von Running Twin Marek am 18. September 2014 · 6 Kommentare · Kategorien: Strecken, Wettkampfbericht

20140914_110237Versprochen ist versprochen und das wird nicht gebrochen! Die 2. Auflage des Trailrun Berlin wollte ich mir nicht entgehen lassen und so stand ich am Sonntag um Punkt 12 mit ca. 320 anderen Verrückten an der Startlinie am Fuße des Berliner Müggelturms. Am Morgen sah es noch nach einer Schlammschlacht aus, aber die Sonne zeigte sich gnädig und ließ spätsommerliche Temperaturen aufkommen. Die Woche war ereignisreich, ich war erst Samstag Abend aus Riga zurückgekommen, wo ich wir vor 2 Jahren eine schöne Runde im Skatepark drehen konnte. Mehr “Training” war partout nicht drin. Aber ich wollte trotzdem auf Angriff laufen. Bekannte Gesichter vor dem Start (Anna, Uwe, Heiko) verliehen dem Ganzen eine lockere Atmosphäre. Dann ging es auch schon ab. Der erste Kilometer ähnelt dem Köpenicker Altstadtlauf und kennt nur eine Richtung: nach oben. 20140912_184622Nach 500m begrub ich meine Hoffnungen auf einen vorderen Platz: eine Gruppe von 6-7 Jungs wetzte los, als wäre der Zielstrich schon in Sichtweite. Der Trail herunter lief aber recht flüssig. Dann kam das erste Highlight: die Treppe in Richtung Turm. Treppen? Kenne ich! Also nix wie los. Nur, die Stufen waren ordentlich hoch, Erinnerungen an den legendären Olympiaturmlauf kamen auf. Ich konnte nicht durchziehen – ein erster Dämpfer. Völlig k.o. und mit wackligen Beinen ging es wieder hinab. Uwe zog locker an mir vorbei, während ich verzweifelt versuchte, meine Schnappatmung irgendwie zu beruhigen. Es gelang nur mäßig – da wartete der nächste Anstieg. Und es ging nichts mehr. Mit letzter Kraft schleppte ich mich nach oben, dabei war es nicht mal besonders steil. Eine schöne sandige Passage sorgte anschließend für Abwechslung, die man zu dem Zeitpunkt so gar nicht brauchen konnte. Den nächsten Anstieg kannte ich – leider. Und der zog sich wie Kaugummi. Jetzt verließen mich die Kräfte und ich legte erstmal eine gepflegte Gehpause ein. Dass es 20140914_125823hart werden würde, war vorher schon abzusehen. Aber so heftig hatte ich es dann doch nicht erwartet. Gut zu sehen, dass ich nicht der einzige Depp war, der zu schnell losgelaufen war. Die anderen Läufer atmeten ähnlich schwer. Der letzte Anstieg kam aber erst noch: hochlaufen? Keine Chance. Warum sich hier gleich einige Zuschauer postierten, leuchtete mir ein: soviele Läufer kriegt man sonst nicht so lange zu sehen. Nach unendlichen Minuten kam ich oben an und ging gemächlich wieder in den Laufmodus über. Die Strecke herunter war identisch 20140914_125649mit Runde 1. Und da war ja noch was am Ende: die Treppe! Für die Zuschauer muss es elendig ausgesehen haben, wie wir uns dort noch ein zweites Mal hochschleppten. Alle feuerten uns an – die Stimmung war toll, auch wenn das Gehirn nur noch auf Durchzug schaltete. 50m später lief ich ins Ziel. Mit der Zeit von 45:47 war ich nicht zufrieden, Platz 12 am Ende geht aber völlig in Ordnung. Ich werde mich nochmal alleine an dem Trail versuchen, da geht definitiv noch mehr. Trail? Ja – dieses Profil hat den Namen verdient. Vielleicht eher “Sprint-Trail”. Da haben selbst starke Strassenläufer wenig auszurichten. Sicherlich war Henriks Runde um den Königssee eine ganz andere Nummer. Und wenn man das Ganze ein wenig langsamer angeht, dann läßt sich die Natur auch viel besser genießen. Danke an die Sportmacher für den Freistart und ein starkes trailiges Event!

Ausrüstung:
Shorts: Skins A200
Socken: CEP Compression Socks
Singlet: Under Armour
Schuhe: Puma Faas 300 TR
Uhr: Polar RCX5

Markierte Fotos – 18

Wer ein Trailrunner werden will

Der muss die Königsseerunde laufen. Unter den Szenekennern ist die ca. 36 Km lange Strecke um den Königssee im Nationalpark Berchtesgaden schon Kult. Als ich im letzten Jahr den Bericht der mutigen Truppe um Tom, Steve und Stefan in der RunnersWorld gelesen habe, war ich mir gleich sicher: das willst du auch. Auf unserer Zugspitzbesteigung vor vier Wochen haben Stefan und ich beschlossen, die Runde am Samstag anzugehen. Im letzten Jahr hatte ich mir das wohl noch nicht zugetraut, zu abschreckend wirkten die Berichte über brutale Steige und Downhills, die jeden kleinkriegen. Aber was schert mich das Geschwätz von gestern. Philipp Reiter hält einen unfassbaren Rekord auf dieser Runde von 4:17h. Wir wären schon froh gewesen, das in der doppelten Zeit zu schaffen. Zum Glück wusste ich nicht wirklich, worauf ich mich da eingelassen hatte, als wir um kurz nach 8 an der Jennerbahn auf die Runde gingen.

