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Erstellt von Running Twin Marek am 12.05.2012 in der Kategorie Wettkampfbericht |
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Wie schon im letzten war die Nacht im Grünauer Forst einfach nur eine tolle Veranstaltung. Bestens organisiert und moderiert von Helmut Winter konnte ich heute ein weiteres Saisonziel abhaken: der Platz auf dem Podium. Ein wenig hatte ich es vor dem Lauf schon einkalkuliert: dass Jonas Engler mit dem angepeilten (und geschafften) Streckenrekord in einer anderen Liga läuft, war erwartet. Dahinter wurde es spannend. Vor dem Hauptlauf über die 5km/10km starteten noch der Kinderlauf über 500m (unser Jannis wurde 4., der Matthis finishte als Letzter, aber es hat beiden Riesenspaß gemacht) und die Grünauer Meile mit großer Beteiligung von ca. 150 Läufern. Geralds schnelle Söhne Justus und Julius waren hier ganz stark und belegten Platz 4 und 10! Der Papa ging mit mir auf die 10km-Distanz. Die Chronik meines Laufes ist schnell erzählt: nach dem Start setze ich mich forsch an die zweite Stelle. Jonas ist bald außer Sichtweite, aber direkt hinter mir bleibt ein 10k-Läufer dran. Nach der Wende bei km3 geht er vorbei. Da er mir nicht so taufrisch erscheint, entschließe ich mich dranzubleiben. Die 5km-Wende laufen wir erstmal in der falschen Richtung – da fehlte der Streckenposten. Kurz danach gehe ich dann wieder vorbei. Ich sehe Gerald entgegenkommen, er sieht noch super aus. Zeitmäßig habe ich überhaupt keinen Plan – der Garmin lag noch zuhause. Mein erster Wettkampf ohne Chronometer. Aber es stört überhaupt nicht. Offensiv zu laufen war die Devise und dass ich nicht zu langsam bin, habe ich einfach im Gefühl. Bei km7,5 scheint der Wille meines Mitstreiters aber gebrochen: sein Atem entfernt sich etwas. Ich versuche weiter zu forcieren und der Zwischenspurt reicht am Ende bequem für den 2. Platz und eine super 37:16. Keine Bestzeit, aber hier war die Strecke im Gegensatz zu Britz auch korrekt vermessen. Ich bin damit sehr zufrieden. Gerald läuft als 4. in 40:20 ein – die sub40 ist damit knapp verpaßt. Aber richtig unglücklich war er damit nicht. Warum auch – ein schöner familiärer Lauf, nächstes Jahr wieder!
Update: ingesamt kamen knapp 1000 US-Dollar an Spenden zusammen, weitere Impressionen findet Ihr hier.
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Erstellt von Running Twin Marek am 10.05.2012 in der Kategorie Wettkampfbericht |
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Die Schlagzahl bleibt hoch: Henrik hat am letzten Samstag erfolgreich zum ersten Mal den Fisherman’s Friend StrongmanRun gelaufen. Ich hatte auch mit dem Start geliebäugelt, aber ich hätte meine Family aufgrund der weiten Anreise aus Berlin Freitag und Samstag allein lassen müssen. Das war es mir dann doch nicht wert. Das kleinere “Übel” war dann der Sonntagvormittag – ich hatte mich am Donnerstag auf dem letzten Drücker noch für die BIG25, die 25km von Berlin, angemeldet. Zwei Wochen nach meiner Marathon-Premiere, vielleicht nicht so die beste Idee, möchte man meinen. Aber manchmal hat man einfach ein gutes Gefühl für den Wettkampf und das hat mich dieses Mal nicht getäuscht. Da auch das Wetter super mitgespielt hat – kühle 15°, kein Vergleich zu dem Hitzelauf vor einem Jahr – bin ich volles Risiko gegangen und die ersten 10km schnell losgelaufen. Zum Glück konnte ich den dieses Jahr anscheinend willkürlich vergebenen Startblock von B4 auf B1 ändern lassen. So habe ich schnell viel Platz und lief weitesgehend allein. Solange, bis die Halbmarathonläufer aus dem Tiergarten wieder auf die 25km-Strecke einbiegen. Danach beginnt ein richtiger Slalomlauf. Am Potsdamer Platz schließe ich mich kurz vorher einer Gruppe an, die knapp unter 4min/km unterwegs war. Das Tempo ist perfekt an diesem Tag. Ich kann sehr gut mitschwimmen und bin überrascht, als ich Milosz bei km19 zu Gesicht bekomme. Weiterlesen >>
