Crosstrainer Copyright by Sports and Health MünchenDer Läufer läuft draußen, egal, bei welcher Witterung, egal zu welcher Tages- oder Jahreszeit. Wie habe ich die Sportler auf den Laufbändern dieses Landes immer belächelt. Am „laufenden Band“ ein paar Kilometer abspulen ging so bis vor 2 Jahren bei „schlechtem Wetter“ immer noch gerade so als Ersatzplattform durch. Ich erinnere mich, dass ich sogar mal einen Halbmarathon versucht hatte. Aber sich auf dieses alberne Gerät namens Crosstrainer stellen, das ging bis vor 6 Wochen dann doch zu weit. Bringt das wirklich was? Im Fitnessstudio meines Vertrauens gibt es doppelt so viele Crosstrainer wie Laufbänder! Inzwischen habe ich aber auch mit diesem Fitnessgerät meinen Frieden geschlossen. Wenn auch nicht ganz freiwillig. Weiterlesen »

von Running Twin Marek am 20. August 2011 · 10 Kommentare · Kategorien: Trainingstagebuch, Zukünftiges

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende, die Bilanz ist auf den ersten Blick ernüchternd. Geplant war eine konstante und intensive Marathonvorbereitung für unsere Premiere am 25.09. in Berlin. Zu früh habe ich mich darauf verlassen, dass mein Muskelfaserriß schon wieder von allein weggehen wird. Erst Ende Juni habe ich die Notbremse gezogen, mit dem Laufen komplett aufgehört und mich in physiotherapeutische Behandlung begeben. Zu spät, um noch rechtzeitig für den Marathon wieder auf die Beine zu kommen. Immerhin zeigt die Behandlung erste Erfolge und ich bin letzte Woche schon wieder kürzere Distanzen schmerzfrei durchgelaufen. An längere Kanten traue ich mich momentan noch nicht heran. In den verbleibenden 5 Wochen ist aber eine vernünftige Vorbereitung nicht mehr zu machen, da bin ich realistisch. Ein Marathon ist kein Kindergeburtstag, den ich mal eben aus dem Stand hinlegen kann. So werde ich am 25.09. maximal als Zuschauer an der Strecke stehen und Henrik bei seiner Premiere anfeuern. Bei ihm lief zwar kürzlich auch nicht alles nach Plan, aber die Teilnahme scheint wenig gefährdet. So wird wenigstens einer der Running Twins das Ziel im Herzen der Hauptstadt erreichen.

Am Samstag schaute ich beim Dachauer Straßenlauf vorbei. In der Verletzungszeit ist es echt schwer, bei Läufen zuzuschauen – wer schaut schon gern zu, wenn die anderen zu neuen Bestzeiten stürmen. Aber ich habe mich nicht wirklich geärgert, denn auf den Straßen von Dachau war es um 16:00 Uhr schon/noch ordentlich sonnig und dementsprechend hart zu laufen. Die Running Company Lauffreundinnen und -freunde haben sich sehr achtbar geschlagen. Am Abend habe ich mich dann selbst auf die Laufstrecke getraut. Nach 3 Wochen Laufpause trabte ich im Schlafwagentempo für 25 Minuten durch die Westpark-Wiesen. Der Oberschenkel hat gehalten. Ein kurzes, aber gelungenes Comeback! Heute habe ich mich wieder dem Alternativtraining gewidmet und mir eine Ausfahrt mit dem dem Rennrad nach Wolfratshausen vorgenommen. Die Heimatstadt von Edmund Stoiber, der hier im Jahr 2002 das legendäre Wolfratshauser Frühstück mit Angela Merkel abgehalten hat. Eine wunderbare Trainingseinheit, auch wenn ich mich nicht auf die Suche nach dem 10-Minuten-Ede begeben habe. Weiterlesen »

