten die Gadgets und Communities heute genug Möglichkeiten, ohne einen Stift in die Hand nehmen zu müssen. Da wird hochgeladen, gerechnet, ausgewertet, dass einem schwindlig wird. Natürlich gibt es keine Lösung, die für jeden Typ Läufer passt. Zu unterschiedlich sind die Ansprüche an die Dokumentation. Wir haben bisher drei Portale genutzt und stellen die Möglichkeiten dieser hier kurz vor. Oder sagen wir Community? Weiterlesen >>

Save the date: 20. Berliner Marathonstaffel

Henrik
Erstellt von Henrik am 07.01.2012 in der Kategorie Planung, Reisen, Strecken | 3 Kommentare

Auf Facebook hatte ich die Veranstaltung in vorauseilendem Gehorsam schon mal angelegt. Und prompt hat die gesamte Teilnehmerschaft vom letzten Jahr wieder zugesagt. Aber nicht jeder Läufer ist auf Facebook vertreten. Deshalb kündigen wir auch hier den Termin hochoffiziell an.

    Am Sonntag, 18.11.2012 ab 10:00 Uhr
    in Berlin, Tempelhofer Park, Hangar 6

möchten wir wieder mehrere Staffeln im Rahmen der Berliner Marathonstaffel ins Rennen über die 42,195 Kilometer schicken. Dabei sind pro Staffel die Abschnitte von 12,2 Km / 10 Km / 5 Km / 10 Km und 5 Km zu absolvieren. Auch in diesem Jahr steht wieder der Spaß im Vordergrund. Dass das kein Widerspruch zu einem gewissen sportlichen Ehrgeiz sein muss, die Zeit aus dem Vorjahr wieder zu toppen, haben wir im letzten Jahr bewiesen. Jetzt geht es erstmal darum, den Termin im Kalender abzusichern und verletzungsfrei in das neue Laufjahr zu starten. Wir freuen uns schon heute auf einen tollen Saisonabschluss 2012 mit euch!

Eichwalder Silvesterlauf

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 05.01.2012 in der Kategorie Wettkampfbericht | 5 Kommentare

Ich weiß, 2012 hat schon begonnen, wen interessiert denn noch ein Lauf aus dem letzten Jahr? Schon gut. Ich wollte nur noch ein paar Eindrücke von einem sehr schönen Silvesterlauf schildern. Tatort: Eichwalde, einen Steinwurf von Berlin entfernt. Auflage Nummer 17 verzeichnete einen regen Teilnehmerzulauf, was wohl auch dem herrlichen fast frühlingshaften Wetter geschuldet war. 10km für 5 Euro, auch das gibt es heutzutage nur noch selten. Die Kollegen von Ajax Eichwalde hatten alles im Griff, der Start wurde spontan vom Stadion in den Wald verlegt, damit sich keiner über den Haufen rennt. Bis auf ein paar “Wildschweinschäden” war die Strecke gut laufbar. Mir wurde schon früh klar, dass ich ganz vorne nicht mitlaufen kann, da einige Triathlon-Kollegen in ihren feschen Einteilern am Start waren. Lokalmatador Eric Habermann (ja ich habe ihn in Zeuthen im September besiegt) rannte bereits beim Start auf den 5km los und gewann später auch die Konkurrenz. Nach dem Start über die 10km (offiziell 9,8km, mit Verkürzung noch weniger, am Ende waren es 9,25km auf dem Garmin-Anzeiger) behielt ich die Spitze um Ex-Lauf-ABC-ler Ralf Demmig (AK50-Sieger bei der Citynacht) im Blick und sortierte mich als 5. ein. Die 5min Warten nach dem 5km-Start reichten bei Weitem nicht aus, um das hintere Feld der Truppe nicht überholen zu müssen, kleiner Hindernislauf also inklusive. An Platz 4 pirschte ich mich langsam heran und konnte die Gelegenheit eiskalt ausnutzen, als der Sportsmann tatsächlich nach ca. 6km den falschen Weg einschlug. Natürlich machte ich ihn auf seinen Fehler aufmerksam, wofür er sehr dankbar war (und ich hatte das Gefühl, er attackierte mich nur deshalb auch nicht mehr bis zum Ziel). Die Family herzte mich im Ziel und wir starteten erfolgreich in unsere ganz private Silvesterparty. Sehr zu empfehlen dieser Lauf!