Im letzten Jahr hatten wir gekniffen, weil Marek sich verletzt hatte. 2011 fand der StrongmanRun zum ersten Mal auf dem Nürburgring statt. In diesem Jahr nun zum zweiten Mal in der “grünen Hölle”. Marek ist dieses Jahr nicht verletzt, aber er wollte seine momentan bestechende Form nutzen, um einen Tag später in Berlin die BIG25 zu laufen. Für Spaßwettkämpfe bleibt da keine Zeit. Also habe ich die Running Twins allein auf dem Nürburgring vertreten. Der größte Hindernislauf der Welt ist ein Riesenspektakel! Das Wetter war absolut unterirdisch, am Ring war am Samstagvormittag dichter Nebel und Dauerregen. Genau das, was die verrückten 10.000 Teilnehmer dieses Laufs wollten? Aus der Twitter- und Bloggergemeinde traf ich Hannes und Michael vor dem Lauf. Bis zum Start verloren wir uns wieder. So gegen 11:00 Uhr sortierte ich mich vorn in die Startaufstellung ein. Es war ziemlich frisch, aber in der Masse der Starter wurde es wenigstens nicht furchtbar kalt. Um 11:30 Uhr verkündete der Anheizer eine Verschiebung des Starts um eine halbe Stunde aus schwer nachvollziehbaren Gründen (zu neblig am Wasserhindernis). Die Menge reagierte wenig begeistert, ließ sich aber von den 30 Minuten Verzug nicht beeindrucken. Um 12:30 Uhr ging die Grand Prix-Ampel endlich auf grün und wir flitzten los. Die Strecke besteht aus einer 10,8 Km langen Runde mit 15 Hindernissen, die zwei Mal zu absolvieren ist. Weiterlesen >>
Auch wenn man am Wettkampftag sich nicht an Analysen versuchen sollte. Ja, die Hitze hat mich heute fast umgehauen und in der rechten Wade hat es schon auf den ersten Metern dermaßen gezogen, da bin ich lieber vorsichtig ins Ziel getrabt. Vorgenommen hatte ich mir sowieso nur einen Trainingswettkampf, die Bestzeitambitionen der anderen hatte ich müde weggelächelt und überhaupt, diese übertriebene Fokussierung auf Wettkämpfe und Bestzeiten ist mit mir nicht zu machen. So könnte die brave Variante klingen. Leider ist an der rein gar nichts dran. Es war sicher nicht zu warm, nicht mal Phantomschmerzen früherer Verletzungen waren zu spüren. Und es sollte schnell werden. Sicher, Bestzeiten läuft man nicht “locker vom Hocker”, das ist immer ein großer Kampf mit sich selbst. Das Tempotraining der vergangenen Wochen war noch nicht umfangreich, aber nach meinem Gefühl umfangreich genug für einen 10 Km-Wettkampf. Was sollte schon schiefgehen? So richtig schief ging eigentlich auch nichts. Deshalb wird dieser Lauf wohl in meine persönliche Geschichte mysteriöser Ausfälle eingehen, und ich wollte doch diese Liste nicht fortsetzen. Der einzige akzeptable Kilometer war der erste. Mit 4:01 auch sicher nicht zu schnell angelaufen. Ich pumpte da schon wie ein Mops nach einem 100 Meter-Sprint und zum Pacemaker Patrick klaffte bereits eine 20 Meter große Lücke, die mir wie ein Krater vorkam. Die Brücke über die Bundesstraße 471 ist eigentlich nicht hoch, und doch erschien mir die wie der Tourmalét. Angreifen? Leider klemmte der Schalter. Die Beine fühlten sich bleischwer an. Bis Km 5 schwankte ich so hin und her zwischen Schnelllaufen und Schnelllaufenwollen. Ich sparte mir den Blick auf die Uhr und verabschiedete mich gedanklich von diesem Lauf. Jetzt durfte überholt werden -ich hätte es auch nicht verhindern können- und ich verließ brav die Ideallinie. Ich lief so um die 4:45/Km und ohne zu untertreiben: wesentlich schneller wäre es nicht gegangen. Pläuschchen im Ziel, Auslaufen, Gruppenfoto, eigentlich war alles perfekt. Wenn man mal von dem Lauf absieht. Einen Vorteil hatte der Auftritt heute doch: die Kräfte für den StrongmanRun am Samstag sind geschont.
