von Henrik am 17. Juli 2015 · 5 Kommentare · Kategorien: Gewinnspiel

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Es ist dieser magische Moment. Unvorhersehbar. Mal mitten im Training, mal kurz vor der Haustür, mal im Wettkampf, wenn dem Körper alles abverlangt wird. Die Welt um dich herum steht still und du schwebst dahin. Die Anstrengung, die Schmerzen sind ausgeblendet und du hast das Gefühl, du könntest ewig so weiterlaufen. „Runners High“ wird dieser Moment auch genannt. Oder #meinflowmoment. Was würden wir dafür geben, diesen oft zu erleben. Wir würden ihn nicht unbedingt mit der Welt teilen wollen, die Magie des Augenblicks darf auch nur ganz für uns selbst sein. Er ist die -wenn auch viel zu kurze- Belohnung für das Training, für die Strapazen, für die Hingabe an den schönsten Sport der Welt.

Bauerfeind sucht mit der Aktion „RUN TO NEW YORK – #MEINFLOWMOMENT“ euren persönlichen magischen Moment. Und wenn ihr den (rein zufällig) mit der Kamera eingefangen habt, könnte er euch im November zum legendären New York Marathon bringen. Alles, was ihr dafür tun müsst: das Selfie mit #meinflowmoment taggen und auf Facebook (unter diesem Beitrag kommentieren), Instagram (dein Bild mit dem Hashtag #meinflowmoment posten), Twitter (deinen Tweet mit dem Hashtag #meinflowmoment versehen) oder direkt auf dieser Social Site hochladen. Einfacher geht es eigentlich nicht. Eine Jury um die Hahner Twins wird ein besonders gelungenes Selfie auswählen und die Läuferin oder den Läufer nach New York schicken. Mitmachen könnt ihr noch bis 31.07.2015. Egal, ob ihr dabei seid oder nicht: wir wünschen euch ganz viele Flow-Momente für euren Laufsommer.

Mareks #meinflowmoment width=

Das Bild zeigt Marek beim Hafenfestlauf in Barßel an der Nordseeküste in Schleswig-Holstein. Ein toller 10 Km-Lauf in entspannter Atmosphäre, wo es einfach "lief". Es ging in diesem Moment nicht um Bestzeit oder Platzierung, sondern einfach nur um das Laufen und darum, alles andere für ein paar Minuten hinter sich zu lassen.

Laufen am Strand wird gerne romantisiert, aber in diesem Bild, aufgenommen im Januar 2013 auf Lanzarote, passt alles zusammen. Henrik schwebt über den festen Sand vor der aufgehenden Sonne.

Laufen am Strand wird gerne romantisiert, aber in diesem Bild, aufgenommen im Januar 2013 auf der traumhaften Kanaren-Insel Lanzarote, passt alles zusammen. Henrik schwebt über den festen Sand vor der aufgehenden Sonne. In diesem Moment steht alles herum still und man wird eins mit der Umgebung. Ein #meinflowmoment!

von Henrik am 13. Juli 2015 · 21 Kommentare · Kategorien: Aktuelles, Reisen, Strecken

LBC2015_Pano

Wir haben es wieder getan. Unserem Aufruf zum inzwischen 3. Laufbloggercamp sind am vergangenen Wochenende so einige laufende Blogger gefolgt. Da wir im vergangenen Jahr eine perfekte Unterkunft im Harz gefunden hatten, verschlug es uns erneut nach Hohegeiß in ein Haus der Erlebnistage Harz. Sehr wahrscheinlich nicht zum letzten Mal, denn wir hatten ein in jeder Hinsicht gelungenes und intensives Wochenende. „Nur“ 13 von ursprünglich über 30 geplanten Bloggerinnen und Blogger konnten wir versammeln, da überraschend viele leider kurzfristig absagen mussten. Und sie haben etwas verpasst!

Am Freitagabend drehte die illustre Truppe eine Aufwärmrunde auf dem Hohegeiß-Rundweg. Es ist nicht bekannt, dass wir von anderen Menschen gesichtet wurden, etwas aus der romantischen Bergwelt gefallen muss die lautschwatzende, kunterbunt angezogene und mit Foto-Video-Aufzeichnungstechnik bestens ausgerüstete Gruppe gewirkt haben. Hier wurden bereits mögliche Routen für den „Langen Lauf“ am Samstag diskutiert. Zur Auswahl standen Vorschläge über 15, 30 oder gar 60 Km durch den Harz, der sich uns in sommerlicher Pracht präsentierte. Wir ließen den Abend bei dem einen oder anderen Bierchen ausklingen und freuten uns auf einen tollen Lauftag. Pünktlich am Samstagmorgen um 8 Uhr trafen auch Miele und Olli von den Flitzpiepen aus Berlin ein.

Unterhaltungskünstler Eddy hat bereits seine bewegten Bilder in einen Clip geschnitten:

LBC2015 05Die Gruppe „Ultra“ hatte sich doch stark ausgedünnt und so starteten Marek und ich zusammen mit Hannes als einzige auf die mit 60 Km veranschlagte Runde, die uns über den Wurmberg, die Eckertalsperre und den Brocken führen sollte. „Maximal 8 Stunden“ sollte die Tour dauern. Nach anfänglicher Ver(w)irrung fanden wir auf die Strecke und trabten gemütlich vorbei an Braunlage. LBC2015 13Den Wurmberg (971 m) hatten wir auf der Skipiste unterhalb der Seilbahn recht schnell erklommen, auch wenn sich hier schon andeutete, dass die Tour nicht nur an die ehemalige innerdeutsche Grenze, sondern auch an die Grenze der Belastbarkeit führen würde. Schöne und teilweise anspruchsvolle Trails führten uns zum Eckertalstausee und die Talsperre, die einst BRD und DDR trennte. LBC2015 1132 Km waren in den Beinen, der lange Fotostopp war reine Notwendigkeit. An einer unbeholfenen MTB-Gruppe liefen wir schnell wieder vorbei, bevor es dann aber wirklich rauf auf den höchsten Gipfel des Harzes ging: Brocken rocken! Hannes verschwand mit einem „wir sehen uns oben“ im Wald und wir prügelten uns auf den Gipfel. Die Panzerstraße ist schon eine harte Prüfung, vor allem, da die Sonne nun erbarmungslos knallte. LBC2015 20Hannes‘ Vorsprung belief sich auf 15 Minuten vor mir und 45 Minuten vor Marek. Wir stärkten uns mit Pommes und Cola. Trotzdem traten wir erst 90 Minuten später nach dem obligatorischen Gipfelfoto den Abstieg an. Meine Suunto Ambit 2S verabschiedete sich hier als erste – „bitte aufladen“, eine ganz schwache Performance. Ein schlechtes Omen? Es waren nur noch 20 Km bis Hohegeiß. Der Hexenstieg machte wieder richtig Spaß. LBC2015 35Marek machte hier jedoch Bekanntschaft mit dem Harzer Boden, zum Glück nichts Ernstes. Vorbei an Schierke führt der Boderandweg. Gut laufbare und richtig tolle Singletrails führten uns zügig nach Elend. Und dort begann dann leider wieder das Drama. Hohegeiß scheint man hier nicht zu kennen und wir schlugen einen ähnlichen Weg wie schon letztes Jahr ein. LBC2015 31Mareks Akku (nein, nicht der Polar-Akku) war nun komplett leer und wir schleppten uns im immer gleichen Modus von Abzweigung zu Abzweigung: Hannes vorneweg, ich folgte mit Sicherheitsabstand und Marek schloss später auf. Hannes lief dann 6 Km vor dem vermuteten Hohegeiß allein weg und traf gegen 19:30 Uhr wieder am Startpunkt ein. Ich verlief mich noch zwei Mal und landete genau 10 Stunden nach dem Start wieder an unserer Hütte. Marek beendete seinen Longrun am Grenzmuseum Sorge und wurde von Olli und Heimo eingesammelt. Da standen bereits fast 62 Km auf dem Tacho. Was für ein Ritt!