Das Sommerwetter kann man freundlicherweise als „wechselhaft“ bezeichnen. Zwischen Kurz-vor-Weltuntergang und Sommersonnenschein war bisher alles vertreten. So richtig berechenbar ist das nicht, auch auf den Siebenschläfer ist nicht mehr Verlass. Der verschläft 7 Monate des Jahres und muss dabei keine Rücksicht auf die Wetterkapriolen nehmen. Unsere Laufsaison ist bisher ebenso recht wechselhaft verlaufen. Marek hat die Saison nach dem jüngsten Belastungstest am Mittwoch so gut wie abgehakt. Auch nach der abgeschlossenen Physiotherapie meldete sich die Wade zurück und ließ nicht mehr als 6 km schmerzfreies Laufen zu. Ich habe -wenn auch unerwartet- meinen gestrigen Lauf nach 4 Km abbrechen müssen, weil sich der Oberschenkel samt Muskelfaserriss wieder brutal in’s Gedächtnis rief. Ein schmerzfreies Laufen war nur noch auf den Fußspitzen möglich. Dabei sah es bei den letzten drei Läufen nach der Belastungspause doch so gut aus. Das Auf und Ab ist ernüchternd und zehrt an den Nerven. Natürlich kommt sofort die Frage auf, was aus dem großen Ziel, dem Berlin Marathon, für uns wird. Es sind keine 8 Wochen mehr. Für Marek ist der Trainingsrückstand nicht mehr aufzuholen. Für mich ist eine Prognose schwieriger. Das sind sehr dunkle Wolken, die da aufgezogen sind. Nochmals 3 Wochen Laufpause -und die sind unvermeidlich- sind ein Rückschlag, auch im Kopf. Noch ist das Event nicht gestrichen, aber die Schuhe zu früh wieder anzuziehen, funktioniert einfach nicht. So schmerzhaft es ist. In der kommenden Woche soll es übrigens wieder sommerlich werden.

Und hier die aktuelle Statistik, da zwischenzeitlich schon Verwirrung aufkam:

MarekHenrik
Prognose Berlin Marathon10%50%
Betroffenzweiköpfiger Wadenmuskel rechtsHüftstrecker im Oberschenkel links
DiagnoseMuskelfaserrissMuskelfaserriss
Akut seitAnfang April 2011Anfang Juli 2011
von Running Twin Marek am 16. Juni 2011 · 3 Kommentare · Kategorien: Trainingstagebuch

Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass dieses Jahr bisher das Schwierigste meiner noch jungen „Laufkarriere“ ist. Bisher hatte ich keine größeren Verletzungen oder Blessuren zu beklagen und mußte nie länger als 1-2 Wochen mit dem Laufen pausieren. Nun sind schon 2,5 Monate seit dem Berliner Halbmarathon vergangen und meine Zerrung in der Wade begleitet mich noch immer. Damit ich nicht völlig einroste, habe ich mir ein kleines Alternativtraining auferlegt, bei dem die Wade kaum belastet wird: Fahrrad fahren! Natürlich muss auch das in den Berufs- und Familienalltag integriert werden und so fahre ich nun brav jeden Mittwoch mit dem Mountainbike in die Stadt und wieder zurück. Mit den immerhin 60 Tageskilometern habe ich schon jetzt das Pensum des gesamten letzten Jahres getoppt. Die Frage, die sich viele Läufer stellen: bringt das denn überhaupt etwas für die Laufform? Nun ich sehe folgende Vorteile:

  • Sportliches Fahren ist ein gutes Training für das Herz- / Kreislaufsystem.
  • Die sportliche Abwechslung macht mir Spass.
  • Ich kann trotz Verletzungspause weiter trainieren.
  • Die starke Belastung der Wade wie beim Laufen ist kaum vorhanden.
  • Meine Jungs freuen sich, wenn ich sie im Anhänger durch die Gegend ziehe :-)
  • Ich spare Benzin und belaste die Umwelt weniger.

Gerade wenn man viel im aeroben Bereich fährt (mir fällt es wie beim Laufen schwer, langsam vor mich hin zu fahren), trainiert man zumindest die Grundlagenausdauer und belastet andere Muskelgruppen als beim Laufen. Und man glaubt gar nicht, wie schnell man auch vorankommt (auch wenn man an den roten Ampeln stehenbleibt, wie es viele Radfahrer leider nicht tun). Nichtsdestotrotz bleibe ich natürlich dem Laufen treu und hoffe, dass ich bald zu 100% fit bin und wieder angreifen kann. Sonntag steht ja bereits mit dem Airportrun der nächste Wettkampf auf dem Plan. Ich habe keinerlei zeitliche Ambitionen und werde versuchen, locker durchzulaufen. Die Temperaturen sollen angenehm werden, was mir sehr entgegenkommt. Ob ich durchstarten kann?