Ein wenig Jahresplanung

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 28.12.2011 in der Kategorie Planung | 7 Kommentare

Auch dieser Post ist schon fast obligatorisch. Viele planen ja ihr Laufjahr schon viel früher genauestens durch, wir sind da immer etwas später dabei. Die Highlights 2012 stehen bereits fest. Ein wenig Veränderung im Vergleich zu den Vorjahren werden wir in den Kalender auch einbringen. Henrik hatte sich ja als Schmankerl in 2012 den Transgancanaria vorgenommen – über die Marathon-Distanz – allerdings steht über diesem anspruchsvollen Event am 03.03. mehr als ein Fragezeichen, da ihn weiterhin Verletzungsbeschwerden an der regelmäßigen Vorbereitung hindern. “Auf dem Weg nach Berlin” heißt es aber für uns beide in 2012. Am 30.09. wollen wir gemeinsam den Berlin-Marathon rocken und sind zwei der 40000 Verrückten, die sich einen der in Rekordzeit ausverkauften Startplätze gesichert haben. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg und es gilt, sich gründlich vorzubereiten. Da darf der eine oder andere Wettkampf natürlich nicht fehlen. Damit ich schon vorher Marathon-Luft schnuppern kann, werde ich mich am 22.04. auf die Laufstrecke im Spreewald zu meiner Premiere begeben. Lange überlegt und doch dafür entschieden. Warum? Ganz einfach: bis September dauert mir das viel zu lange :-) Meine Überlegung geht aber eher in eine andere Richtung. Ich will einfach ein wenig Druck rausnehmen, damit wir unsere gemeinsame Marathon-Premiere mehr genießen können. Bei dem ersten Marathon wird das schwierig, zumal man ja doch eine gewisse Zeitvorgabe vor den Augen hat und man sein eigenes Rennen laufen will. Und gerade in Berlin. Der 25.09.2011 war einfach ein Gänsehauterlebnis, und das obwohl ich “nur” als Begleiter für Henrik auf dem Rad unterwegs war. Das will ich nochmal als Läufer miterleben! Vom Spreewald habe ich bisher nur Positives gehört, so dass die Entscheidung letztlich dafür ausfiel. Ich traue mir das auch zu, wenn ich verletzungsfrei trainieren und die Form halbwegs halten kann, wird das auch klappen. Über meinen Zeitwunsch bewahre ich aber Stillschweigen :-) Tja und sonst? Die BIG25 lassen wir dieses Jahr sausen. Über die Gründe haben wir uns bereits ausgelassen. Drei Teilnahmen in Folge reichen ja auch. Ein paar außergewöhnliche Events haben wir auch im Programm: der SKY Run im Park Inn Hotel am Alexanderplatz in Berlin und der StrongMan Run auf dem Nürburgring sind eingeplant. Das Jahr werden wir dann mit der Berliner Marathonstaffel zünftig abrunden. Den Termin merkt man sich auch vor: 18.11.2012. Soviel sei jetzt schon gesagt: großer Eventcharakter mit hoffentlich vielen bekannten und noch unbekannten Gesichtern!

Ein wenig Jahresrückblick

Henrik
Erstellt von Henrik am 21.12.2011 in der Kategorie Gesundheit, News, Planung | 7 Kommentare

Keine zwei Wochen sind vom Jahr 2011 übrig. Übergreifend folgt in diesen ruhigen Tagen immer der obligatorische Blick zurück auf das Laufjahr mit all den famosen Wettkämpfen und Bestzeiten. Wir machen es auch ganz kurz, denn es gab jedes Event auf unserem Weblog nachzulesen. Alle schönen Momente, die das Laufen so laufenswert machen. Alle Momente, die man keinem Sportler wünscht, wenn der Körper nicht so mitmacht, wie man es gerne hätte. Alles, was irgendwie zur schönsten (Neben-)beschäftigung der Welt gehört.

