Archiv fuer die Kategorie Trainingstagebuch

Eiskalt gelaufen

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 04.02.2012 in der Kategorie Ausrüstung, Trainingstagebuch | 8 Kommentare

In diesen Tagen wird viel über die Gefahren des Laufens bei extrem niedrigen Temperaturen philosophiert. Beim Blick auf das Thermometer kann man schonmal einen gehörigen Schreck bekommen – selbst am Tag kommt keine einstellige Zahl mehr an Minusgraden zusammen. Manche ziehen das Laufband oder die Rolle der Frischluft vor, andere reduzieren ihre Einheiten oder lassen das Tempotraining sein. Da Henrik erst heute aus dem Lanzarote-Laufcamp zurückkommt, wird ihm der Temperaturunterschied sicher erstmal zu schaffen machen. Aber für uns sind diese Faktoren allesamt kein Grund, nicht raus zu gehen. Bei mir gesellt sich noch ein weiteres K.O.-Kriterium hinzu: diese Woche war Startschuss meiner intensiven Marathonvorbereitung. Da kann ich ja schlecht sagen, dass es zu kalt draußen ist. Dank der Schneedecke ist die Ausrutschgefahr aktuell noch nicht sehr hoch. Der Marathon-Kurs stimmt jedenfalls. Ich fühle mich aktuell sehr gut und werde die Woche morgen mit 85km abschließen – ein Umfang, der für mich neu ist und an den ich mich erstmal gewöhnen muss. Heute früh bot sich die Gelegenheit für eine längere Runde mit Marcus aus Leipzig. Es war sein erster Lauf seit dem 50er letztes Wochenende in Rodgau (den er in überragenden 03:39 gerannt ist). Das sind Dimensionen, von denen ich aktuell nur träumen kann. Im Mai will er auf dem Rennsteig über die 73km-Ultradistanz unter die Top Ten kommen (das habe ich so rausgehört :-)). Für das Ziel wünschen wir dir natürlich viel Erfolg Marcus! Das Wetter war jedenfalls ein absoluter Traum heute morgen, purer Sonnenschein und die -18° konnte man dabei schonmal kurz vergessen. Die Gesichtszüge frieren leider mit zunehmender Dauer ein, sodass eine gepflegte Unterhaltung zu einer größeren Herausforderung wird. Was soll’s – wir Läufer sind ja auch irgendwo Genießer, da kann man auch mal die Klappe halten. Hauptsache der Kurs stimmt.

Nicht schon wieder: Weihnachten

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 03.12.2011 in der Kategorie Grundsätzliches, Trainingstagebuch | 3 Kommentare

Dezember, Jahresende, Weihnachtskalender, Geschenke, Weihnachtsmarkt…blablabla, geht es nur mir so oder hat man die “schönste Zeit des Jahres” schon über, bevor sie eigentlich richtig angefangen hat? Irgendwie kann man sich nicht dagegen wehren, man wird einfach automatisch in diesen Weihnachtssog mit reingezogen. Auch wenn man gar nicht will. Es gibt kein Entkommen. Oder doch? Laufen? Ja, natürlich! Neben all diesem unübersehbaren Weihnachtswahnsinn muss einfach die Zeit dafür da sein. Auch wenn es wie bei mir nur der Arbeitsweg ist oder die Mittagspause. Manchmal muss man auch mal egoistisch sein und nur Rücksicht auf sich selbst nehmen. Klar, am Wochenende geht die Family vor und da reicht es wenn überhaupt “nur” zur dunklen Abendrunde am Sonntag Abend. Immerhin. Ich habe da einen mir nicht erklärlichen Widerspruch in diesen Tagen erkannt. Mein Training (hat es diese profimäßige Bezeichnung überhaupt verdient?) hat null Struktur, immer bin ich in Zeitnot, die Umfänge dieses Jahr gleichen fast meinem ersten richtigen Laufjahr 2007. Kann eigentlich nix Vernünftiges dabei rauskommen. Und genau das Umgekehrte passiert: seit ich im August wieder mehr oder weniger regelmäßig laufe, geht es steil nach oben. Erst fahre ich völlig außerplanmäßig meinen ersten Sieg ein, dann bleibe ich scheinbar problemlos unter 40min auf 10km, pulverisiere meine HM-Bestzeit um mehr als 3min und knacke die 10km-Bestzeit bei der Staffel “so nebenbei”. Erschwerend kommt noch hinzu, dass mir das Laufen momentan leichtfällt, ich muss mich häufig einbremsen, um nicht ständig den Fahrradfahrern hinterherzustellen. Häh? Gehts noch? Tja, manche Dinge kann man eben nicht erklären. Mir gefällt’s. Frohes Fest!