Unsere späte Ankunft hatte immerhin den Vorteil, dass der Grill bereits auf Hochtouren glühte und wir schnell den Speicher wieder aufladen konnten. Für uns gab es sogar Veganes. Gruppe 1 und 2 berichteten von richtig schönen Laufabenteuern durch das Unterholz mit Badestopp im Bergsee und wir blickten in zufriedene Gesichter. Am Lagerfeuer wurden zu späterer Stunde noch mehr Läufergarn gesponnen und Pläne geschmiedet für das nächste Bloggercamp. Wir werden es also wieder tun.

DANKE AN ALLE TEILNEHMER, DANKE BROCKEN, DANKE ERLEBNISTAGE!

Hier haben die anderen Teilnehmer des #LBC2015 berichtet:

von Running Twin Marek am 30. Juni 2015 · 12 Kommentare · Kategorien: Kurioses, Strecken, Wettkampfbericht

20150628_114450-2Ein Marathon zum Abschluss des ersten Halbjahres 2015 sollte es noch sein. Nur ist die Auswahl an schönen und auch halbwegs erreichbaren Marathons nicht so üppig, wenn es auf den Hochsommer zugeht. Mit etwas Bauchschmerzen entschied ich mich vor drei Wochen für die Premiere des Strausberg-Marathons, welcher in die 775-Jahr-Feier der Stadt Strausberg am Rande von Berlin eingebettet war. Schon die Strecke warf einige Fragezeichen vorher auf: Start in Berlin am Strausberger Platz (dieser liegt in Friedrichshain, nicht weit vom Alexanderplatz entfernt, also recht citynah). Ziel sollte am Flugplatz in Strausberg sein, womit eine Punkt-zu-Punkt-Strecke, die 14km über die Haupteinfahrtstrasse im Berliner Osten führt, tatsächlich angedacht war! Man kann nicht sagen, ich war nicht gewarnt. Trotzdem hielt ich an dem Start fest, habe ich doch „berlin-läuft“ als professionellen Veranstalter in Erinnerung.

20150628_060737-2Es ist Sonntag früh um 7Uhr, als sich die überschaubare Anzahl an Marathonis am Strausberger Platz für den Start bereitmacht und den ersten Ansagen des Moderators lauscht. Dieser verkündet sogleich, dass der Marathon auf dem Berliner Stadtgebiet als Demonstration angemeldet ist und ein freies Laufen und somit schnelle Zeiten heute nicht möglich seien, weil die Strecke nicht gesperrt sei. Den Anweisungen der Polizei, die vorneweg fährt, sei unbedingt Folge zu leisten, ein Überholen in jedem Falle zu vermeiden. Zu diesem Zeitpunkt war die neue Bestzeit bereits gestorben. Aber wenn man schonmal um 4 aufsteht, verläßt man den Ort des Geschehens auch nicht freiwillig. Eventuell ist ja wenigstens eine gute Platzierung möglich!? Bevor es losgeht, treffe ich noch Matthias von den Vegan Runners. Pünktlich um 8 gibt es einen fliegenden Start. Das hat man auch nicht bei jedem Marathon. Es geht wie vorhergesagt sehr entspannt auf die ersten Kilometer.

Das Tempo pendelt sich bei ca. 04:30-04:45 ein (und nicht wie angekündigt auf 4,2min). Genug Zeit, um noch bequem zwei P-Pausen einzulegen und danach wieder an die Spitze ranzulaufen. Die Strecke hat so gut wie gar keinen Charme, schon die Fahrt mit dem Auto ist höchst eintönig und Zuschauer sind an einem frühen Sonntagmorgen auch nicht zu erwarten. Das wusste ich zumindest vorher. Nur ein paar ungläubige Blicke der Brötchenholer können wir ernten. Das nächste „Highlight“ lässt nicht lange auf sich warten: kurz hinter dem Tierpark-Tunnel wird das Feld angehalten. „Kurze Stops seien aufgrund des kreuzenden Verkehrs möglich“, so stand es in den Teilnehmerinfos. Aber wir standen dort geschlagene 10min! Den meisten wurde schnell kalt und auch der Gang zum Gebüsch konnte nur wenig Zeit überbrücken. Ein Verpflegungspunkt war hier wohl nicht vorgesehen. Die Zeit war schon komplett im Eimer, als es endlich weiterging. Wieder nur knapp unter 5min/km. Die Spitze scharrte langsam mit den Hufen, aber man sollte nicht versuchen, einem Polizisten zu erklären, dass 04:30 und 04:15 einen wesentlichen Unterschied machen. Sicher war das eher ein „Luxusproblem“ der schnelleren Leute, manche aus dem hinteren Feld bekamen den Stop überhaupt nicht mit. Aber ein Marathon mit Zwangsstop – ist das noch ein regulärer Wettkampf? Kann man so mit Teilnehmern umgehen, die manchmal monatelang auf solch einen Lauf trainieren?

trackAls wir uns der Stadtgrenze nähern, wird es schleichend schneller. Die fixen Jungs sortieren sich vorne ein und als wir endlich in Mahlsdorf von der B1 abbiegen, ist die Tempobremse ausgeschaltet. Tobias und Stephan kontrollieren das Feld scheinbar mühelos und werden sich später die ersten Plätze nicht mehr nehmen lassen. Doch was passiert dahinter? Zunächst geht es in einem Tempo knapp unter 4min/km weiter. Ich kann noch relativ problemlos folgen, der nächste Zwischenspurt der beiden reißt dann aber die erwartete Lücke. Christian, der mit Fahrradbegleitung unterwegs ist (was bei den wenigen Teilnehmern problemlos geht), eilt hinterher. Ich rechne ihm kaum Chancen nach vorne aus, zu stark sind Tobias und Stephan. Das Tempo sieht für beide eher nach Warmlaufen aus als nach einem schnellen Marathon. Und so finde ich mich als Vierter wieder, als es auf die Strassen durch Hoppegarten, Neuenhagen und Altlandsberg geht.