Wie heißt diese Steinwüste?

Markierte Fotos – 01Es regnete. So richtig störte uns das nicht, noch nicht. Schnörkellos liefen wir los, die Schilder wiesen auf die Königsbachalm hin, ein erster Meilenstein. Der Weg ging nach oben mit noch moderater Steigung, erst Straße, dann Forstweg, man sollte hier die Oberschenkel schonen angesichts dessen, was noch kommt. Laufend und walkend im Wechsel schraubten wir uns hoch von ca. 650 auf 1.300 Meter. Vorbei an der Priesbergalm, wo es endlich mal laufbare Trails gab, steuerten wir direkt in das Hochgschirr. Der Regen wurde immer mehr und mit jedem Meter, den wir nach oben kletterten, verließ mich die Motivation. Markierte Fotos – 05Ich hatte in Erinnerung, dass wir bis auf fast 2.000 Meter müssen, erst dann würde es runtergehen. Die Füße waren längst nass, unvermeidlich bei den Matschwegen. Die Salomon S-lab Sense erwiesen sich längst als Fehlgriff für diese Bedingungen. Durch Steinwüsten kraxelten wir hoch. Wohlgemerkt, Stefan vorneweg, dann wartend, fotografierend, ich nach einer endlichen Zeit wie ein Häufchen Elend hinterher. Handschuhe und Mütze waren durch. Wie lange dauerte das? 2 Stunden? 3 Stunden? Gefühlt unendlich. Dann kam so ein Gipfelkreuz und Stefan benannte den “höchsten Punkt der Runde”. Uffz. Zu sehen gab es außer Nebelwänden hier sowieso nichts. Also nichts wie runter.

Wir laufen mal ein Stück

Markierte Fotos – 19Es dauerte nicht lange und ich legte mich galant hin, irgendwann musste es passieren. Mund abputzen, weitermachen. Der Trail durch das Landtal ist sicher gut zu laufen, wenn, ja wenn dieser Regen nicht gewesen wäre. Wir mussten hier vorsichtig sein. Runter zum Obersee hörte dann der Regen endlich mal auf und ich fasste wieder Mut. Markierte Fotos – 15Abschnittsweise kamen wir jetzt richtig flott voran, wurden aber immer wieder durch Kletterpassagen und Sturzbäche ausgebremst. Der Obersee war richtig gut zu sehen und es klarte auf – hatten wir doch noch Glück heute? Der Röthbachfall ist ein beeindruckender Wasserfall, der sich in voller Schönheit präsentiert. WOW! Nun aber schnell weiter bis zum Ufer des Königssees, der sich vor uns in seiner Pracht zeigte. Vereinzelt kamen uns schon Wanderer entgegen, die von der Saletalm kamen. Bartholomä mit seiner kitschigen Kirche war bereits in Sicht. “Sieht ja nicht mehr weit aus!”

So etwas nennt man Viehtriebsteig?

Markierte Fotos – 09Am Ufer kann man am Königssee nun mal selten laufen, also steuerten wir links vorbei über eine matschige Wiese zu einem “Weg”, den aber nur Stefan als das erkannte. Es ging gleich wieder ordentlich nach oben, weg vom See. Unterwegs kamen sogar Stefan Zweifel, ob wir richtig sind. Es sind “nur” 300 Höhenmeter, die sich aber wie Kaugummi zogen. Man stößt dann auf einen Wanderweg, die Saugasse, die mit 30 Serpentinen runter zum See führt. Markierte Fotos – 11Gut zu laufen, endlich wieder einkuppeln und die Beine locker machen. In Bartholomä wurde der Regen nun wieder stärker und ich gab die Hoffnung auf, heute nochmal zu trocknen. Ich merkte bei einer Cola, dass ich meine Ambit2 nach 4,5 Km aus Versehen angehalten hatte und fragte Stefan, wieviel Strecke denn noch bis zum Ziel seien. “Zwei Drittel haben wir, vielleicht auch drei Viertel.” Die verwunderten Blicke der japanischen Touristen unter ihren Regenschirmen hatten wir sicher. Es war 13:30 Uhr, wir lagen erstaunlich gut in der Zeit.