Herbst und danach

Henrik
Erstellt von Henrik am 01.11.2011 in der Kategorie Planung, Strecken, Trainingstagebuch | 2 Kommentare

“Ist die Saison denn nicht vorbei?” fragen viele in diesen Tagen. Faktisch gibt es sehr unterschiedliche Ansichten in der Gemeinde darüber, wann die Saison ausläuft und die neue beginnt. So lassen einige das Kalenderjahr umschalten, für andere geht das Training Mitte November schon wieder los. Es kommt wohl darauf an, was der geneigte Läufer denn so alles für hübsche Wettkämpfe im Kalender zu stehen hat. Davon lasse ich mich auch leiten. Mit der “Saisonplanung” 2012 halten wir uns etwas zurück. Wenn ich die Planung für 2011 mit den tatsächlich gelaufenen Veranstaltungen abgleiche, ist die Schnittmenge nicht sonderlich groß. Natürlich sollten zumindest die Höhepunkte fest im Kalender stehen. Nach meinen zahlreichen -und wenig erfolgreichen- Wettkämpfen im Frühjahr beherzige ich für das nächste Jahr endlich die Empfehlung, nicht mehr als zwei Saisonhighlights zu setzen. Nummer 2 wird wieder der Berlin Marathon sein. Diesmal aber zu zweit. Für Nummer 1 habe ich mir etwas Besonderes einfallen lassen: den Transgrancanaria. Am 03.03.2012 führt (unter anderem) ein Marathon aus den Bergen der Kanareninsel nach Las Palmas. Aus alter Verbundenheit zur Insel und der Idee, einen echten und harten Naturtrail zu laufen, habe ich mich bereits für das Spektakel angemeldet. Aber keine Bange: die Ultradistanzen (96 km und 123 km) müssen noch warten. Die 42 km abwärts (3.400 HM) werden Herausforderung genug sein. Blitzschnell rückwärtsgerechnet bedeutet der Termin, dass es Anfang Dezember wieder mit dem Marathontraining losgeht. Mit dem Trainingsplan von der Chefin und den Tipps des Vorjahressiegers wird das möglich sein. Hoffentlich verletzungsfrei. Erst heute habe ich mich nach gut 4 Wochen Pause aufgrund SKS wieder getraut. Das Herbstpanorama war zu verlockend. Die Saison beginnt für mich also heute wieder.

Jubiläum am Müggelsee

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 14.10.2011 in der Kategorie Planung, Trainingstagebuch | 3 Kommentare

