von Thomas Mangel am 08. Dezember 2014 · 1 Kommentar · Kategorien: Aktuelles, Technik

ThomasMangelWir nutzen für unsere Trainingsanalyse die Webapp “Runalyze“. Dass ein großer Funktionsumfang und unzählige Analysemöglichkeiten auch in einer App funktionieren können, zeigt uns Gastautor Thomas mit der von ihm entwickelten App “Trainalyse”:

01_Trainalyse_AppCover_GermanWir Läufer lieben es unser Training aufzuzeichnen. Man will ja wissen, wie weit man gelaufen ist, wie hoch der Puls war usw.. Zur Aufzeichnung benutzen wir unsere GPS-Laufuhr oder das Smartphone mit einer App. Die Radfahrer benutzen Radcomputer, auch Schwimmer vermessen dank Uhren mit Beschleunigungs-Sensor mittlerweile ihr Training im Wasser dank wasserdichter Armcomputer.

Was machen wir danach mit all den Daten? Die App unserer Wahl oder das zur Uhr gehörige Internetportal zeigt uns die Liste unserer Aktivitäten an, zeigt die Strecke einer Aktivität auf einer Karte und visualisiert uns Geschwindigkeit und Puls in einem Graph. Meist endet hier aber schon der Funktionsumfang. Gelaufene Kilometer im letzten, vorletzten Training oder vor einem Monat oder Jahr? Oft Fehlanzeige. Bleibt die Option dedizierter Analyse-Programme am Computer. Zwar sind diese oft sehr mächtig, aber auch umständlich zu bedienen. Weiterlesen »

von Henrik am 30. November 2014 · 2 Kommentare · Kategorien: Aktuelles, Reisen

(c) laufcamp-kalender.deDie Planung des Laufjahres 2015 läuft bei den meisten auf Hochtouren. Vor allem geht es darum, an welchen Wettkämpfen man teilnehmen möchte. Immer mehr Läuferinnen und Läufer zieht es in ein Laufcamp. Nachvollziehbarerweise, denn dort bekommt man zum Pauschalpreis ein Rundum-Lauf-Paket und kann in der Gruppe trainieren. Für alle Leistungsgruppen gibt es inzwischen eine Vielzahl von Angeboten. Nur wie findet man die? Klar kann man googeln, wenn es z.B. nach Spanien gehen soll. Aber es geht noch einfacher. Seit einiger Zeit ist der Laufcamp-Kalender von Michael online. Er hat sich die Mühe gemacht und so ziemlich alle Angebote für Laufcamps auf seiner Seite zusammengefasst. Auf der Startseite sind gleich die nächsten Laufcamps gelistet, man kann aber ganz flott nach Veranstalter, Art, Land oder Monat filtern. Im Januar 2015 Sonne auf den Kanaren tanken? Da hat z.B. die RUNNING Company was im Angebot. Oder in heimischen Gefilden mit Herbert Steffny am Fleesensee trainieren? Beeindruckend, wie viele Veranstalter es mittlerweile gibt. Und das beste: Michael hat Erfahrungsberichte von Teilnehmern verlinkt, so dass man gleich ein authentisches Bild und eine Art Bewertung vergangener Laufcamps bekommt. Das Projekt “Laufcamp-Kalender” ist nicht kommerziell angelegt, hier hat ein Läufer viel Arbeit investiert, um diesen Service auf die Beine zu stellen. Wer jetzt noch die Ausrede hat, dass er kein geeignetes Laufcamp für 2015 gefunden hat, der kennt wohl den Laufcamp-Kalender noch nicht!

Faial C2C Trail 33Aus neun bezaubernden Inseln besteht die Azoren. Die Vulkaninseln gehören politisch zu Portugal und liegen mitten im Atlantik etwa 3 Flugstunden von Lissabon. Ein kleines Paradies, das vom Massentourismus à la Kanaren oder Madeira zum Glück weit entfernt ist. Wer hier urlaubt, sucht keine Strandpartys, sondern Ruhe und Natur. Klar, dass man auf den Wanderwegen auch sehr gut laufen kann. Auf der recht beschaulichen Insel Faial habe ich die Trails unsicher gemacht und den “Inselcross” von Madeira wiederholt. Eine irre Tour!