Die Jungs vorne sind schnell aus meinem Blickfeld verschwunden. Auch von dem 5. hinter mir ist nichts mehr zu vernehmen, es wird einsam. Mein zweites Gel nehme ich bei km25, die Verpflegungsstationen sind so weit auseinander, dass ich bei den steigenden Temperaturen schnell Durst bekomme. Ich halte daher jedesmal an und trinke in Ruhe, auch wenn es Sekunden kostet. Aber was kann ich schon noch gewinnen? Weder Bestzeit noch Podium sind mehr machbar. Meine Motivation, das Tempo weiter hoch zu halten, verschwindet in der Einöde der vielen Brandenburger Felder, die den Weg kreuzen. Und ich werde das Gefühl nicht los, dass es ständig bergauf geht. Vereinzelt stehen jetzt Zuschauer an der Strecke, ich klatsche die Kids ab, um der Monotonie wenigstens etwas zu entkommen. Das Verhältnis Helfer/Zuschauer neigt sich mehr und mehr der 90/10-Marke. Verlaufen kann man sich immerhin nicht, da an jedem kreuzenden Weg jemand aufpasst. Teilweise müssen die Autos an den Kreuzungen extra für mich aufgehalten werden. Hat schon was von VIP-Status.

20150628_114229-2Als es bei km35 dann nochmal in den Wald geht, ist mein Tank ziemlich leer. Ich stolpere über die gut markierten Wurzeln und reihe mich dann bei km37 in das Feld der 7,75km- und Halbmarathon-Läufer ein. Nur wenige nehmen wahr, dass die Marathonis jetzt mitlaufen. Vereinzelt wird mir beim Überholen Beifall gezollt („oh der läuft den Marathon!“). Im Grunde ist es mir sogar recht, dass ich nicht mehr so alleine laufen muss. Es geht durch Strausberg durch, vorbei am schönen Straussee. Ich sehe Kira von den Vegan Runners, das sogar zweimal, weil ich am letzten Verpflegungspunkt gleich drei ISO-Becher in mich reinschütte und verschnaufen muss. Dass mich Christoper überholt, bekomme ich noch gerade so mit. Mir ist es ziemlich gleich. Ich bin durch und kann den letzten Anstieg bei km41 nur noch hochgehen. Schon ulkig, wenn man von Halbmarathonis dann noch mitleidig angefeuert wird: „Komm‘, da vorne ist das Ziel!“. Tja, das muss man dann eben durch. Irgendwann ist aber jeder Marathon zuende. Am Flugplatz stehen viele Zuschauer. Die Zeitnahme erfolgt 200m vor dem Zielbogen. Warum, bleibt das Geheimnis des Veranstalters (wahrscheinlich wäre die Strecke sonst zu lang gewesen). Am Ende wird es ein fünfter Platz mit netto 03:11:13.

20150628_113844-2Kira und Matthias sehe ich nach dem Duschen wieder. Auch Matthias ist wenig erbaut über den Verlauf des Marathons, sieht es aber recht locker. Wie fällt das Fazit aus nach dieser sehr durchwachsenen Premiere? Dass hier ein Marathon veranstaltet wurde, der auf einer teilweise nicht abgesperrten Strecke unter dem Deckmantel einer Demonstration stattfand, ist aus Sicht der betroffenen Teilnehmer ein großes Versagen. Damit stösst man jeden ambitionierten Läufer vor den Kopf. Manch einer trainiert eine lange Zeit auf solch ein Event hin und muss dann damit leben, „aus Sicherheitsgründen“ 10min warten zu müssen und 10km lang eingebremst zu werden. Bestzeiten waren damit unmöglich, ein konstantes Tempo wurde verhindert. Allein dieser Makel muss ausreichen, um den Teilnehmern wenigstens einen Teilbetrag der stolzen 77,50,-! zu erstatten. Diese Gebühr steht in keinem Verhältnis zu der gebrachten Leistung. Hier hat man sich scheinbar deutlich verkalkuliert und sollte kulant den Läufern gegenübertreten, um den bisherigen guten Ruf als Veranstalter auch zu behalten. Ich bin gespannt, wie diese Kulanz aussehen wird (Update folgt, immerhin wurde jetzt auf die Beiträge auf Facebook reagiert). An den vielen eifrigen Helfern an der Strecke und im Start-/Zielbereich hat es jedenfalls nicht gelegen. Die gaben sich alle Mühe, das Event zu retten und zu einem guten Gelingen beizutragen. Auch die Zuschauer in Strausberg freuten sich sehr über das Event und brachten den Teilnehmern viel Anerkennung entgegen. Dass Strausberg vier S-Bahnhöfe hat und ich dann im Anschluss noch 2,5h umhergeirrt bin, um mein Auto wiederzufinden – das war nun wirklich mein Verschulden. Ich kann mir kaum vorstellen, dass der Marathon in 2016 noch einmal auf dieser Strecke stattfinden wird. Vielleicht sollte man es einfach beim Halbmarathon belassen. Manchmal ist so ein Marathon eben eine Nummer zu groß.

von Running Twin Marek am 26. Juni 2015 · 1 Kommentar · Kategorien: Kurioses, Reisen, Strecken

Appalachian-Trail-signEs soll das Meisterstück seiner Karriere werden. Eine denkwürdige Verabschiedung von der professionellen Ultra-Laufszene. Dafür hat sich Scott Jurek ein großes Ziel gesetzt: die Durchquerung des „Appalachian Trail“ in einer neuen Rekordzeit. Der Trail, eine Art Fernwanderweg, führt durch 14 US-Bundesstaaten und ist laut der gleichnamigen Website der „berühmteste Kletter-Trail der Welt“. Über 3500km und knapp 160.000 Höhenmeter sind dabei zu bewältigen. Für manche ist das ein monatelanges Unterfangen, die meisten nehmen auch „nur“ eine Teilstrecke in Angriff. Nicht so Jurek. Sein Ziel ist die Pulverisierung des bisherigen Streckenrekordes, der bei 46 Tagen, 11 Stunden und 20 Minuten liegt. Aufgestellt wurde dieser von Jennifer Pharr-Davis im Jahr 2011. Seither gab es mehrere Versuche, diese Zeit zu unterbieten u.a. von Karl Meltzer. Ohne Erfolg.

jurek-app-map-v3-1-1024x683Jurek, der in seiner Karriere alle großen Ultra-Rennen gewonnen hat (u.a. den Spartathlon, 7x in Folge den Western States 100, den Badwater und viele mehr) und einen gott-ähnlichen Status in der Szene genießt, weiß um die Schwierigkeit der Strecke. Er läuft von Georgia im Süden nach Maine im Norden. Auf dem Weg wird die Strecke immer anspruchsvoller und technischer. Der Start fand am 27. Mai statt, seitdem hat er bereits über die Hälfte geschafft und sich dabei auch von einer Zerrung im Oberschenkel nicht aufhalten lassen. Über 80km pro Tag sind für den Rekord notwendig, d.h. mindestens 13h täglich in Bewegung zu sein. Selbst für einen so erfahrenen Ultra-Läufer ist das ein Pensum, das er nie zuvor in seinem Leben bewältigt hat. Die bisherige Planung sah vor, dass das Ziel bereits nach 42 Tagen erreicht sein soll (am 4. Juli), das wären ganze 4 Tage schneller als die bisherige Bestmarke. Bildschirmfoto 2015-06-26 um 21.38.08Dafür ist aber eine erhebliche Steigerung der Umfänge auf dem zweiten, anspruchsvolleren Teil erforderlich. Updates kommen täglich über die sozialen Netzwerke (siehe Instagram), unterstützt wird Jurek von einer Support-Crew, u.a. von seiner Frau Jenny.