Es muss an einem Oktobertag vor 5 Jahren gewesen sein, als ich mich spontan dazu entschlossen habe, meine in die Jahre gekommenen Laufschuhe wieder auszupacken. Ich kann nicht mehr genau sagen warum, aber irgendwie hatte ich nach den Jahren, in denen ich hauptsächlich Krafttraining, aber kaum Ausdauersport gemacht hatte, einfach Lust darauf. Damals motivierte mich das Nike+ System, eine professionelle Laufuhr kaufte ich mir erst 2009. Ich hätte zu dem Zeitpunkt auch nicht im Traum gedacht, dass mich das Laufen so packen und ich solange dabei bleiben würde. Ich habe es einfach für mich entdeckt und will es nicht mehr missen. Ein Jahr später, nämlich im Oktober 2007, lief ich meinen zu dem Zeitpunkt 3. Halbmarathon am Müggelsee. Bei der Premierenveranstaltung lief ich erstmals unter 01:40 und konnte mein Glück über diese Leistung kaum fassen (auch wenn der spartanische Blog Post von damals dies nicht wirklich wiedergibt). Und so kam es, dass ich auch die folgenden Jahre immer bei diesem Halbmarathon am Start war. 2008 war ein Totalausfall, ich mußte am Ende sogar Gehpausen einlegen, um das Rennen zu finishen. 2009 dann mein bis dahin bester Lauf am Müggelsee: zusammen mit Wolfgang Weising lief ich eine neue persönliche Bestzeit. Ein Tag, an dem einfach alles paßte. Im letzten Jahr hatten wir uns ebenfalls viel vorgenommen. Leider beendete eine schmerzhafte Fußverletzung von Henrik unsere Bestzeit-Ambitionen schon im ersten Teil des Rennens. Zum Glück konnte Henrik sich davon schnell erholen und startete danach richtig durch. Der geneigte Leser mag in der bisherigen Aufzählung eine komplexe mathematische Reihe erkannt haben: 2007 (top) – 2008 (flop) – 2009 (top) – 2010 (flop) – 2011 (?). Die Voraussetzungen sind gut. Ich konnte problemfrei trainieren, der letzte 10er lief super, der Trainingslauf vor einer Woche paßte, die Strecke kenne ich sehr genau. Die Vorfreude auf ein schönes Event ist groß.

Zahlenspielereien und Intervalle

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 19.09.2011 in der Kategorie Strecken, Trainingstagebuch | 1 Kommentar

Mein bisheriges Laufjahr war suboptimal, soviel steht fest. Aber vielleicht findet es ja trotzdem noch ein erfolgreiches Ende – so hat es nämlich auch begonnen. Den Marathon am Sonntag lasse ich sausen, nichts Neues. Henrik wird die Fahne der Running Twins in die Höhe der Hauptstadt halten und uns würdig bei diesem Laufevent des Jahres vertreten. Was sind also die nächsten Ziele? Nun, ein für mich wichtiger Lauf wird am 16.10. steigen, wenn es bereits zum fünften Mal beim Halbmarathon um den Müggelsee geht. Früher quasi meine Stammstrecke, jetzt leider etwas zu weit weg, um mal eben eine Runde zu drehen. Bis dahin muss ich aber noch einiges tun, um ein gutes Ergebnis möglich zu machen. Genau eine Woche davor, ein wenig als Probelauf, werde ich als Einzelkämpfer bei den Asics Grand 10 starten. 10km – die klassische Distanz – wollen schnell gelaufen sein. Dass dafür Tempotraining unerläßlich ist, sollte klar sein. Jeder kennt sie, kaum einer mag sie: die Intervalle. In verschiedenen Varianten möglich, bin ich schon länger bei den 6x1000m hängengeblieben. Ideal, um die aktuelle Form zu testen und die Tempohärte auszuloten. Mein letztes Intervalltraining über diese Distanz lag nun schon fast ein(!) Jahr zurück. Zeit für ein paar Zahlenspielereien:

Welche Erkenntnis bleibt aus dem Langzeitvergleich? Die Form zeigt nach oben, mehr nicht. Obgleich ich noch nicht da angekommen bin, wo ich vor einem Jahr vor den Asics Grand 10 stand. Und die gingen gut, auch wenn nur über die 5km. Aber was im September noch nicht ist, kann ja im Oktober noch werden. Ein wenig Zeit habe ich ja noch. Der Lauf-Herbst kann kommen.

Und nun?

