Am letzten Wochenende machte sich der Frühling breit. Da freute ich mich schon auf einen sonnigen Saisonauftakt im Westpark. Sonnig war es heute morgen durchaus beim Westparklauf, nur bitterkalt und teil kräftig windig. Der Trainingszustand ist nicht der Rede wert -unterhalb der Woche schaffte ich nach zwei Wochen Erkältungspause immerhin zwei Läufe (darunter ein übler auf dem Laufband)-, die Erwartungen waren also niedrig, alles unter 55 Minuten auf die 10 Km stufte ich als Überraschung ein. Antreten wollte ich auf jeden Fall, zumal das auch mein erster Wettkampf in München war. Weiterlesen »
Diese Frage habe ich mir gestern gestellt. Nachdem ich Sonntag mit den beiden Jungs im Chariot unterwegs war (nach 3km war der linke Reifen platt und mit dem sportlichen Wert der Veranstaltung war es dann vorbei), ging es gestern abend bei schönen trockenen Bedingungen auf die Standard-Abendrunde. Und siehe da, ich hatte Spaß. Mit den trockenen Bedingungen – Eis und Schnee sind zumindest auf den Wegen komplett verschwunden, herrlich wieder festen Untergrund zu haben und nicht wie auf Eiern zu laufen – und auch mit dem Tempo – ich konnte ohne Probleme unter 5min/km laufen und hatte nach 16km noch genug Luft, um noch etwas draufzupacken. Aber lieber nicht übertreiben. Da frage ich mich, ob ich die Form bis Ende des Monats halten kann. Ich versuche es einfach mal. Sonntag steht ja der erste Wettkampf in 2010 auf dem Plan (mal abgesehen von meinem Treppenlauf Anfang Januar), diese Woche werde ich mich dann auch erstmals in diesem Jahr an ein Intervalltraining machen. Bin gespannt, was dabei rauskommt, wird sicher ein guter Indikator für Sonntag.

Am 28.3. ist es wieder soweit: der Berliner Halbmarathon findet nun schon zum 30. Mal statt. Und die Running Twins sind wieder mit von der Partie! Die nächsten vier Wochen sind nochmal wichtig für die Vorbereitung. Der Winter war bisher sehr hartnäckig und ungemütlich, teilweise war an ein Laufen draußen kaum zu denken. Wenn sich die Bedingungen jetzt etwas bessern, wird es Zeit zum Angreifen. Wir werden beide noch einen Wettkampf über eine kürzere Distanz Anfang März machen: Henrik wird im Münchener Westpark und ich im Berliner Britzer Garten an den Start gehen. Das ist drei Wochen vorher nochmal ein guter Test für die Form. Ich bin heute wieder mit einem lockeren Lauf ins Training eingestiegen nach einer 6-tägigen Erkältungspause. Für mich wird der Halbmarathon zudem auch noch ein kleines Jubiäum werden: es wird mein 10. werden. Und dafür habe ich mir einiges vorgenommen. Wir werden sehen, was die Zeit bis dahin bringt!
Trotz eisiger Temperaturen wagte ich mich gestern abend noch mal raus. Im Gegensatz zu meinem letzten abendlichen Ausflug am Montag war es diesmal aber schon wieder ordentlich glatt. Ich kann es nicht verstehen, wieso vor einigen Häusern rein gar nichts gestreut wird. Aber in Berlin wird mehr Jagd auf Falschparker gemacht, anstatt sich die Kollegen vom Ordnungsamt einmal auf diese Sünder konzentrieren würden. Nun ja, zu meinem Lauf: anfangs war ich der Meinung, ein fixes Tempo an den Tag legen zu können und das ging die ersten 4km auch noch gut. Dann bemerkte ich ein leichtes Hungergefühl und dachte mir noch nichts dabei. Mit zunehmender Strecke wurde das jedoch immer stärker, ich mußte mehr und mehr Tempo rausnehmen. Der Körper ging auf Sparflamme über. Den Rückweg hatte ich dann schon größere Probleme und quälte mich mehr schlecht als recht den kürzesten Weg zurück. War ich froh, dass ich wieder zuhause war! Ich haute erstmal ordentlich rein und kam langsam wieder auf Normaltemperatur. Das Ganze erinnerte mich an unseren ersten Halbmarathon im April 2007. Dort erging es mir ähnlich. Zuwenig gegessen und irgendwann ist man einfach nur platt und der Körper streikt. Tja was lernt man daraus: ordentlich essen vor dem Lauf – auch vor kürzeren Distanzen wie gestern!

