“Last Christmas” wird inzwischen wieder rauf- und runtergespielt auf deutschen Radiosendern und beim ersten Ertönen dieser vertrauten Melodie weiß man endgültig, dass das Jahresende naht. Die Laufsaison ist schon vorher beendet und das Traininsprogramm runtergefahren. Die geplanten 2012 Km für 2012 sind fast erreicht. Was soll da noch kommen im letzten Monat des Jahres außer dem Lauf zum Shoppingparadies des Vertrauens und dem obligatorischen ambitionsfreien Silvesterlauf? Am Samstag 01.12. startet im Münchner Olympiapark die Winterlaufserie mit dem Nikolaufslauf über 10 Km, die am 06.01.13 (15 Km) und 10.02.13 (20 Km) fortgesetzt wird. Ich habe mich da schon sehr drauf gefreut. Nur leider hat mich ein sehr ärgerlicher Verkehrsunfall am Dienstag nach der Marathonstaffel zur Trainingspause gezwungen. Das rechte Knie hat eine schwere Prellung abbekommen. Damit ist nicht zu spaßen. Ich kann mich inzwischen wieder schmerzfrei bewegen, aber schnell laufen ist illusorisch. Bestenfalls schwimme ich im Mittelfeld mit durch den Olympiapark. Bei den Wetterprognosen kann man das fast wörtlich nehmen. Marek hat am 09.12. noch den traditionellen Plänterwaldlauf auf der Agenda. Hier will er nochmal auf Bestzeit über 20 Km laufen – wenn es denn die äußeren Bedingungen zulassen. Ich hatte damit geliebäugelt, mich von ihm über 10 Km ziehen zu lassen, aber das hat sich zwischenzeitlich erledigt. Am 09.12. startet zudem die Winterlaufserie Ismaning mit einem crossigen Lauf über 13 Km. Den habe ich im letzten Jahr auch mitgenommen, bevor ich bis Ende Januar wegen SKS dann zwangspausieren musste. Eine schöne Alternative zur Winterlaufserie im Olympiapark ist das, weil es hier aufgrund der krummen Distanzen nicht um Bestzeiten geht. Dann ist aber wirklich Schluss mit Wettkämpfen. Fast: in Berlin werden wir zu den Weihnachtstagen wieder Gelegenheit für einen gemeinsamen Lauf haben. Und dann folgt am 31.12. der unvermeidliche Silvesterlauf. Marek tritt in Eichwalde an, ich werde wohl im Olympiapark beim MRRC mitrutschen. Dann wird sicher “Last Christmas” angestimmt – ebenfalls unvermeidlich.

Von Henrik am 25. Juli 2012 · 10 Kommentare · Kategorien: Ausrüstung, Gesundheit

(c) S. Hofschlaeger / pixelio.deWo wir schon mal zum Thema Schuhe abgebogen sind. Es ist etwas ruhiger geworden in diesem Jahr rund um das Thema Barfußlaufen. Da stellt sich für uns die Frage, ob das Thema tatsächlich an Bedeutung verloren hat oder ob wir schon in der reiferen Phase der Barfußlaufbewegung angekommen sind, getreu dem Motto: es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Halten wir fest: So ziemlich jeder Hersteller ist auf den Zug aufgesprungen und hat zumindest Minimalschuhe im Angebot. Wie erfolgreich die Modelle laufen, ist schwer zu beurteilen. Auf der New Balance Minimus-Tour in München am 09. Mai wusste Stefan von new balance über Lieferschwierigkeiten bei der Minimus-Serie zu berichten, weil man von der hohen Nachfrage überrascht wurde. Die Facebook-Community veranstaltete am 17. Juni den Barefoot Running Day 2012 und forderte zum Barfußlaufen auf. Sogar die Postille unserer lieben Apotheker widmete sich dem Thema. Subjektiv höre ich mehr Berichte über Laufverletzungen, die scheinbar auf Barfußlaufen zurückzuführen sind. Von “Konjunkturprogrammen für Orthopäden und Physiotherapeuten” wird da gesprochen. Verwunderlich ist das nicht, schließlich probieren es -provoziert durch gutes Marketing- insgesamt mehr Läufer aus. Aussagekräftige Studien über den langfristigen Effekt von (mehr) Barfußlaufen sind Mangelware. Das Buch von Dr. Mathias Marquardt ist nach wie vor ein Bestseller. Trotz ihrer gewöhnungsbedürftigen Optik verkaufen sich die Vibram FiveFingers bestens und die Modellpalette wird größer. Blättern wir doch ein wenig durch das Angebot. Weiterlesen »