Das Beste zum Schluss

Markierte Fotos – 12Natürlich ging jetzt nochmal die Post ab. Immerhin wurde ich wieder warm. Der letzte Abschnitt der Königsseerunde führt über den Rinkendlsteig nochmal auf 1.450 Meter. Hier ist es empfehlenswert, noch Reserven zu haben. Teilweise wird es abenteurlich steil und die Gedenktafeln für abgestürzte Wanderer wirken nicht gerade motivierend. Die Steige sind gesichert und die Gefahr, dass man sich beim Blick auf den See vertritt, war gering – man sah den See sowieso nicht. Ich ergab mich in mein Schicksal, was blieb auch anderes übrig, wollte ich die Runde unbedingt zu Ende bringen. Die Konzentration musste gehalten werden und abschnittsweise hat es sogar Spaß gemacht. Markierte Fotos – 22Unterwegs erzählte mir Stefan, dass der Steig auch “Scharfrichter” genannt wird. Warum, war nun kein Geheimnis mehr. Irgendwie habe ich inzwischen verdrängt, dass wir mindestens 90 Minuten da hoch brauchten. Eine brutale Passage, die Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und ein gutes Einschätzungsvermögen der eigenen Kräfte erfordert. Wer in Bartholomä völlig hinüber ist, sollte das Boot nehmen. Die Kührointalm ist der letzte Meilenstein, ab hier führen gut geschotterte Wege runter zur Rodelbahn am Königssee. Stefan schwebte hier runter, während ich meine Oberschenkel mehrmals bat, mir das alles irgendwann zu verzeihen.

Wer ein Trailrunner werden will

Der muss die Königsseerunde laufen. Aber nicht bei Regen. Die Runde ist einfach irre und bietet ein einzigartiges Naturerlebnis in der Bergen des kitschig schönen Berchtesgadener Landes. 50-60 Km in der Ebene sollte man ohne Probleme am Stück laufen können, bevor man sich an die königliche Runde wagt. Danke an meinen Leader Stefan, ohne den ich das Abenteuer nicht gewagt hätte. Wir machen das nochmal bei Bedingungen, die dem König der Trails angemessen sind. Bis dahin lecke ich die Wunden. Krasses Ding!

Ausrüstung:

  • Mütze: Odlo Cap Polyknit Fan
  • Handschuhe: Nike Stormfit
  • Jacke: Skinfit Pfafflar Hybrid Jacket
  • Hose: Salomon S-lab Exo Short Tight
  • Beinlinge: Salomon Exo Calves
  • Schuhe: Salomon S-lab Sense 3
  • Trinkrucksack: Salomon Advanced Skin 5
  • GPS-Uhr: Suunto Ambit 2S

Achenseelauf_Ulf_1So richtig genau habe ich mir das Streckenprofil gar nicht angesehen, von “171 Höhenmetern” war da die Rede und dass “auf dem 2. Abschnitt ab Km 15 nochmal abgeht”. Bestimmt alles nur halb so wild. Brigitte lud zu ihrem erklärten Lieblingslauf an den Achensee ein und da konnte ich nicht nein sagen. Der 15. Achenseelauf startete in Pertisau und führte über 23,2 Km genau eine Runde um den See. Und die hat es wahrlich in sich.

Achenseelauf – 1Mehr als 1.500 Teilnehmer scharrten um kurz vor 10 Uhr an der Talstation der Karwendelbergbahn mit den Hufen und konnten den Startschuss kaum erwarten. Erstmal musste aber noch das “Führungsfahrzeug” mit einem Anhänger vorgefahren werden. Auf diesem befanden sich zwei Ziegen – die “Laufziegen” auf dem “Gossip Car”. Also das Ganze wurde schon mit einem gewissen Humor betrachtet. Dann knallte es auch schon und die Meute wetzte los. Gleich mal den ersten Kilometer in 3:39 Minuten abgespult, so zur Sicherheit. Es ging aber auch bergab. Wir bogen auf die Seerunde entgegen des Uhrzeigersinns und hielten uns auf dem Uferweg. Die Sonne zeigte sich nur zaghaft, was für das Laufen ganz angenehm war. Bis Km 7 passierte nun nicht wirklich viel. Ich hielt mich so im Bereich von 4:20 min/Km mit leichten Schwankungen, ein paar Wellen waren schon zu bewältigen. Der erste nennenswerte Anstieg kostete gleich mal Kraft. Ich lief hinter einer Gruppe und konnte bis Km 12 dran bleiben. Zwischenzeit 10 Km: etwas über 42 Minuten, was ziemlich genau der Bereich einer Halbmarathonzeit von unter 90 Minuten liegt. Ich fühlte mich gut. Dann stieg das GPS für ca. 1,5 Km aus, das habe ich aber erst im Nachgang auf der Karte gesehen. Auch danach zeigt die GPS-Route wilde Glättungen. Auch der Chip der Ambit 2 hat auf diesem Abschnitt Erfassungsprobleme. Wir liefen weg von der Bundesstraße am Ufer, um dann nach dem Schlenker auf Schotter wieder zur Bundesstraße hochzulaufen. Heute fühlte ich auf Asphalt sehr wohl und konnte dort das Tempo besser halten, ich hätte wohl besser einen Straßen-Zehner laufen sollen? Endlich war die Nordspitze des Sees erreicht und wir bogen links in die Gemeinde Achenkirch ein. Auch hier befand sich wieder eine “Labstation” sowie der Staffelwechsel. Nun begann der zweite Teil der Strecke.