All diese Aufs und Abs in einem echten Fahrstuhl-Laufjahr. Wie…

Wenn man die Ereignisse nochmal vor dem geistigen Auge vorbeifliegen sieht, war das schon ein verrücktes Laufjahr. Aber so ist der Sport: manchmal unberechenbar, aber dafür wird man entschädigt mit wunderbaren Momenten, die lange im Gedächtnis bleiben werden. Der erste Zieleinlauf als Sieger, der erste Zieleinlauf nach einem Marathon, dafür vergessen wir an dieser Stelle einfach den Rest und freuen uns mit den Bildern des Jahres auf ein tolles Laufjahr 2012! Weiterlesen >>

Findet die Florena Adventsabenteuerkisten!

Henrik
Erstellt von Henrik am 14.12.2011 in der Kategorie Gesundheit, News, Strecken | 9 Kommentare

In ganz Deutschland wurden schon fleißg die Florena Adventsabenteuerkisten gesucht. Was es damit auf sich hat? Florena hat einen besonderen Adventskalender, der in die Aktion “Natur erleben” eingebettet ist. Florena sammelt eure Lieblingsplätze in der Natur und teilt diese auf der eigenen Plattform.

Zum Start der Florena Men Serie gibt es auch in diesem Jahr wieder den Mitmach-Adventskalender. Blogger verstecken die Florena Adventsabenteuerkiste mit diversen Produkten aus der neuen Serie an ihrem Lieblingsplatz. Der erste, der den Hinweisen auf den Lieblingsplatz folgt und die Kiste findet, darf sie behalten und macht z.B. auf Natur erleben auf sich aufmerksam. Klar, dass wir eine Zwillingsaktion starten und heute Morgen sowohl in Berlin als auch München jeweils eine Kiste versteckt haben. Als Goodie liegt in der Münchner Kiste sogar noch ein Running Twins Laufcap. Jetzt aber auf zum Suchen! Nur wo genau? Weiterlesen >>

Parallelwettkampf im Dezember

Henrik
Erstellt von Henrik am 12.12.2011 in der Kategorie Wettkampfbericht | 3 Kommentare

Das hat es lange nicht gegeben: Marek läuft in Berlin und ich in München zu exakt der gleichen Zeit einen Wettkampf. Das war es dann aber schon mit den Gemeinsamkeiten. Fassen wir die Läufe aus der Sicht eines jeden von uns zusammen:

  • Henrik bei der 21. Winterlaufserie Ismaning über 13 Km
  • “Henrik sah gut aus, hatte aber eine komische Hose an.” So funkte der IM der Running Company von der Strecke über meinen heutigen Lauf. Ein Wagnis war die Teilnahme schon. Am letzten Sonntag habe ich beim Nikolauslauf im Olympiapark sicherheitshalber zugeschaut. Trotz dünnem Trainings unterhalb der Woche aufgrund unserer Firmenweihnachtsfeier in Salzburg wollte ich heute unbedingt mitlaufen, um wenigstens noch einmal in diesem Jahr nach dem Berlin Marathon die berühmte Wettkampfluft zu inhalieren. Und das war eine gute Entscheidung. Viel war heute sowieso nicht zu verlieren. Physiotherapeut Werner gab grünes Licht, auch beim Aufwärmen fühlte ich mich richtig gut. In Ismaning gibt es sogar eine Nettozeitnahme, edel. Um kurz vor 10:00 drängelte ich mich in Startblock 1 “unter 60 Minuten”. “Lächerlich” dachte ich, aber unterwegs fiel mir ein, dass es ja DREIZEHN und nicht nur 10 km sind. Trotzdem sollte der Zieleinlauf unter eine Stunde auch in der Verfassung unproblematisch sein. Startschuss und los, endlich wieder ein Rennen! Im Übermut lief ich gnadenlos das Tempo der zweiten Gruppe mit (4:05/Km), das Übliche halt. An der Isar angelangt drosselte ich etwas und wurde genauso gnadenlos durchgereicht. Ich habe mitgezählt: während des gesamten Laufs habe ich exakt einen Läufer überholt. Auch mal eine interessante Erfahrung. Mir fehlte aber heute das Selbstbewusstsein (hält der blöde Muskel?) und natürlich Streckenkenntnis. Erst nach 10 Km konnte ich moderat zulegen. Ein vertrödelter Km 12 und ein Endspurt, der diesen Namen nicht verdient, da war auch schon wieder das Stadion des TSV Ismaning. Startnummer 898 wurde mit 57:40 min gemessen. Knapp unter 4:30/km ist mir schon fast peinlich angesichts Mareks heutiger Pace, aber ich darf ja (noch bis weit in das nächste Jahr ;)) auf meinen desolaten Trainingszustand verweisen. Und die Hose war nicht komisch – das ist die ultimative SKINS Camouflage Long Tight, die erst bei Schnee so richtig zur Geltung kommt. Weiter geht es am 15.01.2012 mit Teil 2 über 17 km. Und dann liegt ganz sicher Schnee.