Faial C2C Trail 41Der “Costa a Costa“-Trail ist mit ca. 37 Kilometern der längste Wanderweg auf Faial und führt von Ost nach West. Der Weg ist aber in beide Richtungen beschildert. Es geht ziemlich kräftig hoch bis auf ca. 1.000 Meter, zudem sind Trittsicherheit und eine gewisse Windresistenz erforderlich. Los geht es in Porto da Ribeira, einem alten Hafen im Osten der Insel, in dem das jüngste Erdbeben von 1998 sichtbare Schäden hinterlassen hat. Faial C2C Trail 14Der als “GR1″ beschilderte Weg führt gleich zackig nach oben zum alten Leuchtturm von Riberinha, von dem nur noch eine Ruine übrig ist. Die rot-weiße Markierung am Wegesrand hilft bei der Orientierung. Es gibt allerdings kaum Möglichkeiten, sich zu verlaufen, so viele Wege gibt es nicht. Nach ca. 30 Minuten auf sehr rutschigem Boden kreuze ich die Küstenstraße und habe auf ca. 400 Meter schon einen großartigen Blick auf die Ostküste. Das Wetter wechselt im Herbst sehr schnell und die Sicht kann sich innerhalb von Minuten auf Null reduzieren. Faial C2C Trail 21Es ist ungewöhnlich windstill, zwei Tage zuvor sind wir an gleicher Stelle fast weggefegt worden. Der Weg folgt nun der schmalen Straße, die zum Windpark und weiter zum Vulkankrater des “Caldeira” führt. Traumhafte Aussichten begleiten mich und kein einziger Mensch kreuzt meinen Weg. Ich bin die steilen Passagen bisher hochgegangen, um die Kräfte einzuteilen. Auf der linken Seite türmt sich langsam der mächtige Krater auf, zu dem sich ein Schotterweg nach oben schlängelt. 14 Kurven sind zu laufen -und die laufe ich tatsächlich hoch-, bis ich auf den spektakulärsten Teil des Trails einbiege: die 8 Km lange Runde auf dem Rand des Caldeira-Kraters. Weiterlesen »

von Running Twin Marek am 15. November 2014 · 7 Kommentare · Kategorien: Wettkampfbericht

141109_110142_PB7_1787Ich blicke zurück auf einen historischen Tag. Der vergangene IMG_2586Sonntag, der 09.11.2014, führte uns die Bedeutung der Geschehnisse vor 25 Jahren vor Augen und stand im Zeichen der Erinnerung an eines der freudigsten Ereignisse der Nachkriegszeit. Und Berlin wußte das Jubiläum zum Mauerfall angemessen zu würdigen: über 6000 Ballons wurden an der ehemaligen Mauer zu einer Lichtgrenze aufgestellt und am Abend in die Freiheit entlassen. Als ich gegen Mittag in Teltow im Zelt auf eine Siegerehrung wartete, spielte der DJ gerade ‘Wind of Change’ und mir wurde einmal mehr bewußt, dass erst die Ereignisse rund um den 09.11.1989 diese Szenerie an der Berlin-Brandenburger Grenze ermöglichten: der Teltowkanal-Halbmarathon wurde zum 11. Mal ausgetragen. Nachdem ich im letzten Jahr als Zuschauer das Geschehen verfolgen konnte, ging ich dieses Jahr als Aktiver auf die Halbmarathon-Distanz. Und der Ausflug sollte sich lohnen. Die Runde am Kanal ist 7,1km lang, wobei der Teil auf der Ostseite komplett asphaltiert ist (der Moderator sprach von “blühenden Landschaften” :-)) und der Teil auf der Westseite einige Single Trails aufweist, welche mit vielen Wurzeln gespickt sind. Die Stadtgrenze liegt genau hinter der Brücke, die über eine Treppe erklommen werden muss. Über 1600 Läufer gingen zeitgleich über 7,1km, 14,1kIMG_2570m 21,1km und einem Staffelwettbewerb ins Rennen – der Start, den ich mit Nadin absolviere, ist dementsprechend sehr gedrängt. Aber es zieht sich schnell auseinander und ich kann mich darauf konzentrieren, nicht zu schnell das Rennen anzugehen. Genaue Ambitionen habe ich nicht – Das gelingt diesmal besser als noch im Sommer in Hamburg. Die Wurzeln auf dem Rückweg sind allesamt toll markiert, so dass die Sturzgefahr minimal ist. Bei der Wende kurz nach Beginn der 2. Runde laufe ich Stephan hinterher, der zu dem Zeitpunkt aussteigt. Es dauert ein paar Sekunden, bis ich das realisiere und mich wieder auf den richtigen Weg begebe. Ganz kann ich das geplante Tempo dann nicht halten, zumal auf dem Rückweg in Runde 2 bereits die ersten 141109_113128kk1332Überrundungen anstehen. Aber die Walker sind allesamt sehr aufmerksam und machen problemlos Platz. Hier merke ich, dass ich noch Reserven habe. In Hamburg war ich zu dem Zeitpunkt bereits völlig am Ende der Kräfte. Nadin feuert mich hinter der Brücke an, in der Eile vergesse ich zu fragen, ob es für den Sieg im Sprint gereicht hat (es wurde der 3. Platz). Jetzt wird es schlagartig voller, aber auf der Ostseite ist reichlich Platz zum Überholen. Das ändert sich dann auf dem Rückweg. Hier muss ich ständig auf mich aufmerksam machen, um keineeiswuerfelimschuh-teltowkanal-halbmarathon-berlin-lauf-wettkampf-2014-25 Zeit zu verlieren. Bis auf wenige Ausnahmen geht es unerwartet gut. Eine Bestzeitenstrecke ist das wahrlich nicht, doch ich bin bis zum Ende konstant unterwegs – was geht also? Kurz vor dem Ziel renne ich fast die Fotografin um, weil mir beim Überholen die Strecke ausgeht. Tatsächlich stoppe ich die Uhr mit neuer Bestzeit. Immerhin 13s konnte ich gegenüber Hamburg abknipsen. Das ist nicht viel, aber für die Rahmenbedingungen an diesem 9. November bin ich sehr zufrieden. Eine insgesamt sehr gelungene Veranstaltung, bei der für mich besonders die hervorragende Moderation hervorsticht. Auch der letzte Läufer bekommt hier nach über 2,5h noch eine Würdigung beim Zieleinlauf. Das paßt perfekt zu diesem historischen Tag.