Achenseelauf – 38846Ohne großen Anlauf führte der Weg gleich auf einen Singletrail, der sich nun ständig auf und ab am Ufer schlängelte. Der war zudem mit einigen Treppen bestückt, was ich nicht erwartet hatte. Der Tempowechsel ist brutal und haut dich aus jedem Rhythmus. Nun zählen Kraftausdauer und Oberschenkelumfang. Zudem war der Boden vom Regen noch rutschig, was auf den scharfkantigen Steinen nicht so lustig war. Gute 5 Kilometer muss man sich nun hoch und runter kämpfen.Achenseelauf_Ulf_2 Ich machte hier keine übermäßig gute Figur und musste ein paar schnelleren Läufern Platz machen. Auf diesem Abschnitt ist Rücksichtnahme gefordert, Überholen ist nur mit Ansage möglich. Mir wurde schnell klar, dass der erste Streckenteil zu schnell war und zuviel Kraft gekostet hat, um hier Druck zu machen. Das verbuche ich mal unter Lehrgeld der ersten Teilnahme. Von Treppen hatte Brigitte wirklich nichts erzählt, ich hatte mir eher längergezogen Waldwege vorgestellt. Aber mit Jammern gewinnt man keine Sekunde und zum Glück führte der Weg nach der Halbmarathonmarke zügig nach unten. Auf Seehöhe konnte man nun wieder anziehen. Das hat mir wieder gefallen, auch wenn da kein Tiger mehr im Tank war. Beim Zick-Zack-Zieleinlauf ist richtig Stimmung, ein dickes Lob an das Publikum! Mit der Zeit von 1:50:55h bin ich zufrieden. Ganz sicher geht mit einem um 3 bis 4 Minuten langsameren 14 Km-Teil viel mehr auf dem Trail.

Achenseelauf – 2Was macht den Achenseelauf so gut? Sicherlich die spannende Kombination von einem langen, relativ flachen Straßenlaufabschnitt (14 Km) mit dem sehr anspruchsvollen Trail (7 Km) auf der Westseite. Die Organisation ist perfekt, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Man kann mit Championchip laufen und für die Nachmeldegebühr von 39 EUR gibt es sogar noch ein Salomon-Laufshirt. Wenn man jetzt noch mehr Zeit hätte, das irre Panorama des Achensees zu genießen!

von Running Twin Marek am 05. September 2014 · 8 Kommentare · Kategorien: Strecken, Trainingstagebuch

trb_logoJa, ihr habt richtig gelesen. Trails in Berlin? Gibt es doch gar nicht? Nun, so ganz stimmt das nicht. Während sich der Westteil der Stadt mit dem weitläufigen Grunewald schmücken kann, bietet sich im Südosten von Berlin eine kleine Oase für Trailläufer: die Müggelberge. Man kann darüber diskutieren, ob sie den Namen “Berge” auch verdient haben, jedoch gibt es einige Möglichkeiten, Höhenmeter zu machen – und das direkt am Stadtrand neben der Badewanne der Berliner – dem Müggelsee. Letztes Jahr im September feierte der “Trailrun Berlin” dort seine Premiere. Da wir zu diesem Zeitpunkt beim Survival-Run weilten, lies sich eine Teilnahme nicht realisieren. Das soll dieses Jahr aber anders werden. Trotz straffer Terminplanung an dem Wochenende will ich diesmal die anspruchsvolle Strecke über die 10km in Angriff nehmen. Bei mittlerweile über 320 Meldungen ist das Feld um ein Vielfaches gewachsen gegenüber dem Vorjahr. Da scheint der Veranstalter “die Sportmacher” nicht viel verkehrt gemacht zu haben. Einen kleinen Heimvorteil habe ich, da ich – als wir noch in Berlin-Köpenick gewohnt hatten – die Strecken dort oft gelaufen bin. Evtl. schaffe ich es am diesen Sonntag (Teilnahmeschluß!), die Trails noch einmal vorab zu bestaunen.

Route 2.312.201 – powered by www.runmap.net

Dann wird auch sicher der Respekt vor der Strecke wiederkommen. DSCN1239Ich freue mich jedenfalls riesig drauf, haben die Berliner so ein Event schon lange vermißt. Ob eine gute Platzierung herausspringen wird? Da bin ich eher skeptisch ob der Konkurrenz. Aber das Training lief sehr gut die letzten Wochen und da ich völlig ohne Druck an den Start gehen kann, erhoffe ich mir einen guten Lauf. Wer weiß, wofür das Training sich noch auszahlen wird – im nächsten Jahr steht einiges in der Pipeline. Und gerade im (hoffentlich goldenen) Herbst zeigt sich die Natur auf den Trails von einer ihrer schönsten Seiten. Berlin und Trailrunning – wir werden diese Liaison verfolgen und berichten.

von Running Twin Marek am 30. August 2014 · 8 Kommentare · Kategorien: Aktuelles, Wettkampfbericht