…das Eichhörnchen. Gestern bin ich nach zwei laufarmen Wochen wieder ins Training eingestiegen. Die Bodenverhältnisse haben sich seit meinem letzten Lauf von unlaufbar zu mehr-schlecht-als-recht verbessert, immerhin gab es einige eisfreie Passagen, so dass ich wieder etwas Tempo aufnehmen konnte. Die wenigen Kilometer im Februar machten sich für mich kaum bemerkbar. Ich hatte Spaß und auch die Temperaturen jenseits des Gefrierpunkts waren absolut ok für meine sonst durchgefrorenen Finger. So ganz nebenbei habe ich die 4000km-Marke im Nikeplus überschritten. Bestimmt wären es schon einige mehr, aber den IPod hatte ich dieses Jahr nicht immer dabei. Nikeplus faßt mein Laufjahr 2009 wie folgt zusammen:
- 2009 bin ich zusammen mit der Nike+ Community 134,572,233km gelaufen und habe Level Lila erreicht.
- Die meisten meiner Läufe waren träge.
- Meine Trainingszeit war normalerweise abends.
- Meistens bin ich gelaufen am: Dienstag.
- Meine Durchschnittsgeschwindigkeit: 5min 3s. Du bist schnell wie ein Löwe.
- Insgesamt bin ich gelaufen: 1556km. Die Strecke entspricht mindestens 25 Marathons.
- So viele Kalorien habe ich verbrannt: 88992. Genug Energie, um mit deinem iPod 20 Tage lang Party zu machen.
Der Frühjahrshöhepunkt rückt nun langsam näher – noch 6 Wochen bis zum 30. Berliner Halbmarathon. Auf das Ende des Winters zu hoffen, erweist sich dieses Jahr als hoffnungslos, also heißt es jetzt Zähne zusammenbeißen und den intensiven Teil der Vorbereitung starten!
Nachdem es im Januar richtig gut lief, hat der Februar schlecht angefangen. Ich war bisher kaum unterwegs. Woran liegt es? Zum einen – und das soll keine Ausrede sein – sind die Bedingungen auf den Geh- und Radwegen momentan einfach unzumutbar. Seit der kurzen Erwärmung letzte Woche ist so gut wie alles vereist. Die Motivation der Hauseigentümer die Wege zu streuen scheint auch mit dem langen Winter nachzulassen. Jedenfalls kann man sich kaum gehend fortbewegen geschweige denn laufen. Jeden Tag werden z.B. in Berlin 100 neue Verletzte im Unfallkrankenhaus Marzahn behandelt. Da ich meine ganze Konzentration diese Saison auf das Frühjahr legen muss, habe ich auf sowas keine Lust. Lieber ein paar Tage länger pausieren und dafür nicht die Knochen brechen. Die Situation auf den Straßen kann konträrer nicht sein: bis auf die Schlaglöcher gibt es dort keine Probleme. Da ich jeden Tag fahre, kann ich das ganz gut einschätzen. Nun ja, Ende der Woche soll es ja wieder schneien, vielleicht wird es dann besser. Zum Zweiten ist der innere Schweinehund aus seiner Hütte gekrochen und hat sich seit letzter Woche festgebissen. Aber den besiege ich sicher die nächsten Tage. In diesem Sinne: frohes Schlittern!