Bildschirmfoto 2015-06-26 um 21.30.16Eine sehr eindrucksvolle Darstellung, wo sich Jurek gerade befindet, gibt die Google-Earth Tour, die leider nur mit einem speziellen Browser-Plugin läuft. Hier wird recht schnell ersichtlich, welch immense Distanz der Trail hat. Nach nunmehr 30 Tagen hat er die Grenze Connecticut – Massachusetts erreicht und scheint im Plan zu liegen. Die aktuelle Position ist auf dieser Karte ersichtlich. So dürften es dann nicht einmal zwei Wochen sein, wenn Jurek sein ehrgeiziges Ziel in Maine wirklich erreichen sollte. Die Unterstützung der Community ist ihm sicher. Im Anschluß an den Rekordtrail hat er sich bereits weitere Ziele gesetzt, die allerdings einen weniger hohen Kilometerumfang erfordern: eine Familie gründen und Kinder haben.

logo_swissalpine_RGBDen „wohl anspruchsvollsten Berglauf der Alpen“ habe ich mir ausgesucht. Am 25.07. steigt die inzwischen 30. Auflage des Swissalpine, einer altehrwürdigen Berglaufveranstaltung rund um Davos im Schweizer Graubünden. Es sind sechs Laufstrecken von 10 bis 76 Km im Angebot. Zum Glück hatte ich mich bei der Planung für den „K42“ und nicht für die Ultra-Distanz entschieden. Denn auch der Marathon hat es in sich: Auf- und Abstiege „hart wie Granit“, raue Bergtrails, hochalpine Streckenführung bis auf 2.600 m Höhe und 1830 positive Höhenmeter – das sind keine leichten Rahmenbedingungen. Nur gute 100 Leute sind im letzten Jahr unter 5 Stunden gelaufen. Ein sicheres Zeichen, dass das kein Zuckerschlecken wird. Im letzten Jahr hat Dauerregen zudem für einen besonders harten Wettkampf gesorgt. Die Teilnehmer berichten regelmäßig von einer perfekten Organisation und reibungslosen Abläufen, die mit der langen Erfahrung des Veranstalters einhergehen. Die Startgebühr ist wahrlich kein Schnäppchen (ab 130 CHF), darin enthalten ist aber unter anderem ein ÖPNV-Ticket für das gesamte Rennwochenende und das exklusive Finishershirt, das seinem Namen alle Ehre macht und nur an Finisher ausgegeben wird. Der Swissalpine K42 passt perfekt in meine Saisonplanung. Er liegt genau zwischen dem Bloggercamp und dem Stockholm 50K Ultramarathon. Jetzt muss nur noch das Training entsprechend hochgefahren werden. Die Woche in den Dolomiten beim RUNNING Company Laufcamp war schon eine richtig gute Grundlage. Übrigens dürfen in den Laufdisziplinen keine Stöcke eingesetzt werden. Für mich nicht schlimm, da ich noch kein Rennen mit Stöcken gelaufen bin. Ich freue mich auf ein spektakuläres Wochenende in den Schweizer Bergen und auf die Premiere beim Swissalpine. Das mit dem Granit wird sich wohl bewahrheiten. Das mit dem Juwel hoffentlich auch.

DAVOS, 26JUL14 - Ganz schoen steil: Die Auf- und Abstiege, die Hoehenlage sowie die teilweise rauhen Bergtrails verlangen den Marathon Laeufern beim Aufstieg zum Sertigpass alles ab. Impression vom 29. Swissalpine am Samstag, 26. Juli 2014. swiss-image.ch/Photo Andy Mettler

DAVOS, 26JUL14 – Ganz schoen steil: Die Auf- und Abstiege, die Hoehenlage sowie die teilweise rauhen Bergtrails verlangen den Marathon Laeufern beim Aufstieg zum Sertigpass alles ab. Impression vom 29. Swissalpine am Samstag, 26. Juli 2014.
swiss-image.ch/Photo Andy Mettler

von Henrik am 14. Juni 2015 · 3 Kommentare · Kategorien: Strecken, Zukünftiges

Logo-250x137Dennis Kimetto muss jetzt ganz stark sein. Die verrückten Leute von der Bestzeitmarathon Groundcrew wollen es wirklich wissen in diesem Jahr. Sie haben wieder mit dem Zeittunnelkomitee verhandelt und wollen zum vierten Mal mutige Marathonläuferinnen und -läufer in diesen Zeittunnel schicken. Mit dem Ziel, endlich den Marathon-Weltrekord nach München zu holen. Dafür wurde die „Luis-Trenker-Gedächtnisstrecke“ aus dem Jahr 2014 verworfen und der flachste Kurs gewählt, den man überhaupt im Münchner Stadtgebiet finden kann. Im Riemer Park (wegen der längst vergessenen Bundesgartenschau 2005 auch „BuGa-Park“ genannt) wird sich am 24.10.2015 um Mitternacht wieder Fantastisches ereignen. Menschen werden im Kreis um den See rennen, manche 10, manche 20 Runden, in der Hoffnung, dass ihnen der Zeittunnel eine Stunde ihrer Marathonzeit schenken möge. Die Öffnung des Zeittunnels ist für 03:00 Uhr MESZ vorhergesagt, aber niemand kann eine belastbare Aussage darüber treffen, ob das klappen wird. Die Geschichte des Bestzeitmarathons ist eben auch eine Geschichte voller Missverständnisse. Nicht wenige Menschen sprechen sogar von „Betrug“ und vom „Mogelmarathon“. Die Groundcrew kann das mal wieder nicht abschrecken. Ganz im Gegenteil: in diesem Jahr werden wieder hochkarätige Partner an Bord sein, die dem Bestzeitmarathon zu nie vorhersehbarer Präsenz verhelfen werden. Vielleicht sogar in den Bestenlisten dieser Welt. Wir mussten selbst ein wenig schlucken, wie sich das alles so entwickeln konnte:

  • 2012: Geburtsstunde – im Schneetreiben gewinnt Henrik die Premiere des Bestzeitmarathons
  • 2013: Zeitsprung 2.0 – die Verrückten wiederholen es und verpassen den Weltrekord haarscharf
  • 2014: Aller guten Dinge sind drei – auf neuen Pfaden im Ostpark wird Rekordbeteiligung gefeiert

Du bist auch nicht so ganz „gewöhnlich“ und willst dich unter die Bestzeitmarathonis mischen? Ein Start um 24:00 Uhr ist für dich eher Routine als Herausforderung? Dann wollen wir dich mal nicht aufhalten, zur Anmeldung geht es hier entlang. Auch in diesem Jahr ist das Teilnehmerfeld limitiert. Schnell sein lohnt auch deshalb, weil bis Monatsende noch die Preise vom letzten Jahr gelten. Wo gibt es denn noch sowas? Halt nur bei diesen Verrückten von der Groundcrew.