Chiemseeumrundung – 06Der Wecker klingelt um 06:00 Uhr, es beginnt ein hartes Ringen mit mir selbst. “Muss das wirklich sein?” – “Man kann auch mit einem Schiff den Chiemsee befahren.” – “100 Kilometer fahren für eine Laufrunde?” Letztendlich siegt die Neugier und kurz vor 7 biege ich auf die A8 Richtung Staatsgrenze. Allein die Fahrt ist schon abenteuerlich neblig, lediglich auf dem Irschenberg blitzt die Sonne und das Alpenpanorama auf – das wird toll! So denke ich jedenfalls für ein paar Minuten. Am Startpunkt beim Schiffsanleger Prien sieht es jedoch ernüchternd (neblig) aus, kein Wetter für Depressive! “Bestimmt kommt gleich die Sonne raus!” schreibe ich mir auf die imaginäre Motivationstafel und trabe los.

Chiemseeumrundung – 02Anspruchsvoll ist diese Runde nicht. Es gibt eine nennenswerte Steigung und sehr gut ausgelatschte Wald- und betonierte Radwege. Es braucht nicht unbedingt Trailschuhe. Aber genügend Wasser und Sportlernahrung sollte man im Rucksack haben, ich habe nur wenige Seecafés entdeckt, die noch geöffnet hatten. Hat man Prien erstmal verlassen, ist man schnell auf dem “Seeuferweg”, der sich (tatsächlich!) meistens am Seeufer entlangschlängelt. Bis Gstadt ist es unspektakulär, der Nebel auf dem See verhindert jeglichen Blick auf die Herreninsel, schade. Um es vorwegzunehmen, es wird auch nicht mehr spannender. Schön, dass auch auf dem Uferweg immer Ortseingangsschilder stehen. So kann man sich etwas orientieren. Über Gollenshausen geht es bis zur Halbmarathonmarke nach Seebruck, das die Nordspitze der Runde bildet. Chiemseeumrundung – 03Ich versuche zügig zu laufen, um vielleicht die 53 Km in 5 Stunden zu schaffen. Ich komme an ca. einer Million Bootsstegen vorbei. Für Freunde von Bildern “Wasser im Nebel” ein Fest. Ufernah laufe ich zum nächsten Meilenstein Chieming, das noch verschlafener daherkommt, als ich es erwartet habe. Immerhin Kilometer 28 klingelt auf der Ambit, die inzwischen nur noch wirre Autolaps ausspuckt: entweder ich laufe den Km in 5:15 oder 6:00 min. Der Nebel hat wahrscheinlich den GPS-Empfang ebenso demotiviert. Nun geht es ziemlich gerade nach Süden in Richtung Autobahn. Vorher ist noch die Mündung der Tiroler Achen zu überwinden. Ich bin ja sowas von vorbereitet und weiß, dass ich hier nicht am Ufer laufen kann. Der “Deich” beginnt ab Km 34 und zieht sich gefühlt unendlich bis zur Autobahn. Der erste Tiefpunkt ist da. Muss wohl so sein, wenn man ultra läuft! Die Autobahn ist zwar etwas beruhigend, aber die angeschlagenen “20 Km” bis Prien lassen mich doch sehr skeptisch werden.

Chiemseeumrundung – 04Ja, man sollte die Runde gegen den Uhrzeigersinn laufen, dann leidet man wenigstens auf dem schönen Uferweg. Hier führt ein Radweg direkt neben der Autobahn und als wenn das nicht fies genug ist, er steigt auch noch leicht an. Ich fluche zwar innerlich und lege eine Gehpause ein, aber komme bis zur Marathonmarke wieder in einen guten Rhythmus. Ein Stück geht es dann links von der A8 weiter, welch’ Abwechslung. Ich komme zu einem großen Gebäude, aus dem jede Menge Hundegebell ertönt. Die Pause kommt mir gerade recht und so sehe ich, dass ich vor dem Tierheim “Häuser der Hoffnung” stehe. Eine Mitarbeiterin kommt gleich raus und fragt mich, ob sie mir weiterhelfen kann. “Nein, bin gerade vorbeigelaufen und vom Hunbdegebell neugierig geworden”. Chiemseeumrundung – 05Ich schnappe mir die Broschüre und setze in Gedanken meinen Weg fort. Wie dich ein ganzes Rudel hoffnungsvoll angeschaut hat. In diesem Moment bekommt die Chiemseerunde einen Sinn. Wenn irgendwann wieder ein Hund bei uns einzieht, dann klingeln wir hier in Bernau. Die letzten 7 Kilometer gehen nun relativ gut vom Fuß. Der Radrundweg zieht eine lange 90°-Kurve und schnell bin ich auf der Straße nach Prien. Vorbei am Kletterwald und schon taucht der Riesenparkplatz des Schiffsanlegers auf. Ist da so etwas wie Endbeschleunigung? Heilfroh, dass ich es geschafft habe, suche ich einen Laden, wo ich mir eine Cola kaufen kann. Aber es hat nichts offen. Touristen rennen mich fast über den Haufen, weil gleich “das letzte Schiff” fährt. Und plötzlich bricht die Sonne durch. Gut, dass ich die Sonnenbrille auf dem Chiemseerundweg dabei hatte. Und gut, dass der Wecker heute Morgen so erbarmungslos war.