Letzter Tag des Monats und gerne war ich heute bei der Aktion “Run4Haiti” von Hendrik dabei. Eigentlich war der Plan, heute morgen in der Frühe zu starten und dann rechtzeitig zum Frühstück wieder hier zu sein. Aber der Schweinehund war einfach stärker. Umso besser dann das Wetter nach dem Mittagessen: die Sonne kam heraus und ich machte mich auf die Socken zu meinen versprochenen 20km. Und ich wurde nicht enttäuscht: traumhafte winterliche Bedingungen ließen mein Herz höher schlagen. Menschen beim Eisangeln oder mit dem Stativ auf dem zugefrorenen Fluß, wann sieht man das schonmal? Am Wendepunkt in Müggelheim kam ich sogar noch 4min eher als letztes Mal an, obwohl ich es langsam angehen ließ. An der Straße wollte ich aber nicht wieder zurücklaufen und bog kurz danach in Richtung Müggelsee ab. Eine Weile dem R1 gefolgt, kam ich schließlich ein paar Minuten später an den See. Menschen über Menschen! Und ich verpaßte die einmalige Chance, auf dem Wasser zu laufen und den See zu überqueren: eine lange Linie voller Menschen zog sich bis nach Friedrichshagen. Ein Anblick, den man nicht alle Tage hat! Ich trabte ruhig und entspannt meine Standardstrecke zurück. Am Ende sollten es starke 25km werden, sogar noch 5 mehr als eingeplant. Habe soeben gleich gespendet. Ein sinnvoller und zugleich sehr schöner Winterlauf!

Der 1. Monat dieses Jahres geht morgen zu Ende. Einfach war der nicht, nach Daisy schneien wir gerade wieder ein. Heute haben wir erstmal den Baumarkt gestürmt und uns mit Schaufel, Besen und Eishacke bewaffnet, um das Eis und den Schnee vor unserem Grundstück wegzuräumen. Da kamen wir sogar bei Minusgraden ins Schwitzen. Insgesamt war der Januar aber einfach stark, wenn ich morgen beim Run4Haiti halbwegs gut drauf bin, knacke ich die für mich magische 200km-Marke. Und mein erster Treppenlauf vom 10.1. kommt ja auch noch dazu. Zweimal bin ich abends von der Arbeit die 15k nach Hause und gleich morgens wieder zurück gelaufen. Letzten Donnerstag hat das ordentlich reingehauen nach dem Neuschnee. Für morgen habe ich mir 20 Kilometer vorgenommen. Hängt natürlich von den Bedingungen ab, aber ich werde mein Bestes geben.
war es heute. Wenn mir vor 5 Jahren jemand gesagt hätte: du läufst
- an einem Samstag Abend im Januar,
- bei einer Temperatur von -13°,
- eine Strecke von mehr als 20km,
- im Dunkeln,
- hast dabei Spaß,
- verarbeitest eine anstrengende Woche und
- fühlst dich gut und erholt danach.
Was hätte ich wohl damals erwidert? Wahrscheinlich hätte ich diese Person für komplett verrückt erklärt. Tja, so ändern sich die Zeiten. Meinen Lauf hatte ich heute eigentlich in der in diesem Jahr seltenen Januarsonne geplant, aber da Britta leider krank ist, mußte ich diesen auf den Abend verlegen. War für mich aber nicht sonderlich schlimm. Das Laufen fällt mir leicht momentan, trotz der schwierigen Bedingungen. Hätte vor diesem Winter nicht gedacht, dass man so “gut” auf Schnee und Eis laufen kann.