  • Marek beim 70. Plänterwaldlauf Berlin über 20 Km
  • Die Bedingungen waren im Vergleich zum letzten Jahr mit Schnee und Eis unverschämt gut. Trocken, sonnig, keine Minusgrade. Also stand meiner 9. Teilnahme bei der insgesamt 70. Auflage des Plänterwaldlaufs nichts im Wege. Britta reiste mit als Support an – sie zog ihr Training einfach “nebenbei” durch, als ich auf der Strecke war. An den markanten Wegpunkten war sie stets zur Aufmunterung zur Stelle – der Rundkurs hat in dieser Hinsicht seine Vorteile. Eine Runde á 5km (und erstmals offiziell vermessen, habe trotzdem keine Änderung bei der Strecke festgestellt), das Ganze dann 4x, mussten ja auch unbedingt wieder 20km sein. Aber ich wollte einen Vergleich zum Februar haben, wo ich eine gute 01:27 zum Saisonanfang lief. Im Gegensatz zu meinen bisherigen Läufen gab es kaum Gedrängel am Start – lag wohl daran, dass ich mich ziemlich weit vorne einsortiert hatte. Ich hatte mir vorgenommen, recht fix anzulaufen und dann zu schauen, was möglich ist. Gedacht, getan. Runde 1 ging hervorragend mit 19:43. Auf Runde 2 wurde mir bewußt, dass ich vielleicht doch ein wenig zu optimistisch bei der Renneinteilung war. Ab km6 oder 7 wurden die Beine und das Atmen zunehmend schwerer. Ich mußte zuviel einsetzen, um das Tempo zu halten. 10km: ich kam bei 40min und ein paar zerquetschten Sekunden durch. Jetzt mußte ich zwangsläufig Tempo rausnehmen, um nicht später einen Einbruch zu bekommen. Runde 3 war dann mit 21:10 schon gemächlicher, die 15km-Marke zeigte eine 01:01 an, da war der Traum von der 01:20 schon lange ausgeträumt. Ich mobilisierte alle Kräfte, um noch die 01:21 zu packen. Aber auf Runde 3 und 4 war es plötzlich wieder voller, weil ich viele Läufer überrunden mußte (…ist nur eine Ausrede: ich hatte einfach nix mehr zuzusetzen). Die letzte Runde stand mit einer 21:13 zu Buche, so dass ich am Ende bei 01:22:25 (Netto) ins Ziel huschte. Britta wartete bereits auf mich, so dass wir noch gemeinsam den warmen Pausen-Tee tranken und für ein Foto posierten. Ganz zufrieden war ich nicht. Aber man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen – fast 5min schneller als noch im Februar – mehr war nicht zu erwarten nach diesem verkorksten Jahr. Und Gesamtplatz 5 von 110 ist ja nicht so schlecht für einen Lauf in der Nebensaison.

