Von Henrik am 08. Mai 2013 · 6 Kommentare · Kategorien: Planung, Strecken

run&bikeWir kommen. Einige Tage stand unser Start beim Run & Bike Neuzelle auf der Kippe. Keine Veranstaltung ist es wert, eine unfreiwillige Auszeit von mehreren Wochen oder gar Monaten zu riskieren. Mareks Verletzungssorgen waren latent und wenn wir ganz ehrlich sind, 100%-ig beseitigt sind sie nicht. Sein Belastungstest im Rahmen der BIG25 macht zumindest Mut, dass unser Vorhaben in der Nacht von Freitag auf Samstag glücken kann. Nochmal zum verwegenen Plan: Startschuss ist um 24:00 Uhr vor dem Kloster Neuzelle in Brandenburg. 45 Zweierteams werden auf eine Strecke von 100 Km auf der Mönchstour gehen. Hilfsmittel ist ein Fahrrad, das sich hinter dem Läufer bewegen muss. Wir haben null Erfahrung mit solchen Events. Und vielleicht können wir genau das in einen Vorteil ummünzen.

Denn dieser Lauf ist wie für uns gemacht.

Jeder von uns muss mehr als einen Marathon laufen. Wie schnell das geht: wir haben keine Ahnung. Wie oft wir wechseln sollten: wir haben keine Ahnung. Aber wir kennen uns beide extrem gut und können, wenn es richtig hart werden wird, die Kräfteverhältnisse einschätzen. Machen wir uns nichts vor, die ersten 60 Km sind Vorgeplänkel. Es wird zum Ende hin wichtig werden, im Kopf klar zu sein und den richtigen Partner an der Seite zu haben. Wir lassen das einfach auf uns zukommen. Vielleicht schaffen wir es, den einen oder anderen Tweet von der Strecke abzusetzen. Priorität werden aber Navigation und Verpflegung haben. Neuzelle, wir kommen.

Von Henrik am 21. April 2013 · 2 Kommentare · Kategorien: Planung, Trainingstagebuch

MaiDen Durchbruch des Frühlings hatten wir uns anders vorgestellt. Tief saß der Schock nach den Anschlägen beim Boston Marathon am Montag, die die Nachrichtenlage dieser verrückten Woche dominierten. Doch anstatt panisch zu reagieren, offenbarte sich rasant eine ungeahnte Solidarität innerhalb der Läufergemeinde. Es wurde einfach weitergelaufen, Kilometer für Kilometer und Meile für Meile wurden in Erinnerungen an die Opfer abgespult. Die großen Marathons in London und Hamburg am Sonntag wurden zu wahren Lauffesten – das war Werbung für unseren Sport und ein wunderbares Zeichen: in beiden Städten zählten die Veranstalter mehr Zuschauer als je zuvor. Die Elite-Athleten liefen nicht ganz so schnell wie erwartet, aber das störte niemanden. Was nehmen wir mit? Ein sehr gutes Gefühl, dass die Läufergemeinde näher zusammengerückt ist. Wir halten es in diesem Sinne, laufen weiter wie bisher und trainieren auf die Wettkämpfe im Mai hin. Vor unserem gemeinsamen Saisonhighlight, dem Run & Bike am 10.05. in Neuzelle stehen für mich noch der Frühjahrslauf in Dachau über 10 Km und der StrongmanRun auf dem Plan. Letzterer ist zwar nur ein Spaßwettkampf, sollte aber nicht unterschätzt werden. Auch in diesem Jahr sind 15 Hindernisse auf 22 Kilometern zu überwinden. Ich hoffe auf tatkräftige Unterstützung der RUNNING Company. Sollte nichts schiefgehen, treten wir dort zu dritt an. Schließlich folgt am 26. Mai zum Abschluss des intensivsten Monats noch meine 8. Teilnahme am Rostocker Citylauf, wo ich mich voraussichtlich wieder auf der Halbmarathon-Distanz versuchen werde. Marek überlegt noch, ob er am 5. Mai doch wieder bei den BIG 25 in Berlin antritt. Seine letzten beiden Trainingswochen liefen aber aufgrund von Rückenproblemen alles andere als gut. Doch wir wissen aus Erfahrung, dass er auch ohne intensives Training zu Bestleistungen in der Lage ist. Soll er also kommen, der Mai.