Langkofelumrundung_04Die Dolomiten sind ein Paradies für Läufer. Insbesondere die Seiser Alm und deren Umgebung im Grödnertal hat sich in den letzten Jahren einen Namen bei Trailläufern gemacht. Dazu beigetragen hat die Kartografierung eines Running Parks, in dem die schönsten Laufstrecken aufgeführt werden. Aber nicht nur die Seiser Alm an sich, die mit der Dolomiten-Berglandschaft übrigens zum UNESCO Welterbe zählt, bietet eine atemberaubende Kulisse für Landschaftsläufe. Das gesamte Tal und die angrenzenden Gipfel sind viel zu schön, um sich „nur“ auf die Seiser Alm zu beschränken. Diese ist flankiert vom Schlern und den beiden „Wahrzeichen“, dem Langkofel und dem Plattkofel. Schon Luis Trenker bewunderte die Kulisse mit den beiden schroffen Postkartenschönheiten, die vom Sonnenlicht und Wolken zu jeder Tageszeit anders gefärbt werden. Der Gipfelsturm des Langkofels ist den Kletterern vorbehalten. Als Wanderer kann man immerhin durch die Langkofelscharte bis zur Toni-Demetz-Schutzhütte aufsteigen. Die Läufer begnügen sich mit der Umrundung des Bergs und seinem kleinen Bruder auf etwas tieferer Ebene.

Die Langkofel- und Plattkofel-Umrundung zählt zu den schönsten Touren im gesamten Grödnertal.

Postkartenkulisse - so schönDer Startpunkt ist variabel, je nach Höhe muss man zunächst etwas aufsteigen. Gut geeignet ist das Plateau am Monte Pana mit dem Hotel Cendevaves, das auf etwas über 1.600 Meter Höhe liegt und bequem mit dem Auto von St. Christina angefahren werden kann. Von dort aus folgt man dem Wanderweg 528 in Richtung Langkofel, der erst gemächlich und dann zügig ansteigt. Der Weg ist teilweise Skipiste im Winter, entsprechend geröllig ist der Untergrund. Trailschuhe sind Pflichtausrüstung! Langkofelumrundung_08Nach etwa drei Kilometern gelangt man in die ersten Ausläufer der „Steinernen Stadt“, das Resultat eines riesigen Felssturzes vom Langkofel. Man hält sich weiter linksseitig und gelangt ca. 2.000 Meter später zur Comici-Hütte, die nach übereinstimmender Meinung mit das beste kulinarische Angebot der Berghütten in den Dolomiten bereithält. Wir halten uns hier aber nicht lange auf und steuern südlich vorbei am Langkofelhang. Immer besser wird der Blick auf das Sella-Massiv zur linken Hand, bekannt durch die legendäre Sella Ronda. Übrigens, die Sella Ronda ist nicht nur für Ski- und Radfahrer gut machbar. Wie wäre es mal mit einer Laufrunde? ;)

Langkofelumrundung_09Es geht auf welligem Weg, der gut laufbar ist, bis das Passo Sella-Ressort in Sichtweite kommt. Das kann man passieren und dann auf der Straße weiter zum Friedrich-August-Weg hochlaufen. Oder aber aber man biegt vorher rechts direkt auf die Skipiste, die etwas steiler nach oben führt. Von dieser aus führt auch der steile Weg direkt hoch zur bereits erwähnten Demetz-Hütte. Es ist der letzte größere Anstieg der Umrundung mit ca. 250 Höhenmetern. Oben biegt man direkt auf den Friedrich-August-Weg. Der Sachsenkönig war vom Panorama so begeistert, dass er einen Höhenweg anliegen ließ. Wir bewegen uns nun bereits an den Südhängen unterhalb des Plattkofels direkt auf die Friedrich-August-Hütte zu. Langkofelumrundung_12Der Weg ist schmal, aber nicht zu steil, so dass man zügig laufen kann. Kleinere Kletterpartien unterbrechen den Flow. Dafür gibt es grandiose Aussichten. Bis zur Plattkofelhütte legen wir etwa 4,5 Km zurück. Ist diese passiert, folgt der Abzweig des Weges zur Plattkofel-Spitze. Diese lassen wir liegen und biegen erst 200 Meter später auf den Singletrail, der uns am Westhangs des Massivs entlangführt. Der Weg führt nun zunächst abwärts durch waldreiches Gebiet. Konzentration ist geboten, denn spitze Steine laden zum Umknicken ein. Es bleibt geröllig auf dem Wanderweg 527, der zunächst in nördliche und später in östliche Richtung führt. Die Langkofelhütte ist nun angeschlagen, ein schöner Meilenstein auf diesem langen und teilweise anspruchsvollen Teilstück. Wer die Runde abkürzen will (wie in der Karte), nimmt den direkten Weg über eine große Alm zum Monte Pana. Dafür der etwas unscheinbaren Markierung „St. Christina“ folgen. Dieser Weg führt auf die 525 und dann auf den Forstweg Nr. 30 zurück zum Ausgangspunkt zum Monte Pana. Wer sich alles geben will, läuft weiter und steigt nochmal etwa 200 Höhenmeter zur Langkofelhütte auf. Von dort führt ein gut ausgebauter Schotterweg auf die 526B, ein wunderbarer Panoramaweg, der nach etwa 4 Kilometern am Hang die Runde schließt.

Die Umrundung des Langkofelmassivs ist auch für weniger geübte Trailrunner machbar. Mit 700-1.000 Höhenmetern (je nach Route) und 20-22 Kilometern hat man eine Panorama-Tour mit irren Aussichten, die nicht alles abverlangt. Je nach Pace schafft man die Runde in 2,5h (größtenteils laufen) bis 5 Stunden (größtenteils gehen). Trailschuhe, Trinkrucksack mit ausreichend Wasser und Nahrung sowie die Regenjacke sind unverzichtbar. Das Wetter ist gefürchtet wechselhaft und auch über die Öffnungszeiten der Hütten sollte man sich vorab informieren.

Ausrüstung:
  • Jacke: Salomon Bonatti WP Jacket
  • Hose: Salomon S-lab Exo Short Tight
  • Schuhe: Salomon S-lab Sense 3
  • Trinkrucksack: Salomon Advanced Skin Pro 14+3
  • GPS-Uhr: Suunto Ambit 2S
  • Sonnenbrille: Oakley Flak Jacket XLJ
  • Schweißband: x-Bionic Wallabe
  • Energy Gels: High5 Energy Liquid
von Running Twin Marek am 01. Juni 2015 · 1 Kommentar · Kategorien: Wettkampfbericht

DSC_0100Der Termin ist mittlerweile zu einer festen Größe im Terminkalender geworden: Mitte Mai geht es über die klassischen 10km über zwei Runden in den Grünauer Forst. Die Strecke ist schön im Wald gelegen, sehr flach, exakt vermessen und bietet ideale Bedingungen für schnelle Zeiten. Zudem ist die Veranstaltung liebevoll organisiert und hat den Charakter eines Volkslaufes mehr als verdient. Als „Resident“ der vergangenen 4 Jahre (ich konnte bisher immer teilnehmen) gab es im Anschluß an die 5. Auflage sogar noch einen Ehrenpreis für mich. Wie schon in den vergangenen Jahren war die „Grünauer Meile“, ein Wettbewerb der Grundschulklassen, der Magnet schlechthin: mit 350 Meldungen hieß es diesmal bereits vor dem Start: AUSVERKAUFT! Beeindruckend, wie viele Schüler und Eltern hier mit großem Einsatz dabei sind und für ihre Klasse um das Preisgeld von 150,- kämpfen. Hier hat sich ein Wettbewerb etabliert, der in der Berliner Umgebung seinesgleichen sucht.