Henrik
Erstellt von Henrik am 17.09.2011 in der Kategorie News, Planung, Reisen, Trainingstagebuch | 4 Kommentare

Zeit, Farbe zu bekennen und eine Entscheidung zu treffen. Das Running Company Laufcamp im italienischen Livigno ist heute zu Ende gegangen. Ich habe eine fantastische Woche verlebt mit genialen Ausblicken, inspirierenden Lauffreunden, sterneverdächtigem Essen und –vor allem deswegen bin ich mitgefahren- intensivem Lauftraining auf mehr als 1.800 Meter Höhe. Es war die letzte Chance, das Ticket für den Berlin Marathon am 25.09.11 zu lösen. Hat das funktioniert? Ob, werden wir erst am besagten Sonntag in einer Woche in Berlin feststellen können. Weiterlesen >>

Höhenluft + Countdown für Berlin

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 11.09.2011 in der Kategorie Trainingstagebuch | 2 Kommentare

Henrik ist seit nunmehr 3 Tagen im Höhentrainingslager im italienischen Livigno. Bisher kamen noch keine Hiobsbotschaften, so dass man davon ausgehen kann, dass die letzte Vorbereitung für Berlin bisher planmäßig verläuft. Hier eine kurze Videobotschaft von ihm: Henrik in Livigno – Tag 4. Wir halten jedenfalls weiter fleißig die Daumen, dass es am 25.09. mit der Marathon-Premiere für Henrik klappen wird. Ich für meinen Teil fahre die Umfänge langsam wieder hoch, die Berlin-Teilnahme hatte ich aufgrund der verletzungsbedingt schwachen Vorbereitung schon im August abgeschrieben. Geplant habe ich meinen Wettkampf-Einstieg einen Tag vor dem Marathon: am 24.09. steigt der lokale Zeuthener Jedermannslauf. Die Verschiebung um 3 Wochen in diesem Jahr kommt mir sehr gelegen. Auch die Distanz über ungerade 5,2km kommt mir entgegen. Im letzten Jahr konnte ich nicht teilnehmen, da wir genau an dem Veranstaltungstag in unser Haus gezogen sind. Den Lauf werde ich als Tempotest benutzen, genau zwei Wochen später steigen die schnellsten 10km Deutschlands – die Asics Grand 10 vom Schloß Charlottenburg quer durch den Berliner Zoo. 2010 sind die Running Twins dort noch in der Staffel gestartet und haben einen starken 3. Platz bei den Männern belegt. In diesem Jahr ist eine Teilnahme von beiden Twins nicht möglich. Ich werde also wahrscheinlich allein über 10km an den Start gehen. Damit kann ich wenigstens auch ein Ziel dieses Jahr noch erreichen: die erfolgreiche Teilnahme am Audi-Berlin-Cup, der die drei “Berlin-Läuft”-Rennen BIG25, den Airport Run und die Asics Grand 10 zusammen in den jeweiligen Top-10 der Altersklassen prämiert. Zuletzt lag ich dort auf Rang 33, für die durchschnittlichen Ergebnisse bei den ersten beiden Läufen eine durchaus akzeptable Position. Evtl. kann ich mich über die 10km noch weiter nach vorne schieben.

Crosstrainer? Na klar!

Henrik
Erstellt von Henrik am 29.08.2011 in der Kategorie Gesundheit, News, Trainingstagebuch | 2 Kommentare

Crosstrainer Copyright by Sports and Health MünchenDer Läufer läuft draußen, egal, bei welcher Witterung, egal zu welcher Tages- oder Jahreszeit. Wie habe ich die Sportler auf den Laufbändern dieses Landes immer belächelt. Am “laufenden Band” ein paar Kilometer abspulen ging so bis vor 2 Jahren bei “schlechtem Wetter” immer noch gerade so als Ersatzplattform durch. Ich erinnere mich, dass ich sogar mal einen Halbmarathon versucht hatte. Aber sich auf dieses alberne Gerät namens Crosstrainer stellen, das ging bis vor 6 Wochen dann doch zu weit. Bringt das wirklich was? Im Fitnessstudio meines Vertrauens gibt es doppelt so viele Crosstrainer wie Laufbänder! Inzwischen habe ich aber auch mit diesem Fitnessgerät meinen Frieden geschlossen. Wenn auch nicht ganz freiwillig. Weiterlesen >>