Von Running Twin Marek am 22. Februar 2013 · 4 Kommentare · Kategorien: Grundsätzliches, Planung, Trainingstagebuch

mueggelseeKein Zweifel. Während Henrik seit Dezember intensiv für den Transgrancanaria trainiert, hatte das Laufen für mich in diesem Winter eine eher untergeordnete Priorität. Man könnte auch sagen: gar keine. In den Jahren zuvor hatte ich in der kalten Jahreszeit immer fleißig Kilometer gesammelt, getreu der Devise: die Sieger des Sommers werden im Winter gemacht. An der These ist ja mit Sicherheit auch etwas Wahres dran. Einen großen Einfluss hatte sie allerdings nicht. Der Laufsport an sich ist mir nachwievor sehr wichtig und wir haben ja dieses Jahr auch eine Menge großartiger Events eingeplant. Es hat mich schon ein wenig überrascht, wie gut ich mit der Situation klargekommen bin. Normalerweise werde ich relativ schnell unerträglich, wenn die Laufpause länger als eine Woche andauert. Aber dieses Mal habe ich mit den Fakten Frieden geschlossen und versucht, den Druck (den ich mir ja nur selbst auferlege), rauszunehmen und die anderen Prioritäten ohne Wenn und Aber zu akzeptieren. Ein absolut positiver Nebeneffekt der Pause war das Mehr an Zeit, das ich für meine Familie aufbringen konnte. Die kommt im Alltag einfach oft zu kurz. Und gerade in der laufintensiven Zeit, z.B. vor einem Marathon, versucht man aus der wenigen Zeit zum Training noch ein wenig mehr zu machen. Das ist nicht wirklich förderlich für ein ausgeglichenes Familienleben, machen wir uns nichts vor. Gutes Ausdauertraining braucht nun einmal viel Zeit.

In den letzten Tagen habe ich festgestellt, dass allein schon das Wort “Training” ein schlechtes Gewissen verursachen kann. Training heißt doch, dass man konkret auf ein Ziel hinarbeitet, um auf den Punkt genau topfit zu sein. Aber Laufen sollte primär dazu dienen, dass man Spaß an der Bewegung hat, raus in die Natur und Entspannung vom stressigen Alltag finden kann. “Training” findet in zukünftigen laufarmen Zeiten also bei mir nicht mehr statt. So ganz habe ich die Laufschuhe die letzten 3 Monate ja auch nicht an den Nagel gehängt. Die wenigen Einheiten waren dann aber eher im regenerativen Bereich. Für eine gute Platzierung beim Silvesterlauf hat es dennoch gereicht. Zwei Erkältungen schon in diesem Jahr waren dem Ganzen dann auch nicht weiter förderlich. Ich glaube, die Signale meines Körpers aber verstanden zu haben. Wie geht es nun weiter? Konkrete Ziele habe ich für 2013 noch gar nicht definiert. Das wird sich im Kopf schon zu gegebener Zeit entwickeln. Im Frühjahr werde ich mich erstmal auf den Halbmarathon stürzen. Ob ich Ende April die Marathondistanz beim OEM in Angriff nehmen werde, steht noch in den Sternen. Jetzt überlasse ich erstmal Henrik das Feld für sein Frühjahrshighlight. Die gemeinsamen Highlights werden folgen, soviel ist sicher!