DSC_0082Als Ehrengast war diesmal Bernd Hübner „Hübi“ zu Gast, die Berliner Lauflegende mit den meisten Berlin-Marathon-Teilnahmen. Bernd lies es sich nicht nehmen, die Siegerehrungen durchzuführen und hielt während der Veranstaltung die eine oder andere Anekdote aus seinem immensen Lauf-Fundus bereit. Auch Günther Hallas, der erste Berlin-Marathon-Sieger, war dabei und lief sogar die 5km-Strecke mit! Als wenn nicht schon diese Gäste allein großes Staunen hervorrufen würden, wurde das von der sportlichen Klasse der Läufer sogar noch überboten. Mit Paul Schmidt kam überraschenderweise auch einer, der sich im letzten halben Jahr in die deutsche Elite gelaufen hat. Mit einer Bestzeit von 29:58 von den Deutschen Meisterschaften angetreten, lief er am Nachmittag über die 5km eine 14:43 bei den Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften, um nur 2,5h später in Grünau über die 10km am Start zu stehen. DSC_0132Da er sich aber „nicht 100% ausbelastet“ habe bei dem vorigen Rennen, sind auch zwei Starts in so kurzer Zeit bei so leistungsstarken Läufern mal so eben machbar. Auch Jonas Engler, Sieger der letzten 4 Ausgaben im Grünauer Forst, war trotz anhaltender ISG-Probleme und einer 3-monatigen Laufpause(!) mit am Start. Jonas hat den Leistungssport mittlerweile an den Nagel hängen müssen, aber Läufer solchen Niveaus sind natürlich weiterhin dem Laufsport verbunden und auch ohne geplantes Training zu außerordentlichen Leistungen fähig.

IMG_4900Die Umfänge hatte ich unter der Woche ordentlich reduziert, so dass ich ausgeruht und fit an den Start gehen konnte. Nachdem es die letzten Jahre mit der Bestzeit nicht geklappt hatte, wollte ich dieses Jahr unbedingt einen neuen Anlauf nehmen. Dass Jonas ein ähnliches Tempo plante und mit mir „mitlaufen“ wollte, paßte mir natürlich bestens in den Kram. Paul war schon bald nach dem Start außer Sichtweite. Dominik von der LG Nord eilte ihm hinterher. Jonas versuchte ihm zu folgen, gesellte sich dann aber nach 2km zu mir und wir liefen fortan zusammen. Hier war schon klar: mit dem Podium wird es unter den gegebenen Umständen nichts werden. Aber auch so ein 10km-Rennen ist immer für Überraschungen gut. Als wir nach der ersten Runde bei ca. 17:50min hinter dem 5km-Sieger in die Wendeschleife gingen, waren wir plötzlich hinter Paul. Wo war denn Dominik geblieben? Er kam uns dann bei km6 entgegen. Später stellte sich heraus, dass er sich bei der Schleife im hinteren Teil des Kurses vertan haben und an einer Abzweigung geradeaus gelaufen sein muss. Die Lücke zu uns konnte er nicht mehr zulaufen, das war zu dem Zeitpunkt bereits klar. Ärgerlich für ihn, da er sich bereits über 30s Vorsprung rausgelaufen hatte, die wir niemals hätten aufholen können.

DSC_0111Mit Jonas zusammen lief es super. Wir wechselten uns mit der Führungsarbeit ab und konnten bis auf einen Ausreißer (km6) das Tempo recht gut halten. Der Verfassung und Verletzung geschuldet, konnte Jonas natürlich nicht an seine früheren Top-Leistungen anknüpfen. Aber für mich war es „schön“ zu sehen, dass auch er ordentlich kämpfen musste, um dranzubleiben. Bei km7 konnte ich eine kleine Lücke erkämpfen, die Jonas aber recht schnell wieder zulaufen konnte. Die Führung wechselte ständig, bevor es auch schon in Richtung Ziel ging. Hier spielte er seine ganze Erfahrung aus und ich konnte schlußendlich nicht mehr kontern und vorbeigehen. Vielleicht wäre es beim Kampf um Platz 3 anders gewesen! IMG_4909So aber liefen wir im 2s-Abstand ein und beim Blick auf die große Zieluhr wußte ich bereits, dass es diesmal zur Bestzeit gereicht hatte – und das sogar noch unter den 36min! Wow. Welch ein Rennen! Damit war ich super zufrieden. Die alte 10k-Bestzeit hatte jetzt über drei Jahre lang Bestand und endlich habe ich auch die so lange ersehnten 35min „zu stehen“. Ich bedankte mich bei Jonas für das tolle Rennen und wir sahen noch gemeinsam, wie Dominik mit 37min ins Ziel als undankbarer Vierter einlief. Paul war zu dem Zeitpunkt schon mit dem Siegerinterview fertig, er pulverisierte den bis dahin von Jonas gehaltenen Streckenrekord um bescheidene 01:36min und kam mit 30:43 ins Ziel gesprintet. Das lässt für die kommende Zeit einiges von ihm erwarten. Zeiten um die 29:30 sind für ihn mit Sicherheit möglich, immer Verletzungsfreiheit vorausgesetzt. Obendrein ist er ein sympathischer Kerl, der trotz der plötzlichen Erfolge mit beiden Beinen am Boden geblieben ist (mal abgesehen vom Laufen, da fliegt er mitunter).

IMG_5157Auch bei den Damen fiel der Streckenrekord: Karsta Parsiegla vom SCC Berlin lief mit 39:50 über eine Minute unter der alten Rekordzeit ein einsames Rennen und wurde insgesamt mit dem 5. Platz belohnt. Der Lauf stand schon wie in den letzten Jahren unter dem Motto „Run For Kenya“. Da die Teilnahme kostenlos ist, wird um Spenden für die Kenyan Kids Foundation von Wesley Korir gebeten. Und auch diesmal ließen sich die Läufer nicht lumpen und packten ca. 1000,- in die Spendenbox. Ein großartiges Ergebnis einer großartigen Veranstaltung, die den Namen „Volkslauf“ mehr als verdient hat. Gerade auf der 5km- und 10km-Distanz hat der Lauf sicher noch einige Mitstreiter mehr verdient. Vielleicht ja im Mai 2016 zur 6. Auflage?