Sowas passiert immer auf der Wiesn. Da trinkt man eine Maß über den Durst und schon sitzt man mit im Boot. Mein Kollege Olaf schlug im September vor, in diesem Jahr am Alpen Triathlon teilzunehmen – als Staffel. Dirk dazu als Schwimmer, ich als Läufer. Und *kling* wurde darauf angestoßen. „Daran erinnert sich in einer Woche sowieso niemand mehr.“ Weit gefehlt. Ich persönlich habe die Planungen vorangetrieben, denn nachdem ich die Ausschreibung gelesen hatte, ließ mich das Event nicht mehr los. Da war vom „malerischen Bergpanorama“ und einer „anspruchsvollen Strecke“ die Rede. Mit ein wenig internem Marketing haben wir inzwischen sogar drei Firmenstaffeln für die Olympische Distanz (1,5 Km Schwimmen, 40 Km Radfahren, 10 Km Laufen) zusammen. Doch bevor ich die Anmeldungen absetze, wollte ich mir selbst einen Eindruck von der Strecke verschaffen. Streckenkenntnis wird gern als Erfolgsfaktor unterschätzt. Und gerade die gefürchteten Anstiege sollte man mal gelaufen sein. Alles halb so wild? Ja und nein. Weiterlesen »

Gleich geht es wieder zum Gruppentraining. Anfang Februar hatte ich beschlossen, mir dieses Modell über einen längeren Zeitraum mal anzusehen. Deutschland ist Läuferland. So gibt es in den Großstädten dieses Landes gleich mehrere Möglichkeiten, unter professioneller Anleitung und in der Gruppe zu trainieren. In meiner Wahlheimat München stehen z.B. die üblichen Verdächtigen von jk running, ein Newcomer namens Smartrunning, die Running Company um Bianca Meyer und nicht zuletzt der alteingesessene MRRC zur Auswahl. Der MRRC passt als nicht-gewinnorientierter Verein nicht ganz in das Schema. Ich hatte mich nach einem imposanten Probetraining (wo bei gefühlten -10 Grad sowie Eis/Schnee/Dunkelheit fast 20 Läufer anwesend waren!) für einen 12-wöchigen Testlauf bei der Running Company entschieden. Das modulare Angebot aus einem Gruppentraining unterhalb der Woche zu einer arbeitnehmerfreundlichen Zeit und wöchentlich aktualisiertem Trainingsplan hat mich angesprochen. Erst beim zweiten Training habe ich mitbekommen, dass Chefin Bianca Meyer die Titelverteidigerin des München Marathons über die halbe Distanz ist. Die 12 Wochen sind nun bald in’s Land gegangen – Zeit für Fazit und Ausblick. Was gefällt mir eigentlich am Gruppentraining? Weiterlesen »

von Running Twin Marek am 30. März 2011 · 7 Kommentare · Kategorien: Trainingstagebuch

Wenn es diesen Sonntag um 10:45 auf die flache Strecke beim Berliner Halbmarathon geht, dann wird es für mich der 13. „Halbe“ sein. Wenn ich richtig gezählt habe, wird Henrik seinen 12. bestreiten. Dann wollen wir doch mal hoffen, dass die 13 in diesem Fall keine Unglückszahl für mich wird. Die Vorzeichen stehen durchaus positiv, obwohl der März in der Vorbereitung alles andere als optimal für mich lief: durch einen Magen-Darm-Virus konnte ich knapp 2 Wochen gar nichts tun. Lehrgeld dabei: ein verfrühter Comeback-Versuch ist zum Scheitern verurteilt. Diese Woche, die ich eigentlich noch zur Vorbereitung nutzen wollte, habe ich bis jetzt beim Graben und Fräsen des heimischen Gartens verbracht. Muss ja auch mal sein. Wann hat man sonst dafür Zeit, außer im Urlaub!? Wenn wir schonmal beim Jammern sind: nach meinem Lauf vom Sonntag habe ich plötzlich Schmerzen im rechten Schienbein bekommen. Ich hoffe ich kriege das mit genug Voltaren wieder hin. Wäre doch gelacht. Aber sind bestimmt alles nur wieder irgendwelche Lappalien, die in der letzten Woche vor dem Wettkampf urplötzlich auftreten (oder man bildet es sich ein). Bei Henrik mache ich mir null Sorgen um seinen Auftritt, bei seiner Laufleistung in diesem Jahr bekomme ich eher große Augen. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch gleich der Deutschen Telekom huldigen, die es in sage und schreibe 8 Monaten geschafft hat, einen Telefonanschluss in unserem Haus bereitzustellen. Jetzt gibt es folglich Highspeed nicht nur auf der Laufstrecke sondern auch auf der Leitung. Wir sehen uns am Sonntag Leute!