Von Henrik am 16. Januar 2013 · 6 Kommentare · Kategorien: Planung, Strecken

Bike and RunVon wegen! Da glaubt man, die Laufplanung 2013 sei fertig und da sei kein Platz mehr für Spontanevents. Marek schlug am Montag eine ungewöhnliche Veranstaltung in Brandenburg vor, den “Bike and Run” über 100 Km. EINHUNDERT KILOMETER? Kurz bevor ich abwinken wollte, schaute ich mir die Ausschreibung doch noch an. Man tritt also in einem Zweierteam an. Ein Teilnehmer muss laufen, der andere auf dem Fahrrad dahinter oder auf gleicher Höhe fahren. Gewechselt werden darf beliebig oft. Der Wettkampf startet um 24:00 Uhr, “gegen 06:20 Uhr” werden die ersten Finisherteams in Neuzelle erwartet. Die Idee des “Bike and run” scheint nicht wirklich neu zu sein, spannend ist sie allemal. Da haben wir nicht lange überlegt. Ein Wettkampf, wie für die Running Twins gemacht! Marek hat uns gestern bereits angemeldet. Ohne Kenntnis der Strecke, die wohl zumindest bei Tageslicht das Prädikat “landschaftlich reizvoll” verdient, und mit null Erfahrung, was die optimalen Lauf-/Rad-Intervalle angeht, werden wir wohl kräftig Lehrgeld zahlen. Aber der Reiz des Teamevents ist viel größer. Ein Nachtlauf hat zudem ein besonderes Flair. Mental konnte ich mich beim 1. Bestzeitmarathon bereits auf einen Start um 00:00 Uhr einstellen. Zuschauer an der Strecke? Vielleicht Menschen mit Schlafstörungen, die ihren Hund ausführen oder Disco-Heimkehrer. Unterstützer an der Strecke? Vielleicht finden wir jemanden, der uns zumindest abholt. Hundert Kilometer sind natürlich eine andere Hausnummer als die Marathondistanz, aber zum Glück muss man ja nicht allein durchlaufen und hat beständig Unterhaltung, Motivation und Verpflegung. Die etwas grob dargestellte Strecke ist an die “Mönchstour” angelehnt, einer Radtour “auf den Spuren der Neuzeller Mönche” mit 10 Mühlen, 6 Flüssen und 8 Seen. Überhaupt, die Ausrüstung – was braucht man denn so für einen halben Orientierungslauf? Sich mitten in der Nacht in Brandenburger Dörfern zu verirren, klingt nicht nach einer guten Idee. Und dann steht auf der Homepage auch noch die “Empfehlung: vorheriges Kennenlernen der Wettkampfstrecken”. Wir werden das also richtig gut vorbereiten müssen. Nicht, dass wir noch aus Versehen unter die Ultras gehen. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, der über Neuzelle im schönen Brandenburg zu führen scheint.

Von Henrik am 11. Januar 2013 · 4 Kommentare · Kategorien: Planung, Reisen, Strecken

Logo TNF TG 2013Am Samstag, 02.03. um 10:00 Uhr steigt mein persönliches Frühjahrslaufhighlight. Der Transgrancanaria, genauer gesagt, der ‘Maratón’. Denn der Lauf erstreckt sich über vier Distanzen: den eigentlichen “Transgrancanaria” über 119 Km, den “Advanced”-Ultralauf über 83 Km, den besagten “Maratón” über 42 Km und last-but-not-least den Einsteigerlauf “Starter” über 24 Km. Im letzten Jahr stand ich ehrfurchtsvoll an den beiden Verpflegungspunkten des Marathons und konnte mir einen Eindruck verschaffen, worauf ich mich da einlassen werde. Das fehlende Wintertraining hätte die Teilnahme zu einem Himmelfahrtskommando werden lassen, also schaute ich brav zu. Dabei hat die Strecke mit einer Fahrt ZUM Himmel nicht viel zu tun. Vielmehr geht es tüchtig bergab. Der Veranstalter Arista, der den Lauf von Beginn an seit 2003 organisiert, spricht von “+-4.000 Höhenmetern”, die auf dem Weg von El Garañon in den Bergen des Inselinneren nach Las Palmas, der Inselhauptstadt an der nordöstlichen Atlantikküste, zu bewältigen sind. Was bedeutet aber diese Angabe? Weiterlesen »