Fotos von Madita Schulz, Malin Winter und Hans Uhthoff, vielen Dank dafür!

von Running Twin Marek am 28. Mai 2015 · 1 Kommentar · Kategorien: Ausrüstung

DECATHLON_PressDay6Nicht mehr lange ist es hin, da eröffnet auch in Berlin ein Shop der französischen Marke Decathlon. Bisher war mir die Marke gänzlich unbekannt. Ende Mai hatte ich die Möglichkeit, die zahlreichen Produkte von Decathlon einmal genauer unter die Lupe zu nehmen: im Rahmen des Press Day im Speicher an der Berliner Oberbaumbrücke präsentierten sich alle Marken, die unter dem Dach von Decathlon angesiedelt sind. Und das sind einige: neben den „typischen“ Sportarten wie Laufen, Schwimmen oder auch Walken sind auch Nischenprodukte wie z.B. für den Reitsport oder den Golfsport zu haben. Jede Sportart wird durch eine Eigenmarke repräsentiert, aber es gibt ebenso die bekannteren Marken, so dass eine Vergleichbarkeit der Produkte einfach möglich ist.

DECATHLON_PressDayEinen etwas genaueren Blick haben wir auf die Produkte der Laufmarke Kalenji gewagt. Besonderen Wert legt Decathlon auf das Preis-Leistungsverhältnis. Die Produkte werden allesamt in Frankreich entwickelt, wobei bekannte Sportler ihre Erfahrungen mit einbringen dürfen. Da wäre z.B. der Trinkrucksack „Trail“ oder das Brustlicht „Runlight“. Der Rucksack schaut auf den ersten Blick sehr durchdacht aus. Über die Qualität kann man schwer urteilen, aber der Preis liegt ein Vielfaches unter dem der anderen bekannten Hersteller von Trinksystemen. Auch ein speziell angepaßtes Damenmodell ist erhältlich. Das Brustlicht hatten wir bereits beim nächtlichen Run&Bike getestet. Es hat uns komplett überzeugt. Der Lichtkegel ist verdammt hell und läßt sich dreistufig einstellen. Zudem gibt es auf der Rückseite ein blinkendes Rotlicht. Es ist äußerst bequem zu tragen und stört überhaupt nicht. Eine gute Alternative für alle, die sich mit einer schweren Stirnlampe nicht anfreunden können.

DECATHLON_PressDay1Auch die Laufschuhe liegen im unteren Preissegment. Neben den üblichen Straßentretern gibt es auch ein Trailmodell im Angebot. Das steht bei mir momentan noch im Schrank und wartet darauf, ausgeführt zu werden. Natürlich kann man auch die üblichen Lauftextilien erwerben. Aber auch andere Produkte, die eher im Freizeitbereich angesiedelt sind, haben mein Interesse geweckt. Da ist z.B. die Schnorchelmaske EasyBreath zu nennen, die es ermöglicht, auch unter Wasser zu atmen. Oder die platzsparenden Fußballtore „The Cage“, die man schnell am Strand zum Kicken aufstellen kann.

DECATHLON_PressDay3Die Vielseitigkeit von Decathlon hat mich ehrlich gesagt überrascht. Egal, welche Sportart man betreibt, hier hat man eine gute Chance, dass man auch das Passende dazu finden kann. Und das zu attraktiven Preisen. Seien wir doch mal ehrlich: mehr als 100,- für ein Laufshirt oder 180,- für ein paar Laufschuhe auszugeben, ist i.d.R. reichlich übertrieben. Natürlich sagt allein der Preis nichts über die Qualität der Sachen aus. Ich freue mich schon, wenn ich ich im Juni in Berlin durch den Shop schlendern kann und mit Sicherheit das eine oder andere Produkt für den Sommerurlaub oder den Laufherbst in dieser Saison mitnehmen werde.

DECATHLON_PressDay5

von Running Twin Marek am 16. Mai 2015 · 25 Kommentare · Kategorien: Wettkampfbericht

IMG_9877Diese Nacht wird uns noch einige Zeit in Erinnerung bleiben. Vielleicht ja sogar mehr als unsere erste Nacht bei unserer Premiere beim Run&Bike Neuzelle vor zwei Jahren. Das Ergebnis liest sich ernüchternd und ist es auch, ohne Wenn und Aber: DNF. DID NOT FINISH. Der Alptraum eines jeden Sportlers. Für uns wurde dieser heute Nacht das erste Mal überhaupt wahr.

Um kurz nach halb sechs in der Frühe saßen die Running Twins im Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes vor dem Klosterportal in Neuzelle. Silvana hat sich unserer angenommen und uns mit Rettungsdecken, einer warmen Standheizung und einem heißen Kaffee versorgt, so dass wir langsam wieder auftauen konnten. Zu dem Zeitpunkt war unsere zweite Teilnahme bei diesem schönen Event seit mehr als einer Stunde vorzeitig beendet. Was war passiert?

IMG_9874Mit großen Erwartungen sind wir angetreten. Und nichtmal ansatzweise konnten wir umsetzen, was wir uns für die 100km vorgenommen hatten. Es lief einfach nichts, aber auch gar nichts zusammen. Die Chronologie unseres Scheiterns: nach dem Start um 00:00 bildete sich schnell eine Gruppe mit 5 Teams, die das Feld anführten. Am Anfang läuft es locker und leicht, wir wechseln wie geplant in kurzem Rhythmus, kein Team will sich vorzeitig absetzen. FEHLER Nr. 1: wir haben die Wechsel nicht geprobt vorher. Kurz vor knapp haben wir uns für das Damenfahrrad von Britta entschieden und nicht für Mareks MTB. Damit klappt der Einstieg zwar leichter, aber der Rücktritt macht uns riesige Probleme. Nach 4km fliege ich mitsamt unserer Ladung (Gels, Trinkflaschen, Jacke, Riegel) auf die Nase und muss alles mühselig einsammeln und den Jungs hinterherheizen. Auch der Sattel ist viel zu tief. Einen Schlüssel dafür hatten wir (natürlich) auch nicht mitgenommen. Während die anderen fast mühelos wechseln, muss unser Biker immer wieder von hinten aufholen. Das Ganze zieht sich bis km20. Dann kommt der erste Verpflegungspunkt, den Henrik auf dem Rad absolviert. Stempel nicht vergessen – wo war denn gleich die Stempelkarte? Vorne setzen sich die beiden Jungs Tobias und Ron von Fortuna Marzahn ab. Keiner kann und will dem Tempo folgen, wir sind zu dem Zeitpunkt trotzdem noch mit unter 4min/km unterwegs.

Es geht an der Oder entlang. Und es wird immer kälter. Das eine paar Handschuhe hilft auf dem Rad nur kurzzeitig. Ich merke, wie meine Finger mehr und mehr einfrieren. Der Nebel ist teilweise so stark, dass auch mit der irren Beleuchtung (zwei Halogen am Rad, zwei Stirnlampen, zwei runlights am Körper) keine 2m Sichtweite herrscht. Eine Weile wechseln sich die Positionen 3, 4 und 5 miteinander ab. Dann müssen wir auch Thomas und Stefan ziehen lassen. Kurze Zeit später rücken Sebastian und Mathias nach. Wieder können wir nicht folgen. Der erste Dämpfer ist da: dass wir so „früh“ den Kontakt zur Spitze verlieren, hatten wir nicht erwartet. Von da an sind wir allein unterwegs. Wir versuchen, das Tempo weiter konstant zu halten, als es auf die Straße Richtung Wiesenau geht. Endlich weg von der nebligen Oder. Nur die Temperaturen scheinen immer weiter zu fallen. Unser Getränkevorrat ist da bereits erschöpft. Das kalte Wasser wird schnell ungenießbar.