Insgesamt könnte ich mit dem Frühjahr und Sommer sehr zufrieden sein. Nach dem verletzungsbedingt holprigen Start im Winter habe ich mich wieder ganz gut aufgerappelt. Zu einem langen Kanten im Renntempo hat es bisher noch nicht gereicht, daher habe ich mich eher auf die kürzeren Distanzen konzentriert. So kommt es, dass ich seit April immerhin schon 4 Wettkämpfe über 10k gelaufen bin. Man kann es Jammern auf hohem Niveau nennen, aber mit den Ergebnissen hadere ich schon ein wenig. Warum? Weil ich denke, es müßte einfach mehr drin sein. Insgeheim habe schon länger mit einer 35:xx spekuliert. Durchaus ambitioniert, aber ehrgeizige Ziele sind für mich ein wichtiger Motivationsfaktor im Training. Der Airport-Run im April hatte noch Comeback-Charakter, aber die anderen drei verliefen allesamt unter den Erwartungen. Die äußeren Faktoren lasse ich nicht als Ausrede gelten. Meine Analyse geht ganz klar in Richtung falsche Renneinteilung. Während ich zu Beginn meistens über dem Plan liege, langt es hintenraus einfach nicht. Schauen wir uns die nackten Zahlen an:

10k

Interessanterweise habe ich auf km 6-10 noch keine Runde unter 03:40 hinbekommen. Zu meiner Überraschung bin ich in Grünau im Mai sogar einen negativen Split gelaufen (Splits aus Runalyze):

Airport Run: 38:04 (18:49 19:13)
Grünau: 37:21 (18:40 18:35)
Citynacht: 37:06 (18:00 19:00)
Barssel: 37:08 (18:15 18:55)

IMG_3468Aber besonders die letzten beiden Rennen sind nicht konstant genug. “Kritische” Kilometer sind bei mir wohl km6 und km7: hier bleibt am meisten Zeit liegen, die am Ende nicht mehr aufzuholen ist, obwohl der letzte Kilometer meist noch im Plan ist. Leider setzt sich das Dilemma auch beim Halbmarathon fort – in Hamburg lagen zwischen Hälfte 1 und 2 über 2min. Mein Plan, die alte Bestzeit (36:41 aus März 2012) zu knacken, hat bis jetzt nicht funktioniert. Das wurmt mich schon ein wenig, aber das Jahr ist ja noch nicht vorbei und evtl. ergibt sich noch eine Möglichkeit. Da es mit dem Marathon im Oktober sehr wahrscheinlich nicht klappen wird, muss ich eben kleinere Brötchen backen, was jedoch nicht heißt, dass dies weniger anspruchsvoll ist.

von Henrik am 23. August 2014 · 7 Kommentare · Kategorien: Strecken, Zukünftiges

MedaillenSeit mehr als 5 Jahren lebe und laufe ich nun schon in der schönen Stadt München und -Asche auf mein Haupt- habe noch kein einziges Mal an einem Wettbewerb im Rahmen des München Marathons teilgenommen. Warum eigentlich nicht? 2009 und 2010 habe ich mich nicht getraut und erstmal die kleineren Laufveranstaltungen angeschaut. Und in den letzten drei Jahren stand jeweils der Berlin Marathon auf dem Plan. In München wird zwei Wochen später gelaufen und damit war es natürlich unmöglich, dort auch zu starten. Ich habe trotzdem in diesen drei Jahren die Gelegenheit genutzt, um als Helfer mitzumachen und war damit sehr nah dran am organisatorischen Drumherum. Das hat immer viel Spaß gemacht und sollte jeder Läufer zumindest einmal miterleben. Nach dem Frühjahrshighlight auf Gran Canaria und dem anschließenden -zugegebenermaßen zeitlich nicht sehr gut gelegten- Rotterdam Marathon soll noch ein Straßenmarathon im Herbst her. So schön es auch in Berlin ist, drei Teilnahmen in Folge reichen aus. Also was liegt näher, als den Marathon vor der Haustür zu laufen.

München – 4

Nun wird es also Zeit.

 
IMG_278650 Tage verbleiben noch bis zum 12. Oktober 2014. Genug, um das Training entsprechend zu gestalten. In dieser Saison hat mich bisher keine Verletzung aufgehalten und ich hoffe sehr, dass das auch bis zum Renntag so bleiben wird. Die Strecke des München Marathons ist sicher nicht so spektakulär wie in Berlin. Auf Sightseeing muss ich beim Anlaufen auf eine Marathon-Bestzeit sowieso verzichten, insofern trifft es mich nicht sonderlich schwer, dass der Zuschauerzuspruch an so einigen Stellen sehr übersichtlich ist. Auch der Zieleinlauf im (weitgehend leeren) Olympiastadion ist nicht so aufgregend, wie er gerne dargestellt wird. Dazu kommt, dass die Münchner Strecke nicht so flach ist wie in Berlin. Laut der Karte sollen es aber gerade mal 30 Höhenmeter sein. IMG_2643Das ist wahrlich keine Entschuldigung. Den Abschnitt durch den Englischen Garten kenne ich vom Stadtlauf und auch der Rest der Strecke führt durch bekanntes Terrain. Was auch noch für München spricht: es gibt kein Teilnehmerlimit und sogar eine spontane Nachmeldung ist bis kurz vor Startschuss möglich. Wo gibt es bitte sonst sowas? Der Veranstalter runabout um Marathon-Organisations-Legende Gernot Weigl zahlt kein Startgeld für kenianische Spitzenathleten und lässt den München Marathon damit zu einer nationalen Veranstaltung werden – perfekt für die Deutschen Marathonmeisterschaften, die in diesem Jahr zum 3. Mal in Folge in München stattfinden und somit deutlich aufgewertet werden. Weigls “Local Heros”-Prinzip findet auch RunnersWorld-Chef Martin Grüning richtig gut.