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Erstellt von Running Twin Marek am 25.04.2012 in der Kategorie Wettkampfbericht |
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Nun steht sie also endlich: die erste Marathon-Zeit ist schwarz auf weiß zu sehen. Das heißt, ich habe den ersten 42,195km-Lauf in meinem Leben überstanden und bin ins Ziel gekommen. Aber der Reihe nach – das Wochenende und besonders das Rennen hatten es in sich. Britta hat mich das ganze Wochenende begleitet und war auch während des Laufes mit dem Rad an meiner Seite. Das sollte sich als großer Glücksfall erweisen. Dazu aber später mehr. Und so lief das Wochenende, beschrieben aus beiden Sichten, von Britta und von Marek:
FREITAG/SAMSTAG: ANKOMMEN UND STRECKE ERKUNDEN
{M a r e k}
Da wir zeitig angereist sind, konnten wir die Startunterlagen schon am Freitag nachmittag abholen. Hier war die Organisation suboptimal trotz der wenigen Leute, die auf die gleiche Idee wie wir kamen. Es dauerte ca. 20min, wir entschieden uns aber trotzdem, das offizielle Teilnehmershirt zu kaufen, für 18,- war das auch ein fairer Preis für ein schönes Shirt.
Die Strecke selbst erkundeten wir dann am Samstag per Bike. Sollte doch einfach sein! Mit dem Streckenplan ausgerüstet machten wir uns vom Start- und Zielbereich in Burg ans Werk. Die ersten Kilometer klappte das auch problemlos, aber schon bald wurde es ohne Markierungen (die nur spärlich auf den Wegen waren) schwierig. Wir staunten nicht schlecht, als wir bei km8,5 auf die Halbmarathonis trafen, die den Halben in Lübbenau bestritten. Die Schnellen waren aber da schon lange durch, so dass wir nur noch einige Genußläufer (ja sowas gibt es) und Walker kreuzten. Zwischen km10 und km11 verfuhren wir uns dann bereits ein zweites Mal. Wieder auf dem rechten Weg scheiterten wir dann aber final bei km13 und km14 und beschlossen, unsere Kräfte zu schonen und den Nachmittag noch mit einer Paddeltour zu beenden. Das Carboloading am Abend sollte nochmal die Kohlenhydrat-Speicher auffüllen. Zuvor standen wir aber noch ca. 2h an der Straße, weil wir den Skater-Marathon nicht auf dem Schirm hatten. Kein Durchkommen war mehr möglich.
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Erstellt von Running Twin Marek am 13.04.2012 in der Kategorie News |
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Hitmeister sucht die Superblogs 2012 – und die Running Twins sind nominiert in der Kategorie “Sport und Fitness”. In der Zeit zwischen dem 17. April 2012 (12:00 Uhr) und dem 24. April 2012 (12:00 Uhr) könnt Ihr innerhalb der jeweiligen Kategorie für das beste Blog abstimmen. Am 25. April 2012 ist es dann soweit und die Sieger in den einzelnen Kategorien werden bekanntgegeben. Es gibt durchaus attraktive Preise zu gewinnen. Ihr unterstützt uns? Wir freuen uns natürlich über jede einzelne Stimme von Euch, die ihr ab kommender Woche bei hitmeister abgeben könnt. Unter allen Teilnehmern werden zudem noch IPads verlost. Dass ein Laufblog diese Abstimmung gewinnen kann, hat uns Christian mit brennr.de bereits 2008 bewiesen. Wir fragen Euch: Sind wir einfach nur ein super Blog oder das Superblog 2012?