Licht am Ende des Marathon – Tunnels

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 20.08.2011 in der Kategorie Planung, Trainingstagebuch | 10 Kommentare

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende, die Bilanz ist auf den ersten Blick ernüchternd. Geplant war eine konstante und intensive Marathonvorbereitung für unsere Premiere am 25.09. in Berlin. Zu früh habe ich mich darauf verlassen, dass mein Muskelfaserriß schon wieder von allein weggehen wird. Erst Ende Juni habe ich die Notbremse gezogen, mit dem Laufen komplett aufgehört und mich in physiotherapeutische Behandlung begeben. Zu spät, um noch rechtzeitig für den Marathon wieder auf die Beine zu kommen. Immerhin zeigt die Behandlung erste Erfolge und ich bin letzte Woche schon wieder kürzere Distanzen schmerzfrei durchgelaufen. An längere Kanten traue ich mich momentan noch nicht heran. In den verbleibenden 5 Wochen ist aber eine vernünftige Vorbereitung nicht mehr zu machen, da bin ich realistisch. Ein Marathon ist kein Kindergeburtstag, den ich mal eben aus dem Stand hinlegen kann. So werde ich am 25.09. maximal als Zuschauer an der Strecke stehen und Henrik bei seiner Premiere anfeuern. Bei ihm lief zwar kürzlich auch nicht alles nach Plan, aber die Teilnahme scheint wenig gefährdet. So wird wenigstens einer der Running Twins das Ziel im Herzen der Hauptstadt erreichen.

Zum Stoiber und zurück

Henrik
Erstellt von Henrik am 14.08.2011 in der Kategorie Strecken, Trainingstagebuch | 3 Kommentare

Am Samstag schaute ich beim Dachauer Straßenlauf vorbei. In der Verletzungszeit ist es echt schwer, bei Läufen zuzuschauen – wer schaut schon gern zu, wenn die anderen zu neuen Bestzeiten stürmen. Aber ich habe mich nicht wirklich geärgert, denn auf den Straßen von Dachau war es um 16:00 Uhr schon/noch ordentlich sonnig und dementsprechend hart zu laufen. Die Running Company Lauffreundinnen und -freunde haben sich sehr achtbar geschlagen. Am Abend habe ich mich dann selbst auf die Laufstrecke getraut. Nach 3 Wochen Laufpause trabte ich im Schlafwagentempo für 25 Minuten durch die Westpark-Wiesen. Der Oberschenkel hat gehalten. Ein kurzes, aber gelungenes Comeback! Heute habe ich mich wieder dem Alternativtraining gewidmet und mir eine Ausfahrt mit dem dem Rennrad nach Wolfratshausen vorgenommen. Die Heimatstadt von Edmund Stoiber, der hier im Jahr 2002 das legendäre Wolfratshauser Frühstück mit Angela Merkel abgehalten hat. Eine wunderbare Trainingseinheit, auch wenn ich mich nicht auf die Suche nach dem 10-Minuten-Ede begeben habe. Weiterlesen >>

Wie das Wetter

Henrik
Erstellt von Henrik am 29.07.2011 in der Kategorie Gesundheit, Trainingstagebuch | 3 Kommentare