IMG_2630Marek und ich hatten angedacht, beide beim München Marathon zu starten. Ob das noch klappen wird, davon lassen wir uns selbst überraschen. Auch Britta hatte sich angemeldet für den inzwischen ausgebuchten Halbmarathon, laborierte aber an Knieproblemen vor und nach dem gemeinsamen Run & Bike. Wir müssen abwarten, wie gut die beiden überhaupt trainieren können. Ich werde nach meinen 5 Jahren in München jedenfalls zum ersten Mal im Startblock stehen.

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An einem wunderschönen Oktobertag im letzten Jahr wagten sich vier Läufer auf eine Tour mit dem Ziel, den höchsten Punkt Deutschlands zu erklimmen. Es war schon viel zu spät im Jahr für diese Tour -der Deutsche Alpenverein empfiehlt die Touren nur bis spätestens Ende September-, aber wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter. Die Truppe mit Katja-Maria, Stefan, Ron und mir ließ es gemütlich angehen und wanderte durch das Reintal hoch in Richtung Zugspitze. Oben lag schon eine Schneedecke und trotz großen Einsatzes schafften wir es “nur” bis zur Sonn-Alpin-Hütte auf 2.576m Höhe. Das letzte Stück bis zum Gipfel ist ein anspruchsvoller Abschnitt mit viel Klettereinsatz, den wir aufgrund der fortgeschrittenen Zeit und des meterhohen Schnees unmöglich wagen konnten. “Das holen wir im nächsten Jahr nach” war die Devise nach der Tour. Gesagt, getan. Die Hälfte der Gruppe setzte am Sonntagmorgen um 08:00 Uhr in Garmisch zum Gipfelsturm an.

1Die Route durch das Reintal ist der einfachste, aber auch längste Weg auf die Zugspitze. Stefan und ich hatten geplant, solange zu laufen, wie es halt geht. Startpunkt ist das Skistadion in Garmisch auf ca. 730m. 22_2Es geht durch die spektakuläre Partnachklamm hindurch (Achtung, man wird hier etwas nass) auf gut zu laufende Forstwege, die nur langsam ansteigen. Die ersten 14 Kilometer der Route bis zum Reintalanger sind gut laufbar. Nach ca. einer Stunde hatten wir bereits die Bockhütte auf 1.052m erreicht. Ein abswechslungsreicher Weg führt rechts von der Partnach entlang. Hier kann man sich bei gemütlichem Tempo noch gut unterhalten. Wir trafen wenige Wanderer, die sich schon sehr früh auf den Weg begeben haben mussten. An der Reintalangerhütte (1.370m) kreuzten wir nach 1:45h Laufzeit die Partnach über eine Brücke und liefen die letzten Meter auf dem Anger, bevor der Felsensteig unser Tempo dramatisch reduzierte.4 Der Tempowechsel ist brutal, und man braucht ein paar Höhenmeter, um sich reinzufinden in das Gelände. Für den Steig brauchten wir eine gute Stunde, dann war die Knorrhütte auf 2.052m erreicht. Hier legten wir eine 15-minütige Pause ein und stärkten uns mit Cola. Länger sollte man nicht sitzenbleiben, da man schnell auskühlt. Also auf zum letzten Meilenstein in Richtung Zugspitzblatt. 5Der Weg ist gut zu gehen, gelegentlich muss man etwas kraxeln, aber die gut 500 Höhenmeter bis zur Sonn-Alpin stellen keine große Herausforderung dar. Auch dieses Stück sind wir zügig hochgegangen und benötigten gute 50 Minuten. Angekommen auf dem Zugspitzblatt, ließen wir die Sonn-Alpin, die ihrem Namen alle Ehre machte, links liegen und steuerten nach dem Anlegen von Mütze und Handschuhen direkt in die extrem steil anmutende Schutt- und Geröllflanke hoch zum Gipfel. 7Als wir teilweise auf allen Vieren hochkrochen, verstrichen die angepeilten 4h für die Gesamtstrecke, aber das war uns ziemlich egal. Der Alpenverein kennzeichnet nur diesen Abschnitt als “anspruchsvoll”. Hat man die unangenehme Flanke hinter sich gebracht, klettert man auf einem mit Drahtseil gesicherten Weg auf dem Felsen bis nach oben. Konditionell sollte man für diesen Abschnitt noch Luft mitbringen. Hier waren so einige Bergsteiger unterwegs, die man nicht überholen konnte. Alle in dicker Bergsteigermontur. Wir wurden in unseren Laufoutfits etwas belächelt. Nach etwas mehr 4:30h hielten wir die Uhren an und freuten uns über den gelungenen Aufstieg auf den höchsten Berg Deutschlands.