Nicht schon wieder: Weihnachten

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 03.12.2011 in der Kategorie Grundsätzliches, Trainingstagebuch | 3 Kommentare

Dezember, Jahresende, Weihnachtskalender, Geschenke, Weihnachtsmarkt…blablabla, geht es nur mir so oder hat man die “schönste Zeit des Jahres” schon über, bevor sie eigentlich richtig angefangen hat? Irgendwie kann man sich nicht dagegen wehren, man wird einfach automatisch in diesen Weihnachtssog mit reingezogen. Auch wenn man gar nicht will. Es gibt kein Entkommen. Oder doch? Laufen? Ja, natürlich! Neben all diesem unübersehbaren Weihnachtswahnsinn muss einfach die Zeit dafür da sein. Auch wenn es wie bei mir nur der Arbeitsweg ist oder die Mittagspause. Manchmal muss man auch mal egoistisch sein und nur Rücksicht auf sich selbst nehmen. Klar, am Wochenende geht die Family vor und da reicht es wenn überhaupt “nur” zur dunklen Abendrunde am Sonntag Abend. Immerhin. Ich habe da einen mir nicht erklärlichen Widerspruch in diesen Tagen erkannt. Mein Training (hat es diese profimäßige Bezeichnung überhaupt verdient?) hat null Struktur, immer bin ich in Zeitnot, die Umfänge dieses Jahr gleichen fast meinem ersten richtigen Laufjahr 2007. Kann eigentlich nix Vernünftiges dabei rauskommen. Und genau das Umgekehrte passiert: seit ich im August wieder mehr oder weniger regelmäßig laufe, geht es steil nach oben. Erst fahre ich völlig außerplanmäßig meinen ersten Sieg ein, dann bleibe ich scheinbar problemlos unter 40min auf 10km, pulverisiere meine HM-Bestzeit um mehr als 3min und knacke die 10km-Bestzeit bei der Staffel “so nebenbei”. Erschwerend kommt noch hinzu, dass mir das Laufen momentan leichtfällt, ich muss mich häufig einbremsen, um nicht ständig den Fahrradfahrern hinterherzustellen. Häh? Gehts noch? Tja, manche Dinge kann man eben nicht erklären. Mir gefällt’s. Frohes Fest!

Aus 405 wird 610 – lohnt sich das?

Henrik
Erstellt von Henrik am 27.11.2011 in der Kategorie Ausrüstung, Technik | 6 Kommentare

Seit April 2009 war der Garmin Forerunner 405 mein treuer Begleiter auf der Laufstrecke. Eine insgesamt gelungene GPS-Uhr, an deren Macken ich mich mit der Zeit gewöhnt habe. Mit dem Touchring hatte Garmin damals eine eher zweifelhafte Innovation auf den Markt geworfen, die den Praxistest aber bestanden hat. Für den Preis von 275 EUR war der FR 405 damals noch gerade so fair bepreist. Nach guten zwei Jahren Betrieb war der Akku allerdings nicht mehr Langstrecken-tauglich – trotz Batteriestatus von “100%” beim Loslaufen stellte der Forerunner nach spätestens 60 Minuten den Dienst ein. Beim Berlin-Marathon hielt er immerhin noch 2:30h durch. Aber auch das nur, weil ich vorher noch in einer Notoperation den Akku getauscht hatte. Also wurde es Zeit für’s Museum. Die Kaufentscheidung für das Ersatzgerät war schnell getroffen. Garmin hatte das Nachfolgemodell FR 610 im Sommer clevererweise von diversen Bloggern auf Herz und Nieren testen lassen und so brauchte ich als interessierter Leser nicht zu überlegen. Zumal mit Garmin Connect eine Onlineplattform mit netten Features bereitsteht, zu der wir alle Läufe hochladen. Marek hat sogar die API angezapft und lässt alle Trainings in unser Blog “einlaufen”. Das Modell 910 XT ist für die Triathleten (weil wasserdicht), da ich Schwimmen mit Uhr aber nicht ernsthaft vorhabe (auch nicht ohne Uhr ;)), bleibt also nur der FR 610. Für 295 EUR habe ich die Uhr inkl. Textilbrustgurt bei einem Österreichischen Onlineshop geschossen – damit war das gute Stück also etwas teurer als sein Vorgänger. Dank meiner nervigen Verletzung habe ich den 610er erst zu wenigen Läufen ausführen können. Hier sind sie, die ersten Eindrücke. Weiterlesen >>