Von Henrik am 08. Februar 2012 · 8 Kommentare · Kategorien: Gesundheit, Reisen, Strecken

Die Erwartungshaltung an meine Laufleistung war niedrig angesichts von mehr als vier Monaten, in den kein regelmäßiges Training möglich war. Also ein bischen entspannen, so weit wie möglich mitlaufen, so viel Sonne wie möglich tanken. Das Lanzarote Laufcamp bot dafür ein perfektes Umfeld. “Laufcamp” ist vielleicht auch etwas zu hoch gegriffen für die Veranstaltung, Spaß und Erholung standen im Vordergrund. Es geht Running Company Cheftrainerin Bianca nicht darum, möglichst viele Trainingskilometer im Atlantiksand zu schrubben, sondern durch gezielte Übungen und Vorträge den Sinn der Teilnehmer für ein qualitativ hochwertiges Training zu schärfen. Das ist wieder gelungen, so viele Teilnehmer wie nie waren dabei und die waren -wie ich die abschließende Stimmungslage einschätzte- begeistert. Wir hatten schwer Glück mit dem Wetter, denn im Januar ist es zwar relativ warm auf den Kanarischen Inseln, aber der Passatwind kann sehr ungemütlich werden und die gefühlte Temperatur nochmal sinken lassen. Vier 8h-Sonnentage boten aber alle Möglichkeiten für Sonnenbrand und baden im Meer. Gelaufen wurde natürlich auch. Ob an der Strandpromenade, im Hinterland auf staubigen Pisten, im Stadion oder an der atemberaubenden Steilküste hinter Puerto del Carmen: es war für alle was dabei. Lanzarote bildet langsam aber sicher das Image der Sportinsel. Und das zurecht. Gute 52 Km kamen für mich am Ende der Woche zusammen. Das erscheint nicht wirklich viel. Aber das ist mehr als in den letzten beiden Monaten zusammen. Die gute Nachricht: mit dem angegriffenen Schienbein hatte ich keine Probleme. Der ganze Bewegungsapparat muss sich aber erst wieder auf eine höhere Belastung einstellen. Insgesamt war die Woche ein großer Erfolg und ich war mehr als zufrieden. Damit ist der Wiedereinstieg in das regelmäßige Laufen geschafft. Es wird jetzt trotzdem kein Intensivprogramm mit fünf Läufen pro Woche starten. Dafür fühle ich mich noch nicht bereit. Der Rest des Winters wird mit einem gebremsten Trainingsplan inkl. gezieltem Alternativtraining noch dem Wiederaufbau der Grundlagenausdauer dienen. Wettkämpfe sind nicht verboten, werden aber maximal als Trainingsläufe unterhalb des Wettkampftempos herhalten. Alle anderen Gedankenspiele sind erstmal obsolet. Einen Frühjahrs-Halbmarathon wird es also auch nicht geben. Für mich ist das keine einfache Erkenntnis. Aber entweder du hörst auf deine Trainerin oder du suchst dir eine andere. Ich halte es mit dem ersten, nochmal planlose vier Monate – nein danke. Schöne Impressionen vom Laufcamp gibt es in den Bildern.