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Die Route durch das Rein- und Brunntal ist die ideale für Läufer. Man läuft sich 15 Km bei gemäßigtem Tempo ca. 2h warm und geht bzw. klettert die folgenden 5.500 Meter. Unter 4 Stunden schafft man die Tour nur ohne größere Pause. Profiliertes Schuhwerk, warme Kleidung und ausreichend Verpflegung sind Pflicht. Die Meilensteine auf der Route liegen weit auseinander, so dass der Rückweg im Notfall lange dauern kann. Belohnt wird man für die Strapazen mit einer grandiosen Aussicht, die bis nach München reicht. Dafür lohnt sich der Weg immer wieder.

Ausrüstung:

  • Kopfbedeckung: Buff High UV Protection / Björn Daehlie Hat Flag
  • Longshirt: Nike Dry-FIT Long-Sleeve
  • Hose: Asics Trail 2in1 Shorts
  • Beinlinge: Salomon Exo Calves
  • Schuhe: Salomon S-lab Sense 3
  • Trinkrucksack: Salomon Advanced Skin 5
  • GPS-Uhr: Suunto Ambit 2S

Spätestens so um 04:00 Uhr am Morgen des 26. Oktober werden wir mal durchatmen und die letzten Finisher des Marathons im Ziel begrüßen. Mehr als 4 Stunden braucht wohl keiner unserer Teilnehmer, dem Zeittunnel sei Dank. Der Bestzeitmarathon München geht am 25.10.2014 in die dritte Runde.

cropped-Zeitsprung-25.10.2014

Wie das mit Laufveranstaltungen so ist, keine bleibt, wie sie ist. Ein paar Neuerungen wird es also geben. Die Kernidee des Bestzeitmarathons bleibt unangetastet und selbst wenn wir wollten: das Zeitsprungphänomen ist nicht beeinflussbar. Um 3:00 Uhr beginnt für die Marathonis die Reise durch den Zeittunnel. Der Bestzeitmarathon ist eine total offizielle und vom KVR München genehmigte Veranstaltung, folglich müssen wir uns als Orga-Team an so einige Auflagen halten. Die wichtigste: das Teilnehmerlimit liegt bei 100 Läufern. Wer also auch nur überlegt, an unserem kleinen Experiment teilzunehmen, sollte nicht mehr allzu lange mit der Anmeldung zögern. Laufe ich auch selbst mit? Nein, so gerne ich das machen würde. Zum einen lässt das das ganze Organisationsdrumherum nicht zu, zum anderen habe ich meinen Platz in der ewigen Bestenliste des Bestzeitmarathons längst gesichert. Bei unterirdischen Wetterbedingungen habe ich den 1. Bestzeitmarathon im Jahr 2012 gewonnen. Das kann nicht mehr gesteigert werden ;).

Die Orga-Kollegen Chief Balla, Timekiller und ich freuen uns schon auf eine wieder großartige Veranstaltung mit euch.

BWUM_07Ich musste nochmal genau lesen, als Steffen vor ein paar Wochen zum “2. Badewasserultramarathon” einlud. Die Ähnlichkeit des Titels zum legendären Badwater Marathon sind rein zufällig. Beim Badewasserultramarathon handelt es sich um einen Lauf um den Starnberger See. Ja, der Starnberger See. Münchens Badewanne. Die Isar ist wohl eher das Fußbad. Ein bißchen voreingenommen war ich schon, habe ich den Starnberger See bisher nicht als das TOP-Badeziel wahrgenommen. Aber wenn man nur mit Auto oder Rennrad rumfährt, bekommt man vom Uferleben nichts mit. Ganz anders heute, als wir zu dritt mit den Ultramarathon-Erfahrenen Steffen und Andi die 50 Km-Runde in Angriff nahmen. 50 Km? Und dafür muss man sich schon so nah wie möglich am Ufer halten.

BWUM_01Um 10 vor 9 starteten wir am Strand von Percha im Uhrzeigersinn in eher gemütlichem Tempo. Aber Ultra läuft man halt langsam. Die einzige “Gefahr” drohte durch das angekündigte Nachmittagsgewitter, mit dem wir fest auf der Westseite rechneten. Die Tauchertrupps ließen wir schnell hinter uns. Auf der Ostseite auf Höhe Allmannshausen bis Ammerland gibt es traumhafte Badestellen, die auch zu späterer Tageszeit nicht wirklich überlaufen sein dürften. So habe ich den Starnberger See noch nicht gesehen, idyllisch! Der Weg bis zum ersten Verpflegungsstopp an der Anlegestelle in Seeshaupt zog sich, teilweise waren die Wege noch feucht von den jüngsten Regenfällen. Da der Kiosk am Anleger nicht geöffnet war, verschoben wir die Pause zur Tankstelle am Ortsausgang. Die ersten (alkoholfreien) Weißbiere wurden runtergekippt. Nur noch 26 Kilometer.