Im Dezember 2010 hatte ich schon mal einen Versuch gewagt und bin im Training einen Marathon gelaufen. Damals bin ich im Tiefschnee von Grünwald zum Flughafen gestapft, ein abenteuerliches Unterfangen. Gestern habe ich mich eher spontan aufgemacht und wollte einfach probieren, wie weit es geht. Über die Sinnhaftigkeit eines derart langen Laufs und den Erkenntnisgewinn daraus kann man sich streiten. Eigentlich habe ich im Sommer eher Kurzstrecken vor und für die sind 42,2 Kilometer im Wohlfühltempo eher kontraproduktiv. Das große Ziel im Herbst heißt aber wieder Berlin. Und für die Vorbereitung nehme ich vom gestrigen Lauf einiges mit:
- Die richtige Energiezufuhr entscheidet mit über den Erfolg. Gestern hatte ich 3 Gels und ca. 750 ml Wasser im Trinkgürtel, was sich als viel zu wenig herausstellte. Nach 30 Km war die Verpflegung aufgebraucht und um überhaupt den Lauf zu schaffen, musste das Tempo runter und die eine oder andere Gehpause eingelegt werden.
- Es ist eine wertvolle Erfahrung zu wissen, wie sich die Beine nach 40 Km anfühlen. Man muss sicher nicht die volle Distanz trainieren, um einen Marathon zu finishen. Vor Berlin im letzten Jahr habe ich es gerade mal auf einen 27 Km-Lauf gebracht. Aber spannend ist es, wenn der Körper langsam aber sicher in den Streik tritt und man vor allem mental dagegen ankämpfen muss.
- Das Schuhwerk spielt eine wichtige Rolle und nach 30 Km fühlt sich so ziemlich jeder Schuh nicht mehr so an wie noch beim Loslaufen. Der Langzeitbelastungseffekt liefert Erkenntnis, welcher Typ von Schuh eher für den Wettkampf infrage kommt. Ich habe gestern die Kombination aus dem (neutralen) K-Swiss Kwicky Blade Run und supinierend wirkenden Einlagen probiert. Das hat richtig gut funktioniert.
- Auch für einen Marathon ist die Streckenkenntnis wichtig. Du weißt genau, wo du bist, hast ein Gefühl für die verbleibende Strecke und kannst dich an eigenen Meilensteinen orientieren und motivieren. Von Garching bis Baierbrunn kenne ich an der Isar auf beiden Seiten bald jeden Stein. Das gibt ein sicheres Gefühl und verhindert Überraschungen. Und man weiß jederzeit, wie man alternativ nach Hause kommt.
Sicher, eine Pace von 6:17 min/Km mag gemütlich erscheinen, und Marek darf müde darüber lächeln. Aber das sollte sie auch sein. Hätte ich es schneller angegangen, wäre dieser Lauf definitiv früher zu Ende gewesen. Bis zum Beginn meiner Marathonvorbereitung ist es noch bis Juli hin. Bis dahin kommen noch ein paar Kurzstrecken, der SkyRun in Berlin und hoffentlich ein guter Halbmarathon.