Nach dem schwachen Winter habe ich heute einen Lauf in Frankfurt eingeplant und durchgezogen. Frankfurt ist für mich mit vielen Erinnerungen an wunderbare Läufe verbunden, immerhin habe ich ein ganzes Jahr hier im Projekt als Businesskasper für die Bahn verbracht. Da wäre zum Beispiel der Wettkampf mit dem Tanker. Gleich am Anfang des Projekts hatte ich mich mal über die Laufgelegenheiten der Stadt ausgelassen – das sind nicht wenige. Man muss oft mal raus, um den Projektmüll zu verdrängen. So setzte ich mich heute am Nachmittag in München in den ICE und freute mich auf einen schönen Lauf zum Grundlagenausdauerpowern am Main. Hier kenne ich wirklich jedes Loch im Asphalt. Start an der A5 in Niederrad und runter zum Main. Das ganze hat soviel Spaß gemacht, dass ich etwas übermütig erst in Offenbach umdrehte und da waren schon 10,5 Km auf dem Tacho. Ich bremste mich immer wieder aus, um nicht zu sehr zu powern, die Erinnerung an den Katastrophenlauf an der Isar ist noch sehr lebendig. Aber es lief alles glatt, was jetzt nicht wörtlich zu nehmen ist. Perfekte Außentemperatur und menschenleere Strecke – passt sich scho, würde der Bayer sagen. Bei 1:55h checkte ich zum zweiten Mal im Hotel ein und genehmigte mir erstmal ein Liter Mineralwasser. Mir ist es gelungen, schön gleichmäßig zu laufen und nicht zu überdrehen. Das macht Mut für die weiteren langen Läufe zur Wiedergewinnung der Grundlagenausdauer. Für den fast traditionellen Laufjahresauftakt beim Berliner Halbmarathon habe ich vorgestern gemeldet. Höchste Zeit für die Vorbereitung. Nach dem heutigen Lauf heute bin ich etwas optimistischer. Als Bestandsaufnahme habe ich auch den Westparklauf in meiner Münchner Wahlheimat über 10 Km am 07.03.2010 eingeplant. Aufi!

Fast hätte es mit einem gemeinsamen Lauf der Running Twins am Wochenende geklappt. Doch die familiär bestimmte Zeitplanung von Marek passte nicht ganz zu meiner. So lief er dann gestern allein in Köpenick und ich heute auf meiner alten Stammstrecke im Volkspark Friedrichshain.
Dort gab es im dichten Schneetreiben außergewöhnliche Szenen zu beobachten. Eine Sportlerin heizte auf Langlaufski durch den Park. Dass ich das mal mitten in Berlin erleben würde, ich hätte es nicht gedacht. Am Rodelberg tummelte sich ein ganzer Kindergarten, der sich auf Schlitten und Bobs den Hang am kleinen Bunkerberg runterstürzte. Ein richtig nettes Winterspektakel.
Ich konzentrierte mich aber auf mein Läufchen, im Neuschnee war es schon schwierig genug voranzukommen. Ich lief die Strecke des “Laufs im Volkspark Friedrichshain“, an dem ich 2009 teilgenommen hatte. Nach drei Runden über den besagten Kleinen Bunkerberg war es dann auch gut. Ich war fast 90′ unterwegs und gut durchgeschwitzt. Der Forerunner meldete schon eine schwache Batterie. Was tut nach Ankunft zuhause besser als eine eiskalte Dusche?

Einige Tage nix von mir hören lassen, aber Henrik hat sich ja zum Glück wieder zurückgemeldet. Ganz untätig war ich aber nicht, trotzdem ich momentan jobmäßig stark eingebunden bin. Das wird sich nächste Woche auch nicht ändern. Ich habe versucht, Job und Sport wieder miteinander zu kombinieren. Dienstag abend bin ich von Arbeit nach Hause gelaufen, recht entspannt und in lockerem Tempo. Mittwoch morgen ging es dann wieder den gleichen Weg zurück, diesmal etwas schneller. War schon etwas anstrengender das Ganze. Da fiel der Mittagslauf mit den Kollegen glatt aus. Donnerstag und Freitag hatte ich partout keine Zeit. Dafür ging es heute nach dem Mittagessen raus (diesmal auch mit meinen dicken Handschuhen) auf eine etwas längere Runde. Der Schnee hält sich weiter sehr hartnäckig. Das Laufen im Wald ist zwar anstrengend, dafür bekommt man aber eine herrliche Umgebung zu Läufergesicht. Die ersten 13km bin ich von meiner langen Runde gelaufen, danach habe ich den direkten Weg an der Straße zurückgenommen und so ca. 6km eingespart. Hat echt Spaß gemacht und die letzten Kilometer gingen sehr gut. Hätte sicherlich auch etwas mehr sein können heute. Lese gerade das Ergebnis des Sterntalerlaufs und freue mich sehr über das klasse Ergebnis!