BWUM_13Die Stimmung war gut, die Sonne brannte nun. An Temposteigerung war nicht zu denken. Der Uferweg durch den Bernrieder Park bot wieder Schatten und griffige Laufwege. Eine Wohltat, in dieser Umgebung zu laufen. (Ultra-)Läufergarn wurde gesponnen und die Wettkampfplanung besprochen – Zeit genug war ja. An den Anstiegen (ja, es gab doch so einige) spielten die Herren ihre Erfahrung aus und gingen diese hoch. Die Höhenmeter der gesamten Runde summieren sich auf immerhin ca. 215, nicht so wenig für eine Seerunde, die fast immer am Ufer verläuft. Einen zweiten Verpflegungsstopp genehmigten wir uns im Tutzinger Biergarten, einer wunderschön gelegenen Wirtschaft direkt am Seeufer. Steffen gönnte sich ein “saures Radler”, ein Bier mit Wasser. Wieder was dazugelernt. Der Auftakt zur Schlussetappe fiel dann entsprechend schwer.

BWUM_15Durch das Possenhofener “Paradies” vorbei am Sisi-Schloss liefen wir rein nach Starnberg. Durch den Wald hätte ich allein nicht gefunden. Als wir da raus waren, ließen sich Andi und Steffen etwas zurückfallen und ich lief die letzten vier Kilometer allein. Natürlich verpasste ich am Wasserbad Percha den Weg zum Ufer und drehte noch eine Ehrenrunde. Wieder runter zum See traf ich die beiden wieder und wir konnten -letztmalig gebremst durch die Öffnung der Brücke- gemeinsam über die Ziellinie laufen, die Andi vor 6,5 Stunden gezogen hatte. Ich habe viele tolle Eindrücke mitgenommen. Danke an die beiden Ultramarathonis Steffen und Andi für diese ultra-schöne Runde, die mit einem Bad in der Badewanne gebührend abgeschlossen wurde.

Steffen hat bewegte Bilder auf der Videokamera festgehalten:

BadestrandEs ist wieder passiert. Auch wenn wir alles versucht haben, um genau das zu verhindern. Wir sind ins das gefürchtete Sommerloch gefallen. Der Trainingsumfang stürzt ab in Tiefen, die nach dem letzten Marathon angezeigt waren und der Körper bekommt Phantomschmerzen vom Nicht-Laufen. Dazu drückt noch das schlechte Gewissen, dass die 12 Wochen vor dem München Marathon längst angebrochen sind und man in GA1, GA2, SWT und TDL-Einheiten denken müsste statt den Fußweg zur nächsten Eisdiele zu überschlagen.

Alles halb so wild.

Natürlich machen alle Streber vorbildlichen Läufer eine 12-wöchige Vorbereitung auf einen Marathon mit. Aber so ganz wenig Grundlagen im Ausdauerbereich habe ich nicht, eine echte Laufpause hat es in diesem Jahr noch nicht gegeben. Vor allem der Juni hatte es in sich: mehr als 350 Monatskilometer inkl. des Laufwochenendes in den Dolomiten und des Bloggercamps im Harz – neuer Rekord. Dementsprechend schwach waren leider auch die Wettkampfergebnisse. In Frankfurt kam nach viel K(r)ampf noch eine 10 Km-Zeit von knapp über 40 Minuten raus, über die Genauigkeit der Streckenlänge schweigen wir uns lieber aus. Beim Rostocker Citylauf standen nach 21,1 Km 1:34h auf der Uhr, genauso beim Run4Trees vor zwei Wochen. Mit diesem beherzten Zieleinlauf war die Quälerei dann endlich überstanden:


  
Mit der Zeit brauche ich über eine 3:15h beim München Marathon gar nicht erst nachdenken. Also lassen wir das Zeitenphilosphieren, wichtiger ist ein gutes Gefühl und der Spaß am Laufen. Ich hatte das Privileg, Laufstrecken in Oslo (<-klick für Bild) erkunden zu können, mit einer tollen Truppe um den malerischen Walchensee zu laufen (siehe Bild) und in Hamburg auf Deutschlands beliebtester Laufstrecke um die Alster zu spurten. Bei 30 Grad Außentemperatur hört der Spaß nur leider schnell auf, umso wichtiger ist ein Ziel, für das es sich lohnt zu trainieren. Der München Marathon am 12. Oktober wird nur ein Meilenstein sein. Im März 2015 werden aller guten Dinge drei werden, wenn es wieder in die Berge Gran Canarias geht. Vielleicht schaffen wir es, den Transgrancanaria Advanced 2015 zusammen zu wuppen. Und darüberhinaus haben wir den Traum, auch beim ehrfürchtigen Transalpine-Run einmal als Team an der Startlinie zu stehen.

Walchensee

Wen tangiert bei solchen Aussichten noch ein Sommerloch im Jahre 2014.