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Erstellt von Running Twin Marek am 05.04.2012 in der Kategorie News |
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Olympia 2012 steht vor der Tür. Ist es wirklich schon wieder vier Jahre her, als in Peking die Mutter aller Sportevents stattfand? Das Marathonrennen gewann damals überlegen der 21-jährige Kenianer Samuel Wanjiru, der leider mittlerweile verstorben ist. Haile Gebrselassie lief aufgrund der klimatischen Bedingungen nur die 10000m, verpaßte aber auf dieser Distanz eine Medaille. Mocki schaffte in einem starken Rennen einen tollen 13. Platz mit persönlicher Bestzeit. Das IOC hat nun ein schönes Video veröffentlicht, das motivieren soll, sein eigenes Talent – in welcher Sportart auch immer – zu präsentieren und damit evtl. zu den Olympischen Spielen nach London fahren zu können:
Das Ziel dieser Aktion ist es, sportliche Highlights von Olympia-Fans aus der ganzen Welt zu sammeln und so den olympischen Gedanken der Völkerverständigung weiterzugeben. Die Besucher der Seite können für ihr Lieblingsvideo abstimmen. Monatsweise wählt eine Jury aus den zehn Videos mit den meisten Stimmen einen Sieger. Die besten Szenen der hochgeladenen Videos werden in einen offiziellen Spot zu den Olympischen Spielen aufgenommen, der auch im Fernsehen gezeigt wird.
Wir unterstützen diese Aktion und geben die Message gerne weiter. Also zeigt Euer Bestes und vor allem: habt Spaß dabei! Es muss ja nicht immer das Laufen sein. Alternativen gibt es genug. Viele von Euch sind ja mittlerweile in Richtung Triathlon unterwegs. Auch ungewöhnliche Events tragen zur Abwechslung bei: warum nicht auch einmal bei einem Treppenlauf oder einem Hindernislauf mitmachen? Oder auch das Rückwärtslaufen kennenlernen? Es gibt viele Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen. Viele Firmen haben das Potential der Mitarbeiter erkannt und fördern gezielt durch Maßnahmen die Gesundheit ihrer Belegschaft. Wer möchte schon ständig kranke Mitarbeiter haben? Erst gestern wurde mir berichtet, dass beim DLR kostenlos Schrittzähler verteilt wurden, mit denen man durch unterschiedlichste sportliche Aktivitäten ein Punktekonto füllen und am Ende etwas gewinnen kann. Ich bin mir sicher, dass in vielen Talente schlummern, von denen man einfach noch nichts weiß. Die hochgeladenen Videos kann man sich hier anschauen. Und wann zeigt Ihr Euer Bestes?
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Die Vorfreude auf den Berliner Halbmarathon war schon lange da. Nachdem Henrik aufgrund seiner Urlaubsplanung schon frühzeitig abgesagt hatte, wollte ich genau drei Wochen vor meinem Marathondebüt nochmal Selbstvertrauen tanken und auf der schnellen Berliner Strecke schauen, was genau auf den 21,1km möglich ist. Das Training in den letzten 8 Wochen lief überwiegend problemlos, so dass ich die persönliche Bestzeit auf jeden Fall angreifen wollte. Manchmal kommt es aber eben anders als man denkt. So habe ich mit meinen Jungs am Sonntag das spannende Rennen im Internet verfolgt. Was war passiert? Gut gelaunt bin ich am Freitag nachmittag auf die Berlin-Vital gestiefelt und wollte Henriks Startnummer abholen. Tags zuvor fiel mir ein, dass Henrik ja bestimmt seinen Champion-Chip bei der Anmeldung angegeben hatte. Also schnürte ich meinen von den Wettkampf-Tretern ab und packte ihn vorsorglich ein. Sollte ja einfach möglich sein, dass ich meinen auf die Startnummer eintragen lasse. Oder? Ich wollte ja noch einigen