von Henrik am 18. October 2010 · 3 comments · Categories: Wettkampfbericht

Es war ein Auf und Ab der Emotionen am M├╝ggelsee am vergangenen Wettkampfsonntag. P├╝nktlich zum Lauf kam die Sonne raus und es herrschten perfekte Bedingungen. Um meine Bestzeit zu knacken, hatten wir uns auf knapp unter 45 Minuten f├╝r die ersten 10 Kilometer geeinigt. Und es lief richtig gut. Marek vorneweg und ich musste “nur” dranbleiben. Beim letzten vorbereitenden Lauf am Donnerstag merkte ich schon, dass der rechte Fu├č in der Ferse leicht dr├╝ckte. Aber ich habe dem keine ├╝berm├Ą├čige Bedeutung beigmessen. Eine galante Fehleinsch├Ątzung. Den Spreetunnel durchquerten wir bei guten 21 Minuten. das war mehr als im Plan f├╝r eine Zeit um die 1:35h. Irgendwo zwischen Kilometer 6 und 7 wurde mir langsam klar, dass es heute gr├╝ndlich schief gehen w├╝rde – bei jedem Schritt wurden die Schmerzen st├Ąrker. Klar, du willst die Z├Ąhne zusammenbei├čen, du willst es aushalten. Aber jeder weitere Meter belehrt dich eines Besseren. Ich drosselte schleichend das Tempo, Marek h├Ątte jetzt f├╝r ein passables Rennen davonlaufen m├╝ssen. Er wollte aber nicht. “Schneller wird es nicht mehr”. Wir krochen zwar noch nicht, aber die ersten L├Ąufer zogen vorbei. Jetzt konnte ich mich entscheiden: aufh├Âren und 10 Km zur├╝ckgehen oder den Rest der Runde durchqu├Ąlen. Die Dem├╝tigung wollte ich mir nicht antun, immerhin hoffte ich auf den Waldboden auf der S├╝dseite des Sees, der die Schmerzen ertr├Ąglicher machen k├Ânnte. Wir waren inzwischen so langsam, dass wir Zweifel hatten, unter 2 Stunden das Ziel zu erreichen. Bei den restlichen Verpflegungspunkten und zu einem Fotostopp haben wir zudem angehalten. Unterhalten konnten wir uns auch. Den “Spaziergang” beendeten wir knapp ├╝ber 1:51h. Der Frust sa├č tief, w├Ąre aber noch viel gr├Â├čer gewesen, wenn ich den schmerzhaften “Eierlauf” h├Ątte alleine zu Ende bringen m├╝ssen. So bleibt nur das Fazit: auch meine dritte Teilnahme an der Veranstaltung mi├člang verletzungsbedingt. Abhaken, Diagnose einholen, Achillesferse ruhigstellen und mindestens 2 Wochen Pause – in der n├Ąchsten Woche beginnt sowieso der Urlaub.

3 Comments

  1. Lasst Euch nicht so stressen. Wenn ihr meine Kurzzusammenfassung seht, dann k├Ânnt ihr euch gl├╝cklich sch├Ątzen.

  2. Auch von mir gute Besserung! Wird schon wieder. Und der n├Ąchste HM kommt bestimmt…

  3. Ja den Lauf vergessen wir mal ganz schnell, mit Verletzung zu laufen ist eben keine gute Idee. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass wir ohne dieses Malheur gut durchgekommen w├Ąren und die geplante Zeit locker geschlagen h├Ątten. Wann hat man schonnmal die Zeit, sich w├Ąhrend eines Halbmarathons zu unterhalten :-) Es ist zwar ein wenig deprimierend, alle an einem vorbeirennen zu sehen, aber davon geht ja die Welt nicht unter. Mir hat es trotzdem viel Spa├č gemacht, ich liebe es einfach dort zu laufen und das Wetter war ja super klasse. Im Nachhinein war ich froh, dass ich etwas w├Ąrmer angezogen war – so richtig ins Schwitzen sind wir ja nicht gekommen. Hauptsache, der Fu├č wird schnell wieder gesund! Gute Besserung daf├╝r.