Von Henrik am 04. Januar 2013 · 2 Kommentare · Kategorien: Planung, Strecken

Deutschlands Winterlaufserien erfreuen sich großer Beliebtheit. Dabei fällt auf, dass die “Klassiker” aus den Distanzen 10, 15 und 20 Km bestehen, gelegentlich wird statt der 20 Km ein Halbmarathon gelaufen. Zwischen den Läufen liegen gute 4 Wochen. Die Zusammenstellung der Serie folgt einer Idee von Manfred Steffny, die er schon in den 70er Jahren propagierte. Er hatte die Summe der Zeiten einer Winterlaufserie mit denen eines folgenden Frühjahrsmarathons verglichen und kam dabei auf erstaunliche Übereinstimmungen. Er schloss daraus, dass eine aus vollem Training heraus gelaufenene Winterlaufserie eine ziemlich gute Indikation für die zu erwartende Marathonzeit im Frühjahr abgibt. Schauen wir doch mal in die persönliche Ergebnisliste. Leider habe ich erst eine Winterlaufserie komplett absolviert, das war die 2010/2011er Serie. Rechnen wir die Zeiten zusammen: 43:42 (10 Km) + 1:05:33 (15 Km) + 1:27:58 (20 Km) ergeben 3:17:13h. Da hätte ich also unbedingt im Frühjahr 2011 einen Marathon laufen sollen! Spaß beiseite, zu diesem Zeitpunkt war Berlin noch in weiter Ferne. Nach der Verletzungsmisere reichte es 2011 in Berlin immerhin noch zu 3:38h – das hatte mit der Prognose nicht mehr wirklich viel zu tun. Aber zwischen Winterlaufserie und Herbst liegt natürlich zuviel Zeit, Steffny sprach ja auch von einem Frühjahrsmarathon. In diesem Jahr klappt die Verprobung der Faustformel auch nicht so richtig. Der Transgrancanaria-Marathon liegt zwar zeitlich perfekt Anfang März, aber ist vom Streckenprofil nicht mit dem der Winterlaufserie vergleichbar – es sind 3.600 Höhenmeter zu bewältigen. Wohlgemerkt bergab auf spaßigen Trails. Wenn ich hier unter 4:30h das Ziel sehe, wäre das schon ein großer Erfolg. Da bleibt nur der Ehrgeiz, die Serienzeit von vor 2 Jahren bei der aktuellen Serie zu toppen. Das erscheint realistisch, zumal ich beim Zehner trotz Knieprellung schon bescheidene 16 Sekunden auf die Zeit vom Dezember 2010 gutmachen konnte. Am Sonntag steigt nun Teil 2 mit 3 etwas drögen Olympiaparkrunden über jeweils 5 Km. Wenn ich nicht zuviel Pulver in Runde 1 verschieße, sollte eine Zeit unter 1:05h drin sein. Überraschung: eine Serienzeit von unter 3:15h stimmt ziemlich genau mit dem Marathonziel für 2013 überein. Das gilt zwar erst für den Berlin-Marathon im Herbst, aber ein gutes Omen nehmen wir auch gern mit in dieses Laufjahr.

“Last Christmas” wird inzwischen wieder rauf- und runtergespielt auf deutschen Radiosendern und beim ersten Ertönen dieser vertrauten Melodie weiß man endgültig, dass das Jahresende naht. Die Laufsaison ist schon vorher beendet und das Traininsprogramm runtergefahren. Die geplanten 2012 Km für 2012 sind fast erreicht. Was soll da noch kommen im letzten Monat des Jahres außer dem Lauf zum Shoppingparadies des Vertrauens und dem obligatorischen ambitionsfreien Silvesterlauf? Am Samstag 01.12. startet im Münchner Olympiapark die Winterlaufserie mit dem Nikolaufslauf über 10 Km, die am 06.01.13 (15 Km) und 10.02.13 (20 Km) fortgesetzt wird. Ich habe mich da schon sehr drauf gefreut. Nur leider hat mich ein sehr ärgerlicher Verkehrsunfall am Dienstag nach der Marathonstaffel zur Trainingspause gezwungen. Das rechte Knie hat eine schwere Prellung abbekommen. Damit ist nicht zu spaßen. Ich kann mich inzwischen wieder schmerzfrei bewegen, aber schnell laufen ist illusorisch. Bestenfalls schwimme ich im Mittelfeld mit durch den Olympiapark. Bei den Wetterprognosen kann man das fast wörtlich nehmen. Marek hat am 09.12. noch den traditionellen Plänterwaldlauf auf der Agenda. Hier will er nochmal auf Bestzeit über 20 Km laufen – wenn es denn die äußeren Bedingungen zulassen. Ich hatte damit geliebäugelt, mich von ihm über 10 Km ziehen zu lassen, aber das hat sich zwischenzeitlich erledigt. Am 09.12. startet zudem die Winterlaufserie Ismaning mit einem crossigen Lauf über 13 Km. Den habe ich im letzten Jahr auch mitgenommen, bevor ich bis Ende Januar wegen SKS dann zwangspausieren musste. Eine schöne Alternative zur Winterlaufserie im Olympiapark ist das, weil es hier aufgrund der krummen Distanzen nicht um Bestzeiten geht. Dann ist aber wirklich Schluss mit Wettkämpfen. Fast: in Berlin werden wir zu den Weihnachtstagen wieder Gelegenheit für einen gemeinsamen Lauf haben. Und dann folgt am 31.12. der unvermeidliche Silvesterlauf. Marek tritt in Eichwalde an, ich werde wohl im Olympiapark beim MRRC mitrutschen. Dann wird sicher “Last Christmas” angestimmt – ebenfalls unvermeidlich.