Link zum aufgezeichneten Lauf

Ausrüstung:

  • Mütze: Odlo Hat Polyknit Fan
  • Jacke: Gore Running Wear Essential Hoody
  • Langarmshirt: Nike dri-fit Longsleeve
  • Hose: Salomon S-lab Exo Short Tight
  • Socken: CEP Run Socks 2.0
  • Schuhe: Brooks PureGrit 3
  • Trinkrucksack: Salomon S-lab Advanced Skin 5
  • GPS-Uhr: Suunto Ambit 2S
  • Verpflegung: High5 EnergyGels + nu3 Energy Cakes

München-Tölz – 09Trainingswoche: eher mau. Wetter: sensationell, und das Anfang November! Also fasste ich am Samstagabend spontan den Entschluss, ein lang gehegtes Vorhaben umzusetzen. Zeit war genug, ich musste “nur” rechtzeitig loskommen. Das Vorhaben hieß “von München nach Bad Tölz entlang der Isar”. Die flüssige Oase fließt nämlich auf ihrem Weg von Tirol in die Donau auch durch das beschauliche Bad Tölz. Von München Solln bis Wolfratshausen (ca. 27 Km) kenne ich die Strecke samt ihrer Variationen ziemlich gut. Dann aber beginnt für mich neues Terrain. Am einfachsten folgt man dem Isarradweg, der natürlich nicht direkt am Isarufer entlangführt, aber unnötige Meter vermeidet.

München-Tölz – 11Auf Höhe der Großhesseloher Brücke bog ich auf den Weg neben dem Isarkanal. Bereits um 7:30 Uhr war es so sonnig, dass man selbst mit Sonnenbrille kaum den Weg erkennen konnte. Auf Handschuhe hatte ich verzichtet, was ich auf den ersten 10 Km bereute. Der Weg bis zur Grünwalder Brücke ist eher langweilig. Danach wird es etwas interessanter, schöne Waldwege führen rauf nach Klosterschäftlarn. Hier überquere ich die Isar und den Kanal, um auf der anderen Seite bis Wolfratshausen zu laufen. Ich treffe bis Aumühle nur wenige Läufer und Spaziergänger. Die 27 Km bis zur Isarbrücke Wolfratshausen verfliegen und ich überquere zum vorletzten Mal den Fluss, um auf der anderen Seite weiterzulaufen. Auf der geraden Strecke bis hierhin konnte ich um die 5:50 min/Km laufen, perfekt. Es wurde schließlich wärmer und zur Halbzeit sollte man noch frisch sein.

München-Tölz – 19Das Neuland beginnt mit schattigen Waldwegen, die mich schnell an das Flussbett bringen. Die Isar ist hier sehr schmal und schottrig, eben noch naturbelassen. Bis zum Radweg muss ich mich etwas hocharbeiten. Der führt relativ gerade durch den Wolfratshauser Forst. Ich kreuze eine Straße und folge den Radwegweisern, die zwischen 15 und 18 Km verbleibende Strecke bis nach Tölz anzeigen. Wie befürchtet wird es nun etwas welliger, im Wald folgt der eine oder andere Hügel, der wirklich nicht mehr sein muss. Der Radweg führt etwas zickzack, wäre der direkte Weg an der Isar doch besser gewesen? Es ist idyllisch wie im Auenland. Mountainbiker sind nur vereinzelt unterwegs. Die Marathonmarke fällt, als ich mich auf einer Straße wieder der Isar annähere. Ich stoße auf die viel befahrene Straße nach Tölz. Doch anstatt dem Radweg zu folgen, laufe ich direkt nach links in der Annahme, dass ich die restlichen Kilometer gut an der Straße laufen kann. Der Radweg führt aber -wie ich im Nachhinein festellte- ohne großen Umweg über das Hinterland. So laufe ich 2 Km auf der Grasnarbe, ehe mir das zu gefährlich wird. Eine Karte, die nicht mal die eigene Position darstellt (WO BIN ICH?), zeigt mir einen Nebenweg über die Dörfer an, auf den ich dankbar einbiege. In praller Sonne komme ich mir auf dem -natürlich- schön welligen Weg vor, als wäre gerade der Hochsommer ausgebrochen. Ein kleiner Junge ruft “Servus” vom Bauernhof rüber, das motiviert mich, das Ding jetzt zu Ende zu bringen. Zwischenzeitlich hatte ich so einige Gehpausen eingelegt. Und siehe da, plötzlich treffe ich wieder auf den Radweg. Zwei Kilometer sind nun noch entlang der Einfahrtsstraße zu laufen, die ich mit “Endbeschleunigung” absolviere (5:30 min/Km, wohlgemerkt). Der Akku ist alle, der Puls bewegt sich auf 1000m-Intervall-Niveau, und nach 50 Km halte ich endlich die Uhr an. -UFFFZ-.