Mit der Staffel ins Läuferglück

Henrik
Erstellt von Henrik am 21.11.2011 in der Kategorie Wettkampfbericht | 9 Kommentare

Die strahlenden Gesichter über die gesamte Veranstaltung hinweg sprachen Bände. Viel Trubel, viel Fachsimpelei an der Strecke, Fotos ohne Ende, perfekte äußere Bedingungen und Läufer, die für das Team alles geben – das kann nur Marathonstaffel sein! Der SCC Berlin hat mit der zweiten dritten Auflage auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin wieder alles richtig gemacht. Und wir waren mit 2 Staffeln mittendrin im Geschehen. Unserer Einladung sind auch andere Blogger samt großen Kameraobjektiven gefolgt, so dass dieses Event wohl das am besten dokumentierte in der Geschichte der Running Twins werden wird. Deshalb müssen wir gar nicht sooooooo viel berichten, mit den Blogs von Nadin, Milosz und Ralf entsteht gerade eine kleine Blogparade.

Unsere Teams hatten wir ja im Vorfeld ausführlich vorgestellt. Bis auf die Reihenfolge in Staffel 2 -Andreas lief statt Bernd die ersten 12,2 km- wurde genau so gelaufen wie geplant. Und nicht nur die Besetzung lief wie geplant, auch meine optimistische Zeitvorgabe (Staffel 1: 2:45-2:55, Staffel 2: 3:05-3:15) wurde getroffen. Dass Mareks Staffel mehr als 2 Minuten schneller als unsere letztjährige Staffel war, zeigt, dass alle mit fulminantem Einsatz in das Rennen gegangen sind. Auch die Platzierung der Staffel “Running Twins 2″ konnte sich sehen lassen. Trotzdem haben wir die Zeiten nicht übermäßig ernst genommen. “Spaß mit kontrolliertem Ehrgeiz” könnte man wohl als Überschrift wählen. Dazu passt auch, dass nicht alles perfekt lief. So irrte Nadin eine Minute durch die Wechselzone, um Ralf zu finden. Hier können wir die Absprachen, wo genau man wechselt und woran man den anderen erkennt, noch optimieren. Milosz’ 3D-Kamera wollte nicht so richtig mitfilmen. Aber die Problemchen sorgten eher für Lacher als für Verdruss. Grundsätzlich wurden alle Splits gemessen, denn jeder Läufer hatte einen eigenen Chip. Die Baken standen vor der Wechselzone. Im und am Hangar war zudem kein GPS-Empfang vorhanden, so dass die gemessenen Zeiten tlw. deutlich von den offiziellen Splits in der Ergebnisliste abwichen. Ganz aufklären konnten wir die Unterschiede zwischen “gefühlt gelaufen” und “offiziell gelaufen” trotzdem nicht. Immerhin konnten mit Marek und Ralf gleich zwei unserer Läufer “so nebenbei” ihre persönliche Bestzeit verbessern. Die Idee, in diesem Jahr ein Basislager in einem Teamzelt aufzuschlagen, erwies sich als goldrichtig. Nicht nur, dass wir das schönste und individuellste Teamzeltbanner hatten. Auch die Verpflegung unserer beiden Staffeln konnte so einfach organisiert werden und wir mussten unsere Laufsachen nicht auf dem Boden des Hangars ausbreiten.

Ein Riesen-Dankeschön an unser Unterstützungsteam aus Begleitern und Anfeuerern, besonders an Mareks Frau Britta, die unser Banner in tagelanger Handarbeit genäht hat. Eine rundum gelungene Veranstaltung mit zufriedenen Gesichtern – wir sind Marathonstaffel! Weiterlesen >>

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