Ausstellern einen Besuch abstatten und erledigte deshalb erstmal die Formalitäten: einmal bis zur Startnummernausgabe durchgekämpft (alles ultramodern jetzt, die Nummer wird on-the-fly ausgedruckt), verstand die Dame an der Ausgabe mein – zugegebenermaßen nicht gerade kompliziertes – Anliegen gar nicht. War wohl in ihrer Einweisung nicht vorgekommen dieser Use Case. Immerhin stiefelte sie mit mir zum Help Desk, wo ich mein Anliegen nochmals erklärte. Bei dieser “netten” Dame stieß ich aber noch mehr auf Granit. Ich war ehrlich und sagte ihr, dass ich nicht derjenige bin, auf den die Startnummer registriert ist, sondern mein Bruder. Wahrscheinlich der entscheidende Fehler. Jedenfalls hegte sie nun die Vermutung, dass ich mit der Nummer laufen wollte (was nicht ganz unbegründet war) und erklärte mir bestimmt, dass die Startnummer nicht übertragbar wäre und ich doch jetzt schnellstens gehen sollte. Sonst würde sie mir die Nummer sofort wegnehmen. Ich versuchte noch zu argumentieren, dass das Ändern des Chips doch völlig unabhängig davon ist, wer denn nun mit der Nummer läuft und dass die Nummer ohne einen richtigen Chip keine Zeitmessung bringt, aber da war die Geschichte schon gegessen. Ich war leicht bedient und warf die restlichen Startunterlagen allesamt in die nächste Mülltonne, vergaß sogar das Teilnehmershirt abzuholen und stampfte frustriert Richtung Ausgang, ohne die Aussteller zu besuchen. Ich frage mich beim SCC immer, warum das Ändern von diesen Dingen (Name, Chip etc.) so kompliziert bzw. unmöglich ist. Bei anderen Laufveranstaltern geht sowas doch auch. Meinetwegen sollen sie dafür 5,- Gebühr erheben, aber technisch ist das doch alles kein Hexenwerk. Leider scheitert es meistens am Servicedenken – die Masse macht es eben bei solchen Events, da zählt der einzelne kleine Kunde nicht mehr.
Ich werde in diesen Tagen oft gefragt, wann ich meinen Urlaub denn unterbreche, um arbeiten zu gehen. Und faktisch habe ich schon 4 Wochen Urlaub im laufenden Jahr hinter mir. Dafür schwitze ich dann im Sommer im Büro, wenn ihr in den Ferien seid. Und hoffentlich mit schönen Reiseberichten zurückkehrt. Ich habe mich 2,5 Wochen in Florida aufgehalten für eine Rundreise. Natürlich kam die obligatorische Frage auf, ob man denn in Key West vorbeischauen müsse. Die Gemeinde ist durchaus gespalten bei dieser Frage. Wir haben uns dafür entschieden. Ein Läufchen auf Key West – das muss doch drin sein, so schnell kommt die Gelegenheit nicht wieder. Natürlich wollten wir die Legendenbildung zu Key West auch mal vor Ort bestätigt wissen. Und ja, um es vorwegzunehmen, es lohnt sich. Laufen kann man dort auch ganz wunderbar. Wir sind tagsüber erst mit Fahrrad um Key West geradelt, um ein Gefühl für die Größe der Insel zu bekommen. Am Vorabend habe ich mich dann in die FiveFingers geworfen und eine Runde gedreht. Zu früherer Tageszeit ist es nicht empfehlenswert, die Sonne knallt erbarmungslos. Natürlich können es einige trotzdem nicht lassen, unverkennbar auch Touristen. Das Outfit spielt eine wichtige Rolle, genau wie in Miami Beach. Oberkörperfrei ist obligatorisch, den iPod und den Brustgurt nicht vergessen. So schiebt man sich dann durch die Hitze. Dass dabei kein qualitativ hochwertiges Training herauskommt, ist nebensächlich. Man zeigt, was man hat. Wer sich einmal 10 Minuten an den Ocean Drive von Miami Beach gesetzt hat, weiß zu gut, welches Schauspiel es dort zu beobachten gibt. So extrem ist es aber auf Key West nicht. Weiterlesen >>