Leider bin ich noch nicht ganz in Bad Tölz, so dass nach eine kurzen Stärkung noch mal 3,5 Km mit der Suche nach dem Bahnhof vergehen. Am Ende musste ich hart mit dem 6er-Schnitt ringen. Die pralle Sonne hat es mir zunehmend schwerer gemacht. Aber unter dem Strich ging es mir erstaunlich gut. Die maue Trainingswoche fand damit noch ein sehr versöhnliches Ende.

Link zum aufgezeichneten Lauf

Ausrüstung:

  • Tuch: Buff High UV Protection
  • Sonnenbrille: Carrera Sport
  • Schweißband: X-Bionic Wallabe
  • Langarmshirt: Under Armour Coldgear Infrared Longsleeve Tee
  • Hose: Salomon S-lab Exo Short Tight
  • Beinlinge: Salomon Exo Calves
  • Schuhe: Brooks PureGrit 3
  • Trinkrucksack: Salomon S-lab Advanced Skin 5
  • GPS-Uhr: Suunto Ambit 2S
  • Verpflegung: PowerBar Blends und nu3 Energy Cakes

BZM-2014Ich dachte ja im letzten Jahr schon, die Länge des Zeittunnels wäre nicht mehr zu überbieten. Weit gefehlt. Auch beim Zeitsprung 3.0, der in der Nacht von Samstag auf Sonntag im Rahmen des 3. Bestzeitmarathons stattfand, habe ich einen ordentlichen Jetlag produziert. Zeitsprung? Zeittunnel? OK, alles der Reihe nach.

Bereits im Januar tagte die “BZM Groundcrew” -das Organisationskomitee bestehend aus Chief Balla, -timekiller- und mir- und legte sich fest: es wird einen dritten Bestzeitmarathon geben! Die zweite Auflage im letzten Jahr war ein voller Erfolg und den riesigen organisatorischen Aufwand hatten wir wohl über den Jahreswechsel verdrängt. Was dann folgte, hätten wir also eigentlich ahnen können. Viel Bürokratie und Vorbereitungsarbeit verbunden mit unserem Anspruch, den Bestzeitmarathon noch besser und professioneller zu machen. Bereits im tiefsten Winter liefen wir bei Minusgraden einsame Runden im Ostpark, um eine genehmigungsfähige Strecke zu finden. Ende Mai konnten wir die Anmeldung öffnen, die sich langsam aber stetig füllte. Eine Auflage war die Begrenzung der Teilnehmerzahl auf 100 Läufer. Der Bestzeitmarathon sollte auch nicht explodieren, also konnten wir mit dieser Zahl leben. Sportarena-300x171Zur Geburtsstunde im Jahr 2012 hätte wohl niemand von uns geahnt, dass wir überhaupt mal einhundert Verrückte zu dieser Tageszeit in einen dunklen Park im Münchner Osten bewegen können. Und unsere Fans ließen uns nicht im Stich. Bereits zwei Wochen vor dem Event war der 3. Bestzeitmarathon quasi ausgebucht. Das BZM-Mobil an der Strecke des München Marathons wurde offensichlich von vielen Läufern wahrgenommen. So gesehen war weitere PR in Form eines Interviews beim Lokalsender münchen.TV eigentlich nicht mehr nötig.