Von Henrik am 17. Januar 2012 · 5 Kommentare · Kategorien: Grundsätzliches, Laufen

Ja! Wir sind ambitioniert, mindestens ehrgeizig. Wir nehmen gerne an Wettkämpfen teil und versuchen, uns zu verbessern. Der interne Wettbewerb der Running Twins trägt inzwischen nicht mehr so viel dazu bei -Marek hat den schon lange für sich entschieden- (zensiert von Marek), aber da ist ja immer noch die persönliche Bestzeit im Kopf. Allein dafür lohnt es sich, um jede Sekunde zu kämpfen. Oder nicht? Jeden Montag, Donnerstag und Samstag die gleiche 10 Km-Abendrunde in der immer gleichen Wohlfühl-Geschwindigkeit im Stadtpark des Vertrauens zu drehen, wird bei der Verbesserung der eigenen Leistungsfähigkeit nicht hilfreich sein. Um das mitzukriegen, muss der Läufer nur einmal eine Runners World diagonal gelesen haben. Ok, manchmal reicht auch schon das Deckblatt oder die Kolumne von Dieter Baumann. Ich träume immer noch davon, die 10 Km unter der Schallmauer von vierzig Minuten zu laufen. Ausgeschrieben sieht diese Zahl nicht ganz so grausam aus. Oder den Halben unter neunzig Minuten. “Ein klarer Fall für einen Trainingsplan!” schallt es aus so gut wie jedem Läufermunde. Spätestens hier scheiden sich die Läufer-Geister. Weiterlesen »

Von Henrik am 21. Dezember 2011 · 7 Kommentare · Kategorien: Gesundheit, News, Planung

Keine zwei Wochen sind vom Jahr 2011 übrig. Übergreifend folgt in diesen ruhigen Tagen immer der obligatorische Blick zurück auf das Laufjahr mit all den famosen Wettkämpfen und Bestzeiten. Wir machen es auch ganz kurz, denn es gab jedes Event auf unserem Weblog nachzulesen. Alle schönen Momente, die das Laufen so laufenswert machen. Alle Momente, die man keinem Sportler wünscht, wenn der Körper nicht so mitmacht, wie man es gerne hätte. Alles, was irgendwie zur schönsten (Neben-)beschäftigung der Welt gehört.

All diese Aufs und Abs in einem echten Fahrstuhl-Laufjahr. Wie…

Wenn man die Ereignisse nochmal vor dem geistigen Auge vorbeifliegen sieht, war das schon ein verrücktes Laufjahr. Aber so ist der Sport: manchmal unberechenbar, aber dafür wird man entschädigt mit wunderbaren Momenten, die lange im Gedächtnis bleiben werden. Der erste Zieleinlauf als Sieger, der erste Zieleinlauf nach einem Marathon, dafür vergessen wir an dieser Stelle einfach den Rest und freuen uns mit den Bildern des Jahres auf ein tolles Laufjahr 2012! Weiterlesen »

Von Henrik am 12. Dezember 2011 · 3 Kommentare · Kategorien: Wettkampfbericht

Das hat es lange nicht gegeben: Marek läuft in Berlin und ich in München zu exakt der gleichen Zeit einen Wettkampf. Das war es dann aber schon mit den Gemeinsamkeiten. Fassen wir die Läufe aus der Sicht eines jeden von uns zusammen:

  • Henrik bei der 21. Winterlaufserie Ismaning über 13 Km
  • “Henrik sah gut aus, hatte aber eine komische Hose an.” So funkte der IM der Running Company von der Strecke über meinen heutigen Lauf. Ein Wagnis war die Teilnahme schon. Am letzten Sonntag habe ich beim Nikolauslauf im Olympiapark sicherheitshalber zugeschaut. Trotz dünnem Trainings unterhalb der Woche aufgrund unserer Firmenweihnachtsfeier in Salzburg wollte ich heute unbedingt mitlaufen, um wenigstens noch einmal in diesem Jahr nach dem Berlin Marathon die berühmte Wettkampfluft zu inhalieren. Und das war eine gute Entscheidung. Viel war heute sowieso nicht zu verlieren. Physiotherapeut Werner gab grünes Licht, auch beim Aufwärmen fühlte ich mich richtig gut. In Ismaning gibt es sogar eine Nettozeitnahme, edel. Um kurz vor 10:00 drängelte ich mich in Startblock 1 “unter 60 Minuten”. “Lächerlich” dachte ich, aber unterwegs fiel mir ein, dass es ja DREIZEHN und nicht nur 10 km sind. Trotzdem sollte der Zieleinlauf unter eine Stunde auch in der Verfassung unproblematisch sein. Startschuss und los, endlich wieder ein Rennen! Im Übermut lief ich gnadenlos das Tempo der zweiten Gruppe mit (4:05/Km), das Übliche halt. An der Isar angelangt drosselte ich etwas und wurde genauso gnadenlos durchgereicht. Ich habe mitgezählt: während des gesamten Laufs habe ich exakt einen Läufer überholt. Auch mal eine interessante Erfahrung. Mir fehlte aber heute das Selbstbewusstsein (hält der blöde Muskel?) und natürlich Streckenkenntnis. Erst nach 10 Km konnte ich moderat zulegen. Ein vertrödelter Km 12 und ein Endspurt, der diesen Namen nicht verdient, da war auch schon wieder das Stadion des TSV Ismaning. Startnummer 898 wurde mit 57:40 min gemessen. Knapp unter 4:30/km ist mir schon fast peinlich angesichts Mareks heutiger Pace, aber ich darf ja (noch bis weit in das nächste Jahr ;)) auf meinen desolaten Trainingszustand verweisen. Und die Hose war nicht komisch – das ist die ultimative SKINS Camouflage Long Tight, die erst bei Schnee so richtig zur Geltung kommt. Weiter geht es am 15.01.2012 mit Teil 2 über 17 km. Und dann liegt ganz sicher Schnee.

  • Marek beim 70. Plänterwaldlauf Berlin über 20 Km
  • Die Bedingungen waren im Vergleich zum letzten Jahr mit Schnee und Eis unverschämt gut. Trocken, sonnig, keine Minusgrade. Also stand meiner 9. Teilnahme bei der insgesamt 70. Auflage des Plänterwaldlaufs nichts im Wege. Britta reiste mit als Support an – sie zog ihr Training einfach “nebenbei” durch, als ich auf der Strecke war. An den markanten Wegpunkten war sie stets zur Aufmunterung zur Stelle – der Rundkurs hat in dieser Hinsicht seine Vorteile. Eine Runde á 5km (und erstmals offiziell vermessen, habe trotzdem keine Änderung bei der Strecke festgestellt), das Ganze dann 4x, mussten ja auch unbedingt wieder 20km sein. Aber ich wollte einen Vergleich zum Februar haben, wo ich eine gute 01:27 zum Saisonanfang lief. Im Gegensatz zu meinen bisherigen Läufen gab es kaum Gedrängel am Start – lag wohl daran, dass ich mich ziemlich weit vorne einsortiert hatte. Ich hatte mir vorgenommen, recht fix anzulaufen und dann zu schauen, was möglich ist. Gedacht, getan. Runde 1 ging hervorragend mit 19:43. Auf Runde 2 wurde mir bewußt, dass ich vielleicht doch ein wenig zu optimistisch bei der Renneinteilung war. Ab km6 oder 7 wurden die Beine und das Atmen zunehmend schwerer. Ich mußte zuviel einsetzen, um das Tempo zu halten. 10km: ich kam bei 40min und ein paar zerquetschten Sekunden durch. Jetzt mußte ich zwangsläufig Tempo rausnehmen, um nicht später einen Einbruch zu bekommen. Runde 3 war dann mit 21:10 schon gemächlicher, die 15km-Marke zeigte eine 01:01 an, da war der Traum von der 01:20 schon lange ausgeträumt. Ich mobilisierte alle Kräfte, um noch die 01:21 zu packen. Aber auf Runde 3 und 4 war es plötzlich wieder voller, weil ich viele Läufer überrunden mußte (…ist nur eine Ausrede: ich hatte einfach nix mehr zuzusetzen). Die letzte Runde stand mit einer 21:13 zu Buche, so dass ich am Ende bei 01:22:25 (Netto) ins Ziel huschte. Britta wartete bereits auf mich, so dass wir noch gemeinsam den warmen Pausen-Tee tranken und für ein Foto posierten. Ganz zufrieden war ich nicht. Aber man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen – fast 5min schneller als noch im Februar – mehr war nicht zu erwarten nach diesem verkorksten Jahr. Und Gesamtplatz 5 von 110 ist ja nicht so schlecht für einen Lauf in der Nebensaison.