Der Post von Nadin kam mir heute ganz gelegen. Der Frühling ist zwar spürbar da und die Temperaturen steigen, aber so richtig will sich keine Frühjahrsmotivation bei mir einstellen. Das liegt zum einen daran, dass die abendlichen Runden im Dunkeln unter der Woche weiterhin Bestand haben. Leider wird es noch eine ganze Zeit dauern, bis auch abends nach Feierabend wieder im Hellen gelaufen werden kann. Der Tip mit den “neuen Wegen” ist sicher gut, aber das macht man doch lieber bei Tageslicht. Zum anderen ist es schon etwas demotivierend, wenn man Henriks schöne Schnappschüsse aus dem warmen Florida sieht. Nun ja, zumindest der Tip mit dem Setzen der Ziele ist für diese Saison schon längst umgesetzt: am 1. April steht ja schon der Berliner Halbmarathon an. Wenn das mit den Temperaturen so weiter geht, dann “befürchte” ich eine ähnliche warme Veranstaltung wie im letzten Jahr. Und danach sind es nur noch drei Wochen bis zum Spreewald. Jetzt heißt es also, die Form zu halten und nicht nachzulassen, damit die Tapering-Phase ja nicht zu spät anfängt :-) Vielleicht habt ihr ja noch einen guten Tip für mich, wie ich die Vorbereitung etwas variieren kann. Ein wenig im Kraftbereich hatte ich bereits am Wochenende getan: der neue Spielturm im Garten ist fast fertig. Und gestern habe ich zum ersten Mal in diesem Jahr die Five Fingers wieder ausgeführt: 11km in gediegenem Tempo durch die beiden Ostberliner Volksparks fühlten sich gut an. Die Waden haben es gut verkraftet. Das schreit nach mehr. Der Frühling kann kommen!
Es ist Freitag Abend. Die Arbeitswoche ist geschafft. Pünktlich zum Start ins Wochenende heißt es den Kopf freibekommen und nebenbei sportlich ins Wochenende zu starten. Wie immer steht bei Dunkelheit die Frage nach der Laufstrecke im Raum. Meine Abneigung gegen S-Bahn-Querungen verleitet mich zu dem Entschluß, ein paar Runden ums heimische Eck zu drehen. Abwechslungsreich ist anders. Aber sehen wir mal die positiven Aspekte der 1,7km-Runde: das Ziel, halbwegs konstante Zeiten mit gleichbleibendem Puls zu laufen, hat es schon in sich. Zumal sich ein Anstieg über ca. 500m ganz schön ziehen kann. Die Vorgabe von 12 Runden erscheint hochgesteckt, aber durchaus machbar. Man wächst ja an Herausforderungen. Auch am Freitag Abend. Ich starte mit leichten Kopfschmerzen. Die erste Runde verbuche ich unter Warmlaufen – schon blöd, wenn man vergißt, das 1km-Auto-Lapping des Chronometers vorher abzuschalten. Wollte ich doch die exakten Sekunden jeder Runde schwarz auf grau haben. Ab Runde 2 geht es dann also ernsthaft los. Das Tempo hängt irgendwo zwischen Dauerlauf und Tempodauerlauf. Eigentlich keines von beidem und doch irgendwie beides. Egal. Die ersten 6 Runden sind quälend lang. Auf diesen manifestiert sich die Vorgabe, unter 8min pro Runde zu bleiben. Klar: nur, damit das Training schneller vorbei ist. Wie sich dann herausstellt, ist die Vorgabe zu weich. Aber es sollte ja auch keine Tempoeinheit werden. Auf Runde 9 flitzt mir ein Sprinter entgegen, den Berg mit Fullspeed runter. Er grüßt mich hektisch, ohne auch nur den Blick vom Weg abzuwenden. Das nenne ich vollste Konzentration. Der will wohl was erreichen. Und ich? Der zweite Teil vergeht zum Glück fixer. Die Rundensplits sind irre konstant: 07:45, 07:34, 07:33, 07:34, 07:35, 07:37, 07:32, 07:37, 07:32, 07:32, 07:34. Irgendwann gibt auch der bellende Hund an der Kreuzung Ruhe. Nicht mal ein Einbruch am Ende. So langsam kann ich mir echt einreden, dass die Form stimmt. Oder?