500 EUR Weltrekordprämie wurden auch in diesem Jahr wieder ausgelobt. Doch die Strecke, die von einer Teilnehmerin im Nachhinein als “Luis-Trenker-Gedächtnisstrecke” bezeichnet wurde, ließ keine Zeiten in Weltrekordnähe zu. Aber für uns vom Orgateam stand und steht nicht die sportliche Leistung der Teilnehmer im Vordergrund – nichtsdestotrotz zollen wir dieser höchsten Respekt. Die Teilnehmer sollen Spaß haben, an einer eher ungewöhnlichen Veranstaltung teilnehmen und die Idee des Zeittunnels weitertragen. Und es ist wieder gelungen. Der Bestzeitmarathon 2014 war ein Marathonfest. Wir haben viele stolzerfüllte Gesichter gesehen. So gab es Läufer, die ihren ersten (Halb-)marathon in der magischen Nacht gelaufen haben. Zwei Teilnehmer sind extra aus Frankreich angereist, um beim Bestzeitmarathon mitzulaufen. Da mussten wir als Groundcrew erstmal schlucken. Und alles daran setzen, die Erwartungen unserer Timejumper nicht zu enttäuschen. Erstmals hatten wir Rettungssanitäter vom ASB beauftragt. Wir hatten Dixi-WCs (mit Waschbecken!) am hell beleuchteten Theatron aufstellen lassen. Sogar eine Wertsachenabgabe haben unsere Helfer vom Verpflegungsstand spontan auf die Beine gestellt. Bereits am Freitag konnte sich jeder seine Startunterlagen im Run2 by Runners Point in München abholen und mit uns plaudern. Ein riesiger Zielbogen schmückte den Rundendurchlauf. Die Zeitnahme verfügte erstmals über vier statt zwei Lesegeräte. Die Aufzählung könnte noch sehr weit fortgesetzt werden. Es ist eine Abwägung, einerseits soll der Bestzeitmarathon eine familiäre Veranstaltung für Läufer bleiben, die das Ungewöhnliche mögen. Andererseits muss die Ausrüstung mit der steigenden Teilnehmerzahl Schritt halten. Das widerrum bringt höhere Kosten und damit eine höhere Startgebühr mit sich. Sollten wir ein 4. Zeitsprungexperiment wagen, werden wir uns die Entscheidung sicher wieder nicht leicht machen.

Der Jetlag, der noch bis zur Mitte der Woche reichte, war schnell vergessen. Irgendwie muss am Wochenende in der magischen Nacht etwas an der Uhr gedreht worden sein, so stark scheint der Zeittunnel gewesen zu sein.

Habt ihr etwas mitbekommen?

München Marathon 06Bianca stürzt peitschend voran durch das Marathontor. Sie gibt alles. Im kurzen Tunnel schallt „ein Hoch auf uns“ in der Dauerschleife aus den Lautsprechern, ein paar billige bunte Scheinwerfer versuchen so etwas wie Stimmung zu erzeugen. Welcher Marathonläufer hat dafür noch Nerven? Jedenfalls keiner, der um die wertvollen Sekunden kämpft und förmlich um sein Leben rennt. Wer dachte, es geht jetzt auf die Stadionbahn, irrt. Nur noch die Zielgerade besteht aus Tartan, der Rest der Runde ist Asphalt. Ich laufe möglichst weit innen, Bianca ermahnt mich, auf die Stelzen der Absperrgitter aufzupassen. Jeder Zentimeter zu viel ist zu viel, auch nach mehr als 42.000 Metern. Und dann sind wir plötzlich über die Zeitmatte. –ENDLICH- ist diese Quälerei vorbei. Stehenbleiben ist so ein wunderbares Gefühl.

Das Faszinierende am Marathonlaufen ist die groteske Widersprüchlichkeit zwischen der Erwartungshaltung vor dem Start und dem Empfinden in der Schlussphase des Laufs.

München Marathon 11Kilometer 37 auf der Ludwigstraße. Eigentlich sind es nur noch lächerliche 5.000 Meter bis zur Ziellinie. Aber jeder Marathonläufer weiß, dass diese verbleibende Strecke schier unendlich lang erscheinen kann. Die Beine kleben an der Straße, die Muskelatur in den Oberschenkeln signalisiert, dass sie im nächsten Moment verkrampfen wird. Längst beschränkt sich das Blickfeld auf maximal 5 Meter voraus. Zurufe von den Zuschauern prallen ohne Reaktion ab. Keine Kraft mehr, um die Zwischenzeiten abzulesen. Was soll man auch mit diesen Informationen noch anfangen? Der Körper ist im Überlebensmodus. Und immer wieder die Frage, warum macht man das nur? Es ist schon faszinierend, dass selbst in den furchtbarsten Momenten -und die kommen erst ab Km 30- nicht einmal der Gedanke ans Aufgeben hochkommt.

Das Verpflichtende am Marathonlaufen ist der Zieleinlauf, man tritt nur mit der Option an, den Lauf nach 42,2 Kilometern zu beenden.

München Marathon 13Vor dieser Schleife hatte ich mich gefürchtet. Hinter Km 32 geht es nochmal links ab auf eine Extrarunde vorbei am Königsplatz. Ein sehr schöner Platz, der den Kilometer 35 nicht verdient hat. Richtig wahrgenommen habe ich ihn leider nicht mehr. Es ging hier schon um das Gelingen von Plan C. Längst war der „Ofen aus“ und ich lief seit der Sendlinger Straße nur noch mit Restwärme. Gregor war verschwunden, warum war mir nicht klar. Deshalb hielt ich an den Verpflegungspunkten nun an und trank alles, was ich greifen konnte. In einem dieser Momente flog der 3:15h-Zeitläufer an mir vorbei. Ich wusste seit Km 30, dass es jederzeit passieren konnte. Die Pace lag nun bei ca. 4:45, Plan C war aktiviert und es waren alle Chancen da, den ins Ziel zu bringen. Also lieber ein wenig langsamer laufen und dann auch ankommen.

Das Wunderbare am Marathonlaufen ist, dass man viel Zeit hat, alle möglichen Optionen gefühlte einhundert Mal durchzuspielen.