Von Henrik am 25. November 2012 · 7 Kommentare · Kategorien: Ausrüstung, Planung, Technik

Bild: SalomonIch gestehe: Träger von Trinkrucksäcken habe ich bisher nicht wirklich ernst genommen. Was daran lag, dass der Nutzen sich wohl erst unter besonderen Bedingungen zeigt. Und die habe ich bisher noch nicht genießen dürfen. Holen wir etwas aus. Trailrunning ist sicher einer der Megatrends der letzten Jahre. Man muss fast den Eindruck haben, das urbane Milieu mit Asphalt und Ampeln hat ausgedient. Es zieht uns (zurück) in die Natur. Der Barfußlauftrend geht damit einher. Über die Gründe kann man sicher eine Doktorarbeit schreiben, die extreme Durchdringung unserer Gesellschaft mit allem technischen Schnickschnack trägt wohl dazu bei. Wir haben Sehnsucht nach einer direkten, unverfälschten Begegnung mit unserem Planeten. Das hat natürlich auch die hochkreative Sportindustrie schon lange vor uns erkannt und stellt Hightech-Equipment ins Schaufenster, damit wir diese Begegnung bloß nicht zu intensiv erfahren und unser Leben nicht gefährdet wird. Ein Trinkrucksack ist unabdingbar, wenn es darum geht, sich möglichst unabhängig für eine längere Zeit in der Natur zu bewegen. In der Jahresplanung steht für März 2013 der Marathon beim Transgrancanaria. Hier weist der Veranstalter ausdrücklich darauf hin, dass Wasserstationen spärlich gesät sind und jeder Läufer am Start zwei Liter Wasser mitzuführen hat. Es hilft also nichts – so habe ich mir bei einem Spontankauf den “Advanced Skin 5 S-Lab” aus dem Hause Salomon zugelegt und diesen inzwischen mehrmals ausgeführt (Hinweis der Redaktion: das ist kein kostenloses “Testprodukt” von einem der bösen Hersteller, der die Bloggergemeinde kaufen möchte). Lest, was das gute Stück für Eigenschaften mit sich bringt, ob die Bezeichnung nicht etwas übertrieben ist und warum ich meine Meinung zu Trinkrucksäcken geändert habe. Weiterlesen »

Von Henrik am 15. November 2012 · 5 Kommentare · Kategorien: News, Planung, Reisen, Strecken

Am 07. Januar 2012 hatten wir den Termin schon zum Vormerken im Laufkalender verbreitet und aus “ist ja noch lange hin” sind nun keine 72 Stunden mehr geworden. Am Sonntagvormittag starten wir mit euch und dem Team World Vision zur Berliner Marathonstaffel im Tempelhofer Park auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof.

Die Berliner Marathonstaffel ist der perfekte Rahmen für unser Teamevent. Warum? Es wird ein Rundkurs von 5 bzw. 6 Km Länge über die ehemalige Startbahn gelaufen. Die Wechselzone befindet sich im Hangar und liegt damit im Trockenen, falls es doch im November regnet. Es wird eine Chipzeitnahme für jeden Teilnehmer und nicht nur für die gesamte Staffel angeboten. Die Organisation seitens des SCC ist erfahrungsgemäß vorbildlich. Schließlich: mit dem Angebot einer Teamzeltmiete hat man als größere Gruppe -und die werden wir am Sonntag sein- einen idealen Treffpunkt und eine gute Lagermöglichkeit auf dem Gelände.