Von Henrik am 07. Oktober 2011 · 4 Kommentare · Kategorien: Gesundheit, News

(c) brennr.de

(c) brennr.de

Marek hatte in einem Artikel vor fast zwei Jahren schon mal über seine Probleme mit dem Schienbein berichtet. Das bei Läufern durchaus bekannte “Schienbeinkantensyndrom” hatte ihn erwischt und zu einer Pause gezwungen. Ich kannte das bisher nicht. Nach dem Forstlauf in Anzing am vergangenen Montag bin ich aber besonders heftig von der Verletzung erwischt worden. Nicht ganz schuldlos, wie ich zugeben muss. Nach dem Berlin Marathon ging es mir muskulär sehr gut und ich hätte nach 3 Tagen schon wieder ins Training einsteigen können. Zum Glück bin ich aufgrund einer Dienstreise nicht dazu gekommen. Nur ein paar Kilometer Radeln waren drin. Am letzten Sonntag habe ich mich dann doch wieder auf die Laufstrecke gewagt, und das auf FiveFingers. Ein unkluge Entscheidung, wie sich später herausstellte. Die knapp 10 Km “gingen” ganz gut, konditionell fühlte ich mich, als könnte ich Bäume ausreißen. Im rechten Bein in der Schienbeingegend merkte ich aber schon einen leichten Schmerz. Verdrängt, am Montag wollte ich schließlich beim Schweiger Forstlauf in Anzing über 10 Km starten. Auch, um bei den Running Company Vereinsmeisterschaften mitzumachen. Das Rennen lief bis Km 8 sehr gut, dann meldete sich der Schienbeinmuskel aber zügig ab. Die letzten beiden Kilometer lief ich ein bisschen wie auf Eiern zuende. Einfach aufhören wäre cleverer gewesen. Im Ziel wurden die Schmerzen nicht weniger. Und so humpelte/hüpfte ich seit Montag durch die Gegend. Was ist so besonders fies an dieser Verletzung? Weiterlesen »

Von Henrik am 08. September 2011 · 2 Kommentare · Kategorien: News, Planung, Reisen

Was für eine bescheidene Vorbereitung bisher. Pünktlich zum Start der 12-wöchigen Vorbereitungsphase für den Berlin Marathon am 25.09.11 hat sich ein Kniebeuger im linken Oberschenkel böse abgemeldet. Der 10 km-Wettkampf im Rahmen des Alpen Triathlons lief noch sehr gut, wenn auch schon nicht mehr “ganz rund”. Kurzum, ich gesellte mich zu Marek, der bereits Anfang Juli vom Training zur Physiotherapie der Wade wechselte. Ich schlug mich bis vorletzte Woche mit Alternativtraining durch. Das ist zwar nicht schlecht, kann eine “laufende” Vorbereitung aber nicht ersetzen. Jetzt habe ich mit der letzten Woche die erste durchgängige Trainingswoche ohne Probleme hinter mir – mit lächerlichen 45 Wochenkilometern. Nun ist es nicht unbedingt die Quantität, die ein gutes Training ausmacht. Aber ohne lange Läufe ist eine sinnvolle Vorbereitung nicht möglich. Einen Trumpf habe ich aber noch auf der Hand. Heute geht es ins Höhentrainingslager nach Italien.