München Marathon 02Das Ergebnis meines 1. München Marathons ist ja bekannt. Zum dritten Mal lief ich auf die 3:15h an, zum dritten Mal kräftig dran vorbei. Dabei lief es richtig gut los. Viereinhalb Minuten pro Kilometer waren angedacht bis Kilometer 15. Das klappte fast sekundengenau. Eigentlich ist der erste Teil eines Marathons regelrecht langweilig. Bei Km 17 verlässt die Meute den Englischen Garten und nimmt Kurs auf den Montgelaberg, der einzigen nennenswerten Steigung auf der Strecke des München Marathons. Es geht gute 500 Meter recht kräftig nach oben. Es wird gepumpt, niemand will auch nur eine Sekunde seiner Zeit hergeben. Ich überhole einige Läufer, die mich schon seit dem Start begleiten, ein Mann in silbergrauem Shirt mit blauem Cap, der stoisch die 4:30 min pro Kilometer hält. Er wird mir auf der Rosenheimer Straße enteilen. Und er wird auf den letzten Kilometern noch stärker als ich einbrechen, so dass ich ihn 1000 Meter vor dem Ziel tatsächlich noch überhole. Ein älterer Läufer mit orangen Kompressionssocken, der auf die Ludwigstraße gehen muss und der trotzdem lange vor mir im Ziel sein wird. Gregor fährt voraus und hält an, um mich zu knipsen. Es ist noch genug Luft zum Posen. Gleich kommt ja die Halbzeit.

Das Gemeine am Marathonlaufen ist, dass man auf der Hälfte der Strecke noch nicht weiß, wie das Ganze noch ausgehen wird, man hat eine Vorahnung, mehr nicht.

Eine fiese Passage ist die Strecke durch den Englischen Garten. Ich mag den „EnGa“ sowieso nicht sonderlich, dieser „Garten“ ist mir zu weitläufig, die Beleuchtung ist mau und die Wegführung verwirrend. Wer sich nicht auskennt, sollte nicht im Dunkeln da reinlaufen. Die Kilometer 5 bis 17 führen aber unweigerlich im Zickzack durch die riesige Anlage. Der Marathon unter Ausschluss der Öffentlichkeit – hier wird er Realität. An den schmalen Wegen finden sich an zwei Händen abzählbare Zuschauer ein. Der Weg ist schmal und Gregor muss vor den engen Kurven mehrmals zurückbleiben, um keine Läufer zu behindern. Immerhin ist es kein Schotterweg und die Bäume spenden noch Schatten. 10 Km laufe ich knapp unter 45 Minuten – perfekt. Eine Zeitmatte bei 15 Km gibt es nicht. Man muss hier halt durch.

Das Ironische am Marathonlaufen ist, dass die erste Hälfte regelrecht langweilig ist und man in Gedanken verfällt, während man später keinen klaren Gedanken mehr fassen kann.

München Marathon 01Um 9:55 Uhr klettern Georg und ich über das Gitter in den Startblock A. Wir sind euphorisch, es ist noch angenehm kühl, wir haben richtig gut trainiert in den letzten Wochen, eine Bestzeit nach der anderen eingesammelt. Was soll schon schiefgehen heute? Ich hatte mir die Marschtabelle zurechtgelegt (4:30 min/Km), hatte berücksichtigt, dass ein Marathonläufer immer einen Plan B (nahe 3:15h) in der Tasche haben muss. Deshalb habe ich gleich noch einen Plan C (Bestzeit) mitgenommen. Noch nie habe ich mich so gut gefühlt, noch nie habe ich das Trainingsprogramm ohne ein einziges Wehwehchen absolviert, noch nie habe ich so viele Trainingskilometer im avisierten Marathontempo gelaufen.

Das Ärgerliche am Marathonlaufen ist, dass gutes Training nur die notwendige, aber nicht die hinreichende Bedingung für einen Bestzeitlauf darstellt.

Zufrieden war ich unter dem Strich schon. Es war vielleicht mehr drin. Aber erfahrungsgemäß machen mir höhere Temperaturen zu schaffen und der Sonntag war ein überdurchschnittlich warmer Tag. 10 Grad weniger und… lassen wir das. Ich pirsche mich halt langsamer als geplant an die 3 Stunden heran. Vielleicht wird es schon im Winter eine weitere Gelegenheit geben. Und dann gelingt Plan A. Vielleicht.