Die Vorbereitungen waren sehr viel aufwändiger, als wir uns das im Vorfeld ausgemalt haben. Nun sind sie aber getroffen:

  • Wir starten mit vier Staffeln: drei Männer/Mixed-Staffeln (Abschnitte: 12,2/10/5/10/5 Km) und eine Frauenstaffel (Abschnitte: 6,2/6/10/5/10/5 Km).
  • Für die schnellste Staffel ist eine Zeit von unter 2:45h ausgegeben, bei den anderen lassen wir uns aber mehr Zeit, Zielschluss ist 15:00 Uhr.
  • Wer bei uns vorbeischauen und hallo sagen möchte: aus dem Hangar 6 gesehen befindet sich unser Teamzelt rechts vorne an 5. Position.
  • Zu erkennen sind unsere Teilnehmer am orangefarbenen Team World Vision Shirt.
  • Zwei Fotografen werden für uns vor Ort sein und tolle Bilder knipsen.
  • Wir haben Paradewetter bestellt: 9°, Sonnenschein – Läuferherz, was willst du mehr?
Von Henrik am 05. Oktober 2012 · 3 Kommentare · Kategorien: Grundsätzliches, News, Planung

Der Berlin Marathon liegt noch keine Woche hinter uns. Wir sind nach wie vor froh über das Ergebnis und auch darüber, mal die Füße stillzuhalten und uns wieder auf andere Dinge zu konzentrieren (Familie, Oktoberfest und Arbeit, in dieser Reihenfolge). Und doch: es juckt schon wieder beachtlich in den Beinen. Wie ist es uns in der Woche Eins nach dem Saisonhöhepunkt ergangen?

Erkältung und so:
Es ist wohl unvermeidlich. Das Immunsystem hat beim Wettkampf derart gelitten, dass es ca. zwei Wochen nur auf Sparflamme arbeitet (mancher Experte spricht sogar von vier Wochen). Gleich am Montag hat mich die Erkältung erwischt. Man muss wohl nur eine größere Menge von Menschen anschauen und der berühmte fast-tödliche Männerschnupfen ist da. Aber besser jetzt als vorher. Grauenhaft muss es sein, den Marathon deshalb absagen zu müssen.

Sport auf Sparflamme:
Bis Mittwoch war schnellere Bewegung dank schwerer Beine auch nicht vorstellbar. Aber danach die Herbstläufer bei schönstem Altweibersommerwetter anzuschauen, ist nicht so ganz einfach. Zwei Wochen habe ich Laufverbot bekommen. Ein Marathon fügt der Muskulatur erhebliche Schäden zu. Fängt man zu früh wieder an, ist die Verletzungsgefahr hoch. Im letzten Jahr habe ich mich eine Woche nach dem Marathon beim 10 Km-Lauf in Anzing abgeschossen. Wir lernen ja aus Dummheiten. In der nächsten Woche ist immerhin wieder Stabi- und Krafttraining erlaubt. Schwimmen und Crosstrainer drängen sich auch langsam auf.

Nachberichterstattung:
Inzwischen sind alle Fotos vom Sonntag durch den offiziellen Fotodienstleister identifiziert. Wie haltet ihr es, ladet ihr euch die Fotos runter, auch zu den abenteuerlichen Preisen? Für die Berlin-Fotos sind immerhin 50 EUR fällig, will man alle seine Bilder elektrisch haben. Unsere Schnappschüsse gefallen mir sehr gut, also werden wir wohl schwach werden und unsere Kanäle damit versorgen. Gestern hat auch der Timekiller seinen lesenswerten Berlin-Bericht veröffentlicht.

Fabulieren über die nächsten Ziele:
Marek hat bereits vor dem Marathon den Müggelsee-Halbmarathon in seinen Kalender geschrieben. Am 21.10. werden drei Wochen vergangen sein. Das ist nicht viel, um die Bestzeit anzugreifen. Ich überlege, am gleichen Tag beim Zehner in Germering anzutreten und mich der 40 Minuten-Schallmauer weiter zu nähern. Langfristig schwebt uns auch einiges vor. Die Anmeldung für Berlin 2013 ist bereits ausgemachte Sache. Für das Frühjahr stehen bei Marek der OEM und bei mir der Transgrancanaria mit Bleistift im Kalender.

Und dann kommt am 18.11. ja noch die Running Twins & Team World Vision Marathonstaffel, auch die wir uns ganz besonders freuen. Am Wochenende sollen noch die Anmeldebestätigungen rausgehen. Also es gibt genug zu tun, ohne selbst zu laufen. In der ersten Woche danach.