Das Sommerwetter kann man freundlicherweise als “wechselhaft” bezeichnen. Zwischen Kurz-vor-Weltuntergang und Sommersonnenschein war bisher alles vertreten. So richtig berechenbar ist das nicht, auch auf den Siebenschläfer ist nicht mehr Verlass. Der verschläft 7 Monate des Jahres und muss dabei keine Rücksicht auf die Wetterkapriolen nehmen. Unsere Laufsaison ist bisher ebenso recht wechselhaft verlaufen. Marek hat die Saison nach dem jüngsten Belastungstest am Mittwoch so gut wie abgehakt. Auch nach der abgeschlossenen Physiotherapie meldete sich die Wade zurück und ließ nicht mehr als 6 km schmerzfreies Laufen zu. Ich habe -wenn auch unerwartet- meinen gestrigen Lauf nach 4 Km abbrechen müssen, weil sich der Oberschenkel samt Muskelfaserriss wieder brutal in’s Gedächtnis rief. Ein schmerzfreies Laufen war nur noch auf den Fußspitzen möglich. Dabei sah es bei den letzten drei Läufen nach der Belastungspause doch so gut aus. Das Auf und Ab ist ernüchternd und zehrt an den Nerven. Natürlich kommt sofort die Frage auf, was aus dem großen Ziel, dem Berlin Marathon, für uns wird. Es sind keine 8 Wochen mehr. Für Marek ist der Trainingsrückstand nicht mehr aufzuholen. Für mich ist eine Prognose schwieriger. Das sind sehr dunkle Wolken, die da aufgezogen sind. Nochmals 3 Wochen Laufpause -und die sind unvermeidlich- sind ein Rückschlag, auch im Kopf. Noch ist das Event nicht gestrichen, aber die Schuhe zu früh wieder anzuziehen, funktioniert einfach nicht. So schmerzhaft es ist. In der kommenden Woche soll es übrigens wieder sommerlich werden.

Und hier die aktuelle Statistik, da zwischenzeitlich schon Verwirrung aufkam:

MarekHenrik
Prognose Berlin Marathon10%50%
Betroffenzweiköpfiger Wadenmuskel rechtsHüftstrecker im Oberschenkel links
DiagnoseMuskelfaserrissMuskelfaserriss
Akut seitAnfang April 2011Anfang Juli 2011

Laufen ist nicht alternativlos!

Running Twin Marek
Erstellt von Running Twin Marek am 16.06.2011 in der Kategorie Trainingstagebuch | 3 Kommentare

Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass dieses Jahr bisher das Schwierigste meiner noch jungen “Laufkarriere” ist. Bisher hatte ich keine größeren Verletzungen oder Blessuren zu beklagen und mußte nie länger als 1-2 Wochen mit dem Laufen pausieren. Nun sind schon 2,5 Monate seit dem Berliner Halbmarathon vergangen und meine Zerrung in der Wade begleitet mich noch immer. Damit ich nicht völlig einroste, habe ich mir ein kleines Alternativtraining auferlegt, bei dem die Wade kaum belastet wird: Fahrrad fahren! Natürlich muss auch das in den Berufs- und Familienalltag integriert werden und so fahre ich nun brav jeden Mittwoch mit dem Mountainbike in die Stadt und wieder zurück. Mit den immerhin 60 Tageskilometern habe ich schon jetzt das Pensum des gesamten letzten Jahres getoppt. Die Frage, die sich viele Läufer stellen: bringt das denn überhaupt etwas für die Laufform? Nun ich sehe folgende Vorteile:

  • Sportliches Fahren ist ein gutes Training für das Herz- / Kreislaufsystem.
  • Die sportliche Abwechslung macht mir Spass.
  • Ich kann trotz Verletzungspause weiter trainieren.
  • Die starke Belastung der Wade wie beim Laufen ist kaum vorhanden.
  • Meine Jungs freuen sich, wenn ich sie im Anhänger durch die Gegend ziehe :-)
  • Ich spare Benzin und belaste die Umwelt weniger.

Gerade wenn man viel im aeroben Bereich fährt (mir fällt es wie beim Laufen schwer, langsam vor mich hin zu fahren), trainiert man zumindest die Grundlagenausdauer und belastet andere Muskelgruppen als beim Laufen. Und man glaubt gar nicht, wie schnell man auch vorankommt (auch wenn man an den roten Ampeln stehenbleibt, wie es viele Radfahrer leider nicht tun). Nichtsdestotrotz bleibe ich natürlich dem Laufen treu und hoffe, dass ich bald zu 100% fit bin und wieder angreifen kann. Sonntag steht ja bereits mit dem Airportrun der nächste Wettkampf auf dem Plan. Ich habe keinerlei zeitliche Ambitionen und werde versuchen, locker durchzulaufen. Die Temperaturen sollen angenehm werden, was mir sehr entgegenkommt. Ob ich durchstarten kann?

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