München Marathon 19

von Running Twin Marek am 07. Oktober 2014 · 3 Kommentare · Kategorien: Ausrüstung, Strecken, Trainingstagebuch

20141005_101218
Die letzte Woche war richtig gut. Ich bin seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder 100km+ gelaufen. Man könnte meinen, der nächste Marathon wartet bereits. Aber dem ist nicht so. Henrik geht am Sonntag in München allein auf die Strecke. Und das ist auch gut so. 20141005_092820Ich würde bestimmt nach 30km die Segel streichen, zu mehr fehlen mir einfach die langen Läufe in den letzten Wochen und Monaten. Ich sehe das Ganze quasi schon als Grundlagentraining für 2015. Einen schnellen “Halben” wird es noch geben, sehr wahrscheinlich bei meiner Premiere am Teltowkanal Anfang November. Danach ist aber erstmal Schluß mit Tempomachen und es geht auf den Winter zu, der längere und vor allem langsamere Einheiten im Vordergrund haben wird. Ein wenig habe ich mich am vergangenen Sonntag darauf einstimmen können. 20141005_095739Über den Vormittag bin ich bei herrlichstem Sonnenschein meine Lieblingsstrecke gelaufen. Dabei habe ich schon mal bei den neuen Latschen von Salomon die Trailfestigkeit überprüft. Eine kleine Blase nach 31km sollte hoffentlich noch nichts darüber sagen, ob der Salomon S-Lab Sense Ultra auch für größere Abenteuer geeignet ist. Leicht und bequem ist er zu tragen und kein Vergleich zu meinen bisherigen “Brocken”, die ich von Salomon anhatte. Da es morgens um kurz nach 8 mit 6° noch empfindlich kühl war und ich nicht mit langem Shirt laufen wollte, entschied ich mich für das La Sportiva Kuma Shirt, das im Gegensatz zu vielen enger anliegenden Laufshirts nicht zu kurz ist und somit den unteren Rückenbereich trotz Trinkrucksack noch sehr gut bedeckt. Außerdem ist das Shirt einfach gut verarbeitet und nicht zu dünn. Eine perfekte Wahl, denn später wurde es doch einige Grad wärmer, die Herbstsonne zeigte sich von ihrer schönsten Seite! Nachdem ich am Donnerstag nach 27km stehend k.o. war und abbrechen mußte, hatte ich am Sonntag keinerlei Probleme und konnte über die gesamte Distanz das gleiche – wenn auch eher gemütliche – Tempo laufen. Auch meinem rechten Vorfuß scheint es immer besser zu gehen. Die Schmerzen, die ich seit April gerade nach der Belastung hatte, klingen immer mehr ab. Ein Segen, wenn man verletzungsfrei durch die Gegend rennen darf! Aber was soll ich viel erzählen, meistens sagen Bilder mehr als 1000 Worte. Kommt gut in den Herbst und genießt die Natur – die Trails warten auf uns!

Ausrüstung:
Mütze: Odlo
Shirt: La Sportiva Kuma
Trinkrucksack: Salomon Skin Pro 10+3
Socken: CEP Compression
Schuhe: Salomon S-Lab Sense Ultra 3
GPS-Uhr: Polar RCX5

(c) http://www.parkrun.org.ukVor einer Woche waren Lauffreund Jan und ich in Manchester bei einer Laufveranstaltung zu Gast, deren Konzept mich begeistert hat. Natürlich kam gleich die Frage auf, warum wir so etwas in Deutschland nicht hinkriegen. Die Park Run-Serie besteht aus 5 Km-Läufen, die jeden Samstagvormittag, i.d.R. um 09:00 Uhr in öffentlichen Parkanlagen stattfinden. Der Knüller ist: es gibt es eine Zeitmessung und die Teilnahme ist kostenfrei. Freiwillige Helfer kümmern sich um Streckenmarkierung, Einweisung und Zeitnahme. Wir haben am South Manchester Park Run teilgenommen, einer von aktuell 291(!) Events in UK und Irland. Vereinzelte Läufe gibt es zudem in Polen und Dänemark, sogar in Russland. In Deutschland leider nicht. Um bei einem Park Run mitzulaufen, muss man sich lediglich einmalig registrieren. Map Park RunsDabei druckt man sich einen Barcode aus, den man zu jedem Lauf mitnimmt. Im Ziel bekommt man ein Token, das auf die Sekunde die Zielzeit enthält, trägt den Token zur Zeitnahme, wo Token und der individuelle Barcode eingelesen werden. Das Ergebnis ist innerhalb weniger Stunden online zu sehen. Sogar eine ausführliche Ergebnis-Mail bekommt man. Das Konzept ist verblüffend einfach. Und wahrscheinlich auch deshalb so erfolgreich. Platt Fields Park ManchesterEs gibt kein Schnickschnack wie Zielverpflegung und Siegerehrung, auch Toiletten suchte ich im Parkgelände vergeblich. Vor dem Lauf gab es eine kurze Einweisung und die Ehrung der Jubiläumsteilnehmer (ab 50 Teilnahmen), die ein adidas Laufshirt in der passenden Farbe bekommen. Sogar ein Hund wurde geehrt, er bekam ein Halstuch mit einem Stern und der Nummer 50. Schon wetzte die Meute los um den kleinen See. Ich dachte ja wirklich, hier würden schon nicht so viele Leute zu der unchristlichen Zeit teilnehmen und ich könne vorne mitlaufen. Nix da, am Ende waren 407(!) Läuferinnen und Läufer auf der Runde und ich finishte als Gesamt-19 in persönlicher Bestzeit. So entspannt, wie die Meute angereist war, löste sie sich auch schnell wieder auf. Auf Wiedersehen in der nächsten Woche beim Park Run!