Ok, ein wenig feiern und anstoßen durfte schon sein am vergangenen Freitag. Wir laufen ja nicht nur zusammen, sondern haben auch am gleichen Tag Geburtstag. Bevor die übliche Frage aufkommt, wer denn der ältere von uns ist: ich war 10 Minuten schneller. Auf die Halbmarathon-Distanz also eine Ewigkeit. Generell gibt es ja schon eine gewisse Antiproportionalität zwischen Alter und Geschwindigkeit. Wenn wir die ganz jungen Hüpfer auf der Strecke sehen, werden wir natürlich ein wenig neidisch. Ja, die Wehwehchen werden nicht weniger. Aber Hand auf’s Herz, auch mit 32 fühlen wir uns noch frisch und sind uns sicher, dass noch so einiges „geht“ auf der Laufstrecke. Es muss nicht immer das Hochschrauben der Bestzeiten sein -in nicht allzu ferner Zeit wird das sowieso hinreichend schwierig bis unmöglich-, vielmehr kommt mit der zunehmenden Erfahrung auch die Genusskomponente hinzu. Oder das eine oder andere nicht ganz so konventionelle Laufevent. Mit dem StrongmanRun fangen wir in diesem Jahr einfach mal an. Wer weiß, was noch für extreme Herausforderungen auf die Running Twins warten? Ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk an uns beide ist die gemeinsame Teilnahme am Berliner Halbmarathon am kommenden Sonntag. Es gibt für 2011 mehr als genug Unwägbarkeiten, aber was sicher ist: auch im neuen Lebensjahr bleiben wir dem Laufen treu. Dem Bloggen natürlich auch. Auch darauf haben wir am vergangenen Freitag (leider nur virtuell) angestoßen.

von Running Twin Marek am 26. Februar 2011 · 6 Kommentare · Kategorien: Trainingstagebuch

Nach dem Wettkampf ist vor dem nächsten Lauf: wieder ist eine Trainingswoche vorbei, in der alles nach Plan lief. Wobei: einen Plan – genauer einen Trainingsplan – habe ich ja bis heute noch nicht. Das muss sich ändern. Evtl. kann mir einer von Euch ja einen guten empfehlen!? Ernährungstechnisch haben wir unser Frühstück auf vollwertige Komponenten umgestellt. Das Foto habe ich heute morgen gemacht, im Anschluss habe ich bei herrlichem Sonnenschein meinen ersten Lauf in diesem Jahr mit den FiveFingers hingelegt. Ich dachte, meine Waden melden sich danach und beschweren sich, aber nix da, keinerlei Nachwehen sind aufgetreten. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Vorbereitungswoche, wenn man den letzten Samstag mit einbezieht, bin ich auf 80km gekommen, das läßt sich doch sehen…für die kommende Woche steht noch mindestens ein Intervalltraining auf dem „Plan“, denn am kommenden Sonntag steigt der Frühjahrsauftakt über die 10km im Britzer Garten. Dann mit hoffentlich wieder so herrlichem Wetter wie heute. Die Vorfreude ist schon groß, das wird ein Familienevent, weil unser Großer (4 Jahre) erstmals den Bambinilauf mitmachen will. Bin gespannt, was da gehen wird.