9 Tage in >1.800 Meter Höhe sollen jetzt helfen, zumindest die Zuversicht für Berlin zu holen. Die wird genauso wichtig sein wie die körperliche Verfassung. Ob das geklappt hat, werde ich am 17.09. sagen können. Erst dann wird die Entscheidung gefällt, ob Berlin mit mir als Läufer oder als Zuschauer stattfindet. Man kann verpasstes Training nicht “aufholen”. Aber in den 9 Tagen können wir uns voll auf das Laufen konzentrieren und hart arbeiten. Das Höhenklima setzt zusätzlich Anreize für den Sauerstoffwechsel. Ich habe das Gefühl, dass das eine harte Woche wird. Aber jetzt gilt es, den Trumpf auszuspielen und die letzte Chance zu nutzen. Ich melde mich eine Woche vor Berlin hier mit der Entscheidung. Drückt die Daumen!

Von Henrik am 29. August 2011 · 2 Kommentare · Kategorien: Gesundheit, News, Trainingstagebuch

Crosstrainer Copyright by Sports and Health MünchenDer Läufer läuft draußen, egal, bei welcher Witterung, egal zu welcher Tages- oder Jahreszeit. Wie habe ich die Sportler auf den Laufbändern dieses Landes immer belächelt. Am “laufenden Band” ein paar Kilometer abspulen ging so bis vor 2 Jahren bei “schlechtem Wetter” immer noch gerade so als Ersatzplattform durch. Ich erinnere mich, dass ich sogar mal einen Halbmarathon versucht hatte. Aber sich auf dieses alberne Gerät namens Crosstrainer stellen, das ging bis vor 6 Wochen dann doch zu weit. Bringt das wirklich was? Im Fitnessstudio meines Vertrauens gibt es doppelt so viele Crosstrainer wie Laufbänder! Inzwischen habe ich aber auch mit diesem Fitnessgerät meinen Frieden geschlossen. Wenn auch nicht ganz freiwillig. Weiterlesen »

Von Running Twin Marek am 20. August 2011 · 10 Kommentare · Kategorien: Planung, Trainingstagebuch

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende, die Bilanz ist auf den ersten Blick ernüchternd. Geplant war eine konstante und intensive Marathonvorbereitung für unsere Premiere am 25.09. in Berlin. Zu früh habe ich mich darauf verlassen, dass mein Muskelfaserriß schon wieder von allein weggehen wird. Erst Ende Juni habe ich die Notbremse gezogen, mit dem Laufen komplett aufgehört und mich in physiotherapeutische Behandlung begeben. Zu spät, um noch rechtzeitig für den Marathon wieder auf die Beine zu kommen. Immerhin zeigt die Behandlung erste Erfolge und ich bin letzte Woche schon wieder kürzere Distanzen schmerzfrei durchgelaufen. An längere Kanten traue ich mich momentan noch nicht heran. In den verbleibenden 5 Wochen ist aber eine vernünftige Vorbereitung nicht mehr zu machen, da bin ich realistisch. Ein Marathon ist kein Kindergeburtstag, den ich mal eben aus dem Stand hinlegen kann. So werde ich am 25.09. maximal als Zuschauer an der Strecke stehen und Henrik bei seiner Premiere anfeuern. Bei ihm lief zwar kürzlich auch nicht alles nach Plan, aber die Teilnahme scheint wenig gefährdet. So wird wenigstens einer der Running Twins das Ziel im Herzen der Hauptstadt erreichen.