Dann ist der Verpflegungspunkt bei km53 endlich erreicht: ich übernehme diesmal den läuferischen Teil, Henrik füllt die Vorräte auf. Den Anstieg laufe ich gemächlich hoch. Dann geht es links weg Richtung Süden und siehe da – Henrik rollt mit den Vorräten heran. Ich vernehme nur kurz:

  • „Very bad news“.
  • „??? Was soll das heißen verdammt?“
  • „Glaube, wir verlieren Luft vorne im Reifen.“ – ich halte an und checke.
  • „Verdammt. Kann doch nicht wahr sein!“

Ich schmeiße mich aufs Rad und schreibe unserer Supporterin Kathi per Facebook: „Pumpe!“, „Platten!“. Sie wollte bei km70 auf uns warten. Dass sie noch antwortet und die Pumpe einpackt, bekomme ich nicht mehr mit. Woher also mitten in der Nacht eine Luftpumpe organisieren? Kein Feuerwehrmann hat etwas parat. Noch ist ein wenig Luft auf dem Reifen. Kurz vor km60 fragt Henrik weiter verzweifelt jeden einzelnen, der an der Strecke ist. Und das waren zu dem Zeitpunkt nur sehr Wenige. Dann endlich scheint er Erfolg zu haben. Ich laufe schon vor und sehne die erlösende Nachricht herbei. Es zieht sich. Mir kommt das Streckenfahrzeug entgegen. Der Herr fragt, wo denn mein Kollege sei (er hatte mittlerweile von vorne eine Pumpe organisiert!). Ich werfe ihm nur „er kommt gleich“ entgegen. Es keimt wieder Hoffnung auf. Plötzlich kriege ich einen Bärenhunger. Es bleibt nix erspart. Ich muss die erste Gehpause einlegen, kann dann aber weiterlaufen. Und Henrik sollte doch gleich aufschlagen mit unserer reichhaltigen Verpflegung!

Ich höre nach einer endlos erscheinenden Zeit die Radgeräusche hinter mir. Auch die nächste Konversation bleibt dauerhaft in meiner Erinnerung:

  • „Stell‘ jetzt bitte keine Fragen, wir haben ein anderes Rad.“
  • „Wie meinst du das, ein anderes Rad?“ (ich sehe jetzt erst den anderen Drahtesel, den Henrik bei einer Dame eingetauscht hat).
  • „Ich habe Riesenhunger. Wo ist unser Essen?“
  • „Alles dagelassen. Wir haben nix mehr jetzt. Was sollte ich machen?“ (das Rad ist ein älteres Rennrad, das nicht mal eine Flaschenhalterung besitzt)
  • „Ich muss etwas essen. Sonst ist hier und jetzt Feierabend!“

Henrik zieht noch ein Gel aus der Jacke und überlässt es mir. Besser als nix. Und es hilft tatsächlich. Eine Trinkflasche hat er noch in der Hand, auch das tut gut nach dem langen Intervall. Dann geht es in den Wald. Der Sattel des Rades ist so übel eingestellt, dass ein vernünftiges Fahren nicht machbar ist. Auch die Wege werden schlechter. Nun wollen wir beide nur noch laufen. Das geht erstaunlicherweise recht passabel. Ich wuchte das Rad über die sandigen Pisten, sehe die Querspuren unserer Vorderleute. Hier wurde hart gekämpft! Und dann geht es raus aus dem Wald. Fast unbemerkt ist es mittlerweile hell geworden.

IMG_9876Wir übersehen fast Kathi bei km65. Der erste Blick haftet am Auto, die linke Vorderseite ist demoliert. „Ein Reh war das.“ Ungläubig wechseln wir die Blicke, ziehen uns aber dann mit vollem Genuss den heißen Tee rein. Zu essen hat sie leider nichts dabei, wo wir doch mittlerweile jede Banane mit Kusshand nehmen würden. Wir stehen ca. 10min bei ihr. Platz 6 überholt uns. Weitermachen? Aufhören? Wir kühlen so schnell aus, ohne es zu merken. Noch einmal mobilisieren wir alle Kräfte und ich renne los. Kathi fährt nun ein paar Meter voraus, hat uns fest im Rückspiegel im Blick. Das Laufen geht erstaunlich gut. Nur Henrik wird immer kälter auf dem Rad.

Km68, direkt vor dem Eingang des Campingplatzes. Kathi wartet auf uns. Henrik kann kaum mehr treten, die Kälte ist trotz der 4 Lagen und den Handschuhen unerbittlich. Wir sprechen nur kurz miteinander. Die Entscheidung ist einstimmig: aus und vorbei. Das Risiko wäre zu groß. Kathi bietet uns noch ihren Hoodie an. Doch nochmal los? Nein, auch Henriks Kopf kann sich nicht mehr umentscheiden. Mit letzter Kraft bauen wir das Rad auseinander, setzen uns ins warme Auto und nehmen Kurs Neuzelle.

Im Ziel wollen wir erst in die Turnhalle. Die warmen Sachen aus dem Auto können wir nicht holen – mein Autoschlüssel war noch in der Fahrradtasche! Wir kommen am DRK-Wagen vorbei und fragen nach Decken. Die beiden Sanis suchen eine Ewigkeit und wir frieren entsetzlich. Dann kommt Silvana und nimmt die Sache in die Hand. Wir beobachten respektvoll aus dem Wagen, wie David und Tim mit 06:24 einlaufen. Tobias und Partner kommen zehn Minuten später, Thomas und Stefan laufen 06:39. Als ich dann in der warmen Morgensonne auf Henrik und Gregor warte (die das Rad aus Groß Lindow von Stefans Frau holen wollen!), kommen Thomas und Stefan vorbei. „Haben schon gehört von Euch. Bei uns lief es auch nicht!“ So kann man es natürlich auch sehen!?. Aber auf die Medaillen blicke ich schon neidisch. Das Gefühl, ohne Medaille abzureisen, liegt mir schwer im Magen.

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Was nehmen wir mit aus dieser Nacht?

Selbstkritisch genug sind wir, um das Ergebnis richtig einzuordnen. Das war ein ordentlicher Schuss vor den Bug dieser bisher so guten Saison. Das DNF hätten wir uns natürlich an anderer Stelle gewünscht. Viele kleine auch taktische Fehler (keine Luftpumpe, keine Wechsel geprobt, zu kalt angezogen, zu schnell losgelaufen, keinen Plan B) haben wir gemacht und somit das Resultat selbst verschuldet. Hinzu kommt ein gewisses Maß an Selbstüberschätzung, dass wir das Ergebnis von vor zwei Jahren locker schaffen könnten. Doch damals hatten wir viel, viel Anfängerglück. Das war dann wohl aufgebraucht. Das DNF nur mit den Materialproblemen zu erklären, wäre zu einfach. „Ist der Lauf nicht dein Freund, ist er dein Lehrer.“ Selten hat etwas besser gepasst zu dieser Nacht. DUMM gelaufen.